JOURlook: Die Basics

Lange habe ich mich nicht um gescheite Basics gekümmert, sondern rein aus dem Bauch gekauft. Das führte zu einer ordentlichen Unterrepräsentanz von (langärmligen) Shirts und Blusen ohne Kragen, die man gut unter Pullovern oder Jacken tragen kann. Im Winter stehe ich also immer vor’m Kleiderschrank und benötige genau das, was ich nicht habe. Die Olsen-Schwestern beschreiben die Gründung ihres Labels The Row bekannterweise mit der Suche nach dem perfekten Shirt – und es stimmt einfach, dass man das ein oder andere Basic jahrelang tragen kann, während ein anderes ähnliches nie so recht zum Lieblingsstück wird.

Woran das liegt? An (meiner) Faulheit, die Suche auszuweiten. Und natürlich an Material und Fit. Wie weit ist der Kragen geschnitten, Rund- oder V-Hals, eng anliegend oder lockerer geschnitten, oversize oder bis zum Hosenbund sind nur einige Möglichkeiten.

Ich habe natürlich schon mehrere Ringelshirts besessen, aber keines sitzt und fühlt sich so an wie dieses Teil von Proenza Schouler. Das gestreifte Baumwolljersey aus Flammgarn ist ein absoluter no brainer und doch ist es das erste Mal, dass ich mich so wohl fühle, dass ich es im Alltag quasi ausschliesslich trage. Mein Play-Shirt beispielsweise ist superschön, aber ich zuppel immer dran rum, der Stoff ist zu fest und unbequemer.

Ähnliches gilt für Hosen. Die perfekte Hose hat für mich –neben skinny jeans– den Pumphosenschnitt; gern mit Jogginghosen verwechselt, dadurch aber nicht weniger attraktiv. Im Alltag liebe ich ein bequemes Beinkleid, schliesslich sitze ich fast den gesamten Tag auf meinem Hintern. Meine Lieblingshose ist bald fünf Jahre alt, ich habe sogar die aufgeschürften Knie wieder flicken lassen, weil ich den Schnitt nie mehr finden konnte. Bis Stella McCartney kam. Sie legt die Karottenhose jede Saison neu auf und bereits vor bald drei Jahren verliebte ich mich in Stockholm unsterblich. Jetzt ist das Modell endlich in meinen Besitz gewandert – nicht zuletzt wegen des elastischen Bundes, höhö! Und weil die Hose natürlich nicht komplett für die Couch gedacht ist dank Bundfalte und Kunstseidenstoff.

Beide Teile sind die perfekten Basics, weil sie immer und überall passen, unfassbar bequem sind und sich optimal in meinen Kleiderschrank einfügen. Nicht spektakulär, aber wichtig als Grundzutaten – die ich nie wieder vernachlässigen werde!

 

Die Schuhe trage ich gerade drinnen ein. Sie sind von Valentino und sollen mich beim Standesamt begleiten…

Kommentare

  1. oh wow, wie heiß können denn bitte basics sein :). tolle investition, sieht super aus.

    die schühchen wären nicht so mein fall, aber hey das ist auch völlig egal…hauptsache du tänzelst darin beschwingt und glücklich zum standesamt…

  2. Das sind aber schöne Bilder! Wie wahr ist die Sache mit dem perfekten T-shirt. Ich hatte allen Ernstes vor, eine Firma zu gründen, die das perfekte T-shirt produziert. Da gibt es allerdings eine Million Faktoren zu bedenken. Die Baumwollmischung macht’s – wegen der Passform und natürlich auch der Gedanke der Nachhaltigkeit. Für ein gutes Gewissen. Es muss Raglan-Ärmel haben, damit man es unter Kleider und Pullis ziehen kann und es darf niemals zu viel Hals frei legen. Und, und, und… Ringel sind seit Coca Chanel für immer chic!

  3. Puh, die Preise sind gepfeffert! Ich gebe gerne Geld für Klamotten aus, und hasse Nylon und Co. Trotzdem frage ich mich, was ich verdienen müsste, um so viel Geld für Basics auszugeben. Das ist nicht urteilend gemeint, sondern einfach nachdenkend.

    • hclsaltaicd sagte am

      Es lohnt sich gerade für Basics mehr Geld hinzublättern und die modischen Teile billig zu kaufen – oder das Geld zu sparen und auf kurzfristige Trends ganz zu verzichten 😉

      • Oh, da haben wir uns missverstanden. Ich würde auch für ein Trend-Oberteil nicht so viel Geld ausgeben. Eine besondere Ledertasche, die man sich gönnt, gut, aber ein Shirt ist ein Shirt. 😉

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