Jacquemus Fall 2019 – die spannendsten 5 Trends der Show

Als Simon Porte Jacquemus im Alter von sieben Jahren aus dem Vorhang seiner Mutter einen Rock machte, gefiel ihr das Stück so sehr, dass sie es direkt anzog und ihn darin zur Schule brachte. Damals dachte Jacquemus zum ersten Mal daran, dass das Entwerfen von Kleidung eine gute Aufgabe für ihn sein könnte. Und er hatte Recht, denn seit einigen Jahren ist er ein aufsteigender Stern am Pariser Modehimmel.

Geboren und aufgewachsen in Mallemort, einem kleinen Dorf zwischen Marseille und Avignon, kehrt Jacquemus immer wieder zu den Erinnerungen an diesen Ort zurück. Für die Präsentation seiner Herbstkollektion ließ er eine kleine Dorf-Kulisse errichten und nannte es „Place Jacquemus“. Die Models aka Einwohnerinnen des Örtchens flanierten in kräftigen und gedeckten Farben über den „Markt“. Statt seinen typisch aufreizenden Looks gab es diese Saison weniger Pastelltöne, dafür mehr Stoff. Auch die Schnitte sind nicht mehr so körperbetont wie in früheren Kollektionen. Stattdessen gibts coole, tragbare Looks, wie sie im Bilderbuche stehen – und uns komplett um den Finger wickeln!

1. Oversized Blazer und Mäntel

Ja ja, schon klar. Im Herbst ergibt es natürlich Sinn, sich auf Outerwear zu konzentrieren, schließlich wird es dann ja langsam kalt. Für den Herbst 2019 setzt Jacquemus auf eine Abwechslung von knalligen und gedeckten Farben und baut mehr und mehr das Oversize-Thema mit weich fallenden Blazern und Mänteln aus, die man wunderbar ins Büro anziehen kann. Und notiere: Breite Schultern bleiben.

2. Ton in Ton

Egal ob Fuchsia, verschiedenen Blautönen oder Gelb – der Ton-in-Ton-Look ist momentan weder auf dem Laufsteg noch bei den Streetstyles zu übersehen. Immerhin eine schöne Abwechslung zu den üblichen Herbstverdächtigen wie Grau und Schwarz, denn die Welt sieht durch die bunte Brille doch gleich viel netter aus.

3. Über der Hose

Getoppt werden seine tollen Schnitte und die Farbwahl noch durch originelle Stylingideen wie lässige Hosen zu Röcken, die an Samurai-Uniformen erinnern. Oder lange Blusen und Kleider über locker fallenden Stoffhosen. Smart gemacht, weil sie so schön miteinander harmonisieren und automatisch frischer wirken. Ob’s alltagstauglich wird?

4. Strick ist schick!

Strick im Herbst – wie revolutionär ;). Doch tatsächlich ist es vor allem der Strick, der uns beim Durchsehen der Kollektionen ins Auge gestochen ist. In Form von Rippstrickhosen mit leichtem Schlag und klassischen Pullovern ist der Trend ein alter Bekannter. Für den Herbst bekommt er bei Jacquemus zum Teil ein kleines Update. Stricktops zum Beispiel werden kopfüber als eine Art Schürze über langen Marlene-Hosen getragen oder es finden sich Spielereien wie Schlitze und Knöpfe.

5. Eyes on: Accessoires

Vor einigen Saisons konnte es nicht groß genug sein. Dann kam der Siegeszug der XXS-Taschen. Und jetzt spielt Jacquemus gekonnt mit beiden Extremen und beweist dabei Humor. Seine fast schon lächerlich kleine Mikro-Handtasche „Mini Chiquito Bag„, die gerade in den Onlineshop gekommen ist, ist schon jetzt auf Instagram Kult. In ihr kann man zwar maximal einige Münzen verstauen, trotzdem hat die Tasche großes Potenzial zum Trend-Accessoire zu werden.

Was braucht man schon, wenn man das Haus verlässt? Wenn es nach Jacquemus geht, wäre es dann wohl nichts. Oder man trägt zusätzlich die Maxi-Strohtaschen und die Falttaschen, die wie Rettungsringe um die Hüfte geschnallt werden.

Die Schuhe fallen ebenfalls besonders ins Auge: Diese hyperlangen Overknee-Boots bitte schon mal auf der Shoppingliste für den nächsten Herbst notieren, zumal wir ähnliche Modelle bei Victoria Beckham und Max Mara gesehen haben. Und die Pumps, die wie angeschwollen wirken, sollten wir auch besser im Auge behalten.

Die schönsten Teile für den Sommer:

Alle Bilder via Jacquemus

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