JOURgarderobe: Closet Diary mit Sevda Albers, Fotografin

7 Tage und 7 Looks – Diesmal mit Fotografin Sevda Albers

„Oh ja, Sevda kenne ich ewig – sie ist die Coolste!“waren Jessies Worte, als Sevda uns ein Closet Diary vorschlug. Na klar, wir waren sofort Feuer und Flamme und wie man an den Bildern sieht auch zurecht. Sevda ist Fotografin und Weltenbummlerin. Stockholm, London, Hamburg, New York – allein dieses Closet Diary ist in drei unterschiedlichen Städten entstanden.

Genauso international ist auch Sevdas Garderobe und die Stories zu ihren Lieblingskleidungsstücken: Die Acne Lederjacke vor sechs Jahren in New York gekauft, ebenso die Opening-Ceremony-Kleidung, die anderen Acne-Schätze wurden aus Schweden mitgebracht.

Mir ist es wichtig, dass ich meine Sachen über Jahre tragen kann. Daher bin ich bereit, gerne auch mal mehr zu zahlen, weil ich genau weiß, dass die auserwählten Kleidungsstücke mich lange begleiten werden. Ich mag einfach nicht, Dinge nur ein paar mal zu tragen und dann wegzuwerfen. Teilweise trage ich meine Sachen 6-8 Jahre.

Hier kommen also die 7 Tage und 7 Looks der 41-jährigen Hamburgerin (jap, kein Zahlenpatzer. Wahnsinn, oder?):

MONTAG

Nachts in London angekommen und gleich am nächsten Tag lange und viel unterwegs. Den Mantel habe ich so lange im Lookbook angeschaut, bis er endlich im Sale war. 

Und dann noch ein paar Euros mehr gespart, da meine Freundin ihn aus Stockholm mitbrachte. In Schweden ist Acne auch noch mal 30% günstiger als in allen anderen Ländern.

Mantel: Acne Studios, Regenjacke: Opening Ceremony, Bluse: & Other Stories, Tube: Hooded by Air, Hose: & Other Stories, Clutch: Acne Studios, Sneaker: Sandro (ähnlich hier), Brille: Ray Ban, Schmuck: Praha750

DIENSTAG

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Für ein Jahre war ich „based“ in London. Ich liebe die Stadt. Umso schöner, wenn die Sonne scheint und man vor dem Café in der Sonne ein wenig Zeit mit der Freundin verbringen kann. Ich habe übrigens eine ganz komische Liebe zu diesen Sandro Sneakern. Mein ewiger Begleiter, obwohl sie schon bessere Zeit erlebt haben.

Jacke: Acne Studios (Alternative hier), Pulli: & Other Stories, Hose: Acne Studios, Sneaker: Sandro Paris (ähnlich hier)

MITTWOCH

Zurück in Hamburg ist es eiskalt. Diese North Face Jacke und ich teilen eine Art Hassliebe. Vor ein paar Jahren lebte ich in Stockholm und seitdem ist sie mein Winter-Hass-Stück, aber immer noch besser als frieren. Da bin ich auch recht praktisch veranlagt. Wir shooten im Winter oft draussen und diese Jacke ist einfach ein Muss.

Lederjacke: Acne Studios, Pulli: & Other Stories, Tube: Hooded by Air, Hose: & Other Stories, Sneaker: Nike, Tasche: Phillip Lim

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DONNERSTAG

Die nächsten Tage werde ich im Studio auf der Arbeit verbringen. Auch wenn es Arbeit ist und man viel Handwerkskram machen muss, trage ich meine ganz normalen Sachen. Mir ist das irgendwie wichtig. Abhängig von meiner Stimmung greife ich nach einem Kleid oder auch mal nach einer Lederhose.

Im Kleid zu arbeiten ist immer eine gute Wahl, da man sehr viel Bewegungsfreiheit hat. In der Bauchtasche verstecken sich mein Handy und andere Kleinigkeiten, die man am Set immer braucht.

