Karriere-Interview mit Mary Scherpe, Gründerin von Stil in Berlin

Wenn man über die Evolution des Modebloggens und die wichtigsten deutschen Blogger spricht, dann darf ihr Name nicht fehlen: Mary Scherpe von Stil in Berlin.

Sie war eine der ersten, die rund um die Weinmeister- und Münzstraße den Kleidungsstil der Hauptstädter dokumentierte und so dazu beitrug, dass Berlin als Modestadt wahr genommen wurde –  inzwischen widmet sich die 34-jährige lieber der lokalen Kunst- und Gastroszene und veröffentlichte im September 2014 ein Aufsehen erregendes Buch über Cyberstalking.

Dieses Jahr feierte Stil in Berlin sein 10-jähriges Bestehen. Ein guter Anlass für uns mit Mary, die gebürtig aus Oschatz in Sachsen stammt, über ihre Karriere und berufliche Zukunft zu sprechen!

Liebe Mary, was machst du als erstes, wenn du morgens aufwachst?

Mit meinem Hund rausgehen, egal ob es regnet oder schneit, das ist das Erste.

Dein Blog Stil in Berlin feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Auf was bist du besonders stolz?

Ohne Frage die Best Places in Berlin Map, einen Stadtplan mit ausgewählten Empfehlungen, quasi ein Best of von Stil in Berlin.

 

Du warst eine der Ersten, die 2006 mit Streetstyle-Fotos angefangen hat. Erinnerst du dich noch an dein allererstes Foto? Warum schien es dir damals wichtig, den Berliner Stil zu dokumentieren?

Es war eher eine Stimmung im Internet, die mich und einen Studienfreund inspirierten, es mal zu versuchen – es gab damals drei bis fünf Webseiten, die genau das irgendwo anders auf der Welt machten.

Facehunter und The Sartorialist waren damals genauso neu dabei wie wir, und machten teils ganz andere Sachen – Yvan Rodic fotografierte eben nur Gesichter, und Schuman Schaufensterauslagen. Unsere Vorbilder waren damals Hel-Looks und eine Seite aus London, die es nicht mehr gibt. Ich steckte in den anstrengenden, aber sehr theoretischen Kursen meines Studiums, Japanologie und Kunstgeschichte, und wollte seit längerem etwas praktischeres machen.

In Berlin selber kannte das damals kein Mensch, wir mussten lange erklären, warum und wofür wir das machten. Auch sonst interessierte sich die Stadt nicht dafür, selbst meine Freunde waren am Anfang sehr skeptisch und ein paar fanden die ganze Idee eines Blogs, und dann noch mit dem Thema Mode, eher hohl. Deswegen habe ich es vielen gar nicht gleich erzählt.

Erst als wir ein Jahr später eine Ausstellung im Postfuhramt hatten, wurde Berlin auf uns aufmerksam. Heute ist es sehr lustig die Fotos von damals anzuschauen, einige, die wir irgendwann auf der Straße fotografierten, sind heute Freunde geworden – es ist ein amüsantes Archiv – man kann ja all diese Bilder jederzeit auf Stil in Berlin durchschauen.

Berliner Streetstyles 2009 (Foto: Stil in Berlin)
Berliner Streetstyles 2009 (Foto: Stil in Berlin)
Berliner Streetstyles 2009 (Foto: Stil in Berlin)
Berliner Streetstyles 2009 (Foto: Stil in Berlin)

 

Du wurdest damals u.a. zusammen mit Jessie für das ZEITMagazin fotografiert. Bei „Eine Klasse für sich“ ging es um die ersten deutschen (Mode-)Blogger. Welche Bedeutung hatte dieses Shooting für dich, war es eine Karriere-Höhepunkt in Hinblick auf die Anerkennung und wie ist dein Selbstverständnis heute?

Das Zeit-Shooting war 2010 und für mich damit eher spät, ich arbeitete zu dem Zeitpunkt bereits seit vier Jahren an dem Blog – eine Ewigkeit in Internetzeit –, mittlerweile mit Darryl Natale. Zu der Zeit ärgerte ich mich gerade mit der Frage herum, ob, wie und wann ich mein Studium beenden sollte. Ich habe das Wachsen der Lifestyle-Blog-Szene in Deutschland von Beginn an mitbekommen und während ich am Anfang jeden Blog kannte, war das 2008 schier unmöglich geworden.

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Foto: ZEITMagazin

 

Beim Shooting für Die Zeit kannte ich jedoch alle, das war so ein freundschaftliches Treffen und ich habe für mich die Bedeutung gar nicht wirklich erkannt. Als wir dann fünf Jahre später wieder zusammen kamen, war es spannend zu sehen, dass bis auf drei, David von Dandy Diary, Katrin von Modepilot, und ich, mittlerweile alle nicht mehr an ihren ursprünglichen Blogs arbeiten, viele haben gar nichts mehr mit dem Bloggen zu tun. Und dass einige der heute wichtigsten Modeblogger – zum Beispiel Sarah und Nike von This is Jane Wayne – gar nicht dabei waren, weil sie 2010 noch gar nicht begonnen hatten, zu bloggen.

Wann wurde dir bewusst, dass dein Blog vielleicht nicht nur ein Hobby ist, sondern zu einem Beruf werden könnte?

