JOURgarderobe: Closet Diary mit Alicia Kassebohm, Freelance Art Director und Fotografin

Hello Monday! Gibt es einen besseren Wochenstart als ein neues Closet Diary? Diese Woche mit der hübschen Alicia Kassebohm

Es war nur eine Frage der Zeit, dass Alicia Kassebohm bei unserem Closet Diary mitmacht. Denn eigentlich ist sie schon lange ein Teil davon, da sie bei diversen Ausgaben als Fotografin hinter der Kamera gestanden hat.

Keine ungewohnte Tätigkeit für die Berlinerin, die seit ihrem 15. Lebensjahr leidenschaftlich gerne fotografiert und ihr Hobby mittlerweile zum Beruf gemacht hat. Nach Stationen in der Werbung bei Scholz & Friends und im Social Media Bereich bei Refinery29 hat sie sich vor Kurzem selbstständig gemacht und arbeitet jetzt als Illustratorin, Grafikdesignerin, Art Direktorin, Redakteurin und Fotografin.

Über ihren Modestil kann ich einfach nur sagen: Style-Crush. Alicia hat die Fähigkeit, sich ganz besondere Teile herauszusuchen und sie wunderbar und einzigartig zu kombinieren. Allein deswegen liebe ich ihren Instagram-Account, auf dem sie neben ihren Outfits auch visuelle Inspirationen und die schönsten Illustrationen (hätte ich am liebsten als Tattoo) teilt.

Nachdem ihr also hier ihre 7 Looks bestaunt habt, schaut dort doch mal vorbei:

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MONTAG

Montagmorgen mag für einige der triste Weg ins Office bedeuten. Für mich heißt es zu einer Kanne grünem Tee zu Hause erst einmal in Ruhe die Woche zu planen. Meist inspiriert mich schon der Blick aus meinem Fenster auf das ehemalige C/O, das alte Postfuhramt, im Sonnenlicht. Ansonsten tut es der morgendliche Blick auf Instagram aber auch ganz gut.

Nachdem ich mich ein wenig organisiert habe, geht es nach draußen.

Für iheartberlin.de fotografiere ich ein paar Street Style Portraits. Zu dem Blumenkleid von Zara (unter einem dicken Mantel natürlich) trage ich deshalb bequeme Chucks.

Für ein anschließendes Treffen mit einem neuen Kunden kommen dann noch goldene Clip-Ohrringe dazu. Mode ist schließlich auch dazu da, dass man sich toll fühlt. Und diese Ohrringe lassen unabhängig vom Restoutfit ein wenig Sex-and-the-City-Stimmung aufkommen, die Montage manchmal dann doch brauchen können.

Kleid: Zara (ähnlich hier), Ohrringe: Balenciaga, Schuhe: Converse

DIENSTAG

Als Freelancer sieht jede Woche natürlich etwas anders aus. Aktuell bin ich zwei mal die Woche in der Agentur Nowadays. Das hat mich vor allem gefreut, weil nicht nur das Team super nett und lustig ist, sondern ich durch die Arbeit in der Agentur auch die Fashion Week aus einem ganz neuen Blickwinkel miterleben durfte.

Die Ansicht in der Agentur mit den vielen Zeitschriften an der einen Wand der Altbauwohnung, coolen Modefotografien an der anderen und etlichen besonders gestalteten Einladungs- und Postkarten überall, ist aber auch sehr inspirierend.

Meine Look-Gestaltung besteht heute eigentlich nur aus Lieblingsteilen. Ein Harley Davidson Vintage Shirt, das ich in einem Second Hand Laden in L.A. gefunden habe, mein Jeansrock von Re/done und meine schwarze „Business“-Tasche.

T-Shirt: Vintage (ähnlich hier), Rock: Re/Done, Schuhe: Balenciaga, Tasche: Givenchy 

MITTWOCH

Es geht nochmal zu Nowadays. Heute im gemütlichen Hoodiekleid von & Other Stories und Glitzer-Boots, zu denen meine Kollegin schon meinte, sie dürften nicht einfach so unter den Tisch gestellt werden. Ich bin ein großer Saint Laurent Fan, was vor allem der Zeit mit Hedi Slimane als Creative und Image Director dort geschuldet ist. Seit meiner Schulzeit verfolge ich nämlich schon sein schwarz-weiß-Fototagebuch, in dem er nicht nur Berühmtheiten, sondern vor allem auch kleine Bands und noch unbekannte Künstler portraitiert.

Während ich bei der Tasche als treuer Fan einfach sündigen musste, bin ich doch sehr glücklich mit meinen deutlich günstigeren, aber ähnlichen „Saint Laurent“ Schuhen von & Other Stories.

Abends geht es ins Kino zu „Jackie“.

