Eine Wohnung für alle Sinne: Zuhause bei Journelles-Managerin Charlotte Adam

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Hereinspaziert! In unserer neuen Homestories-Serie gewähren Design-EnthusiastInnen aus unserer Community regelmäßig exklusive Einblicke in ihre Wohnungen.

Vom Lieblingsort über spannende Label-Entdeckungen bis hin zu den Möbel-Credits: Lasst euch von diesen vier Wänden inspirieren!

Für Journelles-Leserinnen dürfte Charlotte Adam keine Unbekannte mehr sein: Schon seit vier Jahren ist sie fester Bestandteil des Team Journelles und steht seitdem als Jessies Managerin an ihrer Seite, um den wirtschaftlichen Bereich und das Marketing als CMO zu verantworten. Von der Entwicklung neuer Formate bis hin zur Umsetzung von Events und Kooperationen – Charlotte sorgt mit viel Liebe fürs Detail für die 360-Grad-Erlebbarkeit von Journelles.

Da in einer Umfrage im Gift Special letztes Jahr der Wunsch deutlich erkennbar wurde, einen Blick in Charlottes persönliche vier Wände zu bekommen, hat sie nach beeindruckenden Homestories u.a. bei Judith, Tina, Julia, Cathrine und Hannah nun auch ihre Türen geöffnet.

Willkommen in im vierten Stock!

Die 32-jährige Wahlberlinerin lebt in einer ca. 50 Quadratmeter großen Altbauwohnung im Hinterhof eines Hauses der Jahrhundertwende zur Miete. Der 4. Stock ist eine Herausforderung für jeden Besucher, doch da diese Hürde nur offline ein Problem darstellt, nimmt Charlotte euch heute mit auf eine persönliche Room Tour – ganz ohne Schnappatmung und Schweißperlen.

Ihr bekommt viele persönliche Anekdoten zu ihren liebsten Möbelstücken, Designobjekten und Kunstwerken. Es erwartet euch eine Wohnung, die alle Sinne anspricht, die Blicke wandern lässt und an vielen Stellen überrascht.

Psst: Ein Goodie haben wir ebenfalls am Ende der Homestory eingebaut! 

 

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Früh übt sich!

Schon als Teenager hatte ich große Freude daran, mein Jugendzimmer zu gestalten – heute würde man es wahrscheinlich Storytelling nennen: Wechselnde Wandfarben, selbstgemalte Bilder und dazu passende Stoffe waren mein Hobby.

Den Peak meiner jungen Interiordesign-Leidenschaft hatte ich mit der Entdeckung meiner Liebe zur Pop-Art. Damit fand ich auch ein Thema für meinen selbst zu gestaltendes Jugendraum. Das Ergebnis: Rote Wände, Tagesdecke mit Roy-Lichtenstein Print auf dem Bett und meine persönliche Interpretation von Andy Warhols Tomaten-Dosen-Suppe und Louis Vuitton Taschen an den Wänden.

Zugegeben, Etwas wild war es schon, aber durchaus konsequent. Mein Stil ist über die Jahre erwachsener geworden, die Farbwahl weniger gewagt (wobei, wartet es ab!) und das Budget zum Glück etwas größer, die Leidenschaft zum Einrichten ist jedoch geblieben.

Regal: Ikea Ivar (Hack), Vase: Vitra, Leuchte: DCW éditions, Stuhl: Jotex

Beleuchteter Barschrank: Montana, Tablett, Blumentopf und Stühle: Jotex, Tisch: Maßanfertigung von Johannes Leo Berger, Vase: Vitra

Regal: Eigener Ikea Hack aus Ivar Regal, lackiert mit Caparol Icons (No 31, Pillbox), Vorhänge: selbstgenäht, Leuchte DWC éditions

Lieblingsort

Das Wohnzimmer bildet das Herzstück meiner Wohnung. Es ist zugleich Esszimmer, Fitnessraum, Homeoffice, Atelier und Entspannungsort in einem.

In dem knapp 27 Quadratmeter großen Raum ist zwar nicht viel Platz, aber er ist perfekt ausgenutzt: Ob zum Pilates am Morgen, Mails und Calls tagsüber, Dinner und Drinks oder Netflix & Chill am Abend – hier findet alles einen Platz.