Ich habe ein Jahr nachdem ich den Blog begonnen habe, Nebenjobs gehabt, die sich aus dem Blog ergaben – ab 2008 arbeitete ich dann als Redakteurin beim Stadt Guide Unlike, und als Schreiberin bei MySpace. Ende 2009 gab es diese Jobs dann, wie es so ist im Start-up Bereich, nicht mehr und ich suchte mir bewusst keinen neuen festen, sondern begann mit freien Projekten, die alle mit Stil in Berlin zu tun hatten. Ich wollte es einfach ausprobieren. Genau wie nach meinem Abschluss Ende 2011 – ich wollte einfach sehen, wie weit ich mit Stil in Berlin komme.

Du hast Japanologie und Kunstgeschichte studiert. Was waren deine beruflichen Pläne zu Studienbeginn?

Ich hatte keine – damit war ich in diesem Studium zum Glück nicht allein. Ich habe sie aus rein persönlichem Geschmack gewählt, weil ich „etwas“ studieren wollte und hatte Glück, das mich beide dann wirklich interessierten. Im Laufe des Studiums habe ich verschiedene Praktika gemacht, bei Zeitschriften, an der Uni, in einem Archiv. So richtig ist der Funke aber nie übergesprungen.

Aber bei Stil in Berlin war und bin ich mit voller Energie dabei, egal ob es um die bürokratische oder die kreative Seite geht.

Nach meinem Abschluss entschied ich mich dann für Stil in Berlin, und musste mich nicht in das Haifischbecken Berliner Kunstbetrieb werfen, wo viele zusätzlich zu unbezahlten Praktika und Volontariaten froh sein müssen, einen Job zu finden, der schlecht bezahlt, aber reich an Überstunden ist.

Stichwort: „Japanologie“: Auf Stil in Berlin findet man viele chinesische, japanische und koreanische Restaurants beschrieben. Was ist deine besondere Beziehung zu Asien? Oder ist das nur Zufall, weil es so viele asiatische Restaurants in Berlin gibt?

Leider gibt es keine Geschichte aus meiner Kindheit, oder den Moment der Erleuchtung, den ich dazu erzählen könnte. Japanologie habe ich eher aus einer Not studiert, ich hatte die Uni und die Studienform gewechselt als ich 2003 aus Karlsruhe nach Berlin kam, und musste ein neues zweites Hauptfach wählen – ich wollte etwas, was anders ist, als alles, was ich bisher gemacht hatte und habe deswegen Japanologie gewählt.

Auch wenn meine jetzige Tätigkeit reichlich wenig mit Japanologie zu tun hat, lehrte mich das Studium doch vor allem kritisches Denken, Skepsis gegenüber Eurozentrismus und Offenheit für die Diversität in der Welt.

Das Essen hat mich aber immer interessiert, und in Berlin hatte ich das erste Mal die Chance, wirklich viel auszuprobieren. Am Anfang war es der Entdeckergeist, ich hatte die Ahnung, dass es sehr gute chinesische, japanische und koreanische Restaurants geben müsse, und ich wollte sie finden. Essen hat in diesen Ländern einen derart hohen Stellenwert, davon können wir uns gut eine Scheibe abschneiden.

 

Auf Journelles sorgen Themen rund um die Zukunft der Branche und der Erfolg der Instagram-Girls mit 500 K Follower immer wieder für heiße Diskussionen. Wie siehst du die Branche heute und bewertest ihrer aktuelle Entwicklung?

Es ist krass, wie sehr sich alles multipliziert hat, welche Reichweiten heute erreicht werden, wie viel Geld hin und hergeschoben wird.

Vor zehn Jahren hätte das kein Mensch gedacht, viele haben mich angeschaut wie der Ochs vorm Berg, wenn ich prophezeite, dass es einmal mehr als zehn Modeblogs geben wird. Noch immer können manche nicht glauben, welche Summen da zuweilen verdient werden.

Es wird neue Netzwerke geben, die neue Rekorde brechen, heute sind es 50 Millionen Follower auf Instagram, im Herbst dann 300 Millionen Views auf Snapchat und wer weiß, was danach kommt.

Mehr Menschen haben Zugang zu diesen Kanälen, mehr Marken wollen Zugriff auf dieses Publikum. Was man bei all diesen Massen, der Überflutung und den Nichtigkeiten nicht vergessen darf, ist, dass das Internet seit jeher ein hervorragender Platz für Nischenangebote ist.

Von hier hat sich das ehemalige Nischenthema „Body Positivity“ verbreitet, hier machen es sich kleine, sonst häufig diskriminierte Gruppen gemütlich, für den Feminismus, für LGBTQ+ Rechte und viele andere politische Themen – leider auch die weniger sympathischen – ist das ein essentieller Ort des Austauschs und der Vernetzung.

Klar, wenn man sich nur die Shootingstars und ihre zuweilen doch reichlich vorhersehbaren Strategien anschaut, kann man das alles sehr langweilig finden. Aber zum einen halte ich das Bashing der neuen durch die alten oft für übertriebene Angst vor dem eigenen Geltungsverlust (und eine gewisse Altersüberheblichkeit), und zum anderen gibt es in jeder Branche Bereiche, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Ich persönlich setze da gern auf einen starken Filter und übe, auf Vergleiche zu verzichten.