Kleid: & Other Stories, Schuhe: & Other Stories (ähnlich hier), Tasche: Saint Laurent

DONNERSTAG

Donnerstag ist aktuell immer mein Tag in der Blogfabrik. Ich habe gerade erst die Website für den Co-Working Space neu gestaltet und wir gehen nochmal über ein paar Sachen. Außerdem bin ich diesen Monat noch die iheartberlin.de Urlaubsvertretung für Chefredakteur Frank und bespreche und organisiere mit den anderen Blogautoren die nächste Woche. Die bunt gestaltete Kulisse hier muss natürlich auch für die Closet Diary Bilder ausgenutzt werden. Deshalb schummle ich mich mit einer Kollegin am Indie Magazine Shooting vorbei, so „dass halt nicht gleich alle gucken“, und sie macht ein paar Bilder für euch. Props an Antje!

Kleid: Isabel Marant, Choker Kette: Lanvin (ähnlich hier), Schuhe: Zara (ähnlich hier)

FREITAG

Der Morgen beginnt selbst mit Arbeit entspannt zu den Klängen des schweizer Online-Radiosenders, den ich gerne im Home-Office höre (und bei dem ich immer schmunzeln muss, wenn sie zwischendurch kurz Schwitzerdütsch sprechen). Es steht ein bisschen Arbeit für iheartberlin an, ich beantworte Mails zu den Klängen von Nicolas Jaar und mache dies und das, wozu ich an den anderen Tagen nicht gekommen bin, während Joey Bada$$ singt wie devasted er ist.

Abends treffe ich zwei Freundinnen in der Odessa Bar und trage meinen schwarzen Jumpsuit, den ich vor allem deshalb so liebe, weil er nicht nur so bequem wie ein Schlafanzug ist, sondern weil man mit ihm auch eigentlich nie falsch liegen kann. Tagsüber mit Schlappen ist der Look lässig, bei einem Meeting sieht man gut angezogen aus, und abends mit den entsprechenden Accessoires und Schuhen durchaus chic.

Jumpsuit: Zara (ähnlich hier). Jacke: Topshop, Tasche: Saint Laurent , Ring: Jorge Morales (ähnlich hier), Schuhe: Balenciaga

SAMSTAG

Ich beginne den Tag mit dem Zeichnen von ein paar neuen Illustrationen, die ich nicht nur auf Instagram gerne poste, sondern nun auch schon ein paar mal verkauft habe. Sowohl in Fotografien, als auch in den Zeichnungen, mag ich Bewegungen, die irgendwie verträumt, aber dennoch ungekünstelt aussehen.

Anschließend gehe ich zum Sport, um dann auch vollständig aufzuwachen.

Danach wird der sonnige Samstag mit einem Freund zusammen genossen. Es geht zuerst zum (neuen) C/O, und anschließend, etwas weiter die Straße runter, in die Galerie Camera Work.

Bluse: Sandro , Rock: Vintage (ähnlich hier), Schuhe: Balenciaga, Tasche: Chloé, Armband: Sessun (ähnlich hier)

SONNTAG

Heute sehe ich meine Familie und damit auch unsere Hündin Maya, die mir in meiner Wohnung deutlich fehlt. Dafür trage ich ein Pulloverkleid von Maje, was ich vor allem liebe, weil es nicht nur super bequem ist, sondern dank dem Rückenausschnitt auch sehr raffiniert wirken kann. Die Ketten habe ich vor einer ganzen Weile mal geschenkt bekommen. Der Ring mit dem blauen Stein gehörte früher mal meiner Oma, die ihn mir netterweise aber vermachte, als ich ihn in ihrem Schmuckkästchen entdeckt habe.

Kleid: Maje (ähnlich hier), Ring 1: von Oma, Ring 2: & Other Stories

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

Kommentare (23) anzeigen

23 Antworten auf „JOURgarderobe: Closet Diary mit Alicia Kassebohm, Freelance Art Director und Fotografin“

Wow, was für eine tolle Frau! Nicht nur outfit-technisch so vielseitig. Das Kleid von Majé ist auch mein Favorit, super klasse. Ein schöner Rücken kann eben auch entzücken.

Super schöne fotos, liebs einfach zu sehen wie sie high und low gekonnt kombiniert! die Frau hat einfach Klasse.

merkwürdige Frage, aber essenziell wichtig: woher ist deine Strumpfhose vom Sonntagsbild? Finde ich genau richtig von der Stärke: nicht zu durchsichtig nicht zu dick. Und bei dem Dienstagsoutfit: trägst du eine „normale“ Strumpfhose unter der Netzstrumpfhose? @Journelles-Team: wie wäre mal ein Strumpfhosen-Special 😉 Danke für eine Info – insgesamt super hübsch

Hey Kari, das müssten beides Strumpfhosen von dm gewesen sein ?? Am Dienstag, wenn ich mich nicht irre, 60 den (ohne Netzstrumpfhose), sonst 40 den, und am Freitag 20 den.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.