JOURgarderobe: Closet Diary mit Anaïs Eleni, Bloggerin

Ihr Lieben, wir sind zurück und freuen uns, euch endlich wieder nach unserer Sommerpause begrüßen zu können. Unsere Rückkehr bedeutet aber glücklicherweise nicht das Ende der Saison, denn der Sommer arbeitet noch richtig auf Hochtouren. Demnach beginnen wir heute auch gleich mit einem Closet Diary, das dem Klima in Berlin absolut gerecht wird. Unsere heutige Kandidatin? Ist auf jeden Fall der beste Beweis, dass der Minimalismus so wunderbar in die aktuelle Jahreszeit passt und sogar Power dressing bei den hohen Temperaturen umsetzbar ist – und wie!

Die Rede ist von Anaïs Eleni, die mich nicht nur mit ihren wunderschönen, ja schon künstlerischen Bildern auf Instagram und ihrem lässig-eleganten Stil überzeugt hat, sondern auch mit ihrer offenen und lebensfrohen Art.

Wenn die 24-Jährige mit griechischen Wurzeln nicht gerade fleißig vor ihrer Bachelor-Arbeit sitzt, schreibt sie für ihr Blog, arbeitet als Social-Media-Editor für PR-Agenturen und den Fashion Council und ist für jede Menge Content Creation auf Foto-Shootings unterwegs. Angefangen hat alles bei einem Praktikum bei der Vogue Germany, das die Lust nach noch mehr Mode ins Unermessliche gesteigert hat. Die Reise ist aber noch nicht beendet: Anfang 2019 geht es für die Bloggerin mit einem weiteren Praktikumsplatz in der Tasche erstmal nach New York zur amerikanischen Elle.

Bevor es aber soweit ist, freue ich mich sehr euch die wunderbare Woche von Anaïs vorstellen zu dürfen:

Anaïs Eleni auf Instagram: @anaiseleni

MONTAG

Ich werde mich mit dieser Aussage vermutlich nicht allzu beliebt machen, aber: Ich mag Montage. Und ich stehe auch sehr gerne früh auf. Besonders im Sommer scheint mein Energie-Level meinen griechischen Wurzeln gerecht zu werden und ich genieße es zeitig aufzustehen, um frisch in die neue Woche zu starten.

Jeder Montag beginnt mit meinem kleinen DIN-A6-Notizbuch und einem dreifachen Espresso. Während wohl jeder in meinem Freundes- und Bekanntenkreis im richtigen Jahrhundert angekommen ist und Termine schnell ins iPhone tippt, kann ich mich mit der digitalen Terminplanung noch nicht so recht anfreunden – viel lieber schreibe ich mir alle Termine und jede To-do-Liste in mein kleines Heftchen und hake diese im Anschluss fleißig Punkt für Punkt ab. So vergeht der Montagvormittag wie im Flug, schließlich muss die ganze Woche gut geplant und organisiert werden.

Gegen Mittag geht es dann für mich und mein Fahrrad in Richtung Berlin-Mitte, denn dort habe ich einen Termin im CLOSED-Store, um mir die neuen Pedal-Pusher-Modelle anzusehen und – im besten Falle – gleich fündig zu werden. Tatsächlich werde ich das im Handumdrehen auch und bin so stolzer Teil der #PedalPusherFamily.

Wieder zuhause angekommen wird die Hose mit der Schere schnell an meine 1,67cm angepasst, zu meiner absoluten Lieblingsbluse von Arket kombiniert und passend zum Thema Double-Denim mit meiner perfekt dazu passenden Jeansjacke von Edited abgerundet. So schnappe ich mir schnell noch meinen Laptop und setze mich in mein Lieblingscafé um die Ecke, wo ich noch einige Mails abarbeite bis sich um 19:30 Uhr ein paar Freundinnen zu mir setzen und wir den Tag gemeinsam ausklingen lassen.

Jacke: Edited, Bluse: Arket, Hose: Closed, Ohrringe: Anissa Kermiche, Tasche: Simon Miller, Schuhe: & Other Stories

DIENSTAG

Absolut unspektakulär beginnt mein Dienstagmorgen um 8:00 Uhr mit einer Pendlerreise in Richtung philologische Bibliothek, Berlin-Dahlem. Jeder, der ebenfalls an der Freien Universität Berlin studiert hat, wird wissen wovon ich spreche. Denn tatsächlich fühlt sich jede Fahrt in Richtung Dahlem wie eine halbe (oder vielmehr ganze) Weltreise an – zumindest, wenn man in Bezirken wie Prenzlauer Berg, Friedrichshain oder Mitte lebt.