Siehst du dich als Teil dieser Branche – oder ganz und gar nicht?

Ich bin Teil des Internets, Teil des Internetphänomens, ohne Internet wäre ich jetzt __________. Zu welcher Subkategorie ich gehöre, die Definition überlasse ich anderen.

Für was steht Stil in Berlin heute und was macht das Blog nach wie vor einzigartig?

Ich denke, die Leser schätzen die strenge Auswahl, ich lege Wert darauf, wirklich jede Empfehlung vertreten zu können und mache keine Kompromisse beim Inhalt, nur um noch einen Artikel veröffentlichen zu können. Ich versuche, möglichst ehrlich zu sein, möglichst persönlich zu schreiben und Floskeln zu vermeiden – auch wenn mir das nicht immer gelingt.

Stil in Berlin
Stil in Berlin

 

Wieso hast du dich entschlossen dein Augenmerk eher auf Berlin und Essen als auf die Mode zu legen?

Das kam, wie alles, sehr organisch – Anfang 2010, als wir seit vier Jahren jede Woche Menschen auf der Straße fotografiert hatten, war ich von dem Thema schlicht nicht mehr so begeistert.

Obwohl und vielleicht gerade weil zu diesem Zeitpunkt Streetstyle populärer in den sogenannten alten Medien und bei Marken wurde – es gab mehr Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen. Die Ästhetik der Fotos wurde omnipräsenter, jeder benutzte sie für seine Kampagnen, alle Zeitschriften waren voll damit – ich aber wollte etwas anderes ausprobieren.

Finanziell war das nicht so schlau, aber darüber habe ich damals nicht nachgedacht. Für mich stand die Frage im Raum, Stil in Berlin zu schließen, weil mich das Thema nicht mehr interessierte. Aber das wäre angesichts der vielen Arbeit, die hineingeflossen war, Unsinn gewesen. Ich begann also, langsam andere Inhalte einfließen zu lassen, um für mich zu sehen, was mit Stil in Berlin möglich ist, ob die Leser diese Entwicklung mitmachen würden.

Erst waren es Homestories, dann lange Interviews mit Künstlern, Köchen und Patissiers. Derweil wurde der Anteil an klassischen Streetstylefotos zunehmend geringer, auch weil Darryl, der seit 2009 an Stil in Berlin mitgearbeitet und viel fotografiert hatte, sich weiter Richtung Film orientierte und andere Projekte aufnahm.

Es gab dann ohnehin einen größeren Bruch, weil ich den Großteil von 2011 eigentlich gänzlich mit meinen Abschlussprüfungen und meiner Magisterarbeit beschäftigt war und so gut wie nichts mehr für Stil in Berlin schrieb. Als ich Anfang 2012 wieder Zeit hatte, musste ich also erst einmal wieder Aufbauarbeit leisten, gleichzeitig war Stil in Berlin jetzt meine Hauptaufgabe.

Deswegen war klar, dass ich ab jetzt über das schreiben würde, was ich wollte, und mich nicht einem vermeintlichen Themendruck ergeben würde. Seither geht es um Essen, und um kleine Berliner Läden, Marken, Mode und Kunst. Und zuweilen gar um Politik. Je nachdem, was mich interessiert, was ich wichtig und bereichernd finde. Bisher hat das sehr gut funktioniert.

Wie kam es deiner Meinung eigentlich dazu, dass Food so ein großer Lifestyle-Trend für jüngere Leute geworden ist?

Während vor einiger Zeit das Beste, was man über das Berliner Essen sagen konnte, war, dass es billig ist, sind in den letzten Jahren mehr Menschen hergekommen, die auf gutes Essen wert legen und die mehr von der Stadt wollen, als eine Currywurst für 2,50 Euro.

Gleichzeitig gab es einen weltweiten Trend hin zum Essen, der es aus der Hausfrauen- und der Sterneecke rausholte. Diese Öffnung des Themas kurbelte die Szene kräftig an. Dazu kommt das steigende Interesse an Nachhaltigkeit – gerade beim Essen haben wir da in Deutschland viel aufzuholen.

Gibt es vielleicht sogar einen Zusammenhang zwischen Essen und Mode?

Essen ist auf der ganzen Welt im Trend, es ist zugänglicher geworden, gleichzeitig experimenteller und vielfältiger. In Berlin ist es derzeit die aufregendste kreative Branche und hat darin, meiner Meinung nach, die Mode abgelöst. So viel wir uns alle von den Berliner Modemachern erhofft haben, so schwierig und langwierig ist es dann doch, ein wirtschaftlich funktionierendes System Mode in einer Stadt aufzubauen.

Es gibt hier großartige Designer und mittlerweile mehr Unterstützer, aber an das große Projekt, Berlin zu einer international anerkannten und finanziell rentablen Modestadt zu machen, glaube ich nicht mehr. Ich sehe die Zukunft der Berliner Mode eher im Lokalpatriotismus.

Welche Rolle spielt die Mode noch bei deiner Arbeit? Gibst du heute noch Interviews, in denen du die Farbtrends oder Hosenlängen für die neue Saison einschätzt?

