Exklusivinterview: Wolfgang Joop launcht neues Label „Looks by Wolfgang Joop“

Es gibt Interviewanfragen, die noch so spontan sein können: Wenn mich die Person interessiert, lasse ich alles andere gern stehen und liegen und organisiere last minute einen Babysitter für meinen Sohn. In der deutschen Modeschöpferwelt kann man diese spannenden Menschen an einer Hand abzählen – und Designer Wolfgang Joop gehört in jedem Fall dazu.

Er ist eine der wenigen international renommierten Ikonen, die eine ganz spezielle Aura umgeben. Er strahlt Exzentrik, Individualität, Charisma und eine gesunde Portion Wahnsinn aus. Ist um keine Anekdote oder schlagfertigen Spruch verlegen, plaudert problemlos stundenlang aus dem Nähkästchen und zeigt mir, nachdem er Levi als Erstes flott für seine großen, puppenartigen Augen komplimentierte, Fotos seines frisch geschlüpften Enkelkindes.

Wie ihr euch vorstellen könnt: Unser Gespräch in den wunderschönen Westberliner Räumlichkeiten von Wunderkind anlässlich seiner Label-Lancierung von „Looks by Wolfgang Joop“ hätte stundenlang so weiter gehen können – aber lest selbst, denn wir haben ganz exklusiv die ersten Bilder und Informationen für euch.

Herzlichen Glückwunsch zum Launch von LOOKS by Wolfgang Joop! Das Label wurde heute Abend bei Germany's next Topmodel lanciert.

Für den Launch und die Jersey-Kleider, die im Finale über den Runway laufen, habe ich meinen eigenen Blick genommen, meine Augen. Sie sind von einem Foto von mir, dass der Fotograf Robert Mapplethorpe in den 80er Jahren von mir gemacht hat. Daraus habe ich mit ein wenig Pop-Make-Up den David-Bowie-Look gemacht.

– Erhältlich ab dem 24.Mai auf Looks.de  sowie bei Breuninger in Düsseldorf und Stuttgart

– 4 Kollektionen pro Jahr

– Die Preise variieren von 80 Euro für Tücher bis 600 Euro für Ready-to-wear und Accessoires

Damit erschließen Sie eine neue, jüngere Zielgruppe in Zeiten von Social Media und High-Street-Ketten?

Jung und alt, das sind zunächst mal Kategorien, in denen ich überhaupt nicht denken kann. Denn ich kenne so viele Leute in meinem Alter, die sind massiv jünger als Leute, die sich schon sehr früh setteln wollten. Mode ist eine Addiction. Eine Epidemie, die uns befällt und der wir uns so oder so nicht entziehen können. Ob ich eine ältere Dame bin oder nicht. Ich wollte mit Looks etwas ganz anderes erreichen: Ich wollte kein junges Label oder ein Label für eine bestimmte Zielgruppe machen, die ich sowieso nicht fühle.

Ich möchte Leute einladen in meine Welt. Und die war ja bis jetzt sehr elitär. Ich selber habe mich vor „GNTM“ beschrieben – und wurde auch so beschrieben – als jemand, der sehr exzentrisch ist, der nur in bestimmten Zirkeln verkehrt. Die Spezies „Designer“ ist im Bewusstsein der Deutschen so ungenau; man weiß nicht, wie sie leben und arbeiten. Fashion Designer zu sein, bedeutet Soziologe zu sein. Art Director zu sein. Das EINE Kleid ist es nicht; es ist der ganze Zusammenhang, um den es geht.

Seit GNTM bin ich auf einmal in meiner facettenreichen Person verstanden worden und es gab auf einmal sehr viele Fragen: Wo gibt es denn die Produkte von dem? Wo sind die Dinge, die auch ich tragen kann? Oder wo sind die Dinge, die ich auch kriegen UND bezahlen kann.
Es ist nun mal schwer, die Wunderkind-Kleider zu finden, die bestimmte Frauen tragen. Ich kann Ihnen raten, gehen Sie mal nach Tokyo, da gibt es 4 Läden. (lacht)

Gibt es ein Herzstück der Kollektion? Etwas, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Das darf ich Ihnen leider noch nicht zeigen, aber im Atelier liegen jetzt schon Druckfahnen, die habe ich vor einem Monat gezeichnet. Nacht für Nacht. Mit Buntstiften. Das sind abstrakte Blumen und ein Maschendraht dahinter und dann Affenköpfe. Sehr strange. Genau wie der Kugelschreiber-Print in der Looks-Kollektion, da habe ich hinterher noch ein bisschen Wasser drauf gespritzt. Solche Details liegen mir natürlich am Herzen, weil es 100 Prozent Wolfgang Joop ist. 

