JOURgarderobe: Zuhause bei Rosann Brandt

Nach Besuchen bei Designerin Karlotta Wilde und Bloggerin Sophia Schwan habe ich gestern die nächste Homestory unserer Reihe JOURgarderobe geknipst: die Wohnung von Rosann Brandt, PR-Beraterin und Studentin. Kennengelernt haben wir uns vor einigen Jahren, als Rosann noch Fulltime bei der Agentur V Marken wie Stine Goya, Henrik Vibskov oder Monki vertreten hat. Jetzt konzentriert

Nach Besuchen bei Designerin Karlotta Wilde und Bloggerin Sophia Schwan habe ich gestern die nächste Homestory unserer Reihe JOURgarderobe geknipst: die Wohnung von Rosann Brandt, PR-Beraterin und Studentin. Kennengelernt haben wir uns vor einigen Jahren, als Rosann noch Fulltime bei der Agentur V Marken wie Stine Goya, Henrik Vibskov oder Monki vertreten hat. Jetzt konzentriert sich die 26-jährige auf ihren Master mit dem Schwerpunkt Medien an der Humboldt Universität.

Gemeinsam mit ihrem Freund lebt sie in der Kollwitzstrasse in einer 2-Zimmerwohnung, die besonders für Mädels geeignet zu sein scheint: Begehbarer Kleiderschrank, riesiges Schlaf- und Badezimmer.

Was war stilprägend für die Einrichtung deiner Wohnung?

Stilprägend für die Einrichtung ist in erster Hinsicht der Gründerzeit-Charakter der Wohnung. Die fast vier Meter hohen Decken wollten wir besipieslweise mit dem großen Spiegel oder der Kreidetafel, die beide an der Wand stehen, ausnutzen. Ansonsten ist die Einrichtung aber eher schlicht und gradlinig, nicht wirklich minimalistisch aber auch nicht verspielt. Da der breite Flur und das Wohnzimmer ineinender übergehen, haben wir viel freie Fläche. Ich mag es für große Möbel Platz zu haben, ohne, dass es voll gestellt aussieht! Was ich besonders im Winter wichtig finde ist eine gemütliche Beleuchtung. Deswegen haben wir auch viele Lampen, die einzeln nicht zu hell sind und zusammen ein schönes Licht ergeben!

Die Top5-Adressen für Möbel aus deiner Wohnung:

JOURgarderobe: Zuhause bei Rosann

 

  1. Der CONCRETE TABLE aus Beton  ist von meinem lieben Freund SIGURD LARSEN – er hat sein Atelier in Berlin-Kreuzberg. Der Tisch war ein Geschenk von meinem Freund zum Geburtstag. Erhältlich über seine Website.
  2. Die Betonbuchstaben sind auch von Sigurd – zu kaufen z.B im VOO STORE.
  3. Die Tafel habe ich mit einer Freundin zusammen selbst gebaut. Alle Materialien sind von Modulor in Berlin-Kreuzberg – ich liebe diesen Laden. Man kann Stunden dort verbringen und die tollsten Utensilien kaufen. Die verschiedenen Illustrationen sind von Gästen, die bei uns gewohnt haben. Wir vermieten unsere Wohnung ab und zu bei Airbnb – irgendjemand hat glaube ich einfach mal jemand angefangen etwas auf der Tafel zu hinterlassen, und seitdem ist es so ein Selbstläufer.
  4. Ich mag es schöne Decken in der Wohnung zu haben – gerade im Winter mit dem kalten Altbau und Dielenboden. Meine Decken sind von Pendleton und Manufactum. In Berlin gibt es die Pendleton Decken z.B. im VOO STORE, ich habe meine allerdings günstig als Sample von Agency V erstanden, für die ich ja früher gearbeitet habe und auch jetzt immer noch regelmässig freiberuflich Projekte betreue 🙂
  5. Das Bild im Wohnzimmer ist ein Poster von ALL THE WORLD’S A PAGE – ich habe das mal durch Zufall auf einem Blog entdeckt und fand die Idee gut. Das ist der gesamte Faust-Band auf ein Plakat in kleiner Schrift gedruckt. Sie haben auch andere klassische Stücke und Märchen, gibt’s auf verschiedenen Sprachen.