Mittlerweile verweise ich solche Anfragen lieber an fähigere Leute, aber ich mag Mode natürlich immer noch – besonders die Berliner Modemacher interessieren mich nach wie vor und mir liegt daran, sie zu unterstützen so weit es geht.

Stichwort „Berliner Modewoche“. Gibt es jemanden aus der Branche, der dich nachhaltig beeindruckt hast und dessen Karriere du seither verfolgst?

Mich beeindrucken einige von ihnen, gerade weil es so schwer ist – Vladimir Karaleev, der sehr bescheiden aber konsequent an seinem Label arbeitet, der nie großartig gewachsen ist, aber an seinem Stil festgehalten hat.

Oder Svenja Specht von Reality Studio, die mittlerweile von Porto aus arbeitet, seit Jahren ihren einprägsamen Stil verfolgt und damit ihr Publikum erreicht und gut leben kann. Im Moment finde ich Northern Archive toll, eine junge Linie, die nur in Europa mit fairen Löhnen produziert und simple, aber tolle Teile in kleinen Auflagen macht.

Reality Studio Sommer 2016
Reality Studio Sommer 2016
Vladimir Karaleev S/S 2016
Vladimir Karaleev S/S 2016

 

Der Begriff „Berliner Stil“ und die Modestadt Berlin wurden in den letzten Jahren von der Presse immer wieder aufs Neue diskutiert, hoch gelobt und zerschmettert. Was bedeutet er für dich persönlich?

Wenn irgendwas, dann wohl flache Schuhe, Unisex und Bequemlichkeit – ich hoffe, dass dieser entspannte Stil der Stadt lange erhalten bleibt, je kommerzieller und schneller eine Stadt wird, desto angespannter ihr Stil.

Wie kann man sich deinen Arbeitsalltag vorstellen? Gibt es ein Büro, wie viele Angestellte und Autoren arbeiten für dich?

Meine Tage sind, wie die von vielen Bloggern, selten gleich. Ich teile ein tolles, großes Büro mit mehreren Freunden, das ich nicht missen möchte, weil ich Arbeit und Freizeit so gut es geht getrennt wissen will.

Es fließt ohnehin ständig Arbeit in meine Freizeit, es gibt ja keinen Zeitpunkt, an dem ich nicht die Augen offen halte, und den nächsten Instagram-Frame nicht verpassen will.

Deswegen achte und hege ich solche Grenzen und habe keinen Schreibtisch in meiner Wohnung.

Seit über einem Jahr arbeite ich wieder allein an Stil in Berlin, vorher hatte ich zuweilen andere Autoren, oder eine Praktikantin, den Hauptteil der Arbeit habe aber ich erledigt. Im Moment scheue ich die Verantwortung für die Honorare anderer, und ziehe es vor, meine Tage unabhängig von Mitarbeitern zu planen.

Wie organisierst du deinen Arbeitsplatz? Was liegt auf deinem Tisch und was hast du immer in deiner Tasche dabei, wenn du eine neue Geschichte machst?

Mein Platz ist immer chaotisch, auch wenn ich versuche, aus Rücksicht auf meine sehr ordentliche Tischnachbarin, die ich dafür sehr bewundere, so organisiert wie möglich zu sein.

In der Regel stapelt sich Post neben Notizen, dahinter liegen Bücher und Zeitschriften, eine Kiste Stadtpläne, die ich zur Verschickung fertig mache, in der Mitte thront der Computer, daneben die Festplatten, und mittendrin die Hundeleine (der Hund liegt unterm Tisch), meine Tasche, der Schlüssel, das Handy, usw usf. Immer dabei habe ich meine Kamera und mein Handy, mehr brauche ich nicht.

Die beste Kamera samt Objektiv für deine Arbeit?

Ich fotografiere seit ein paar Jahren hauptsächlich mit „mirrorless cameras“, da die so klein und handlich sind. Vor ein paar Wochen habe ich mir eine neue zugelegt – die Ricoh GR II, eine spiegellose Kamera mit fixem Objektiv, die so leicht und klein ist, dass sie in jede Tasche passt und beim Fotografieren kein Aufsehen erregt.

Die meisten Fotos mache ich im Alltag und auf Reisen tatsächlich mit dem iPhone. Ich finde mittlerweile, dass große Kameras, alles mit Spiegel, die Situation stören und verwende meine Canon 5d nur, wenn ich ausschließlich zum Fotografieren komme.

Gerade wenn ich in Restaurants während des Essens fotografiere, will ich keine große Sache draus machen, deswegen stelle ich wenig um, und stehe nicht auf, oder stelle mich auf den Stuhl oder verwende gar einen Blitz. Essen ist ein soziales Ereignis, etwas, was man ohne viel Störung genießen sollte und der Griff zur Kamera ist eben das: eine Störung.

Über welches Restaurant hast du zuletzt berichtet und warum hat es dich so begeistert?

Endlich hatte meine Freundin Ash Lee mal wieder einen ihrer Supper Clubs gemacht, bei dem sie ihr Shanghai Essen serviert – und zwar vegetarisch! Ihr Essen haut mich jedes Mal um und ich versuche, sie zu überreden, mehr zu kochen. Ich habe über sie geschrieben und sie gleichzeitig gedrängt, mal in einem größeren Rahmen zu kochen. Ich hoffe, das klappt.