So verbringe ich den gesamten Tag mit Recherche für meine Bachelor-Arbeit, treffe alte Studienkollegen wieder und frage mich, weshalb um alles auf der Welt ich Weiß trage: Nicht nur ich, sondern auch meine Bluse haben eine große Portion Koffein abbekommen hat.

Bluse: Arket, Hose: Mango Committed (ähnlich hier), Schuhe: & Other Stories (ähnlich hier), Tasche: Loewe Puzzle Bag, Sonnenbrille: Ace & Tate (ähnlich hier), Ohrringe: Maria Black

MITTWOCH

Mittwoch ist Produktionstag. Das heißt, dass am Vorabend noch Location-Scouting und Konzipierung stattfanden und heute fotografiert wird – und zwar en masse. Für gewöhnlich geht es immer gegen 9:30 Uhr von zuhause aus los, allerdings sind für heute über 30 Grad angesagt, weshalb wir bereits um 6:00 Uhr aufstehen, um spätestens gegen 8:00 Uhr mit dem Fotografieren zu beginnen – denn je später, desto wärmer und desto anstrengender das ganze Prozedere.

Dementsprechend entscheide ich mich für ein leichtes Outfit aus Leinen und meinen neuen Strohhut à la Jacquemus, der gestern erst angekommen ist und Gott sei Dank ganz hervorragend passt.

Gegen 12:00 Uhr trudle ich mit reichlich Gepäck und Equipment wieder zuhause ein. Schnell werden noch ein paar Mails gecheckt und schon sitze ich wieder am Laptop. Denn soeben ist spontan noch ein Auftrag für einen Artikel reingekommen, der im besten Falle heute noch fertig werden soll. So setze ich mich an Recherche, Konzipierung und Aufbereitung und schaue erst wieder auf die Uhr, als meine Mitbewohnerin um 20:00 Uhr heimkommt und fragt, ob ich nicht Lust auf ein Gläschen Wein hätte. Gesagt, getan!

Blazer: H&M Trend (ähnlich hier), Top: & Other Stories, Hose: Mango (ähnlich hier),Schuhe: & Other Stories (ähnlich hier), Tasche: Elizabeth & James, Hut: H&M Trend (ähnlich hier), Ohrringe: Anissa Kermiche

DONNERSTAG

Obwohl es draußen recht warm ist, greife ich sicherheitshalber zu Blazer und langer Hose – ich gehöre nämlich zur Fraktion #alwaysfreezing, ganz gleich welche Jahreszeit wir haben. So kombiniere ich den Leinen-Zweiteiler des spanischen Newcomer-Labels Confecciō zu einem cremefarbenen Top und meinem klassischen Goldschmuck, packe meinen Laptop und mein Fahrrad und radle zu einem meiner liebsten Arbeits-Cafés (a.k.a. Cafés, wo es durchaus legitim ist über 6 Stunden am Stück zu sitzen, obwohl man nur einen Espresso und ein Croissant bestellt hat).

Der gesamte Content, der gestern fleißig produziert wurde, wird nun sortiert, bearbeitet und für kommende Postings eingeplant. So zieht der Tag an mir vorbei, während ich routiniert das gesamte Bearbeitungs-Prozedere durchgehe und mich freue, dass einige schöne neue Motive entstanden sind.

Gegen späten Nachmittag zieht es mich letztendlich nach Kreuzberg, wo ich zu einem Workshop von Adobe und Instagram geladen wurde. Es finden einige interessante Vorträge statt und wir lassen den Abend in schöner Gesellschaft und mit einem Gläschen Wein ausklingen.

Blazer: Confecciō (ähnlich hier),Top: & Other Stories, Hose: Confecciō (ähnlich hier), Schuhe: Arket (ähnlich hier),Tasche: Loewe Puzzle Bag, Ohrringe: Jukserei (ähnlich hier), Kette: Céline 

FREITAG

Eigentlich sollte dieser Freitag Bachelor-Arbeit-Tag werden. Jetzt ist er aber eine Art Aufarbeitungs-Tag geworden, denn: Alles, was in den vergangenen vier Tagen liegengeblieben ist und noch nicht geschafft wurde, muss heute dringend erledigt werden. E-Mails, Konzepte, Bildbearbeitung und diverse Erledigungen außerhalb der eigenen vier Wände stehen auf dem Plan. Was meine Bachelor-Arbeit davon hält? Nicht so viel. Mein To-do-Listen-Abhaken-Drang dafür schon mehr. So greife ich schnell zu T-Shirt, Jeans, einer großen Portion Kaffee und mache mich an die Arbeit.