Wo kaufst du am liebsten online Möbel/Wohnaccessoires?

  1. Schoolhouse Electric
  2. Illums
  3. Westwing
  4. Truck Furniture

Das nächste Wohnprojekt, das du angehen willst?

Eigentlich steht mein Plan für den Frühling 2013 für ein grösseres Wohnprojekt – mein Freund und ich wollen gern umziehen. Unsere jetzige Wohnung ist toll, aber sehr offen, darum hätten wir gern etwas mehr Platz mit einem zusätzlichen Raum, wo man z.B. ein anständiges Gästezimmer für Besuch hat oder sich hin und wieder auch einfach mal zurück ziehen kann, um in Ruhe zu arbeiten oder einfach für sich zu sein. Wir haben auch mal angedacht, etwas zu kaufen, um nicht jeden Monat die Miete verpuffen zu lassen. Mal schauen was sich ergibt. Bei dem momentanen Wohnungsmarkt in Berlin ist die Wohnungssuche ohnehin ein echter Krampf…

Wie ist dein Kleiderschrank sortiert?

Zwar sieht mein Kleiderschrank nicht immer so perfekt aufgeräumt aus wie heute für die Fotos (haha) aber ich bin doch eher ordentlich und manchmal vlt sogar penibel – mein Kleiderschrank ist zum einen grob nach Kleidungsstücken sortiert – also Röcke, Jacken/Mäntel/schwere Grobstrickteile, Kleider, Hosen, Oberteile. Wobei ich da nicht immer so ganz strikt bin mit der Aufteilung. Sofern es passt, habe ich die Kleidungsstücke dann nach Farben sortiert. Durch so einen schön sortierten Farbverlauf finde ich einzelne Teile auch einfacher. Und weil die Decken bei uns so hoch sind, hat mein Freund mir eine Konstruktion aus einem Holzstab gebaut, mit dem ich an die oberen Fächer im Schrank drankomme.

JOURgarderobe: Zuhause bei Rosann

Als PR-Beraterin bist du den lieben langen Tag von Kleidern umgeben  – wie sehr wirkt sich das auf den eigenen Stil aus?

Wenn man Mode mag ist der Job als solcher perfekt. Als PR-Berater bekommt man die Presse-Kollektion ja immer zu Beginn der Saison, also ein halbes Jahr bevor sie in die Läden kommen – es macht Spass und ist inspirierend ständig mit neuen Designs und Entwürfen umgeben zu sein, insbesondere wenn man mit jüngeren, edgy Designern arbeitet.  In der Pressearbeit ist es immer interessant zu sehen, welche Teile gut ankommen, und welche nicht. Wobei es ja lange nicht bedeutet, dass ein bestimmtes Teil, das oft gefeatured wird, sich später auch gut verkauft. Ähnlich wie auf dem Laufsteg ist ja nicht alles im Alltag tatsächlich tragbar.

Meinen eigenen Stil hat die Arbeit insofern geprägt, dass man sich berufsbedingt wesentlich intensiver mit der Mode und verschiedensten Designern auseinandersetzt, und dadurch auch für den eigenen Kleidungsstil täglich neue Inspirationen bekommt.

Andererseits hat mir vor allem die Arbeit mit sehr kommerziellen Marken auch sehr deutlich gemacht, dass weniger oft mehr ist. Zu Zeiten in denen ich festangestellt als PR- Beraterin gearbeitet habe, hatte ich ständig Zugang zu neuen Klamotten, weil wir jede Woche neue Presse Samples zugeschickt bekamen, die man kaum alle im Showroom unterbringen konnte. Anfangs wird man total euphorisch und schleppt tütenweise Kleidung mit nach Hause. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass ich jede Freude an neuen Teilen verloren habe und mich nur dunkel daran erinnert, wie es war, wenn man aus dem Haus geht und sich mit einem neuen Kleid richtig schön und anders fühlt. Ich habe im letzten Jahr so richtig ausgemistet – Ebay, Flohmarkt, und an Freunde verschenkt – und mittlerweile klappt das Prinzip sehr gut, lieber Geld zu sparen und dann für ein besonderes Designerstück auszugeben, das man sich wirklich wünscht.