Chi Fan Supper Club (Foto: Stil in Berlin)
Chi Fan Supper Club (Foto: Stil in Berlin)

 

Was passiert, wenn du ein Restaurant betrittst? Zucken die Besitzer dann automatisch zusammen, weil sie fürchten, du würdest schlecht über sie berichten?

Ich schreibe nicht über das, was ich schlecht fand, sondern ignoriere es quasi. Um etwas negativ zu kritisieren muss man mehrmals dort essen, mehrere Gerichte der Karte versuchen, usw. alles andere wäre nicht fair. Ich habe aber nicht die finanziellen Mittel häufiger an einem Ort zu essen, den ich nicht gut fand.

Ich glaube, die meisten Restaurantbesitzer kennen mich gar nicht, meinen Namen vielleicht, aber da ich auf Stil in Berlin selber so selten im Foto auftauche, wissen die wenigsten, wie ich aussehe. Eher kennen die Leser meinen Hund von Instagram, haha.

 

Wie kannst du mit Stil in Berlin deinen Lebensunterhalt verdienen? Welches Geschäftsmodell steht dahinter?

Wie bei vielen ist es mannigfaltig – zum einen werden die Banneranzeigen seit 2014 durch Condé Nast vermarket, zum anderen habe ich hin und wieder Autorenjobs.

Dazu kommen Jobs in der Beratung, die sich aus Stil in Berlin ergeben, und natürlich die Advertorials, die ich anbiete. Ich bin da sehr wählerisch und mache in der Regel nur ein Advertorial im Monat, um den Inhalt nicht zu sehr zu stören.

Da ich alleine an Stil in Berlin arbeite und jeder Artikel einiges an Recherche und Produktion erfordert, sind vier neue Artikel pro Woche viel für mich, zuweilen schaffe ich nur zwei, wenn ich auf Reisen bin gar keine. Wenn dazu wöchentliche Advertorials kämen, stimmte die Balance nicht mehr.

Seit letztem Jahr vertreibe ich die Best Places of Berlin Map, sowohl über den Onlineshop, als auch an ausgewählte Händler. Und seit zwei Jahren bin ich bei Burgers & Hip Hop dabei, wo ich nicht nur das Voting für den besten Burger verantworte, sondern auch ein spezielles Pre-Sale-Ticket verkaufe.

Welche Art von Werbung oder Kooperationen werden dagegen auf niemals Stil in Berlin stattfinden?

Bestimmte Dinge aus dem Essensbereich funktionieren nicht – ich würde nie mit McDonald’s oder Wiesenhof zusammenarbeiten, außerdem Kooperation die nichts mit dem Blog zu tun haben, keine Bindung an den Inhalt haben und lediglich Werbeeinblendungen sind.

Blogger gibt es inzwischen viele und selbst von den Bekannten sind einige wieder in der Versenkung verschwunden. Wie schafft man es deiner Meinung nach relevant zu bleiben?

Ich glaube, der Schlüssel ist Geduld und Konsequenz – so schnell das Internet oft funktioniert, so lange muss man doch manchmal durchhalten, bis man Ergebnisse sieht.

Das erste Jahr hat sich, wie gesagt, bis auf ein paar Magazine aus dem Ausland und die Streetstyle-Community selber, keiner wirklich für uns interessiert. Für neue Features, die außerhalb dessen liegen, was Stil in Berlin sonst macht, interessiert sich am Anfang oft keiner. Da muss man die Geduld haben, durchzuhalten, bis ein Inhalt, der einem wichtig ist, seine Leser findet.

Wie wichtig sind dir die Leserzahlen?

Natürlich nicht unwichtig, aber ich checke sie weder täglich, noch mache ich daran meinen Erfolg fest. Ich freue mich freilich, wenn ein Beitrag gut läuft, aber das ist für mich kein Grund, meine Artikelplanung daran zu orientieren – dann stünden nur Listen in der Art von „Die 50 besten Wasweißich“ auf dem Blog – Bestenlisten klicken einfach gut – entsprechen aber selten meinem Anspruch.

Ich selbst lese solche Art von Publikationen nicht und schreibe viel lieber Texte über Läden, die vielleicht nur zehn Leute interessieren, die aber dafür wirklich.

Ich habe mich vor langer Zeit davon verabschiedet, mich mit Zahlen anderer zu vergleichen oder zu versuchen, bei den Großen mitzuspielen – das kann ich mit der von mir gewählten Struktur gar nicht und ein Versuch würde nur enttäuscht werden.

Wie manifestiert sich Erfolg für dich?

Es hört sich komisch an, aber mir liegt vor allem an meiner Lebensqualität jetzt im Moment. Ich möchte gar nicht so viel arbeiten, weder will ich von acht bis acht im Büro hängen, noch danach auf zig Events gehen, um mein Netzwerk zu pushen. Ein zu voller Kalender war für mich nie ein Zeichen für Erfolg, sondern für schlechte Planung.

Ich bin sehr glücklich, in einer derart privilegierten Position zu sein, dass ich morgens ohne Wecker wach werden kann, dann erst einmal eine Stunde mit meinem Hund spaziere, frühstücke und dann ins Büro laufe.