Ich habe bislang eine Legende des Erfolgs hinter mir. Und bin jetzt auf sehr dünnem Eis, wenn ich versuche, diesen neuen Weg zu gehen.

Die neue Marke ist im Prinzip die Demokratisierung Ihrer High-Fashion, indem Sie sich dem Mainstream-Publikum öffnen. Wieso ist das nicht schon viel eher passiert?

Ich habe Mitte der 80er Jahre mein eigenes Label gegründet, was dann auch sehr erfolgreich wurde durch Joop Jeans und Joop Parfum. Sehr demokratische Luxusartikel: Du findest sie überall und du kannst sie bezahlen. Du kriegtest dann eben schon eine Parfümflasche für 45 Mark. Man konnte es sich leisten und sich durch einen kleinen Spritzer hinter den Ohren ganz anders fühlen. Auf einmal warst du die Sexbombe, obwohl du die hochgeknöpfte Sekretärin warst, die jetzt ins Büro musste. Auf einmal hatte ich ein Riesen-Unternehmen mit zig Lizenzen. Und schon war mein Image geschrieben. Alles andere wurde fast verdrängt und mir hat irgendwie die Spannung an dem Ganzen gefehlt.

1991 bin ich nach New York gegangen und habe dort die ersten Shows für Wunderkind gemacht – aber nach dem 11.September war es für mich vorbei! Ich bin dann wieder zurück nach Deutschland gekommen. Und Berlin ist ja das, was New York in den 80ern war. Ist ja immer noch so. Jetzt haben wir 14 Jahre an Wunderkind gearbeitet, so viele neue Erfahrungen gemacht und gesehen, dass die alte Fashion-Welt gar nicht mehr existiert. Also, die die ich noch kannte, in der ich erfolgreich war.

Ich habe mir mit Looks etwas völlig Neues erarbeitet, in einer sich völlig veränderten Kaufwelt. Also die ganzen schicken Boutiquen, die wir früher belieferten, die sind zusammengeschmolzen, davon gibt es heute nur noch wenige. Ich bin mit Wunderkind eine global existierende und bekannte Marke geworden. Aber irgendwann war es für mich auch nicht mehr befriedigend, das nicht an den jungen Mädchen zu sehen, die ich kenne – aus meinem Freundeskreis können sich nur ganz wenige Wunderkind leisten. Ich habe dann versucht, die Kleider an den jungen Mädchen  lässig zu machen. Dass auch die nicht ganz perfekten Figuren, sie tragen können. Irgendwie hatte ich in der letzten Zeit das Bedürfnis, auf eine ganz andere Art und Weise den alten Hype noch Mal zu kreieren.

Aus diesem Bedürfnis ist dann „Looks“ entstanden.

Natürlich war der Name Looks ganz einfach zu finden. Es gibt so viele Assoziationen für „Looks“: New Look, Look at me, der alte Look und es war natürlich passend mit den beiden O’s, wie in meinem Nachnamen.

Google und SEO-technisch muss man sicher noch etwas dran arbeiten.

Wie mein eigener Name ist es sehr kurz, hat die beiden O’s in der Mitte, die man zur Acht verbinden kann – dann bedeutet es „Infinity“. 

Heißt also: Es ist alles noch lange nicht zu Ende!

Sie sagen selbst, dass sich die Modewelt verändert hat. Auch wie Mode verkauft wird – wie über das Internet und Social Media. Ist das eine besondere Herausforderung, sich neu aufzustellen?

Es ist wirklich was ganz Neues. Durch Social Media hat sich einfach viel verändert. Ich meine, zunächst sind wir alle permanent erreichbar, wir sind transparent. Vieles ist verfügbar. Wissensbedürfnisse werden ganz schnell befriedigt. Vielleicht nicht so profund, aber du kannst alle Informationen schnell bekommen. In diese Welt musste ich mich jetzt hineindenken und es ist eine Herausforderung, in dieser Welt zu existieren.

