„Mutig sein bedeutet nicht, keine Zweifel zu haben. Es bedeutet, dass wir trotz der Zweifel auf unserem Weg bleiben“ – Interview mit Lea Vogel, Life Coach

„Wer nach Glück, Erfolg und Balance sucht, muss im Innern beginnen.“ Wenn Lea Vogel spricht, hat man das Gefühl, die Welt würde sich direkt ein wenig langsamer drehen. Ihre Stimme ist sanft und beruhigend, ihre Worte wählt sie mit Bedacht. Lea ist ein gefühlvoller und ehrlicher Mensch, einer, dem es nicht darum geht, mit erhobenen Zeigefinger jemanden zurechtzuweisen, sondern einer, der von sich erzählt, gerne zuhört und nach besten Gewissen berät. Eine junge Frau, die sich so gar nicht nach Coach, sondern eher nach einer engen alten Freundin, die es gut mit einem meint, anfühlt.

Interview: Alexandra Kutek

Lea arbeitet als Life-Coach. Seit 2013 ist sie Partner bei Heiner Diepenhorst und kümmert sich um ihr eigenes Geschäft. Und das dreht sich darum, Menschen zu helfen, sie auf ihrem Weg und der Suche nach Glück zu unterstützen, dabei immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wieso möchte man Menschen überhaupt coachen? „Es nährt mich so sehr, wenn ich andere Menschen unterstützen kann“, sagt Lea. Klingt kitschig, aber es kommt von Herzen.

Wir haben Lea bei unserem Panel Day im Journelles Marché kennengelernt, bei dem sie unseren Gästen Fragen beantworten konnte. Wir haben mit ihr über ihren interessanten Lebensweg, über ihr Leben und die Arbeit als Life-Coach gesprochen. Später gab es dann noch ein paar Fragen per Mail hinterher, weil es dann doch zu spannend war. Los gehts!

Hallo Lea, du arbeitest nun seit über fünf Jahren als Life Coach. Was heißt es eigentlich, ein Life Coach zu sein?

Der Life Coach ist ein ungeschützter Beruf. Deshalb kann er sehr viel bedeuten. Doch im Allgemeinen unterstützt ein Life Coach Menschen dabei, ihr Leben zu gestalten, seinen Wünschen nachzugehen und das eigene Potenzial freizulegen. Denn oft gehen wir unseren Träumen nicht nach, weil wir glauben, nicht gut genug zu sein oder uns gehemmt fühlen. Im Coaching erarbeitet man Wege, um sich von diesen destruktiven Glaubensmustern zu lösen und den richtigen Weg einzuschlagen.

Und wieso möchtest du andere Menschen coachen?

Ich war lange selbst in einer Krise. Ich weiß also, wie es sich anfühlt, wenn man mit dem eigenen Selbstwert hadert. Ich bin im Nachhinein dankbar dafür, dass ich damals von äußeren Umständen dazu gezwungen war, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Das hat viel verändert und auch meinen Karriereweg beeinflusst. Ich habe mich auf die Themen „innere Muster“ und „Selbstwert“ spezialisiert. Die Kombination aus verschiedenen psychologischen Schulen und dem lösungsorientierten Coachingansatz ermöglicht es mir, Menschen nachhaltig zu unterstützen und gleichzeitig lösungsorientiert zu bleiben. Diese Lücke zwischen Therapie, Psychologie und Coaching wollte ich schließen. Und ich finde: Man muss nicht krank sein, um an sich arbeiten zu wollen.

Doch du hast zunächst unter anderem Literaturwissenschaften studiert. Wann war dir klar, dass du in diesem Berufsfeld nicht arbeiten wirst?

Mit den Geisteswissenschaften ist das so eine Sache. Sie bieten dir alles und nichts. Im Gegensatz zu klassischen Studiengängen läuft es in der Literatur nicht auf ein bestimmtes Berufsziel hinaus, weswegen man sich früh mit der Frage beschäftigt, was man machen möchte. So war das bei mir auch. Ich habe zusätzlich Sprachen und Psychologie studiert. Denn die menschliche Psyche und die Suche nach dem Glück haben mich immer fasziniert. Ich wusste bloß nicht, wie ich einen Beruf daraus machen sollte. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Ausbildungen zum Life Coaching in Deutschland.