Ich arbeite durchschnittlich um die fünf bis sechs Stunden am Tag und versuche Arbeit am Wochenende so gut es geht zu vermeiden. Abgesehen von all der „Nebenbei“-Arbeit, Instagram, Recherche usw. – dieses Interview, das ich im Urlaub beantworte –, die man als Blogger und Herausgeber die ganze Zeit leistet.

Dass ich mit dieser entspannten Struktur genügend Geld verdiene, um mir alle Annehmlichkeiten leisten zu können, das ist für mich Erfolg. Und ich genieße das, so lange es geht.

Wie hast du dich im Laufe deiner Karriere weitergebildet, was musstest du neu lernen?

Ich habe eigentlich alles beim Machen gelernt – sei es die Programmierung des Blogs, dessen Design ich am Anfang selber gemacht habe, fotografieren, Fotos bearbeiten, Datei-Management, Marketing, Buchhaltung, Kommunikation usw. Meine wichtigste Quelle dabei: das Internet.

Wer kümmert sich bei Stil in Berlin um die Weiterentwicklung des Designs und technischen Support? Welche technischen Neuerungen haben du und dein Blog in den letzten 10 Jahren mitgemacht, auch in Hinblick z.B. auf neue Apps und die sozialen Medien?

Ich glaube, es ist wichtig zu wissen, was man nicht kann und abgeben muss – so habe ich vor einigen Jahren in ein Redesign und einen Umzug zu WordPress investiert, ich arbeite mit einer Grafikerin für die Best Places of Berlin Map, und mit einem Programmierer für die stetigen Anpassungen.

Mir ist es wichtig zu wissen, was ich will, deswegen informiere ich mich über Möglichkeiten und Richtungen, und suche mir Leute, mit denen ich das zusammen umsetzen kann. Die richtigen Personen zu finden, ist für mich der Schlüssel.

Welche ästhetischen Ansprüche hast du an deine Seite?

Ich wollte und will, dass es gut aussieht, aber dabei möglichst zeitlos. Bei dem Redesign war mir wichtig, dass es möglichst lange hält, also möglichst zurückhaltend ist, dabei aber nicht zu konservativ rüberkommt.

Außerdem ist mir Funktionalität wichtig, ich will, dass man die Webseite schnell versteht und ich will, dass auf den Bildern das Essen appetitlich aussieht oder das Geschäft einladend.

Bei der Best Places of Berlin Map nehmen wir uns mehr Freiheiten, weil sie jedes Jahr neu designt wird – da wähle ich eine Inspiration für jedes Jahr, für dieses war es eine Nudelpackung, die ich aus Südtirol mitgebracht habe, letztes Jahr waren es die Primärfarben. Aber am wichtigsten war mir da, dass die Karte praktisch und einfach verständlich gestaltet ist.

Du hast letztes Jahr ein Buch veröffentlicht, das für großes Aufsehen gesorgt hat. In „An jedem einzelnen Tag: Mein Leben mit einem Stalker“ beschreibst du, wie dich ein Starker verfolgt hast. Warum war es dir wichtig, deine Geschichte zu veröffentlichen bzw. wie hast du den Mut gefunden, so etwas persönliches, das absolut in Kontrast zu deinem Blog steht, aufzuschreiben?

Als erstes kam ein Blog, in dem ich alles veröffentlichte, was mir der Stalker geschickt hatte. Aus diesem Blog ergab sich ein großes Interview mit der SZ, und daraufhin die Anfrage einer Literaturagentur.

Ich hatte weder geplant, ein Buch zu schreiben, noch eine Petition zu starten. Aber ich habe im Laufe der Arbeit daran gemerkt, wie sehr eine Stimme fehlt, die das, was so vielen passiert, einmal formuliert und die Missstände in unserer Gesellschaft ausspricht. Mein vorrangiges Ziel war, ein Buch zu schreiben, das einem Leser, der in der gleichen Situation ist, hilft.

Es hat Mut gebraucht, aber wichtiger war, zu verstehen, dass diese Geschichte weit weniger persönlich ist, als viele annehmen und das habe ich durch die Arbeit am Buch weiter verinnerlicht.

Es geht in dem Buch viel mehr um den Täter, als um mich. In dem ganzen Fall geht es mehr um seine Bösartigkeit, als um meine Lebensgeschichte. Die Scham, die leider damit verbunden ist, von so etwas betroffen zu sein, verhindert zu oft die Strafverfolgung, und deswegen ist es wichtig, diese Geschichten zu erzählen.

"An jedem einzelnen Tag: Mein Leben mit einem Stalker" (Foto: Amazon)
„An jedem einzelnen Tag: Mein Leben mit einem Stalker“ (Foto: Amazon)

 

Blogeinträge sind in der Regel kürzer, dein Buch dagegen hat über 200 Seiten. Wie hast du den Schreibprozess empfunden?

Mein guter Freund Florian gab mir den Rat, dass Arbeit am Text nicht zwingend heißt, zu schreiben. Wenn man eine solche Aufgabe vor sich hat, stellt man sich zuweilen unsinnige Ziele, man denkt, man schreibt jetzt zehn Seiten am Tag und ist enttäuscht, wenn es keine einzige wird und man nur Artikel auf the-toast.net liest.