Ich habe meinen Beruf mittlerweile ganz anders verstanden. Ich bin nicht mehr derjenige, der an einem schönen Kleid gemessen wird. Sondern ich bin derjenige, der an seiner Art Direction, an seiner Welt gemessen wird. An seiner Aura, an der sich Leute beteiligen wollen. Das Wichtigste ist, dass wir Emotionen wecken. Ich kann mich daran erinnern, als es nur C&A gab und wir auf dem Flohmarkt, in Paris oder New York Dinge fanden oder uns Dinge ausdachten. Das war Megafreude und Euphorie. Die gibt es heute ja nicht mehr, wenn man hier durch die Boutiquen geht.

Das Neue ist schwer zu finden in einer Zeit, wo das Neue so schnell vorbei ist. Deswegen ist der wichtigste Grund für mich, diese momentanen Bedürfnisse und Stimmungen, die uns sehr schnell abholen und auch wieder verlassen, zu bedienen.  

Wie kann die neue Linie es denn schaffen, genau diesen Wow-Effekt zu erzielen – in einer Welt, in der es alles schon gibt?

Das ist eben das Kunstwerk, das ich vollbringen muss. Dass diese Produkte die Ausstrahlung haben und der Design-Welt entstammen, in der ich arbeite und existiere. Es muss Charme haben und neben dem Produkt auch ein Gefühl mitliefern. Wenn du diese emotionslosen Produkte von Billig-Anbietern siehst, fragen ich mich als mittlerweile etwas elitärer Mensch, ob das sein muss. Freude kommt da wenig auf, oder? 

Auf "Looks.de" werden redaktionelle Inhalte geliefert – die Emotionen werden nun anders transportiert. Was ist daran neuartig?

Ich hatte im Oktober die letzte Show für Winter 2017/18 und habe vor drei Monaten angefangen, intensiv am Sommer 2018 zu arbeiten. Innerhalb eines halben Jahres wechseln meine Emotionen und Inspirationen einfach komplett aufgrund äußerer Einflüsse. Und innerhalb von 6 Monaten habe ich dann so viele verschiedene Gefühle und Informationen verarbeitet und da hängt dann eine große Kollektion, die für mich schwer verdaulich ist.

Es ist einfach zu viel auf dem Tisch. Das Buffet ist zu voll. Und es verliert sich dadurch alles ein bisschen, der Fokus fehlt. Das kann ich hoffentlich mit Looks ganz anders machen. Ich kann praktisch diese Zeitstimmungen schnell mit meinem Team übersetzen und gehe ganz kontradiktorisch vor:

Wenn der Winter beginnt, überlege ich, ob ich überhaupt noch Winterprodukte anbiete. Vielleicht muss ich mitten im Winter kleine Kleider zeigen. Ich überlege mir einfach Storys, denke mir Leute aus.  Zum Beispiel solche, die im August kein Sommerkleid mehr wollen –irgendwie ist es zwar heiß, aber jetzt haben die Designer alle runtergesetzt, vielleicht bestelle ich mir schon als Allererste einen dicken Rolli und eine dicke Jacke.

Es gibt also viel kürzere Produktionswege. Wo wird eigentlich produziert?

Sehr politisch korrekt. Wir entwickeln hier in Berlin die Prototypen und lassen in Europa produzieren. Also bei Wunderkind lasse ich schon manchmal was in Indien von Hand besticken, aber wir produzieren nur in Europa.

Wir arbeiten uns quasi Monat für Monat vor. Kollektionen sind es sowieso nicht. Sondern Kapselkollektionen. Da kann man ganz flexibel auch mal ein Teil dazwischen schieben.

Inzwischen sind das ja auch die Anforderungen an den Markt; Highstreet-Fashion macht es vor und selbst die großen Designhäuser produzieren neben Hauptkollektionen Cruise und Prefall. Wo wird die Linie preislich liegen?