Weitere Infos findet ihr in den Bildunterschriften:

 

Übrigens vermieten Rosann und ihr Freund die Wohnung ab und an unter, hier geht es zu ihrem Profil auf airbnb.

Von Jessie

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit "Journelles" selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It's Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: "Influencer im Portrait: Jessica Weiß - Alles, nur kein Stillstand"

Kommentare (29) anzeigen

29 Antworten auf „JOURgarderobe: Zuhause bei Rosann Brandt“

Ey, ganz ehrlich, euer Werbe-Shit geht langsam voll auf die Nerven – wieder nur Shit von „Bekannten“, „Desinger-Freunden“, alles schön verlinkt und benannt, hier dier Store, da dieses Atelier…
Zum Kotzeeen!

Ich finde die Wohnung ehrlich gesagt langweilig. Eine Kleiderkombi von Ikea, ein paar Blumen, ein Stino-Holztisch. Und ich gebe Sylvie recht: natürlich wie könnte es anders sein: Agentur V, und der Voo Store, alte Bekannte, die in Zusammenhang mit Jessy ja immer auftauchen. Das ist nicht nur langweilig, sondern auch kein Mode- oder gar Lifestyleblog sondern eine Dauerwerbesendung. Bei den Klamotten das Gleiche – immer die selben Labels – naja, eben die, die dafür zahlen hier erwähnt zu werden. Völlig uninspirierend! Schade!

Lieber Gast, das ist leider falsch. Werbung wird als solche gekennzeichnet und das ist hier nicht der Fall – aber das sieht man auch. Na klar stelle ich Menschen vor, die ich auch selber spannend finde – ich darf das, ist ja mein Blog ;-)!

nur leider sind es eben immer die Gleichen Leute und die gleichen Label, Jessie! Das wird auf Dauer einfach langweilig! Vielleicht solltest Du Dir die Kritik Deiner Leser ja mal zu Herzen nehmen….die Frage ist ja auch: wann wird etwas als Werbung gekennzeichnet? Und da hier immer die gleichen Labels und Läden auftauchen – entschuldige – drängt sich einfach der Verdacht auf dass das nicht ausschließlich an Deinem Geschmack liegt – oder Deine Geschmack beschränkt sich eben auf 5-6 Marken, dann frage ich mich aber warum Du einen Mode-Blog schreibst. Es geht nicht um „Underground“ aber es gibt so viele spannende junge unbekannte Label, Läden, Designer, Models, Trends, Modeevents etc. Von denen liest man hier aber leider nie etwas…. Als Deutschlands „bekannteste“ Mode-Bloggerin sollte man doch ab und zu über seinen Tellerrand und seinen eigenen Freundeskreis hinaus schauen, erst recht wenn der so klein zu sein scheint wie Deiner…sorry…

Beleidigungen helfen immer, seine „Argumentation“ zu stützen 😉

ich finde auch, dass du auf deinem blog machen kannst was du willst. und das es völlig normal ist, dass es halt diesen 0-8-15-berlin einschlag hat. ein bisschen alt, ein bisschen, viel weiss, viel skandinavien, mit nem bisschen rotz. fertig. was ich mal richtig toll finden würde, wäre wenn du junge designer in B vorstellst die da wirklich ihr glück probieren. oder die ihre eigene, kleine boutique haben in der schliemannstr gibts zb welche, oder überhaupt pappelallee (jaja is jetzt nicht kreuzberg und toll und crazy und so, aber die machen das auf eigene faust ohne stine, ohne henrik). das fänd ich mal toll. berlin ohne die großen. mal die supporten die es auch n bisschen nötiger haben.