Du hast auch ein paar Erfahrungen in der PR gesammelt.

Mir liegt das Schreiben. Damals dachte ich, es sei aus diesem Grund naheliegend, in die PR zu gehen. Außerdem wollte ich eine sichere Festanstellung. Leider hatte ich die PR unterschätzt – es erfordert eine hohe Stressresistenz und Schnelligkeit. Für mich war es nicht das Richtige, auch wenn ich die Erfahrungen nicht missen will. Auf diese Weise habe ich viel gelernt, was mir heute hilft, wenn ich in Agenturen bin und die Mitarbeiter coache.

Zu guter Letzt bist du nach einer Ausbildung als Coach bei Heiner Diepenhorst, einem Zentrum für Coaching, eingestiegen. Was war der entscheidende Impuls, das zu tun?

Als ich Heiner kennengelernt habe, stand er ungefähr dort, wo ich jetzt bin. Er war bereits einige Jahre selbstständig und hatte sich gut auf dem überfluteten Markt etabliert. Heiner ist in den letzten Jahren ein Mentor für mich geworden. Wir arbeiten noch immer zusammen, zum Beispiel in unserem Führungskräftetraining, und ergänzen uns hervorragend. Was mir unheimlich viel Kraft gegeben hat, war sein Optimismus in Bezug auf das Business. Während mir damals viele von der Selbstständigkeit abgeraten haben, hat er keine Sekunde daran gezweifelt. Das ist auch gut so, denn es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Den Job aufzugeben und sich selbstständig zu machen ist mutig. Mit welchen Sorgen hast du damals angefangen?

Ich mag und brauche Sicherheit! Es war also eine große Herausforderung. Manchmal bin ich froh, dass ich so grün hinter den Ohren war und einige Dinge einfach nicht beachtet habe. Auf diese Art konnte ich in alles hineinwachsen, ohne mich vorab mit Worst-Case-Szenarien verrückt zu machen. Natürlich war meine Sorge: Was ist, wenn ich krank bin oder Urlaub mache? Niemand bezahlt mich in der Zeit. Es muss also so gut laufen, dass ich solche Phasen überstehen kann. Der Coaching-Markt hat sich in den Jahren verändert und viele Menschen versuchen, darin Fuß zu fassen. Meinen Platz innerhalb dieses Marktes zu finden und zu halten, hat mich emotional immer bewegt. Aber weißt du was? Auch das hat mir beim Wachsen geholfen und heute ruht an vielen Stellen Vertrauen, an denen früher noch die Angst wohnte.

Ist Life Coaching in Deutschland ein großes Thema?

Ja, auf jeden Fall. Was aber schade ist, dass es auch ein paar schwarze Schafe gibt, die ohne solide Ausbildung auf das schnelle Geld hoffen. Aus meiner Sicht ist die Qualität im Coaching entscheidend, weil wir in der Zusammenarbeit mit Menschen eine Verantwortung haben. Ich würde daher empfehlen, bei einem Coach auf die Aus- und Weiterbildungen zu schauen.

Woher nimmst du die Kraft und die Ideen, immer wieder Lösungen zu finden?

Ich befürchte, dass die Antwort ein bisschen kitschig klingen könnte. Ich möchte sie dennoch sagen – weil sie von Herzen kommt! Es nährt mich so sehr, wenn ich andere Menschen unterstützen kann, dass es sich gar nicht nach Arbeit anfühlt. Natürlich muss ich auf mich achten und das, was ich lehre, auch anwenden.

Das heißt?

Ich meditiere, nehme mir Auszeiten, versuche eine Balance aus Arbeit und Leben zu finden. Manchmal braucht es nicht das Lesen und Lernen, sondern die Drinks mit Freunden oder die Serie auf Netflix. Gleichzeitig bin ich so dankbar, dass ich machen kann, was ich mache. Das gibt mir immer wieder Kraft!

Wie können wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen?