Es ist eine große Anstrengung, irgendwo im bezahlbaren Sektor zu bleiben. Looks ist Premium. Das möchte ich hier auch noch Mal betonen. Preislich liegt es am eingesetzten Material und an der Stückzahl. Wir kalkulieren in sehr viel größeren Stückzahlen als bei Wunderkind und können dadurch einen besseren Preis erzielen – es kostet weniger als die Hälfte als bei Wunderkind. Ein Shirt kostet zum Beispiel ab 80 Euro, ein Jerseykleid 140 Euro, ein Seidenkleid ab 380 Euro. Die Lochstickerei ist aufwändiger.

Die Zweitlinie bedient also das Feld "affordable Luxury" – und ich freue mich sehr, dass einige Chiffonkleider stark an die Hauptlinie Wunderkind erinnern.

Absolut, ja. Das ist auch beabsichtigt. Denn es ist manchmal auch ein trauriger Faktor: Eine Jacke wird manchmal bis zu sieben Mal abgeändert, bis das fertige Produkt im Laden hängt und nur für wenige erreichbar ist. Aber jetzt kann ich das Know-How in größerem Maßstab nutzen. Unser technischer Standard, der fließt natürlich bei Looks auch hinein.

Übrigens kann ich diese Push-Ups und Presswürste nicht mehr sehen. Bei mir ist alles ziemlich emanzipiert. Ziemlich cool. Aber durchaus auch romantisch.

Der E-Commerce ist aufwändig, man eröffnet im Prinzip eine neue Boutique. Gibt es dafür neue Marketing– oder spezielle Social-Media-Strategien? Die GNTM-Liveshow ist ja bereits der Anfang.

Looks ist wie ein Online-Magazin aufgebaut; das ist natürlich für mich noch ein großes Learning-Feld.

Aber ich kann nicht sagen, dass mich GNTM zu irgendwelchen Geschäftsideen beeinflusst hat. Das hätte zu große Konsequenzen. Dann das eine ist Entertainment und das andere ist Trade. Wenn du dich in der Mode aufhältst, bist du im Hochrisikobereich.

Mode wird natürlich in unserem Sprachverhältnis immer mit Kleidung verbunden. Aber Mode ist eine Verabredung mit der Zeit. Dass wir noch Mal begonnen haben mit diesem Business zeigt eigentlich, dass ich bereit war, meine Biografie noch Mal zu schreiben. Beziehungsweise habe ich das ja schon (lacht).

Ich finde es bewundernswert, dass Sie sich jetzt noch mal in ein hart umkämpftes Feld werfen und sich der Kritik eines gnadenlosen und gesättigten Publikums stellen.

Es ist natürlich auch eine kleine Teilaufgabe der Freizeit. Und auch eine Teilaufgabe der persönlichen Intimität. Denn ich werde erkannt und kann verantwortlich gemacht werden für dieses Unternehmen. Man verlangt von mir Erfolg. Man nimmt mir Scheitern bestimmt sehr übel. Und das ist in Deutschland nun mal so, dass man eigentlich nur erfolgreich sein darf. In Amerika hingegen darf man auch mal scheitern. Ich habe bislang eine Legende des Erfolgs hinter mir. Und bin jetzt auf sehr dünnem Eis, wenn ich versuche, diesen neuen Weg zu gehen.

Deswegen sind wir auch ein junges Team, denn es macht mir einfach sehr viel Spaß, mich mit jungen Leuten auseinanderzusetzen, anstatt einfach irgendwo schick essen zu gehen oder Weinsorten zu probieren – würde ich gar nicht gern machen.

In Deutschland wird man schnell für seinen Erfolg gefeiert, aber dauerhafter Erfolg scheint schwierig – vielmehr ist unsere Gesellschaft erbarmungslos, wenn etwas mal nicht so gut läuft. Wie gehen Sie damit um?

Ich habe diese Möglichkeiten eigentlich immer parallel in meinem Kopf. Ich habe gar kein Interesse daran, mein Monument oder mein Denkmal zu polieren. Ich habe auch bei GNTM allen gesagt: Ihr braucht auf mich keine Rücksicht zu nehmen, habe ich einen Schweißfleck, dann lasst den drin. Wenn ich mich irgendwo an einer falschen Stelle an dem Kopf gekratzt habe oder mal eine Träne verdrückt habe, dann bin ich das eben. So habe ich es mir leicht gemacht, denn wenn ich anfangen sollte, mein Image zu korrigieren, zu überlegen, was die Leute über mich denken, dann sollte ich besser zu Hause bleiben. Da kann dann weniger passieren, obwohl ich zu Hause im Badezimmer schon zwei Mal hingefallen bin. Draußen nicht (lacht).

