Bye-bye 2016, hello 2017: Jahresrückblick und Vorschau mit Leyla Piedayesh

Was Leyla Piedayesh auf den Runway schickt, würden nicht nur Berlinerinnen den Models nach Kollektionspräsentationen am liebsten direkt vom Leib reißen, auch europaweit werden die Entwürfe der Designerin mit iranischen Wurzeln immer stärker nachgefragt.

Klar, dass wir nach Modejournalistin Marlene Soerensen auch von Trendspionin und Lala Berlin Chefin Leyla unbedingt wissen wollten, was sie für das nächste Jahr anvisiert hat – und was ihr aus dem vergangenen auch weiterhin nicht so schnell aus Kopf und Herz gehen wird.

Liebe Leyla, was geht dir durch den Kopf, wenn du das Jahr Revue passieren lässt?

Es war für mich ein aufregendes Jahr. Ich bin umgezogen – privat und mit unserem Büro. Wir haben viele neue Leute eingestellt und expandieren. Wir bleiben mit Lala Berlin weiterhin unserem Credo treu: Love, Peace & Lala-Land.

Leyla mit ihrer Tochter Lou

Was ist deine persönliche Beauty-Neuentdeckung des Jahres?

Ich habe dieses tolle Haarbalm von Kiehl’s entdeckt, das meine Haare genial bändigt. Ansonsten bin ich begeistert von der Detox Maske von Magicstripes. Der Geheimtipp nach einer langen Partynacht.

Gibt es ein (neues) Fashion Label, in das du dich im vergangenen Jahr Hals über Kopf verliebt hast?

In Paris habe ich das Sneakerlabel MOA entdeckt. Die haben so süße Sneaker mit Mickey Mouse Print. Am liebsten im Partnerlook mit meiner Tochter.

Was war der schönste/aufregendste Moment?

Unsere Show in Kopenhagen im Sommer und der Moment nach der Show, wenn der Adrenalinspiegel sich langsam wieder normalisiert und mir meine Tochter Lou in den Arm fällt.

Was war für dich die inspirierendste Begegnung/Erfahrung?

Dieses Jahr war so ereignisreich für mich. Ich bin gedanklich immer wieder an meine Grenzen gestoßen. Dies wiederum ist aber auch sehr inspirierend für die Zukunft.

Was war dein absolutes Lieblings-Piece?

Der weiße Rolli. Das ultimative Styling Piece. Es wertet einfach jedes Outfit auf.

Gibt es ein besonderes Interior Piece, das neu in deine Wohnung einziehen durfte?

Oh ja. Meine neue Samtcouch von dem italienischen Label Arflex.

Wie sieht dein persönlicher Soundtrack des Jahres aus, welche Songs haben dich durch 2016 begleitet?

Mein Alltime Lieblingssong, der mich schon immer begleitet.

Seine Performance bei unserer Film-Präsentation im Januar hat mir Gänsehaut bereitet.

Sein Tod bewegt mich immer noch. Was ein Verlust.

Wohin ging deine schönste Reise?

Ich denke immer noch an meine große Reise in den Iran letztes Jahr. Dort habe ich gemerkt, wie sehr meine Kollektionen, besonders die grafischen Elemente und die Farben, von meiner Herkunft geprägt sind. Der Reiturlaub in Irland mit meiner Tochter war auch sehr schön und hat uns gut gefallen. Anfang Dezember war ich für ein paar Tage in Miami. Das ist super, um den grauen Berliner Winter zu verkürzen.

In welches Stück möchtest du 2017 investieren?

Einen schönen Perserteppich und Flowerprint Gardinen. Es werden bestimmt auch wieder diverse Schuhe angeschafft. Ich bin süchtig nach Schuhen.

... und was wird für 2017 auf jeden Fall aus dem Kleiderschrank aussortiert?

Ich werde wohl endlich mal einige weiße Blusen aussortieren. Von denen habe ich nämlich definitiv zu viele. Aber ich kann genau so sicher sagen, was auf keinen Fall aussortiert wird: der weiße Rolli.

Wie sehen deine beruflichen Ziele für die nächste Zukunft aus?

Lala Berlin hat sich in den letzten Jahren vom Mikrokosmos zum Makrokosmos entwickelt. Wir expandieren gerade sehr stark im europäischen Raum. Lange Zeit spielten die Accessoires für Lala eine zentrale Rolle, schließlich liegen bei den Accessoires die Anfänge des Labels begründet. Heute legen wir den Fokus deutlich mehr auf die RTW. Aber auch Home und Living gewinnt an Bedeutung. Der Kunde kauft bei einer Marke nämlich nicht nur bestimmte Fashion-Pieces, sondern will den gesamten Lifestyle spüren. Die Marke kommt super gut an und wir freuen uns auf die Zukunft!

Und was hast du dir persönlich vorgenommen? Was soll unbedingt so bleiben wie in 2016 – und was muss definitiv anders werden?

Oh, das weiß ich gar nicht. Ich bin eigentlich sehr glücklich, so, wie es ist. Wobei ich mir manchmal eine Großfamilie mit vier Kindern, einem Landhaus und mehreren Hunden wünsche. Ich würde dann tagtäglich mit meiner Familie die Natur genießen.

Vielen Dank, liebe Leyla, für das Interview.

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