Die Tage sind unterschiedlich – je nachdem, ob ich Workshops gebe oder Einzelsitzungen habe. Ich beginne den Tag langsam, meditiere, fahre mit dem Fahrrad in mein geliebtes Büro, bereite Tee oder Kaffee vor und warte auf den ersten Klienten. Zwischen den Sitzungen habe ich Pausen für Aufzeichnungen und kann durchatmen, damit ich mich auf den nächsten Klienten einstellen kann. Dazwischen beantworte ich Emails, schreibe Rechnungen, arbeite an meiner Website, überlege mir Konzepte für neue Workshops, manchmal habe ich Kundentermine mit Unternehmen, recherchiere für meine Podcasts, gehe zur Supervision … Da ist viel zu tun. Doch dass Schöne ist, es variiert und ich entscheide meistens, wann ich was mache.

Was ist das Schönste daran, selbständig zu sein?

Die Selbstbestimmtheit bedeutet mir alles.

Was sind die Nachteile?

Die Unsicherheit. Nicht Teil eines Teams zu sein – das vermisse ich manchmal.

Du musstest bestimmt schon einige Niederlagen im Leben einstecken. Wie hast du sie überwunden? Fließen in das Life Coaching auch deine persönlichen Erfahrungen mit?

Oh Gott, ja. Das musste ich. Und ich bin nicht immer gut damit umgegangen – ich musste das erst lernen und lerne immer noch. Alles, was ich durchlebe, beeinflusst meinen Charakter und prägt auch in gewissem Maße meine Arbeit. Inzwischen hilft es mir, in einer Krise immer das Wachstumspotential zu sehen. Aus allem, was uns passiert, können wir lernen. Wenn es uns gelingt, den Schmerz anzunehmen und mit ihm, nicht gegen ihn, zu arbeiten, entsteht Raum für eine wunderbare Entwicklung.

Wenn du Momente des Zweifelns hast, was hilft dir dann?

Ohja, die habe ich. Mal mehr und mal weniger. Mir hilft es dann, darüber zu sprechen, mich zu fokussieren und manchmal auch, die Zweifel einfach anzuschauen und zu akzeptieren. Mutig sein bedeutet ja nicht, keine Zweifel zu haben. Es bedeutet viel eher, dass wir trotz der Zweifel auf unserem Weg bleiben.

Haben Life Coaches ihren eigenen Coach?

Hier kann ich nur für mich sprechen, aber in meinem Fall: ja. Ich gehe regelmäßig zur Supervision, einem psychologischen Coach mit dem ich über meine Herausforderungen sprechen kann. Practice what you preach.

Mit welchen Problemen hat unsere Generation zu kämpfen?

Eine besondere Herausforderung und gleichzeitig ein großer Segen ist die Tatsache, dass wir noch niemals so frei waren, wie wir es jetzt sind. Wir können alles sein und machen, überall leben und verfügen über die nötigen Ressourcen, um uns die Frage zu erlauben, was wir machen möchten, um glücklich zu sein. Die Generationen vor uns waren diesbezüglich nicht so privilegiert – viele Menschen mussten arbeiten, um Geld zu verdienen, ganz egal unter welchen Bedingungen.

Und eben diese Generation hat auch unsere Gedanken geprägt. Deshalb sind wir manchmal nicht ohne schlechtes Gewissen dazu in der Lage, unsere Freiheit auszuschöpfen. Wir sehen das Neue, hängen gedanklich aber noch in alten Strukturen. Viele Menschen fühlen sich schuldig, wenn sie ihren sicheren Job verlassen wollen, weil sie innerlich spüren, dass das Leben mehr für sie zu bieten hat. Mit diesen ambivalenten Gefühlen müssen wir erst einmal umgehen, uns einlassen und Verhältnisse schaffen, die unseren modernen Bedürfnissen entsprechen. Das erleben wir in der Arbeits- und Beziehungswelt.

Dass wir uns ständig mit unserem Umfeld vergleichen, ist doch auch ein wichtiges Thema – vor allem in Zeiten von Social Media ein großes Problem. Hast du einen Rat für uns, wie wir bei Instagram und Co besser damit umgehen können?

Ich habe zwei Ideen dazu: Zum einen ein achtsamer Konsum!

Sei dir also bewusst, dass diese Welt nicht real ist. Sie ist ein schöner Auszug, aber eben auch nur das. Sei wachsam genug, um dich selbst zu stoppen, wenn du in Richtung „Vergleich“ gehst und konsumiere nicht blind oder aus Langweile. Zum anderen: Schränke die Zeit ein! Lebe lieber dein Leben, statt das der anderen zu beobachten.