Ich hoffe da wurde schnell geholfen. Und diese Einstellung ist in jedem Fall inspirierend.

Ich habe immer wieder meinen Großvater im Sinn. Er lebte in der DDR und konnte dieses System überhaupt nicht verstehen. Und dann wurde er zwangsweise in die LPG eingemeindet, die in Potsdam überhaupt nicht funktioniert hat. Da war das Korn längst vertrocknet, bis die endlich um die Ecke kamen. Diese Idee ging nur auf großen Flächen, wie in der Ukraine, aber das hat die LPG gemacht. Die Landarbeiter meines Großvaters waren plötzlich seine Chefs. Und meine Großmutter sagte immer: Der Mopp ist nach oben gekommen. Meine Großmutter ist letztlich an dieser Bitterkeit darüber gestorben, über die Wut, über dieses System der Bevormundung. Aber mein Großvater war oldschool und wusste, wann das Heu eingefahren werden muss. Ich habe Gott sei Dank alles erlebt. Mir hat die Melkerin die Kuhmilch ja noch direkt in den Mund gespritzt. Ich meine, ich habe dieses ganz Handwerkliche und Bodenständige noch erlebt.

Aber jetzt kommt natürlich etwas, was mich beängstigt, weil es so spiegelnd gleich ist: Meinem Großvater wurde die ganze Gärtnerei wieder hingeschmissen. Sie haben erst den Garten, der heute unser Park ist, als Müllhalde benutzt. Mein Großvater hat mit 75, als er sein Gut zurückbekommen hat, aufgeräumt und wieder von vorne begonnen.

Und jetzt denke ich: Ich bin ich auch schon über 70 und jetzt fang ich das Geschäft noch Mal von vorne an. Das muss ich eben und frage da auch gar nicht weiter. Ich brauch es nicht für meinen Ruhm. Ich brauche es auch nicht für mein Einkommen. Aber es macht mir einfach Spaß.

Sie sind also längst noch nicht bereit für Ruhestand.

Klar, ich möchte auch noch nach meiner Meinung gefragt werden (lacht).

Kommentare

  1. jessie@journelles.debilbopuppy@gmx.de

    Ach ja. Wie oben gesagt, Mode hat nicht nur was mit Kleidung zu tun. Und Joop ist irgendwie over. Genau wie der Lagerfeld, der auch mal cool war und jetzt seine Katze über hässliche Opel klettern und als Steifftier vermarkten lässt. Und dessen Klamotten aus dem eigenen Label tonnenweise bei TK Maxx rumhängen.
    Als Talkshowgast ist WJ immer erlebnswert. Als Interviewpartner- außer wenn er wie hier sein Zeug vermarkten möchte- sicherlich auch. Sogar in dieser grässlichen Modelshow hat er mich amüsiert. Und war deutlich besser als sein unsäglicher „Designer“ oder was auch immer Nachfolger.
    Ich begreife nicht, warum die nicht loslassen können. Der ewig blonde Gottschalk fällt auch in diese Kategorie.
    Einfach entspannen und genießen, dass man mal relevant war. Diese Relevanz erzielen nicht viele. Ich zum Beispiel bestimmt nicht;-)!

    • jessie@journelles.desumup@t-online.de

      Kommentare dieser Art führen dazu, dass mir das gesamte Internet zunehmend zuwider ist. Diese Giftspritzerei ist deprimierend, weil sie zu nichts führt als zu weiterem Hass.
      su

  2. jessie@journelles.deelena.stegemann@web.de

    Ich finde ihn irgendwie seltsam (und das nicht unbedingt auf eine positive Art), sich selbst als „elitär“ zu bezeichnen, auch. Zumal er auch immer wieder betont, was er für ein toller Typ in den 80ern war (bzw. immer noch ist) .. nur leider ist das auch schon wieder gut 30 Jahre her …
    Die Sachen, die hier aus seiner Kollektion gezeigt wurden, sind hübsch, die Sachen auf der Looks-Seite sind leider nicht das, was ich mir nach den Bildern hier erhofft hatte ..
    Aber: Jessie, Du strahlst so schön! 🙂 habe eigtl nur weiter gelesen, weil ich das Headerbild (bzw. Dich in dem Headerbild) so toll fand.

