Bye-bye 2016, hello 2017: Jahresrückblick und Vorschau mit Lena Lademann

Die Bloggerin über ihre neuen Lieblings-Labels, boykottierte Trends und persönliche Vorsätze

Wahnsinnig turbulent, so bringt Lena Lademann das vergangene Jahr selbst auf den Punkt. Das glauben wir sofort, denn die Mitbegründerin von Blogger Bazaar hat sich dazu entschieden, die Agentur für Blogger Relations zu verlassen, um zukünftig eigene Wege zu gehen und sich hauptberuflich ihrem Fashion Blog zu widmen.

Welche besonderen Momente, Lieblings-Fashion-Pieces und neuentdeckte Designer-Labels sie im vergangenen Jahr besonders glücklich gemacht haben und wie ihre Pläne für die Zukunft konkret aussehen, hat auch Lena uns nach Lala-Berlin-Chefin Leyla Piedayesh, Schmuck-Designerin Ina Beissner, Westwing-Gründerin Delia Fischer  und Modejournalistin Marlene Soerensen in einem ganz persönlichen Jahresrückblick, beziehungsweise -Ausblick für 2017 verraten.

Liebe Lena, wie würdest du dein persönliches Jahr 2016 zusammenfassen?

Turbulent mit viel Bewegung, Veränderungen und Erkenntnissen.

Was war der schönste/aufregendste Moment?

Der aufregendste Moment war sicherlich, beruflich einen anderen und neuen Schritt zu wagen, mit meiner eigenen Seite lenalademann.com online zu gehen und mich dieser komplett zu widmen.

Was war mit Abstand die beste Anschaffung des Jahres?

Eine kabellose Kef Muo Musikbox für mein Zuhause.

Was ist deine persönliche Beauty-Neuentdeckung des letzten Jahres?

Gibt es ein (neues) Fashion Label, in das du dich 2016 Hals über Kopf verliebt hast?

Es gibt sogar zwei, Sid Neigum und Jon Millner.

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Wohin ging deine schönste Reise?

Am schönsten waren meine Reisen nach L.A. und Marrakesch. Und nächstes Jahr möchte ich sehr gerne nach Kapstadt und Singapur.

... und wie sah dein persönlicher Soundtrack des Jahres aus, welche Songs haben dich durch 2016 begleitet?

Was war dein absolutes Lieblings-Piece?

Mein Loewe Herbstmantel.

Gab es einen Trend, den du nicht verstanden oder bewusst nicht mitgemacht hast?

Nur einen? Haha! Dazu gehören zum Beispiel die XXXL-Schultern à la Balenciaga oder Vetements. Ausgestellte Schultern an sich finde ich spitze, sie sind vorteilhaft für die Figur und bringen den gewissen edge. Aber wenn man sich irgendwann Gedanken darüber machen muss, wie man durch die Tür kommt, oder ob man nicht doch zu sehr einem schlechten Frankensteinverschnitt gleicht, dann muss man es nur des Trendwillens wegen vielleicht nicht mitmachen…

Gibt es ein besonderes Interior Piece, das neu in deine Wohnung einziehen durfte?

Jaaaaa, meine Couch aka Lümmelwiese aka Freundestreffpunkt aka Arbeitsplatz aka Nabel meines Daseins…

In welches Stück möchtest du 2017 investieren?

In eine schöne, schlichte, schwarze Tasche. Tbc…


Wie sehen deine beruflichen Ziele für die nächsten Monate aus?

Mein Ziel ist es, das zu machen, worauf ich Lust habe. Und mir vielleicht auch mal schöne neue Dinge auszudenken.

Und was hast du dir persönlich vorgenommen? Was soll unbedingt so bleiben wie in 2016 – und was muss definitiv anders werden?

Die Wertschätzung, das Bewusstsein und Zeitnehmen für die wichtigsten Menschen in meinem Leben – das bleibt definitiv so. Was anders werden muss? Gesellschaftlich meiner Meinung nach das allgemeine Verlangen nach immer mehr, immer schneller, immer weiter, anstatt sich mit dem zu beschäftigen und dankbar für das zu sein, was man hat. Die Schnelllebigkeit bringt leider oftmals auch menschlich eine fehlende Substanz, Tiefe und Qualität mit sich.

Vielen Dank, liebe Lena, für das Interview.

Von Anna-Lena

„Boah, die Jacke ist ja schrecklich. Grünes Wildleder mit applizierten Pailletten?! Lena, guck mal, ich hab hier was für dich!“ Jep, so in etwa klingt ein ganz normaler Dialog mit meiner Schwester. Denn ich schockverliebe mich bereitwillig in außergewöhnliche und ausgefallene Statement-Teile. Glitzernde Boots? I’m in! Der Rest ist dann meist sehr clean und praktisch, damit ich jederzeit quer über die Straße flitzen und die einfahrende U-Bahn erreichen kann.

Vielleicht könnte man meinen Stil wie das beschreiben, was dabei herauskäme, wenn Chloë Sevigny, Lou Doillon und Harry Styles in eine WG ziehen (wie lustig wäre das bitte?) und fleißig Lieblingsteil-Sharing betreiben würden. Ich muss nämlich gestehen, dass ich nicht nur modisch, sondern in jeglicher Hinsicht extrem schnell gelangweilt bin. Deshalb versuche ich ständig, mich und meine Welt neu zu erfinden. Vermutlich bin ich auch deshalb schon so oft umgezogen. Mein absoluter Lieblingsort – abgesehen von Los Angeles, meinem „home away from home“ – ist definitiv der Fensterplatz im Flugzeug. Der Moment, wenn die riesige Maschine abhebt, man auf dem Weg ins nächste Abenteuer ist und überhaupt keine Ahnung hat, welche Überraschungen einen erwarten – I love it.

Auch beruflich bin ich ziemlich umtriebig, ich habe schon für viele deutsche Zeitschriften und Online-Magazine geschrieben, darunter zB. Elle.de, Grazia, Gala, Jolie, Women’s Health, Stylebook, Couch und viele andere. Am alleroberliebsten treffe ich spannende Menschen zum Interview oder wusele für Behind-the-Scenes-Reportagen im Backstage-Bereich von Award-Verleihungen oder Fashion Shows rum.

Wer mir dabei folgen möchte, findet mich natürlich auf Instagram.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.