Jeder hat mal diesen Tag, an dem man sich schlecht fühlt und glaubt, alles ginge schief. Gibt es kleine Tricks, wie man das Ruder an einem solchen Tag trotzdem herumreißen kann?

Mir hilft es an solchen Tagen, meine Laune im ersten Schritt zu akzeptieren. Wir verlieren eine Menge Kraft, wenn wir dagegen ankämpfen. Emotionen sind unheimlich volatil, es gibt also eine große Chance, dass sie wieder gehen, wenn wir sie nicht nähren. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht in die Negativ-Spirale begeben sollten, sondern bewusst steuern, womit wir unseren Geist füttern wollen. Manchmal hilft es schon, sich drei Dinge zu notieren, für die wir gerade – inmitten der schlechten Stimmung – dankbar sind.

Was wäre dein Tipp, wenn es jemanden an Selbstsicherheit mangelt?

Einfacher gesagt als getan, aber: Versuch dir selbst ein guter Freund zu sein. Du bist 24 Stunden mit dir selbst zusammen. Du brauchst dich. In guten und in schlechten Zeiten. Also schau dir an, wie du mit dir selbst sprichst und ändere deinen Selftalk ins Positive.

Du bist bereits bei Podcast Nummer 40. Was gefällt dir daran, in Podcasts zu Menschen zu sprechen? Was ist dein Ziel und Gedanke dahinter?

Ich mag es, mit Menschen in Verbindung zu gehen. Und ich habe festgestellt, dass sich die Menschen von meinem Podcast angesprochen fühlen, die ähnlich denken und ticken. Ich versuche, meine Gedanken in Kombination mit meinem Fachwissen zu nutzen, um auch denjenigen etwas mitzugeben, die gerade noch keine Lust haben auf eine Coaching Sitzung. Und es ist für mich eine schöne Möglichkeit, auf eine andere Art und Weise über Dinge zu reflektieren.

Was planst du als nächstes für deine berufliche Zukunft?

Gerade läuft alles so gut, dass ich plane, es genauso weiterzumachen. Der große Wunsch und das langfristige Ziel ist allerdings definitiv das Schreiben meines eigenen Buches.

Vielen Dank für das interessante Interview, liebe Lea, und viel Erfolg weiterhin!

Hier geht es zu Leas Website und Kontaktdaten.

Kommentare

  1. management@journelles.dedreweliesjohanna@gmail.com

    Liebes Journelles Team,

    prinzipiell gut Berufe vorzustellen.
    Allerdings ist Lifecoach, wie ja im Artikel erwähnt wird, kein geschützter Begriff, was u.a. damit einhergeht, dass es keine standarisierte Ausbildung gibt und ebenso keine Zulassungskriterien.
    Das bedeutet: Auch eine Marketing Expertin (wie Lea) kann ‚Life Coach’ werden, solange sie dafür bezahlen kann, die Ausbildung zu machen.
    Das geht leider damit einher, dass man durch eine Ausbildung allein eigentlich nicht qualifiziert ist (‚solide’/ zertifizierte Ausbildung hin oder her), im Bereich Psychologie zu arbeiten.

    Hier das Äquivalent: Jemand mit Marketing Magister macht eine bezahlte, womöglich zertifizierte und ‚solide’ Wochenend-Weiterbildung zum Herzchirurg ohne jedoch einen Studienabschluss in Medizin zu haben, weil er an einem privaten Institut dafür bezahlt und sich schon immer für Herzen interessiert.
    Wer würde sich bei ihm für eine Herzoperation freiwillig unter das Messer legen?

    Gerade wer ein breites Publikum anspricht (wie Journelles), trägt die Verantwortung Inhalte, insbesondere sensible wie diesen, reflektiert zu selektieren.

    Man kann also nur hoffen, dass die Menschen, die sich ‚in einer [tatsächlichen] Krise’ befinden, qualifizierte Hilfe aufsuchen (z.B. Psychotherapeut/psychologische Beratung) und kein ‚Lifecoach’ aus dem Bereich PR & Marketing.