Aber alles, was einen auf den Weg zum Text führt, ist hilfreich und manchmal ist das eben eine Stunde alte „Seinfeld“-Folgen schauen. Schreiben ist für mich harte Arbeit, gerade am Beginn fühlt sich das an, als müsste ich die Wörter aus meinem Hirn ausquetschen, die Finger verkrampfen über der Tastatur und der erste Satz wird zur Qual.

Um darüber hinweg zu kommen, hilft mir Routine und der Fokus aufs Schreiben. Ich habe das Buch in knapp zwei Monaten geschrieben, in denen ich wirklich nur das gemacht habe und in denen eigentlich jeder Tag gleich aussah. Ich bin nicht gut im Multitasking, ich hätte nebenher Stil in Berlin nicht machen können, das hat in der Zeit ein Freund, den ich dafür bezahlt habe, gemacht.

Du hast dich im Zuge dieses Buches auch politisch engagiert. Wie kam es dazu?

Politische Arbeit ist harte Arbeit, die sehr, sehr viel Geduld verlangt. Man muss sich mit kleinen Teilerfolgen zufrieden geben: es dauert lange, bis man die Verantwortlichen erreicht und die meisten reden ständig um den heißen Brei, und versuchen vor allem Formulierungen zu finden, die möglichst wenig Verbindlichkeit haben.

Außerdem hängt viel an der Parteienzugehörigkeit und damit verbundenen Strategien. Ich habe einige Freundinnen, die sich sehr viel stärker politisch interessieren und engagieren, und bin jedes Mal beeindruckt, wie sie das durchhalten.

Für mich als Außenseiterin war es durchaus spannend zu beobachten, wer was wann und warum und wie sagt. Aber im Bezug auf mein Ziel war es oft ermüdend. Die politischen Mühlen dieses Landes mahlen sehr langsam, zuweilen zu Recht, zuweilen hängt es am parteipolitischen Gerangel und dann frustriert es mich zu sehr. Zum Glück hatte ich Unterstützer, die in diesem Gebiet mehr Erfahrung und Geduld haben.

Mit einer Online-Petition wolltest du erreichen, dass Stalking vom Erfolgsdelikt zum Eignungsdelikt geändert wird. Wie ist der Stand der Dinge heute?

Es gibt einen Referentenentwurf, der jetzt irgendwann hoffentlich bald im Kabinett beschlossen werden soll. Eigentlich sollte es viel schneller gehen, eigentlich sollte das Gesetz am Beginn der Koalition geändert werden. Eigentlich sollte das Gesetz von Beginn an einen Eignungsdelikt beschreiben. Eigentlich ist ein Lügenwort, sagte meine Geschichtslehrerin. Ich hoffe inständig, dass es keine Gegenwehr mehr gibt, und das Gesetz bald zur Abstimmung kommt. Es ist längst überfällig.

Wie hat das Buch dein Leben verändert?

Die Zeit des Schreibens und der Veröffentlichung war eine Zeit der intensiven Arbeit, erst das nervenaufreibende Schreiben, dann die lange Phase des Wartens bis zur Veröffentlichung und dann die PR: ich habe sehr viele Interviews gegeben, sowohl für Print und Online, aber auch Radio und TV, die politische Arbeit kam noch dazu.

Ich brauchte danach erst mal eine lange Pause, die ich in Portugal verbracht habe. Heute bin ich sehr stolz auf das Buch und was es bewegt hat, ich habe irre viel gelernt, vor allem, dass ich viel stärker bin, als ich je dachte. Und vor allem, dass stark zu sein eben nicht heißt, hart zu sein.

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Foto: Marlen Stahlhuth

 

Wird es in Zukunft weitere Bücher von dir geben?

Das kann ich nicht sagen, ich mag zwar die intensive Arbeit an einem Projekt, aber derzeit habe ich kein Thema, das ich gern bearbeiten würde.

Apropos lesen: Was für Online-Seiten liest du gerne oder würdest du gerne häufiger lesen?

Ich lese liebend gern Jezebel, The Toast, Vultures Episodenzusammenfassungen inklusive der Kommentare, und natürlich Lucky Peach.

Sicherlich kennst du den Begriff „Digital Detox“. Wie gehst du damit um, dass man in unserem Beruf ständig online sein muss, sich gleichzeitig aber mehr Offline-Zeit wünscht?

Mich belastet das online sein nicht allzu sehr, ich meine, dass ich das alles gut im Griff habe. Mehr offline Zeit wünsche ich mir selten, dazu finde ich das Internet zu spannend.

Wie siehst du deine berufliche Zukunft?

Ich möchte Stil in Berlin so lange weitermachen, wie es geht und ich davon leben kann. Ich habe ein paar Ideen und kleinere Pläne, alles andere wird sich ergeben.

Welche Perspektive siehst du persönlich für dich als Bloggerin? Übertrieben formuliert: Kann man als Blogger alt werden oder ist es ein Geschäft, in dem man als 20- bis 30-Jährige kurzfristig große Erfolge feiern kann, die aber nicht nachhaltig genug sind, um damit auch eine berufliche Perspektive jenseits der 40 zu schaffen?