Blazer: & Other Stories (ähnlich hier), T-Shirt: Arket, Jeans: MiH Jeans (ähnlich hier), Schuhe: Mango (in gelb), Tasche: The Row, Sonnenbrille: Céline

SAMSTAG

Sicherlich habt ihr bereits von dem Phänomen Work-Life-Balance gehört. Und tatsächlich versuche auch ich mein Glück damit – insbesondere seitdem der Sommer in Berlin eingetroffen ist und die Temperaturen schöner nicht sein könnten. So stehe ich zeitig auf, tippe schnell noch einen Blogpost fertig und setze meinen Feierabend-Wecker auf 13:00 Uhr, wo ich mich guten Gewissens pünktlich ins Wochenende verabschiede.

Der Plan? Wocheneinkauf erledigen! Schließlich ist morgen Sonntag und mein Kühlschrank seit bereits zwei Wochen leer. Den Nachmittag verbringen wir am See und abends geht es in mein liebstes Freiluftkino im Innenhof des Kunstquartiers Bethanien. 

Ich greife zu einer luftig-leichten Kombination aus Shorts und Oversize-Hemd, stecke meine Haare mit einem Haarband zurück und verleihe dem Look mit meinem blauen Netzbeutel eine extra Portion Sommer-Feeling!

 

 

Bluse: & Other Stories, Hose: Weekday (ähnlich hier), Schuhe: Arket (ähnlich hier), Tasche: Céline, Haarband: Totême (ähnlich hier), Ohrringe: Jukserei (ähnlich hier), Ringe: COS (ähnlich hier)

SONNTAG

Obwohl ich aus meiner Ungeschicklichkeit hinsichtlich all-white gelernt haben sollte, greife ich auch heute wieder fröhlich nach weißer Bluse und weißer Hose – schließlich verdient meine gestrig neugewonnene Bräune alle Aufmerksamkeit. Heißt es nicht außerdem „embrace your insecurities“, oder so ähnlich? Ein weiterer Grund den Komplett-Look zu wählen.

So mache ich mich auf den Weg zu meiner Verabredung, denn heute steht nicht nur mein berühmt-berüchtigter Sonntagsbrunch auf dem Plan, sondern auch etwas Catching-up (sagt man als Millenial doch so, nicht wahr?) und die nächste Urlaubsplanung. Wo es hingehen soll? Dazu sage ich nur: Pizza, Pasta und Amore!

Blazer: La Collection (ähnlich hier), Top: Weekday, Hose: Weekday, Ohrringe: Maria Black, Kette: Céline 

Kommentare

  1. Sehr tolle Looks, wirklich. Aber irgendwie mag ich dieses typische Instagram-Gepose nicht mehr sehen. Ich merke, dass ich da nur noch mit einem Blick drüberfliege, weil es von der Präsentation her mittlerweile so ein langweiliger Einheitsbrei ist.

  2. Stimmt, die Fotos erinnern mehr an eine professionelle Modestrecke.
    An der Rubrik hat mir aber persönlich immer gefallen, dass man hier Einblick in die Outfits und Tagesabläufe von ‚Normalos‘ erhält.
    Gäbe es nicht vielleicht die Möglichkeit, dass sich zukünftig mal Leser/in bewerben bzw. ein Closet Diary einreichen?

  3. Toller Stil und schön zu sehen, wie elegant und modisch man sich auch mit kleinerem Budget kleiden kann – complimenti!

    „Das typische Instagram-Gepose“ – ihr habt recht, es nervt wirklich zunehmend. Stelle immer wieder fest, wie ich bei diesen gezwungen lässigen Posen lachen muss und mir vorstelle, wie albern das Fotoshooting dazu wohl ausgesehen hat. „Guck einfach ganz sinnlich-verträumt diese Orange in deiner Hand an“, „halt mal die Tasche von dir weg in die Kamera und blick verträumt in die andere Richtung“ – hihihi.
    So toll ich z.B. den Stil von Nisi,ViennaWedekind, Linda Tol etc. finde – diese Topmodel-Vogue-Posen kann ich irgendwie immer weniger ertragen.

  4. Ganz toller Stil, schlicht und wertig. Nur leider fehlt den Looks und auch den Bildern jede jugendliche Leichtigkeit und Spontanität, die man einer 24-Jährigen wünschen möchte.

  5. Das sind zwar überaus schicke Outfits in den klassischen Farben Schwarz, Weiß und Beige – aber mir persönlich fehlt ein bisschen Farbe, wenigstens bei den Accessoires. Zu ihrer Haarfarbe würden doch auch kräftige Farben wie Rot oder Blau klasse aussehen.
    Und ja, ich sehe das auch so, dass die Bilder ein wenig „gestellt“ wirken, ein bisschen wie aus einer Modestrecke. Finde ich aber nicht weiter schlimm.
    Liebe Grüße
    Susanne

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Geben Sie einen Text ein

Geben Sie Ihren Namen ein