Journelles in Singapur: Mein Reisetagebuch

Silvester der Superlative in Singapur? Klang verlockend. Um nach Bali zu gelangen die perfekte Gelegenheit, den kleinen aber ziemlich feinen Stadtstaat zu besuchen. Viel wusste ich vor unserer Ankunft nicht über Singapur. Nur dass ich schon häufiger mal einen Zwischenstopp am Flughafen gemacht habe, man angeblich in den Knast kommt, wenn man ein Kaugummi auf den

Silvester der Superlative in Singapur? Klang verlockend. Um nach Bali zu gelangen die perfekte Gelegenheit, den kleinen aber ziemlich feinen Stadtstaat zu besuchen. Viel wusste ich vor unserer Ankunft nicht über Singapur. Nur dass ich schon häufiger mal einen Zwischenstopp am Flughafen gemacht habe, man angeblich in den Knast kommt, wenn man ein Kaugummi auf den Boden wirft und die Stadt gern auch das Disneyland für Erwachsene genannt wird.

Singapur kann natürlich viel mehr. Hier ist mein Reisetagebuch samt Tipps und lohnenden Sehenswürdigkeiten!

HOTELS

Hotel Jen Orchardgateway: Direkt an der riesigen Shoppingmeile an der Orchard Road (wohl die länge Einkaufsmeile in Asien, hier reihen sich Shoppingmall an Shoppingmall) liegt das Business-Hotel mit dem vielleicht schönsten Pool-Ausblick über die Stadt bis hinunter zur Marina Bay. Preislich völlig in Ordnung, gutes Frühstück, perfekte Ausgangslage um die Stadt zu erkunden. Die Zimmer sind nicht unbedingt gemütlich, aber gut ausgestattet – es ist eben kein teures Boutique-Hotel. Wir haben hier zwei Nächte verbracht. Preis-Leistung stimmt!

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Espadrilles: Chloé

Parkroyal on Pickering: Großartiges Hotel, aber auch preisintensiver. Das Parkroyal ist ein luxuriöses 5-Sterne-Hotel, das komplett begrünt wurde und sich jede Menge Umweltbewusstsein auf die Fahne schreibt. Allein die Eingangshalle ist mehr als beeindruckend, der Pool ist super cool (aber laut und das Wasser ist bitterkalt) und die Zimmer sind so hübsch!

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Flats: Aquazurra

 

FOOD KOMA

Kulinarisch gesehen bietet Singapur eine Vielfalt sondergleichen an. International bis traditionell, super chic und teuer bis hin zu günstig auf dem Markt in Chinatown oder Little India. Wir haben uns durch die ganze Stadt gefuttert! Das sind meine Highlights:

Tiong Bahru Market – Tiong Bahru ist eines der ältesten Viertel in Singapur und Heimat vieler Jungunternehmer und Start-Ups, die die Gegend und den gleichnamigen Markt mit coolen Shops, Cafes und Restaurants zum Hotspot machen. Der Markt ist vor allem von Einheimischen besucht, man frühstückt hier beim Kakao allerlei warme Speisen.

Little India Food Market / Tekka Mall – Little India beherbergt wohl den belebtesten und buntesten Markt in Singapur. Hier gibt es neben vielen traditionellen Spezialitäten (leckere Currys!) auch viele Deko-Stücke und Krimskram. Und es gibt überall frische Kokosnüsse, was mich ja besonders glücklich macht. Unbedingt die frischen indischen Brote essen!

 

Maxwell Food Centre – Der Street-Food-Markt liegt mitten in Chinatown und wird vor allem von Einheimischen besucht, was immer ein gutes Zeichen ist. Die Spezialität: Chicken Rice. Mjam! Ansonsten finde ich Chinatown überbewertet, weil es komplett auf Touristen ausgelegt ist und wenig authentisch wirkt (wie zum Beispiel in San Francisco, wo man in eine andere, eigene Welt eintaucht).

Lau Pa Sat – Die wunderschöne Markthalle, die im britischen Stil gebaut wurde, bietet lauter regionale Leckereien an – inmitten des Finanzdistrikts. Abends wird die angrenzende Straße dicht gemacht und es gibt Saté-Spieße frisch vom Grill, was dann die Atmosphäre eines Street Food Markets hat. Schön so inmitten der Hochhäuser zu sitzen!

1-Altitude – Die höchste Rooftop Bar in ganz Singapur ist sicherlich ein Highlight, das man nicht verpassen sollte – auch wenn die Preise der Drinks und die Musik Geschmackssache sind, ist es die schönste Aussicht über die ganze Stadt! Bietet sich zum Sonnenuntergang besonders gut an.

Long Beach at DempseyJumbo Restaurant – Die Chili Crab ist das heimliche Landesgericht (gleich nach Chicken Rice) und wird in grossen Mengen verputzt – daher muss man in den Restaurants, die keinen Preis für Schönheit bekommen, unbedingt vorher reservieren. Super lecker haben wir im Long Beach @ Dempsey gegessen. Dazu Knoblauchreis…mhmmm!