Verbunden durch zwei Flügeltüren mit Flur und Schlafzimmer ergibt sich auch durch den Grundriss hier das Zentrum.

Die zwei Fenster spenden über den gesamten Tag viel Helligkeit und der Blick, auf die mit saftigem Wein bewachsenen Wände im Innenhof, lässt kaum erahnen, dass ich mitten in der Hauptstadt an einer stark befahrenen Straße wohne.

Fischschale von der Künstlerin Pauline Berger, Ohrringe von Romantico Romantico

Ein Hinweis auf mein Faible für gute (Raum-) Düfte ist die Auswahl in meinem Montana-Regal, die Steine sind von Witchlandia

Bonbonschale: Vintage von Oma, Aschenbecher von Fundamental Berlin

Veränderungen

Noch nie war ich so viel in meiner Wohnung, wie in den vergangenen 1,5 Jahren. Die Covid-Pandemie und das damit verbundene Home Office haben dazu geführt, dass ich noch mehr Wert darin gesehen habe, meine Wohnung zu meinem Zuhause und vor allem zu meinem persönlichen Save Place zu machen. Die letzten 12 Monate standen in jeder Hinsicht unter dem Stern des Wandels und der Neuerfindung.

Neben einem neuen Esstisch und Umgestaltung eines Sideboards zum Regal, welche ich jeweils mit meinem Freund gemeinsam entworfen und gebaut habe, sind auch vier tolle neue Stühle im Skandi-Design und ein neues Sofa bei mir eingezogen.

Tisch und Regal: Johannes Leo Berger, Stühle von Jotex, Leuchte von DWC éditions

Mein Couchtisch aus Travertin war ein Schnäppchen via Kleinanzeigen. Ursprünglich hatte ich etwas anderes im Sinn, aber als ich das Fundstück aus den 80ern entdeckte, fand ich, dass er hervorragend hier rein passt. Da der Klotz aus Kalkstein so unfassbar schwer ist, wird er so schnell auch nicht hier ausziehen.

Kunstwerke: Charlotte Adam, Sideboard & Travertintisch: Vintage, Vase auf dem Tisch: KPM, Vase auf dem Sidboard: Jotex, Sessel: Freifrau, Sofa: SOFACOMPANY, Kissen groß: Zara Home, Kissen klein: Jotex, Teppich: Ikea, 

Gemütlichkeit und Flexibilität

Über mein neues Sofa freue ich mich ganz besonders, denn ob mit Freunden, mit Freund oder ganz allein – hier sitz ich am allerliebsten!

Schon lange wollte ich mich von meinem sperrigen und zusammenhängenden Vorgänger-Modell trennen, mit dem ich mich unflexibel bezüglich der Stellmöglichkeiten fühlte. Nach einer langen Suche nach dem passenden Modell, habe ich mich für das klassische und superbequeme Modulsofa Dane von SOFACOMPANY entschieden. Da ich gerne umdekoriere, passen die vier flexiblen Module einfach besser zu mir und meiner Lebenssituation.

Der graue Bouclé-Bezug Maya Warm Grey ist super weich und – besonders wichtig – total pflegeleicht. Ursprünglich hatte ich mit der gleichen Haptik, aber in einem Cremeton geliebäugelt, jedoch verlangt meine Tollpatschigkeit nach einem verzeihenderen Bezug – jedes Weinglas oder Tasse Tee ist in meinen Händen eine potentielle Flecken-Gefahr.

Einen tollen Kontrast zum Grau des neuen Sofas und der Wandfarbe, bildet das tolle Kunstwerk meiner hoch geschätzten Freundin Alina Birkner, die zu meinen persönlichen Lieblingskünstlerinnen zählt. Das Bild ist ein stark limitierter und signierter Silkscreen Print der Münchner Malerin mit dem Titel „Venus Rising“. Es hängt so, dass es eines der ersten Dinge ist, die ich morgens aus meinem Schlafzimmer mit den ersten Sonnenstrahlen sehen kann. 