  3. jessie@journelles.delalea@web.de

    Ich fands spannend – gerade weil er so ein Charakter ist. Ich hätte es hier echt schön gefunden, das als Video zu schauen, statt als Text zu lesen? Auch weil er ja seine eigene Art, Ironie etc hat, das kommt so nur bedingt rüber. Kommt so etwas für euch in Frage?

    • jessie@journelles.dekatja_sum@gmx.de

      Finde auch, dass Interviews liest sich viel zu langatmig, hier muss doch ein Video her, bei so „spannenden“ Leuten.
      Jessie du bist doch auch „Designer“- wieso trägst du nicht was hübsches aus deiner Kollektion statt so ein lahmes Strandoutfit wenn du zu so einem Interview gehst?

  4. jessie@journelles.deambulanzdzi@gmail.com
    Nina m. sagte am

    Er hat definitiv Persönlichkeit, die etwas narzisstische Ader stört mich nicht. Ich lese Interviews mit ihm gerne, gerade deshalb, weil er nicht nur Weichgespült-Nichtssagendes von sich gibt (wie viele jüngere Designer / Schauspieler / sonstige Promis).

  5. jessie@journelles.demingkay@gmx.de

    Tolles Interview! Ich finde es bewundernswert, dass Wolfgang Joop immernoch „hungrig“ und stetig weiter kreativ ist. Ich denke, dass er seinen Beruf auch eher als Berufung sieht und somit nicht anders kann, als weiterzuarbeiten (anstatt von der Bildfläche zu verschwinden).
    Mal abgesehen davon, ist er ziemlich am Puls der Zeit und gleichzeitig zeitlos. Wunderkind Entwürfe von vor 10 Jahren hätten heute noch Bestand.

  6. jessie@journelles.dehello@lenivienna.com

    Sehr interessantes Interview! Herr Joop ist sehr sympathisch und ich lesen immer gerne Sachen von ihm, seine neue Kollektion ist auch sehr cool 😀
    xx leni

  7. jessie@journelles.delena.diehl@t-online.de

    Ich gebe ehrlich zu, dass ich ihn nicht sonderlich sympathisch finde. Auch diese Joop Überpräsenz an allen Ecken nimmt meiner Meinung nach einer Marke das Besondere. In Bädern von Freunden hüpfen einen Joop Handtücher an, ich saß schon in Wohnzimmern mit Joop Vorhängen, Duschgels gibt´s bei Karstadt ständig im Angebot… klar, das sind diese Lizenz Geschichten. Trotzdem verbinde ich persönlich das immer direkt mit seiner Person bzw. mit der Marke JOOP!, die ja auch schon eine wilde Geschichte hinter sich hat. Er ist ja ein Paradebeispiel dafür, wie man eine Marke an sich selbst knüpft. Ich bewunderte seinen Ehrgeiz, sein Durchhaltevermögen. Immerhin ist er 72 und fängt etwas Neues an, das muss man wirklich anerkennen. Und Wunderkind ist großartig, das überrascht mich immer wieder. Da kann ich manchmal nicht glauben, dass die Sachen von dem gleichen Typ stammen, der da neben Heidi Klum im TV sitzt und teilweise unmögliche Kommentare loslässt. Vielleicht macht gerade das ihn und diese Faszination Joop aber aus. Nur bin ich da wohl eher immun gegen. Meinen Respekt hat er trotzdem sicher auf alle Zeit.

  8. jessie@journelles.dejana@worteplustaten.de

    Joop ist ein richtiger Exzentriker – und das meine ich im positiven Sinn. Man hört einfach heraus, dass sich in seinem Kopf viel abspielt und er viele Ideen hat. Das finde ich großartig. Und dass er sich jetzt noch auf Blogs, Social Media und Co einlässt, macht ihn sympathisch.

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