Marina Bay Sands – Das Luxushotel ist bekannt für den höchsten Infinity Pool und die krasse Aussicht – und es ist auch einfach was besonderes, auf dem „Schiff“, das auf den drei Towern liegt, einen Cocktail zu geniessen. Mein Tipp: Nicht die 20 Dollar Eintritt für die Aussichtsplattform zahlen, sondern nach oben die Bar fahren – da kostet der Drink dann eh 20 Tacken.

 

SIGHTSEEING

An dieser Stelle gilt ein riesiges Dankeschön Tourism Singapore und unseren tollen Guide Winnie, die mit uns zwei Tage alle spannenden Highlights abgefahren ist. Nur so konnten wir überhaupt dermaßen viel sehen!

Singapore Botanic Gardens – Der Park wurde erst kürzlich zum UNESCO Weltkulturerbe gekürt. Wunderschöne Pflanzen und Blumenarrangements erzählen die über 150 Jahre alte Entstehungsgeschichte des Gartens und ist als Zufluchtsort vor der hektischen Großstadt bestens geeignet.

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Gardens by the Bay – der Nationalpark soll als kleine Oase inmitten der Stadt dienen. Verschiedene Grünanlagen, ein gigantischer Wasserfall á la Narnia… und sehr sehr viele Touristen. Aber rein architektonisch gesehen eine Meisterleistung und sehr sehenswert!

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Jalan Besar – ist gerade total im Kommen und könnte Tiong Bahru irgendwann den Rang als hippes Viertel streitig zu machen. Die Gegend der Kreativen überzeugt mit vielen schönen Cafes und Restaurants, die inmitten von Hardware Stores liegen.

 

Tanjong Beach Club – auf der Halbinsel Sentosa: Wenn man mal raus aus der Stadt möchte, dann fährt man nach Sentosa. Hier gibt es richtige Strände, allerdings mit Ausblick auf die zahlreichen Transportschiffe, die vor Singapur liegen, was dann wenig mit einer echten Oase zu tun hat.

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Singapore Flyer: Das höchste Riesenrad ausserhalb der USA hat zwar hübsche Aussichten, aber die 20 Dollar Eintritt investiert man besser in einen Drink: Zum Beispiel in der Rooftop Bar des legendären Marina Bay Sands Hotels oder im 1Altitude (siehe weiter oben).

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Night Safari – Mein persönliches Highlight, wenn auch super touristisch! Erwartet habe ich Affen hinter Gittern, aber der Zoo, der nur abends seine Pforten öffnet, ist ein Erlebnis sondergleichen. Die Tiere erlebt man auf der offenen Busfahrt hautnah, ohne Käfige, lediglich durch Gräben getrennt. Löwen, Elefanten, Giraffen: fast wie in Afrika! Da lohnen sich die ewig langen Warteschlangen. Es empfiehlt sich, das Gelände auch zu Fuß zu erkunden.

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SHOPPING

Die Globalisierung ist Schuld: Irgendwie sehen die Großstädte auf der ganzen Welt dann doch gleich aus. Deshalb würde ich nie nur zum Einkaufen eine neue Stadt erkunden wollen. Aber klar, gibt natürlich viel zu sehen. Zum Beispiel den…

… grössten Louis Vuitton Store der Welt – es ist ein riesiges Flagschiff in der Marina Bay, direkt auf dem Wasser. Ein Wahnsinn!

Kampong Glam & Haji Lane – Viele unabhängige Concept Stores und kleine regionale Labels bieten eine schöne Abwechslung zu den ganzen High-Street-Ketten.

Orchard Road – Die Orchard Road is der Ku’damm von Singapur. Hier gibt es so ziemlich alles von H&M bis Zara, aber auch alle gängigen Luxuslabels.

Tiong Bahru – Wie oben schon erwähnt überzeugt das etwas hippere Viertel durch viele süße Cafes und individuelle Shops. Hier gibt es den Buchladen Books Actually und leckeren Kaffee an jeder Ecke.

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Und sonst so?

Fortbewegung: Laufen ist kaum eine Option, da die Stadt wenig fußgängerfreundlich ist und die Straßen zu groß sind. Es gibt aber ein U-Bahn-Netz und Taxi fahren ist extrem günstig. Auch Uber gibt es.

Kaugummi kauen / Kippen auf den Boden werfen: Das Gesetz wurde etwas gelockert und es lauern keine schlimmen Strafen mehr. Dafür aber hohe Geldstrafen, wenn man etwas auf den Boden wirft. Kaugummis kann man dennoch nirgends kaufen, geraucht wird trotzdem viel. Und dass man in Singapur vom Boden essen kann, weil es so sauber ist, halte ich auch für ein Gerücht…

Noch mal hin reisen? Für Stopover-Reisen empfehle ich Singapur total, aber drei Tage hätten mir persönlich gereicht.

Von Jessie

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit "Journelles" selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It's Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: "Influencer im Portrait: Jessica Weiß - Alles, nur kein Stillstand"

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3 Antworten auf „Journelles in Singapur: Mein Reisetagebuch“

liebe jessie, danke für den ehrlichen reisebericht und die tollen tipps von dir. falls ich mal nach singapur komme, nehme ich deine persönlichen lieblingsplätze gerne unter die lupe. auch cool, dass du sogar infos zu preisen gibst. ich mag besonders das bild im header im 70er jahre style.
alles liebe, JIL EDG

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.