Kleine Makel akzeptieren, realistisch bleiben und das Beste daraus machen

Als ich die Wohnung vor ca 3,5 Jahren das erste mal sah, war ich direkt verliebt. Flügeltüren, Stuck an der Decke und eine ungewöhnliche, aber tolle Aufteilung der Räume sollten unbedingt mein neues Zuhause werden.

Bei aller Liebe auf den ersten Blick lag mir allerdings ein Detail wie ein Dorn im Auge: Der Fussbodenbelag! In den Wohnräumen der furchtbare Laminatfussboden Buchen-Optik und in der Küche erwartete mich PVC mit geschmacklosem Marmor-Muster.

Sessel in Braun: Freifrau, Sessel in Pink: Rosenthal 

Bei einer Mietwohnung den Boden austauschen? Ganz ehrlich, die Idee stand tatsächlich kurz im Raum. Nach schneller Kalkulation setzte aber, zum Dank meines Bankkontos, die Vernunft wieder ein und der „Größenwahnsinn“ verpuffte. Die größte Herausforderung bestand für mich also darin, trotz fehlendem Holzfußboden – der für mich eigentlich ein wichtiges Kriterium für Qualität ist – einen Wohnraum zu gestalten, in dem ich mich richtig und mit allen Sinnen zuhause fühlen kann.

Die Lösung: Akzeptieren, was man nicht so einfach ändern kann und da anpacken, wo es geht. Also blieb das ungeliebte Laminat. Um den Tritt und die Optik angenehmer zu machen, setze ich auf hohe Qualität und Naturmaterialien bei Teppichen und Vorhängen. Die Küche wurde mit der kostengünstigen Methode lackierter OSB-Platten verschönert.

Ein Ort, den Instagram sonst nicht zu sehen bekommt

Die Landhaus-Kommode im Kleiderschrank war meine Wickelkommode als ich noch ein Baby war und ich habe sie von meiner Mutter geerbt. Die weiße Vase ist von Jotex und das Bild ist eins meiner älteren Werke. 

Der von Serien wie Sex and the City und Gossip Girl beeinflusste Mädchentraum sollte in dieser Wohnung endlich wahr werden!

Durch einen Vorhang trennte ich mein Schlafzimmer in zwei separate Räume auf. Hinter einem schweren blauen Stoff befindet sich mein begehbarer Kleiderschrank – oder sagen wir lieber: die Kleiderkammer. 

Denn auch wenn ich regelmäßig ausmiste und ständig aufräume, ist es mir hier immer zu wuselig für meinen Geschmack. Da mir in der kleinen Wohnung der Stauraum fehlt, ist die Kammer jedoch Gold wert und wahnsinnig praktisch. Hier leben nicht nur meine Kleider, sondern auch Staubsauger, Wäscheständer und Co. haben hier ein Zuhause gefunden, ohne mein ästhetisch-verwöhntes Auge zu stören.

Natürlich bleibt der Vorhang meistens zu. Und wehe, jemand möchte jetzt meine Schubladen oder den Keller sehen – die Projekte stehen noch an!

Die weiße Überdecke inklusive passender Kissen, sowie die Bettwäsche ist von Jotex und versteckt das praktische, aber weniger dekorative Bett mit Bettkästen von Ikea. Für den Look eines Boxspringbettes, habe ich mich für eine besonders dicke Matratze entschieden. Die Vorhänge habe ich selber genäht. Die Leuchte ist von Louis Poulsen und der Teppich von schon sehr alt von einem Möbelhaus. 

Der Vanity Desk ist aus den 50ern und ich habe ihn vor vielen Jahren in der Nähe von Hamburg via Kleinanzeigen erstanden. Mein Freund und ich habe den Spiegel losgelöst davon aufgehängt und die Füße des länglichen Moduls entfernt, um es an der Wand zu montieren. Die weiße Tischleuchte ist von Made

Viele kleine Anekdoten

Bei meinen Vintage-Pieces liebe ich es, es mir auszumalen, welches Leben die Möbelstücke hatten, bevor sie bei mir eingezogen sind. Welchen Gesprächen sie hätten lauschen können, wenn sie Ohren hätten, welche Parties sie überstanden haben und welche Gegenstände sie über die Jahre getragen oder beschützt haben.

