JOURgarderobe: Closet Diary mit Edda Mann, Inhaberin vom Konk Store

Bei den Anfragen für unsere Closet-Diary-Kandidaten muss man vor allem dran bleiben. So auch bei Edda, der Inhaberin der Berliner Modeboutique KONK. Die zweifache Mutter hat allerhand um die Ohren und ist seit meiner Tätigkeit bei ihr im Laden als Verkäuferin zu meiner Lieblings-Ex-Chefin geworden.

Im KONK werden ausschließlich Berliner Designs verkauft, die oft exklusiv hier erhältlich sind, sowie hauptsächlich in Deutschland vom Material bis zum Schnitt gefertigt werden. Klar, dass die Frau dahinter mit ihrer blühenden Persönlichkeit und ihren Wertvorstellungen auch nicht zu übersehen ist.

Ich werde nicht vergessen, wie sie mir im Prüfungsstress einen Lippenstift schenkte und meinte „Der sorgt für gute Laune.“. Vielleicht ist das der Grund, wieso sie selbst immer knallpinke Lippen trägt und einen anstrahlt.

Schweren Herzens hat sie sich jetzt entschieden den KONK zu verkaufen und beruflich neue Wege einzuschlagen. Nach fünf Jahren 24/7 im Ladengeschäft ist es, meiner Meinung nach, lange überfällig, dass Eddas Ideen in die Welt hinausgetragen werden.

Vielleicht gibt es ja jemanden, der das hier liest und dem sie die Nachfolge ihres zweiten Zuhauses anvertrauen kann?

Die lokale Unterstützung von kreativen Menschen aus unterschiedlichen Ländern, die nun alle Berlin zu ihrer zweiten Heimat gemacht haben und unsere Stadt so viel interessanter machen, ist mir unheimlich wichtig. Deswegen kaufe ich selten woanders als bei mir im Konk. 

MONTAG

Montags stehe ich wie immer früh auf, da ich einen Sohn habe, der zur Schule geht und meine Tochter in die Kita gebracht werden muss. Danach gibt es oft geschäftliche Termine, bevor es zum Konk Store geht.

Ich fahre immer Fahrrad, auch wenn es schneit und trage am liebsten meine warme Jacke von Anntian. Sie hat zwei verschiedene Taschen und gesprenkelte Knöpfe, sowie eine hochwertige Materialzusammensetzung. 

Bei dieser Kälte geht ohne Schal GAR NICHTS! Die gestrickten Schals von Tiedeken sind einfach die besten: 100 Prozent Merinowolle, immer ein tolles Strickmuster und aktuelle, frische Farben. Zudem werden sie nur nur zwei Stunden von Berlin entfernt handgefertigt.

Die Mütze ist auch von Tiedeken – super warm und aus einem Tunnel, ohne nervende Naht, gestrickt und sehr vielseitig tragbar, da er sehr lang ist.

Die Handschuhe habe ich schon ewig, gefühlt sind sie noch von meiner Oma. Leider habe ich sie kurz nach dem Foto-Shooting verloren und mir erstmal neu zulegen müssen – diesmal aber in grün! Außerdem ganz praktisch? Ich besitze bereits den passenden Schal von Tiedeken.

Die Tasche ist von James Castle, auch er ist natürlich in Berlin ansässig. Sie ist wunderbar und bietet genug Platz für meinen Laptop und die Wechselwäsche von der Kleinen.

Meine Hose ist eigentlich von einer Freundin, welche sie auf einem Flohmarkt verkaufen wollte, ich ihr allerdings noch schnell abgekauft habe.

Die Winterboots sind schon relativ alt und von Ecco. Ich habe sie mal in einem absoluten Kältefüsse-Notmoment gekauft und seitdem sind sie einfach wunderbar warm und die besten Begleiter für das Fahrrad oder lange Spaziergänge.

Jacke: Anntian (ähnlich hier), Hose: Vintage (ähnlich hier), Schuhe: Ecco (ähnlich hier), Tasche: James Castle (ähnlich hier), Mütze: Tiedeken (ähnlich hier), Schal: Tiedeken (ähnlich hier), Handschuhe: Vintage (ähnlich hier)

DIENSTAG

Dieses Jacquard-Strickkleid ist von Case Studies, natürlich auch einem Label aus Berlin, welches im Oderbruch produziert. Es ist sooo warm und frisch und besteht ebenfalls aus 100 Prozent Merinowolle. Weil mich das Gelb dann doch fast zu blass aussehen lässt und ich auch eigentlich immer ein Accessoire am Hals benötige, ist der digital bedruckte Seidenschal von Hui Hui genau das richtige Piece.

Mit Turnschuhen tue ich mich immer etwas schwer, in irgendeinem Sommer habe ich allerdings diese Stan Smith entdeckt. Sie sind reflektierend und lassen sich perfekt zu all meinen bunten Seidenblusen und Haaren (wenn ich sie mir mal wieder leicht rosa färbe) kombinieren.