Das wird sich zeigen, ich gehöre ja zur ersten Generation an Bloggern, es gibt niemanden vorher, der damit alt geworden ist. Allerdings gibt es durchaus ältere Blogger, die richtig gut im Geschäft sind. Ich mache mir da keine Sorgen.

Welches Know-how bedarf es deiner Meinung nach dafür?

Das Publikum wird ja auch älter, es gibt Leser, die lesen Stil in Berlin seit zehn Jahren, die haben jetzt andere Interessen. Für mich war und ist es wichtig, mich nicht zu sehr von Zahlen leiten zu lassen, mich nicht unter Druck zu setzen und mich an dem zu orientieren, was mir wichtig ist, und die Themen zu bearbeiten, die ich spannend finde.

Erst kürzlich hast du in der Markthalle Neun zum Frühstück eingeladen. Was hatte es damit auf sich? Wird es in Zukunft mehr von solchen Events geben, zumal die von dir gegründete Eventreihe „Burgers & Hiphop“ schon ein riesiger Erfolg ist.

In der Markthalle Neun habe ich mit dem Breakfast Market das Zehnjährige von Stil in Berlin gefeiert – nach einem privateren Dinner im The Store Kitchen im März, wollte ich eine größere und öffentliche Veranstaltung.

Raus zu gehen und Events zu machen ist für mich als Bloggerin sehr spannend, es ist ein viel direkterer Kontakt mit den Lesern, die sonst lediglich Zahlen im Backend sind. Auf diesen Veranstaltungen werden diese abstrakten Diagramme zu richtigen Menschen, die dann wirklich ein Ticket für echtes Geld kaufen! Das ist immer noch irre. Und weil diese Erfahrung so spannend ist, werde ich das in Zukunft mehr machen.

 

Wenn du einen Wikipedia-Eintrag über dich schreiben würdest: Wie würde die Berufsbezeichnung und der erste Satz lauten?

Ehrlich: keine Ahnung. Ich möchte, dass andere meinen Eintrag schreiben. Oder vielleicht: „Bloggerin, löste 2012 mit unzähligen Quengelpostings über den Mangel an Eggs Benedict in Berlin einen Frühstückseierboom aus.

Allerletzte Frage: Wenn du dich einen Tag durch Berlin schlemmen könntest: Wo würde deine Tour anfangen und wo aufhören?

Easy: die Kantstraße hoch und wieder runter, aber inklusive Seitenstraßen.

Danke für deine Zeit, liebe Mary!

(Headerfoto: Marlen Stahlhuth)

Kommentare

  1. alexa@vonheyden.decornelia-rieder@gmx.de

    Da kann ich mich nur anschließen…ein wirklich sehr gelungenes und spannendes Interview! Den Moment zu genießen und nicht von einem Termin zum nächsten zu Hetzen, finde ich eine sehr gute Lebenseinstellung! Hut ab, wer das schafft!

  2. alexa@vonheyden.dechaosimkleiderschrank@gmail.com

    Tolles, ausführliches Interview mit guten Fragen und guten Antworten, hat mir sehr gefallen! Jetzt weiß ich eine Menge mehr über diese sympatische Frau, der ich auf Instagram folge 😉

  3. alexa@vonheyden.deleaaa@web.de

    Ganz ganz ganz toll. Es kommt bei mir richtig etwas an… und ich meine spüren zu können wie sie tickt. Das finde ich rein durch Text normalerweise nicht einfach. Sie hat aber auch einfach echt was zu sagen, das macht einen sehr merkbaren Unterschied. Richtig toll – gerne mehr von solchen Charakteren und weniger schnell hingeschriebene Antworten.

  4. alexa@vonheyden.delaura@rebelatheartpr.com

    Supergutes Interview, was vor allem an den sehr ehrlichen Antworten liegt.
    Toll und inspirierend, daraus kann man wirklich etwas mitnehmen.

    Danke an Alexa und Mary!

  5. alexa@vonheyden.decarbon.made@web.de

    Sehr ehrliches, überlegtes Interview! Beruhigend, dass es das trotz Internet im Internet gibt 😉

  6. alexa@vonheyden.deeclectichamilton@gmail.com

    WOW. Danke für dieses absolut tolle Interview! Super interessant, besonders für uns BloggerInnen! Perfekte Fragen und lehrreiche Antworten.

    Ganz liebe Grüße
    Ines

  7. alexa@vonheyden.dej.c.kuehne@gmx.de

    Wow, wahrscheinlich das beste, ehrlichste und inspirierenste Interview, das ich je mit einer Bloggerin gelesen habe. Schön entspannt, gleichzeitig fokussiert und macht Mut für die Zukunft. Danke dafür!

  8. alexa@vonheyden.debytabea@web.de

    Sehr interessantes Interview, das sich super lesen lässt! Respekt (: Jeder Satz hat eine Aussage.
    Ich selbst folge Stil in Berlin schon sehr lange und finde den Blog einfach toll und jetzt die Person, die dahinter steckt noch ein bisschen näher kennenzulernen ist prima (:

    Liebe Grüße
    Tabea

  9. alexa@vonheyden.devera.tdrva@gmail.com

    Bin immer wieder von der Anmut und Intelligenz dieser Frau fasziniert. Hoffe sehr, dass sie ein weiteres Buch schreibt.

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