Mein Geschmack wurde von vielen Menschen, Erlebnissen und Dingen beeinflusst und ich denke, die Kunst des Einrichtens besteht nicht darin, alles aus einem Guss und einer Zeit miteinander zu kombinieren.

Ohne dabei kitschig klingen zu wollen: Meine Philosophie des Einrichtens ist es, mit Räumen und Objekten Geschichten zu erzählen. Jedes Möbelstück oder Objekt für sich ist wie eine eigene Anekdote, in Kombination miteinander können sie jedoch einen spannenden oder herzerwärmenden Roman erzählen – inklusive Rückblicke in die Vergangenheit, hoffnungsvollen Zukunftsbildern und fluktuativer Momentaufnahmen.

Vanity-Desk: Vintage, Vase von Jotex

Viele meiner Möbel haben eine Vergangenheit, einige davon sind vintage zu anderen habe ich einen persönlichen Bezug. Ich baue schnell eine persönliche Verbindung zu Dingen auf und halte sie über viele Jahre in Ehren, ohne mich gut davon trennen zu können. Daher muss ich gestehen, dass mir die Wahl eines Favoriten oder einer Epoche sehr schwer fällt.

Wenn ich mich jedoch für eine Ära entscheiden müsste, wären es sicherlich die späten 50er und frühen 60er Jahre, oder auch die Designs der Bauhaus-Ära.

Viele Objekte aus den Epochen sind immer noch, oder wieder, so modern und zu echten Sammlerstücken avanciert und steigern Jahr für Jahr in ihrem Wert, ohne ihre Coolness zu verlieren. Das fasziniert mich ungemein.

Das Mid-century Modern Sideboard hat meine liebe Freundin Jules  bei ihrem damaligen Trödler des Vertrauens für mich gefunden, nachdem ich über ein Jahr vergeblich ein solches in meiner Preisklasse gesucht hatte. Es ist aus den 60ern und begleitet mich bestimmt schon seit acht Jahren.

Links stehe ich vor meinem neuesten Kunstwerk für eine neue Serie an Stillleben. Rechts ein altes Werk in Orange, davor ein aktuelles Selbstportrait.

Räumliche Bindungsangst

Ich glaube, dass es eine deutsche Unart ist, in Mietwohnungen bis zum nächsten Auszug – mag er Jahrzehnte dauern – keinen Nagel in die Wand zu hauen, mit der nackten Glühbirne zu verharren, Wände lieber weiß zu lassen und jegliche „bleibende“ Veränderung zu umgehen. Ich denke es handelt sich dabei um eine Art Bindungsangst, denn man nähme sich die Möglichkeit schnell wieder ausziehen zu können ja selber.

Auch ich habe mich damit lange schwer getan, langfristige Interior-Veränderungen einzugehen, ohne den tatsächlichen Grund dafür zu kennen. Umso glücklicher bin ich jetzt, diese Ängste überwunden zu haben und mich gestalterisch auch in den eigenen vier Wänden farblich auszutoben. 

Da ich neben meiner festen Tätigkeit als Managerin bei Journelles viel Zeit mit der Kunst verbringe, spielen Farbwelten für mich grundsätzlich eine wichtige Rolle. Ich male schon seit Kinderzeiten und bin der Überzeugung, dass Farben in jeder Hinsicht eine große Auswirkung auf den Menschen haben – ob in der Mode, Kunst oder eben auch in der Inneneinrichtung. 

Die Farbwahl bestimmt, ebenso wie die richtige Beleuchtung, über die Atmosphäre, Raumgröße und Helligkeit.  

Die kleinen Leinwände, die ich zum Testen der Farbe genutzt habe, sowie auch die Test-Tiegel, habe ich nach der Farbwahl zweckentfremdet und werden nun von mir für meine Malerei genutzt. Die Qualität der Farbe ist aufgrund der hohen Pigmentierung von von Caparol Icons so gut. Wahnsinn, wie schön die Töne alle miteinander funktionieren!

Als ich Ende letzten Jahres im Rahmen unseres Gift Specials den ersten Raum meiner Wohnung mit Caparol Icons streichen durfte, war ich wie angefixt und alle andere Räume brauchten einen neuen Look.