Kleid: Case Studies (ähnlich hier), Schuhe: Adidas (ähnlich hier), Tuch: Hui Hui (ähnlich hier)

MITTWOCH

Wie man sieht, habe ich echt viel Spass im Konk. Vor allem aber heute, weil meine tolle Freundin und Fotografin Anka Bardeleben mich fotografiert und mich bei den Bildern für das Closet Diary unterstützt.

Besonders gute Laune habe ich aber auch, weil ich mich in dem LOYOTO Pullover total gut fühle. LOYOTO stammt von dem DJ-Namen meiner Mitarbeiterin Eva Be und ihres Freundes Chle – They are crazy in love! Die Sweater sind zu 100 Prozent in Berlin gefertigt und es gibt noch mehr Farbkombinationen, die wir zusammen kreiert haben.

Der Lippenstift muss natürlich zum Outfit passen oder sich total beissen. In diesem Fall ist es ein Brombeer-Traum – meine Lieblings-Brands sind MAC, YSL oder Catrice.

Hosen und Jeans nachhaltig zu shoppen finde ich wirklich wahnsinnig schwierig, weil ich einfach kaum welche finde, die mir gefallen. Das war allerdings einer meiner sehr seltenen Hosen-Käufe überhaupt, da ich beim Kauf wirklich darauf achte, dass ich die Hose zu vielen meiner Outfits kombinieren kann und der Schnitt besonders ist. Diese hier habe ich bei Monki gefunden.

Die Socken waren ein Geschenk einer sehr lieben Freundin von mir. Ich finde farbige Socken sind immer ein super Detail für jedes Outfit! Besonders gerne trage ich sie im Frühling oder Herbst, da ja im Winter die guten Wollsocken in den Stiefeln eher dominieren als stylische Söckchen.

Die Schuhe habe ich zur Fashionweek im Janur 2017 bei Ricardo C. gekauft. Generell empfinde ich es aber als echt schwierig, in Berlin passende und besondere Schuhe zu finden. In Paris hingegen sieht man an jeder Ecke ein tolles Schuhgeschäft. Diese hier sind schön neutral, gefüttert und vor allem bequem – perfekt also für den Laden, aber auch für einen stressigen Tag auf Messen und Meetings.

Der Ring ist von Schmuckko. Hinter dem Label steckt ein Mann, der in Berlin lebt, aber in Indien ganz fair und nachhaltig inklusive Zertifikaten, produzieren lässt. Die Steine sind kleine Rubine und setzen schöne farbliche Akzente im Look.

Pullover: LOYOTO (ähnlich hier), Hose: Monki, Schuhe: Ricardo C. (ähnlich hier), Socken: Marimekko (ähnlich hier), Ring: Schmukko (ähnlich hier und hier)

DONNERSTAG

Mein Leben spielt sich durch meine Selbstständigkeit natürlich bisher viel im Konk ab und das zeige ich natürlich auch an mir.

Ich trage mein Jacquard-Strickkleid von Anntian. Das Label hat oft ganz innovative, ungewöhnliche und wahnsinnig schön komponierte Muster. Diese Kollektion war sehr von der Natur inspiriert – durch die Pilze ja ziemlich eindeutig. Ich mag das sehr! Das Kleid ist außerdem auch super praktisch, gerade jetzt im Winter und im Geschäft (wo oft die Tür auf und zu geht), da es unheimlich warm hält.

Weil ich Farbe so liebe, trage ich hier noch die Tassle Ohrringe von „Bitte & Danke“ Jewlery. Die sind ganz leicht und beschweren nicht das Ohrläppchen.

Die Schuhe habe ich mal schon etwas länger her im Ausverkauf ergattert. Durch denKeilabsatz und sind sie eine gute Mischung aus elegant und bequem.

Kleid: Anntian (ähnlich hier), Schuhe: ähnlich hier, Ohrringe: Bitte & Danke (ähnlich hier)

FREITAG

Freitagabend versuche ich auszugehen und wenn ich richtig gut drauf bin, trage ich am liebsten das heutige Outfit.

Schwarz ist immer eine gute Wahl und der Maiami Pullover sowieso, da er einen zusätzlich im Winter warm hält.

Der Rock von Mikenke ist nun wirklich einige Saisons alt und passt mir gerade noch so, nachdem ich mein zweites Kind bekommen habe. Er ist aus einem tollen Kunstleder und die Nähte unterstützen seinen femininen Charakter.

Die Schuhe von Annette Koelling sind aus feinstem italienischem Leder und in Italien produziert. Wir hatten gerade einen grossen Ausverkauf ihrer Schuhe im Konk und da konnte ich bei den Ponyfell-Pumps einfach nicht widerstehen.

Die Jacke ist wieder von Anntian – ich kombiniere einfach super gerne Altrosa mit Schwarz! Meine Tasche des Abends wird wieder mein liebstes Exemplar von James Castle, da alles rein passt, was ich benötige (zur Not auch noch ein Brot, was man vergessen hat, rechtzeitig zu kaufen) und ich finde sie einfach sehr elegant.