Kleid: Zara, Oberteil: & Other Stories, Jacke: Opening Ceremony, Sneaker: Nike (ähnlich hier), Tasche: Opening Ceremony

FREITAG

Ein wenig verpennt angekommen im Studio. Ich mag kleinere Indie-Labels wie Christoper Shannon aus London. Nicht nur das Lovers Direct XX Shirt hat es mir angetan, sondern auch ein Sweater mit dem Print Hater Direct XX. Ansonsten alles beim Alten. Gerne schwarz. Die Bomberjacke z.B. besitze ich seit ca. 7/8 Jahren und ich liebe sie immer noch.

Jacke: Acne Studios, Shirt: Christopher Shannon, Rock: & Other Stories, Boots: Acne Studios

SAMSTAG

Einer der ganz wenigen Tage, an dem ich wenig Schwarz trage. Ab und zu überkommt es mich und ich greife in den Farbtopf – für meine Verhältnisse.

Eigentlich trage ich nicht so gerne Denim, wenn dann nur allover, quasi als Statement. Jacquemus ist einer meiner Lieblingslabels. Ich mag einfach die Andersartigkeit der Schnitte. 

Collegejacke: Opening Ceremony, Jeansjacke: Surface to Air, Pulli: Jacquemus, Denim-Kombi: Acne Studios, Sneaker: Puma, Beanie: Acne Studios

SONNTAG

Zurück zu Schwarz! Mein Lieblingsoverall. Viel zu groß, wie so vieles. Leider bin ich nur ein wenig über 1,60m groß. Oftmals ist es gar nicht so einfach, passende Dinge zu finden. Daher trage ich vieles Oversized oder greife zu Kindergrößen.

Letzter Tag im Studio, das heißt auch Team-Dinner. Also, ich bin ready! 

Regenjacke: Opening Ceremony, Daunenjacke: Acne Studios, Overall: Zara, Pulli: & Other Stories, Boots: Acne Studios, Clutch: Acne Studios

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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14 Antworten auf „JOURgarderobe: Closet Diary mit Sevda Albers, Fotografin“

Da hat Jessie absolut Recht, Sevdas Look ist wirklich mega cool!!! Mal etwas ganz anderes, aber mir gefällt der Stil richtig, richtig gut. Man sieht irgendwie, dass sie viel unterwegs ist und viele Einflüsse von dort mitbringt und in ihrere Garderobe vereint. Mein Lieblingslook ist der Sonntag. Der Leder Overall ist der Hammer. Ich finde er sieht gar nicht so groß aus 😉 Und 41?! Wahnsinn. Da freut man sich aufs älter werden 🙂

Liebe Grüße, eine schöne Woche und vielen Dank für dieses wunderbare Closet Diary!

Hübsches Mädel und mutiger Stil aber mir will es nicht so recht gefallen. Ich würde es nicht tragen (das ist das eine und völlig subjektiv) aber ich finde auch, dass es so wirkt, als stülpe sie sich den Stil einer 16-Jährigen über. Das wirkt irgendwie sehr gewollt.

Danke Anna, ich dachte schon, ich wäre die einzige, die so empfindet. Sevda ist sicherlich ne coole Socke, aber irgendwie wirkt an ihr vieles unentspannt.

Mega toll. Und ähm ja wir sind alle noch da… die Ü40. Man erkennt sie nur nicht, weil sie wie Mitte 30 aussehen ? Der Look einer Kreativen. ?

Der Mittwoch gefällt mir irgendwie von allen Outfits, die mir alles megagut gefallen, am allermeisten. Ich habe ja ein großes Faible für den Lacklederlook, mir vor 3 Jahren aus NYC eine Lacklederjacke mitgebracht. Mit einem Wollpullover kombiniert, dann ganz großes Kino! LG Sabina

Interessante Kombis, allerdings finde ich die Sneakers vom Samstag sehr klobig für den Rock.
Ich hätte gerne gewusst, woher der tolle Rock vom Freitagslook ist, der von &other stories ist nur halb so schön!
Viele Grüße, Nadine

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.