Für das Schlafzimmer war mir ein Farbton wichtig, der Ruhe in den Raum bringt und gleichzeitig Tiefe und eine gemütliche Atmosphäre schafft. Ausschlaggebend für die Farbwahl waren die bereits bestehenden wasserblauen Vorhänge und ein Teppich in blau-grüner Melange. Aus der Endauswahl von drei Tönen hab ich mich schlussendlich für ein feines Wassergrün (NO 72 Benjamin, Caparol Icons) entschieden – eine Hommage an die Rückseiten der US-Dollarnoten.  

Die Wandfarbe des Wohnzimmers sollte ebenfalls zu den cremefarbenen Vorhängen passen.

Im Farbfächer hatte ich bereits mehrere Favoriten markiert, aber aufgrund der vielen schönen Optionen sah ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Wie sagt man so schön: wer die Wahl hat, hat die Qual!

Also bestellte ich die kleinen Test-Tiegel von Caparol Icons in den Farben, die in der engeren Auswahl standen und pinselte sie jeweils auf 15×15 große Leinwände. Diese Taktik hatte sich schon damals bewährt, denn sie hat zum Vorteil, dass man je nach Lichteinflüssen an unterschiedlichen Stellen die Wirkung der Farbe testen kann, ohne es (da haben wir es wieder) permanent auf die Wand zu malen. Durch die hohe Pigmentierung und Deckkraft der Caparol Icons Farben und in Verbindung mit dem passenden Primer wäre dies auch problemlos möglich.

Finalist wurde NO 31 Pillbox von Caparol Icons, ein pudriges Grau-Beige, über das ich mich täglich freue. Es gibt dem Raum Wärme, Struktur und lässt ihn so ungemein gemütlich wirken. Für einen gleichmäßigen und aufgeräumten Look habe ich das selbstgebaute Regal (ein eigens kreierter Ikea Hack aus dem Ivar) mit dem selben Ton lackiert. Caparol Icons hat für jede Wandfarbe auch den passenden Holz- und Metall-Lack, sodass man wahlweise auch die Heizkörper in selbiger Farbe lackieren könnte.

Im Flur, Bad, wie auch in der Küche habe ich auch die Decken gestrichen. Die Bank und die Deckenleuchte sind von Jotex, der Spiegel alt und selbst lackiert, die Standleuchte ist von Louis Poulsen.

Finish

Im Flur und Bad habe ich mich, im Unterschied zu den anderen Räumen nicht für das Matt-, sondern für das Silk-Finish entschieden.

Die Farbe NO 51 Gray Matter von Caparol Icons ergibt einen schönen Kontrast zum hellen Ton im Wohnzimmer. Das smarte Pastellgrau wirkt elegant und hat einen fliederfarbenen Unterton, der je nach Lichteinfall besonders zur Geltung kommt.

Das Badezimmerregal ist von Jotex

Nur Mut

Damit kommen wir auch zum farblichen Highlight meiner Wohnung. Denn in meinen knapp 12 Quadratmetern Küche habe ich mich wirklich etwas getraut und dafür musste ich zunächst wirklich über meinen Schatten springen, denn ich wollte unbedingt etwas Einzigartiges.

Leuchte: Louis Poulsen

Regal: Ikea, Boxen: Bauhaus, lackiert in Caparol Icons, Bank: Jotex

Weingläser: Jotex, Champagnerkelche: Vintage

Der Mut in den Farbtopf zu greifen, hat sich so gelohnt, denn jeder Gang in meine Küche fühlt sich wie ein Kurzurlaub in Brasilien an.

Decken, Wände und Boden habe ich in der dem quietschigen Pistazien-Ton NO 71 Bikini  gestrichen bzw. lackiert, die Fronten haben einen Anstrich mit dem satten Veronesergrün NO 80 Youthquake, beide ebenfalls von Caparol Icons, erhalten.

Der Raum hat sich durch den Farbwechsel zu 100% verändert (hier ein kleiner Vorher-Eindruck). Das Licht in der Küche hat etwas Magisches!