    • management@journelles.demail@lea-vogel-coaching.de

      Liebe / r Jo! Danke für dein Feedback. Ich stimme dir bei allem zu – wie betont, es ist eine Verantwortung, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Ich mag auch deinen Vergleich mit dem Herzchirurg, das finde ich witzig 🙂 Es ist nur so: Ich habe gar keinen Master im Marketing und meine Weiterbildungen sind auch keine Wochenend-Weiterbildungen, sondern staatlich anerkannte Ausbildungen. Ich glaube, wir sind uns aber beide einig, dass es Situationen im Leben gibt, in denen psychotherapeutische Unterstützung notwendig ist, weil ein Coaching die benötigte Hilfe nicht leisten könnte – und es ist gut, das hier an der Stelle noch einmal ganz deutlich zu betonen. Aus meiner Sicht sind das aber 2 sehr unterschiedliche Dinge und die Auseinandersetzung mit sich selbst – auf Augenhöhe mit Sparringspartner – ist sehr wohl verantwortungsvoll durch einen psychologischen (!) Coach zu finden. Herzlichst, Lea

    • management@journelles.deannavonfritsch@gmail.com

      Verstehe Deinen Ansatz. Das ist ja bei vielen ungeschützten Berufen ein Problem und man muss in diesen Berufssparten eine ganz gezielte Auswahl treffen. Aber Lea thematisiert das oben ja durchaus und rät, auf die Qualifikationen/Aus-/Weiterbildungen des Coachs zu schauen, um eine qualifizierte Person zu finden, die einem auch wirklich helfen kann. Der Vergleich mit dem Chirurg hinkt meiner Ansicht nach ein wenig, da es ja nicht um Leben und Tod geht. Nicht ohne Grund obliegen eben manche/die meisten Berufe (wie Ärzte) einer profunden Ausbildung/einem Studium. Ach ja, und wer wirklich eine psychologische/psychiatrische Behandlung benötigt, geht ja auch nicht zu einem Lifecoach. Ich denke, dieser kann aber eine tolle Unterstützung sein, wenn privat/beruflich mal was hakt, ohne das ein medizinischer Befund wie eine Depression vorliegt.

      • management@journelles.deambulanzdzi@gmail.com
        Nina m. sagte am

        Doch, ich glaube, dass viele Menschen, die eigentlich die Kriterien für eine psychische Störung erfüllen, zu allen Arten von „Coaches“ gehen. Unter anderem deshalb, weil Coaching weniger mit Stigma behaftet ist; weil sie denken, dass sie ihre Probleme innerhalb weniger Beratungsstunden lösen können – oder weil sie bei kassenärztlich zugelassenen Psychotherapeuten schlicht keinen Platz bekommen haben bzw. die Wartezeiten sie abgeschreckt haben.
        Ich selbst stehe nach meinem Psychologie-Studium sowie einer sechsjährigen Weiterbildung kurz vor meiner Approbation als Psychotherapeutin – und weiß nicht so recht, was ich von Coaches halten soll. Coaching kann sicher eine gute Sache sein, wenn es sich um ganz klar umrissene (berufliche) Fragestellungen handelt. Das große Problem sehe ich darin, dass Coaches definitiv nicht in der Lage sind, psychische Störungen zu diagnostizieren und entsprechend einen nicht gerade kleinen Personenkreis (fehl-) behandeln, bei dem eigentlich eine Richtlinienpsychotherapie indiziert wäre.

      • management@journelles.debuerogemeinschaft35@googlemail.com

        Dass es bei Lebenskrisen nicht auch um Leben und Tod gehen kann, ist leider eine fatal Fehleinschätzung!

  2. management@journelles.deSabrinimartin@web.de
    Sabrina sagte am

    Danke, danke, danke. Selten ein so inspirierendes und aufbauendes Interview gelesen. 🙂

  3. management@journelles.deanna-lena.martin@gmx.net

    Ich kann mich den Kommentaren nur anschliessen: was für ein inspirierendes und interessantes Interview. Mit kleinen, aber sehr wertvollen Tipps!
    Danke!

  4. management@journelles.demali_64@web.de
    Malwina sagte am

    Tolles Interview.
    Beim Coaching geht es doch gar nicht um Behandlung von Krankheiten. Es geht darum ein Problem zu lösen oder neue Weg zu suchen und finden und das mit Unterstützung eines Außenstehenden, der einen erst kennen lernt und nicht urteilt. Das kann nicht jeder und es gehört auch ein gewisses Inneres dazu!

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