Ich denke,dass dies eben das Problem ist:Es fehlt hier die Vielfalt und die Kreativität in jeglicher Hinsicht.Und das passt dann eben nicht mit dem Image der bekanntesten deutschen Modebloggerin zusammen.Aber im Endeffekt ist das Jessies Problem!

Schöne Wohnung! Diese Ich-fische-mir-ein-Kleid-aus-dem-Schrank-Stange find ich witzig 😉 Den Vorsatz, lieber mehr in ein Teil zu investieren, das man wirklich will, statt jeden neuen Blödsinn zu kaufen, kann ich nur unterstützen!

less is more? In diesem Fall nicht wirklich: das ganze Ensemble ist so minimalistisch gehalten, dass man sich fragt, wieso das hier überhaupt ein Feature wert ist. Und seit wann schreibt man mit Flur mit „h“? Nichts für ungut, but you can do better!

Finde ich nicht. Ist Geschmackssache. Für mich eine der schönsten Wohnungen die ich je gesehen habe – allerdings muss man auch mal sagen dass es in den BErliner Altbauwohnungen auch nicht sooo schwer ist STil zu präsentieren. Toller Holzboden, Weisse Türen, schöne Fenster… kann man da noch viel falsch machen? Da passen DEsignermöbel in Kombi mit Vintage-Funden einfach toll zusammen… versucht das mal in einer 50qm Münchner Wohnung, wo man „wunderschöne“ braune 90er-Jahre-Zimmertüren und eklige alte Bäder hat.. (für selbstverständlich das Doppelte der Berliner Mietpreise 😉

dann hast du wohl noch nicht viel gesehen! 😉 Das Bad ist nicht schön und die Dielen liegen leider auch nicht in jedem Raum. Wollt ihr meine Wohnung mal vorstellen? Die ist wesentlich hübscher! Really!

Ich finde leider keine „weiteren Infos in den Bildunterschriften“, wüsste aber sehr gerne woher die tolle Glühbirnen-Lampe kommt…

Die Wohnung ist wirklich hübsch, zumindest das was man sehen kann….wenn Rosann und ihr Freund da wirklich ausziehen…ich brauch noch ne Wohnung in Berlin…wirklich! Da kommen die Einrichtungsideen dann auch sehr gelegen 😉 LG

Haha, ich finde man kann außer Details gar nichts von der Wohnung erkennen, um sich ein Urteil zu erlauben ;). Die Wohnung wird als sehr großzügig und offen beschrieben. Schön wäre es, wenn vielleicht auch 1-2 Bilder der ganzen Räumlichkeiten zu erkennen sind und nicht ausschließlich Detailaufnahmen. So ist das ja auch üblich in irgendwelchen Interior-Design-Zeitungen… 😉

Mädels, mäßigt Euren Tonfall bitte! Es ist mir schon peinlich, dass sich Jessie sowas durchlesen muss. Wen sie in ihrem Blog vorstellt, ist ja wohl allein ihre Sache. Wer die Wohnung im Ganzen sehen möchte, kann das wunderbar auf dem erwähnten Profil bei airbnb machen.

Der Schreibtisch ist ja ein tolles Schmuckstück!!! Neulich sind mir auch schlichte Lampen aus Beton in die Hände gefallen – tolle Optik.

Woher sind denn die Schuhe, die auf dem Fensterbrett fotographiert wurden? Leider gibt es keine Bildunterschrift.

Im Spiegel findet sich ein wahnsinnig interessanter Artikel bezüglich Werbung und Modeblogs. Und dremal dürft ihr raten, wer darin hauptsächlich vorgestellt wird. „Ein Schelm, wer dabei Böses denkt…!“ Der Spiegel Nr. 3/14.1.2013 S. 67 Titel: „Nahbarer als Models“: Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.