Seifen: Diptyque, stop the water while using me, Humdakin

Schale: Jotex

Kissen: selbstgenäht aus Stoff von Malhia Kent

Leuchte: Louis Poulsen, Besen: Dong Xuan Center, Vase: Jotex, Bild: Charlotte Adam, Töpfe: Jotex, Schneidebretter aus Holz in unterschiedlichen Größen (1, 2, 3) sind von Jotex

Mein Kleid ist von Sézane

Die Macht des Lichtes

Neben einer besonders ausgeprägten Meinung gegenüber Fußböden und Farben, habe ich noch eine weitere Schwäche: Beleuchtung.

Ich bin der Meinung, dass Licht maßgeblich über die Atmosphäre eines Raumes bestimmt. Die Form und Anordnung der passenden Lichtquellen kann einen Raum größer, wärmer, gemütlicher und geschmackvoller wirken lassen. So habe ich besonders viel Wert darauf gelegt, hier die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Zugegebenermaßen kann man hier von Investitionen sprechen, aber sie entscheiden nicht nur über die Stimmung, sondern auch darüber, in welchem „Licht“ alle anderen Objekte und auch man selbst erstrahlt.

In der Küche habe ich mich für den Klassiker der Dänen entschieden: die PH 5 von Louis Poulsen in zwei unterschiedlichen Größen.

Poul Henningsen entwarf den immer noch modernen Klassiker PH 5 im Jahr 1958 als Reaktion auf die ständigen Veränderungen der Form und Größe von Glühlampen.

Henningsen wollte mit dem Design der Leuchte die Farbwiedergabe des Leuchtmittels verbessern und niemand konnte damals wissen, dass die Leuchte zum Synonym für vollkommen blendfreies Licht werden würde – unabhängig davon, wie sie installiert oder welche Glühbirne verwendet wird.

Während einer Pressereise mit Louis Poulsen nach Kopenhagen, durfte ich vor zwei Jahren der Geschichte der dänischen Kultmarke auf den Grund gehen und bin seither so begeistert von der Design-Philosophie: Der Ansatz, Licht Form zu verleihen ist fernab von einer PR-Idee durchweg gelungen. 

Love Brand

Die Liebe zur Qualität und der Design-Idee führt dazu, dass beinahe in jedem Raum eine Leuchte des dänischen Beleuchtungsherstellers zu finden ist.

Im Wohnzimmer befindet sich mein Souvenir von dem Kopenhagen-Trip, die Yuh Stehleuchte, ein Entwurf des dänisch-italienischen Designer-Duos GamFratesi.

Und mein Schlafzimmer wird von der Pendelleuchte VL45 Radiohus erleuchtet, die ebenfalls eine spannende Geschichte innehat. Sie wurde in den 1940er Jahren vom dänischen Architekten Vilhelm Lauritzen für das beeindruckende dänische Rundfunkgebäude „Radiohus“ in Kopenhagen entworfen.

Nicht geringer, aber umso frischer ist die Liebe zu zwei weiteren Lichtblicken in meiner Wohnung: die ORG Leuchte von DCW editiòn, ein Entwurf des Berliner Designers Sebastian Summa über meinem Esstisch und der humorvolle Klassiker Snoopy von Flos.

Der Entwurf von Snoopy ist schon aus den 70er-Jahren von Achille & Pier Giacomo Castiglioni und fasziniert mich, als bekennenden Charly Brown-Fan, mit seinem lustigen Namen und der coolen Erscheinung ungemein. Auf das Schätzchen hatte ich die letzten Wochen bereits sehnsüchtig gewartet und pünktlich nach unserem Shooting für die Homestory erreichte es die stolze neue Besitzerin. Besser spät als nie! 🙂

Mein Tipp:

Die Wahl der richtigen Leuchten kann einen schnell überfordern und dann bleibt man doch nur bei der Glühbirne oder dem ewigen Provisorium aka Lampion aus Reispapier. Bei unserem langjährigen Partner design-besteller gibt es eine tolle Auswahl an Klassikern und modernen Leuchten, die einen nicht erschlägt.

Bild: Charlotte Adam, Leuchte: Flos, Sessel: Freifrau, Sideboard: Vintage

Goodie für euch

Viele Elemente meiner Wohnung sind über die Jahre mit mir gewachsen und auch erwachsen geworden: Klappstühle wurden gegen elegante Klassiker und nackte Glühbirnen gegen Deckenleuchte getauscht.

