Journelles Maison Designklassiker: der Eiermann Tisch

Kennt ihr das? Immer wenn ich einen neuen Namen oder Begriff gelernt habe, begegnet er mir überall. „Selektive Wahrnehmung“ nennt man das. So war das auch mit dem Namen Egon Eiermann. Es ist ziemlich peinlich, dass ich den deutschen Architekten und Möbeldesigner vorher nicht kannte, denn er zeichnete sich sowohl für den Entwurf des Langen

Kennt ihr das? Immer wenn ich einen neuen Namen oder Begriff gelernt habe, begegnet er mir überall. „Selektive Wahrnehmung“ nennt man das. So war das auch mit dem Namen Egon Eiermann. Es ist ziemlich peinlich, dass ich den deutschen Architekten und Möbeldesigner vorher nicht kannte, denn er zeichnete sich sowohl für den Entwurf des Langen Eugens in meiner Heimatstadt Bonn als auch für den Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in meiner Wahlheimat Berlin verantwortlich. Räusper…

Sein Holz-Klappstuhl SE 18 steht im Museum of Modern Art. Hat jeder schon mal gesehen. Ebenso wie den Eiermanntisch, auch als „Architektentisch“ bekannt. Im Showroom der Brillenmanufaktur Mykita dient er zum Beispiel als Arbeitstisch, während meine Freundin und Kollegin Melanie Petersen überlegt ihn als Esstisch einzusetzen.

Dieses Jahr feiert das „Tischgestell Eiermann 1“ (E1) seinen 50. Geburtstag. Die Unterlage mit raumdiagonalen Kreuzstreben wurde 1953 von Egon Eiermann entworfen und 1955 von dessen Schüler Adam Wieland noch einmal überarbeitet. Das Ergebnis: „Tischgestell Eiermann 2“ (E2) mit einer senkrechten Querverstrebung, die zerlegbar und leicht transportabel ist. Seit 1993 produziert der Stuttgarter Möbelhersteller Richard Lampert das einzige Original des Eiermann-Tischs.

 

 

Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen: die Tischplatte aus beschichteten Spanplatten oder Glas, das Gestell aus Stahl, verchromt oder farbig lackiert, die Verstrebung wie beschrieben schräg oder versetzt. Man kann sich den Tisch selber zusammestellen oder als Komplettset (ca. 330 Euro) u.a. via minimum kaufen.

Ursprünglich für zeichnerische Arbeiten entwickelt, wirkt der Eiermanntisch heute ebenso modern wie funktional.

Von Alexa

Ich liebe schreiben, bloggen und schöne Dinge zu entwerfen, also mache ich all das.

Als Journalistin habe ich für Magazine und Zeitungen wie Business Punk, Fräulein, Gala, FTD/how to spend it, Instyle, Lufthansa Magazin, Stern, Tagesspiegel, Vanity Fair und zitty gearbeitet. Meine Online-Erfahrungen habe ich u.a. Stylebook und styleproofed gesammelt. Mein Blog heißt Alexa Peng, mein Schmuck-Label vonhey. Ich komme aus dem Rheinland und bin in einem Dorf am Waldesrand aufgewachsen, wo nur einmal in der Stunde ein Bus fuhr. Da muss man sich was einfallen lassen, um sich nicht zu langweilen. Meine Tante hatte in der Stadt eine Boutique und einen Schrank voller Kleider, Schuhe und Taschen, mit denen wir Kinder verkleiden spielen durften. Wir haben Modenschauen im Hobbykeller veranstaltet und die ganze Nachbarschaft eingeladen. Dass ich mal was mit Mode machen würde, war also klar. Nach dem Abi habe ich an der AMD in Hamburg Mode-Journalismus studiert und später an der UdK in Berlin einen Master of Arts in Kulturjournalismus gemacht. In Zukunft will ich mein Label weiteraufbauen, die Welt sehen und gute Geschichten schreiben.

(Foto: Sandra Semburg)

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7 Antworten auf „Journelles Maison Designklassiker: der Eiermann Tisch“

.. ich kann aus eigener Erfahrung sagen: schön anzusehen aber im Gebrauch eher unpraktisch – man stößt sich dauernd die Beine/Füße an den X-Streben.

Wer sich beim Eiermann die Beine/Füße stößt, er ist wohl auch unfähig sonst irgendeinen normalen Tisch zu „benutzen“ 😉

wir haben diesen tisch hier als schreibtische in unserem großraumbüro. schaut toll aus… und wenn man sich an die streben gewöhnt hat, dann ist es auch nicht mehr unpraktisch.

Haben den schönsten Tapeziertisch aller Zeiten bei uns im Büro. Einen besseren Schreibtisch in 180×90 gibt’s nicht.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 36-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.