Bye-bye 2016, hello 2017: Jahresrückblick und Vorschau mit Ina Beissner

Die Schmuck-Designerin wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal Mutter – was privat und beruflich für spannende Veränderungen gesorgt hat

Ina Beissner ist im vergangenen Jahr, wie auch Jessie, zum ersten Mal Mama eines kleinen Jungen geworden, was ihr Leben verständlicherweise ziemlich auf den Kopf gestellt und für so manch eine Veränderung gesorgt hat. Was unter anderem zum Beispiel auch dazu geführt hat, dass die Schmuck-Designerin für ihr anderes Baby, ihr Label, ganz neue Pläne und Ziele festgelegt hat.

Wie die konkret aussehen und welche anderen schönen Erinnerungen und Vorhaben ihr außerdem gerade durch den Kopf gehen, hat auch sie uns nach Lala-Berlin-Chefin Leyla Piedayesh, Westwing-Gründerin Delia Fischer  und Modejournalistin Marlene Soerensen in einem ganz persönlichen Jahresrückblick, beziehungsweise -Ausblick für 2017 verraten.

Liebe Ina, was geht dir durch den Kopf, wenn du das Jahr 2016 Revue passieren lässt?

Ich bin Anfang des letzten Jahres zum ersten Mal Mutter geworden – die schönste Erfahrung, die ich bis jetzt erleben durfte. Aus diesem Grund habe ich mich unter anderem für die Umstrukturierung meines Labels von Fashion auf Fine Jewelry entschieden. Dies ist mein anderes Baby und bedeutet kleinere Stückzahlen, saisonfreie Kollektionen, exklusive Designs aus Gold und Edelsteinen. Ich freue mich auf die Realisierung dieser Linie und auf die neuen Herausforderungen, die diese mit sich bringt.

Was war der schönste/aufregendste Moment?

Die Geburt meines Sohnes und vor kurzem seine ersten Schritte.

Was war dein absolutes Lieblings-Piece?

Meine Marques Almeida Oversized Denim Jacke. Die ich auch in diesem Sommer zu meinen Lieblingsjeans und meinen neuen blauen Gianvito Rossi Samt Flats kombinieren werde. Blue ist nun mal the new black!

Was war deine persönliche Beauty-Neuentdeckung des letzten Jahres?

Ich habe kürzlich die tollen Produkte von Dr. Barbara Sturm entdeckt, besonders begeistert mich das Hyaluronic Serum.

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Gibt es ein (neues) Fashion Label, in das du dich im vergangenen Jahr Hals über Kopf verliebt hast?

Ich liebe Josep Fonts ultra moderne Vision für das Haus Delpozo: kunstvoll und immer wieder überraschend. Ich kenne das Label aus meiner Zeit in Madrid und finde es sehr spannend, wie Font die Marke seit nun einigen Jahren erfrischend aufmischt.

Wie sieht dein persönlicher Soundtrack des Jahres aus, welche Songs haben dich durch 2016 begleitet?

Wohin ging deine schönste Reise?

Das Wiedersehen mit meinen engsten Freunden aus den unterschiedlichsten Ländern anlässlich der Taufe unseres Sohnes in Italien an der Ligurischen Küste war wunderschön. Und ich freue mich auf die Reise in diesem Jahr mit meiner Mutter in ihre Heimat, die Dominikanische Republik, wo ich seit zehn Jahren nicht mehr gewesen bin.

In welches Stück möchtest du 2017 investieren?

In eine der Parachilna Aballs Lampen von Jaime Hayon, wahrscheinlich wird es die goldene Tischlampen-Variante. Ausserdem geht mir der Anémone Teppich von Francois Dumas seit längerer Zeit nicht aus dem Kopf, dafür muss ich aber wohl noch ein wenig sparen…

... und was wird für 2017 auf jeden Fall aus dem Kleiderschrank aussortiert?

Die weißen Sneakers.

Wie sehen deine beruflichen Ziele für die nächste Zukunft aus?

Ich werde meine Echtschmuck Linie erweitern und erstmalig eine kleine Verlobungsring- Kollektion herausbringen. Ansonsten möchte ich nach einer einjährigen Pause gerne wieder zurück nach Paris in einen Showroom, um den internationalen Buyern meine neue Linie zu präsentieren.

Vielen Dank, liebe Ina, für das Interview.

Von Anna-Lena

„Boah, die Jacke ist ja schrecklich. Grünes Wildleder mit applizierten Pailletten?! Lena, guck mal, ich hab hier was für dich!“ Jep, so in etwa klingt ein ganz normaler Dialog mit meiner Schwester. Denn ich schockverliebe mich bereitwillig in außergewöhnliche und ausgefallene Statement-Teile. Glitzernde Boots? I’m in! Der Rest ist dann meist sehr clean und praktisch, damit ich jederzeit quer über die Straße flitzen und die einfahrende U-Bahn erreichen kann.

Vielleicht könnte man meinen Stil wie das beschreiben, was dabei herauskäme, wenn Chloë Sevigny, Lou Doillon und Harry Styles in eine WG ziehen (wie lustig wäre das bitte?) und fleißig Lieblingsteil-Sharing betreiben würden. Ich muss nämlich gestehen, dass ich nicht nur modisch, sondern in jeglicher Hinsicht extrem schnell gelangweilt bin. Deshalb versuche ich ständig, mich und meine Welt neu zu erfinden. Vermutlich bin ich auch deshalb schon so oft umgezogen. Mein absoluter Lieblingsort – abgesehen von Los Angeles, meinem „home away from home“ – ist definitiv der Fensterplatz im Flugzeug. Der Moment, wenn die riesige Maschine abhebt, man auf dem Weg ins nächste Abenteuer ist und überhaupt keine Ahnung hat, welche Überraschungen einen erwarten – I love it.

Auch beruflich bin ich ziemlich umtriebig, ich habe schon für viele deutsche Zeitschriften und Online-Magazine geschrieben, darunter zB. Elle.de, Grazia, Gala, Jolie, Women’s Health, Stylebook, Couch und viele andere. Am alleroberliebsten treffe ich spannende Menschen zum Interview oder wusele für Behind-the-Scenes-Reportagen im Backstage-Bereich von Award-Verleihungen oder Fashion Shows rum.

Wer mir dabei folgen möchte, findet mich natürlich auf Instagram.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.