Die Kreolen sind von Elizabeth Leflar – sie macht so tollen filigranen Schmuck und alles von ihr ist hier in Berlin handgefertigt.

Jacke: Anntian (ähnlich hier), Pullover: Maiami (ähnlich hier), Rock: Mikenke (ähnlich hier), Schuhe: Annette Koelling (ähnlich hier), Tasche: James Castle (ähnlich hier), Ohrringe: Elizabeth Leflar (ähnlich hier)

 

SAMSTAG

Jeden zweiten Samstag habe ich frei und verbringe die Zeit mit meinen Kindern. Die anderen Tage bin ich natürlich im Konk.

In meinem Rucksack von James Castle, kann ich wieder alles verstauen: Laptop und die Not-Unterwäsche meiner Kleinen.

Der Schal ist wieder von Tiedeken, der Ring von Schmukko, diesmal alelrings in Kupfertürkis. Ich liebe es, wenn die Farbe der Kleidungsstücke am Finger noch mal aufblitzt.

Der Mantel ist von Isabell de Hillerin und aus Kaschmir – sie macht einfach die elegantesten und überraschendsten geschnittenen Mäntel die ich je gesehen habe. Immer wahnsinnig gut verarbeitet und aus tollen Materialen.

Eines der experimentierfreudigsten Berliner Labels ist TATA Christiane. Von dem Label trage ich auch heute meine Hose, welche zwei unterschiedlich farbige Hosenbeine hat. Dass kein Puppengesicht geprintet ist, oder eine Spitze in Neonpink das Bündchen bildet, ist eigentlich sehr ungewöhnlich für das Label, das auch super erfolgreich in Japan ist.

Mantel: Isabell de Hillerin (ähnlich hier), Hose: TATA Christiane (ähnlich hier),Schuhe: Ricardo C. (ähnlich hier), Rucksack: James Castle (ähnlich hier) Schal: Tiedeken (ähnlich hier), Ring: Schmukko (ähnlich hier)

SONNTAG

Sonntag ist für die Familie und Freunde reserviert und zum Ausruhen oder Spazierengehen. Auch der Kinderwagen ist eigentlich immer dabei, aber für das Foto fanden wir es schöner ohne.

Der Pullover ist einer aus der letzten Wintersaison von Anntian inklusive angestricktem Schal – super praktisch für kalte Wintertage! Die Jacke ist eine dicke Wolljacke von Penelope’s Speere, welches das avantgardistischste Label im Konk ist. Die Schultern sind von hinten betont und die drei Knöpfe erinnern eigentlich sehr an den Style von Klaus Nomi oder David Bowie der 70er und 80er Jahre.

Die Hose ist wieder von meiner lieben Freundin Betti. Ich hatte Glück und konnte sie mir wieder vor dem Flohmarkt-Verkauf sichern .

Mantel: Penelope’S Speeres (ähnlich hier), Pullover: Anntian (ähnlich hier), Hose: Vintage (ähnlich hier),Schuhe: Ecco (ähnlich hier)

Alle Fotos: Anka Bardeleben

Kommentare

  1. Nina m. sagte am

    Ganz großartig. In meinen Augen das mit großem Abstand beste Closet Diary bisher. Eddas Stil gefällt mir sehr gut: farbenfroh, feminin, verspielt und gleichzeitig alltagstauglich.
    Vielen Dank, liebe Edda, für die Fülle an tollen und fair produzierten Marken und Kleidungsstücken, die du hier zeigst! Ich bin völlig hin und weg.
    Und danke an das Journelles-Team dafür, bei den Closet Diaries der letzten Zeit die doch ein wenig abgetretenen Chloé-, Gucci- und Marant-Pfade zu verlassen.

  2. Kirsten sagte am

    Ach Edda, wie schön, Dich hier strahlen zu sehen. Und oha, dann muss ich beim nächsten Berlin-Besuch aber schnell noch bei Konk vorbeischauen, bevor Du dort nicht mehr bist. Die Daumen sind auf jeden Fall gedrückt, dass Du eine gute Nachfolge findest und Deine eigenen Zukunftspläne sich nach Deinen Wünschen gestalten. Alles Gute!

    Und wer Edda und Konk noch nicht kennt: Hingehen! Tolle Frau, toller Laden!

  3. Karoline sagte am

    Super tolles Closet Diary. Schade allerdings, dass die Kleidungsstücke, die als „ähnlich hier“ empfohlen werden, nicht auch von den lokalen genannten Firmen sind. Vielleicht hätte Edda da mal drauf schauen und alternative Kaufempfehlungen geben können?

    • Sandra sagte am

      Das habe ich auch schade gefunden…vor allem bei den schönen Schals von Tiedeken wird einem als Alternative die Massenware von Asos empfohlen ☹️
      Ansonsten ein tolles CD!

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