In den vergangenen Monaten wurde ich, bei meiner Suche nach Möbeln und Accessoires, besonders oft bei dem schwedischen Möbelhersteller Jotex fündig. Die Brand hat sich auf modisches Interior Design spezialisiert und hat Ende letzten Jahres, passend zum Lockdown, in Deutschland gelauncht. Das Unternehmen ist in Schweden schon so bekannt wie Ikea – wie konnte das also so lange an mir vorbei gehen?

Nachdem ich auf die Brand aufmerksam wurde, haben wir uns zusammen getan und eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf Journelles folgte. Von dem schönsten Ostertisch, über Balkon-Ideen bis hin zu Badezimmer-Favoriten haben wir euch regelmäßig die schönsten Interior-Highlights gezeigt und euch mit Inspiration versorgt.

Apropos Inspiration: Wenn euch meine Homestory dazu inspiriert hat, selber etwas bei euch zu verändern, kommt diese kleine Überraschung von Jotex vielleicht an dieser Stelle genau richtig.

Rabattcode Jotex

Mit dem Code JOURNELLESAUG25 erhältst du 25 % Rabatt auf den vollen Preis und 5 % Extra auf bereits reduzierte Preise.

Gültig in DE & AT bis zum 15.8.

Ein herzliches Dankeschön geht an meine wunderbare und talentierte Freundin und Fotografin Jules. Für deinen unermüdlichen und bedingungslosen Support und für das Fotografieren meiner Homestory!

Auf ihrem Blog Herz und Blut könnt ihr bald noch mehr von meiner Wohnung sehen. Schaut dort also unbedingt vorbei.

Alle Foto-Credits: Jules Villbrandt

Vielen Dank für die schöne Zusammenarbeit an unsere Partner Jotex, Caparol Icons & Design Bestseller 

Von charlotte

Huhu, ich bin Charlotte! Was ich hier genau mache? Nun, Journelles hat Beiträge, die durch Kooperationen unterstützt werden. Und genau diese Kooperationen und Partner sind mein Aufgabenbereich. Ich bin dafür verantwortlich, dass ihr mit schönen Markenbotschaften von Brands, die wir lieben, versorgt werdet.

Aber lasst mich von vorne beginnen. Ich komme ursprünglich aus der ominösen Stadt, die es angeblich nicht gibt - eine große Lüge: Bielefeld ist meine Heimat.

Nach dem Abitur ging ich ein Jahr als Au-Pair nach Mailand mit dem Ziel, danach nicht nur fließend Italienisch sprechen zu können, sondern auch eine Entscheidung getroffen zu haben, was ich danach studieren möchte.

Dort lernte ich viele interessante und tolle Menschen aus Kunst und Kultur kennen, von denen kaum einer ein Wort Italienisch sprach, aber alle ein sehr gutes Englisch! No problemo (wenn ich an dieser Stelle Alf zitieren darf), denn mit nach diesem aufregenden Jahr in bella Italia konnte ich die englische Sprache in mindestens fünf verschiedenen Dialekten sprechen und hatte einen Entschluss gefasst: Ich würde Modemanagement an der Akademie LDT Nagold studieren und somit vier Semester im Schwarzwald leben.

Um viele Erfahrungen reicher und mit einem Abschluss in der Tasche zog es mich in die Hauptstadt. Wohin sonst? Dass Berlin für die Modebranche im eigentlichen Sinne viel weniger zu bieten hat als der Süden Deutschlands, war mir damals schon bewusst, aber wo ein Wille ist, da ist ein Weg. So absolvierte ich einige spannende Praktika im Produktmanagemet und in der Redaktion bei Stylebook, in der PR bei Schoeller und von Rehlingen und lernte eine neue Facette der Modebranche kennen, mit der ich mich vorher nur wenig beschäftigt hatte: Kommunikation - ja, das kann ich!

Über vier Jahre habe ich dann gemeinsam mit Stylebook und Travelbook ein Bloggernetzwerk aufgebaut. Eine aufregende Zeit mit vielen unvergesslichen Erlebnissen. In einer Branche, in der es eine sehr hohe Fluktuation mit wenig Beständigkeit gibt, ist es ein sehr langer Zeitraum auf meinem Lebenslauf. Also entschied ich mich, neue Wege einzuschlagen und mich umzuschauen.

Ach, wollt wissen, wie ich Jessie kennengelernt habe und zu meinem Job bei Journelles kam? Es mag sicher wie ein Märchen klingen, ist aber die pure Wahrheit! Ich führte bereits Gespräche für potentielle neue Jobs, jedoch war ich in keinen Job so richtig "verliebt". Wie an so vielen Abenden telefonierte ich mit meiner Mutter und sagte zu ihr: "Ach Mama, weißt du was? Ich glaube ich muss mich bei Journelles bewerben."

Dazu müsst ihr wissen, dass ich trotz meiner jahrelangen Arbeit mit Bloggern nur wenige Blogs wirklich mit Herzblut verschlungen habe - Journelles war seit dem Launch mein absoluter Lieblingsblog. Ich war beeindruckt von Jessie und dem Frauenbild, das sie auf Journelles zeigt: selbstbewusst, modern, zeitgemäß, emanzipiert und gesund. Ich fühlte mich bei meinem täglichen Klick immer abgeholt und verstanden.

Ein Like hier, ein Herz dort! Persönlich getroffen hatten wir uns bis dato noch nie, Jessie und ich führten eine Instagram-Bekanntschaft. Könnt ihr euch also vorstellen, wie mir das Herz in die Hose gerutscht ist, als ich eines Tages eine Facebook-Nachricht von Jessie bekam, ob wir uns bezüglich einer potentiellen Stelle bei Journelles auf einen Kaffee treffen wollen?!

Ich fiel aus allen Wolken und landete direkt auf Wolke Sieben: Sales und Marketing für mein liebeste Blogazine - das wäre mein Herzensjob! Woher wusste Jessie bloß, dass meine Bewerbung schon in meinem Emailfach als Entwurf darauf wartete, abgeschickt zu werden? Uns beiden war klar: Das muss Gedankenübertragung gewesen sein.

Diese telepathische Verbindung erleichtert natürlich die Zusammenarbeit, denn Konzepte zu schmieden bedarf viel Feingefühl und Kreativität. Seitdem sind wir auf Standleitung und möchten euch in Zukunft mit vielen schönen Kooperationen überraschen.

Hier könnt ihr mir auf Instagram folgen!

Kommentare (8) anzeigen

8 Antworten auf „Eine Wohnung für alle Sinne: Zuhause bei Journelles-Managerin Charlotte Adam“

Tolle Homestory! Woher sind die super langen Vorhänge, die das Schlafzimmer vom begehbaren Kleiderschrank trennen?
Liebe Grüße

Ein toller Einblick in deine Wohnung, die mir sehr gut gefällt. Vor allem die Farbe an den Wänden, die selbstgenähten Gardinen und Kissen und deine Kunstwerke verleihen ihr sehr viel Gemütlichkeit und Behaglichkeit.
Wichtig finde ich auch zu betonen, dass wir immer die Möglichkeit nutzen sollten eine Wohnung zu unserem persönlichen Lieblingsort zu machen, jetzt mehr denn je.
Eine sehr schöne Inspirationsquelle, zu der ich bestimmt noch oft zurückkehren werde.
Vielen Dank dafür.

Liebe Lotti, du hast eine echt schöne Wohnung! Bist du zufrieden mit dem Licht der Leuchte über dem Esstisch? Ich suche schon länger genau so eine, aber bin mir unsicher, ob ich das Licht als angenehm und nicht zu diffus empfinden würde.
Freue mich sehr über eine Rückmeldung 🙂
Danke! Mareike

Liebe Mareike,
herzlichen Dank für deine lieben Worte.
Ich liebe die Leuchte von Sebastian Summa und finde das Licht sehr angenehm. Es ist meine hellste Lichtquelle im Zimmer, alle anderen sind viel indirekter – normalerweise mag ich genau das ganz besonders, aber hier spendet sie genug Licht zum Arbeiten und Essen. Sie blendet nicht, was mir ganz wichtig ist. Ich kann sie sehr empfehlen! 🙂

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.