Handfilter, Chemex und French Press: Die schönsten Kannen und Tipps für die Zubereitung von Kaffee

So mancher wundert sich, welches Geräusch da frühmorgens durch unsere Küche hallt. Solch ein kratzendes, immer wiederkehrendes, leicht nervtötendes Reiben. Ihr ahnt es schon, es handelt sich dabei um meine Kaffeemühle. Die ich fast jeden Morgen in Betrieb nehme. Meist ist das das Allererste, was ich morgens tue: In aller Seelenruhe Bohnen mahlen, Wasser kochen, Filterpapier falten und dann meinen Kaffee in der Chemex aufbrühen.

Das erste Mal kennengelernt, habe ich diese Methode der Kaffeezubereitung vor vier Jahren als mein Freund das Ganze aufspürte und damit nachhause kam. Während ich ihn damals ziemlich schräg angeschaut habe, ist es seit einiger Zeit soweit, dass ich mich auf mein morgendliches Ritual freue und sogar die Qualen des Selbstmahlens mich seltsam positiv stimmen. Einen kleinen Einblick in meine liebsten Zubereitungsmethoden und natürlich die hübschesten Kannen gibt es jetzt.

  1. Mein Favorit für entspannte Morgende zuhause: Die Chemex. Geht schnell, macht Spaß, sieht schön aus und der Kaffee damit schmeckt famos.
  2. Für alle, die ihre Espressokanne für den Herd lieben, aber gern etwas Schöneres hätten. Stelton hat die perfekte Alternative zum italienischen Klassiker in Silber.
  3. Mette Duedahls French Press-Kanne für Muuto ist ein wahrer Augenschmaus im Regal und auf dem Kaffeetisch.
  4. Auch bei Stelton gibt es eine schöne French Press, diesmal schlicht in Schwarz.
  5. Wer es gern etwas spezieller mag, für den ist Yield Design, ein ethisch korrekt produzierendes, unabhängiges Designhaus aus Florida, das Richtige. Die French Press-Kannen gibt es von transparent bis Keramik.
  6. Diese formschöne Handfilter-Kombination kommt vom Keramikstudio Ghost aus Melbourne.
  7. Noch eine ausgefallene Handfilter-Variante, allerdings wirklich etwas für Kenner oder als riesengroßes Hochzeitsgeschenk für enge Freunde, die Kaffee lieben: Das in Japan traditionell gefertigte Designerstück, welches Luca Nichetto für Mjölk entwarf.
  8. Designed und handgemacht in Helsinki vom Studio Kaksikko: Der Piippu Pot, erhältlich in Grau, Weiß und Schwarz für Minimalisten, die es gern praktisch haben.
  9. Zu guter Letzt noch etwas, das nicht käuflich erhältlich ist, euch aber dazu animieren soll, mal beim Keramiker eures Vertrauens um die Ecke vorbei zu schauen (oder diesen erst noch zu entdecken). Die tolle Handfilter-Kombi von Natalie Weinberger.
  10. Praktisch, wenn man schon eine schöne Kanne hat oder lieber direkt in die Tasse gießt: Der Handfilter von Future Kept.

Handfilter

Mit ihm lassen sich super leckere Filterkaffees einfach und schnell zubereiten. Am besten verwendet man dafür helle Röstungen, die haben mehr Aroma. Wer es gern säuerlich-fruchtig mag, für den ist der Handfilter perfekt, aber auch für diejenigen, für die der Kaffee schön schokoladig-rund schmecken soll, gibt es die richtigen Bohnen. Einfach bei der Rösterei des Vertrauens nachfragen oder online bestellen. Das geht zum Beispiel bei der Kaffeekirsche, eines meiner liebsten Berliner Cafés, bei Five Elephant oder bei jb Coffee. Am besten schmeckt der Filterkaffee schwarz ohne Milch, wenn man aber Lust hat auf den runden Geschmack, dann ist es absolut nicht verboten einfach einen Schwenk Milch mit in die Tasse zu geben. Schmeckt besonders gut bei schokoladig-vollmundigen Röstungen.

Chemex

Die Chemex verwende ich am häufigsten bei mir Zuhause, allerdings will ich mir unbedingt noch einen Handfilter zulegen. Die Karaffe dient gleichzeitig als Kaffeezubereiter und als formschönes Objekt zum Servieren. Also Funktion und Ästhetik in einem – genau mein Ding. Für die Chemex verwendet man dickere Papierfilter. Dieser hält deutlich mehr Öle und Schwebestoffe zurück, so dass man einen klaren und aromatischen Kaffee mit viel Süße bekommt. Mein Favorit, für den es bei den Röstereien (die ich unter ‚Handfilter‘ genannt habe) wunderbare Bohnen gibt. Wer Lust hat, kann sich diese auch selbst Zuhause mahlen. Ich mache das mit einer Handmühle aus Holz, die der Großmutter einer Freundin gehört hat. Entweder man kauft sie sich neu – aber man findet auch ganz wunderbare und funktionstüchtige Modelle auf dem Flohmarkt oder in Trödelläden.

French Press

Im Gegensatz zum Handfilter bleiben bei der Zubereitung mit der French Press mehr Fette und Öle im Kaffee enthalten, weil sie in keinem Filterpapier hängen bleiben können. So hat der Kaffee geschmacklich mehr Fülle. Die Erfindung geht dem Mythos nach auf einen Zufall zurück: Ein Franzose soll um 1800 vergessen haben, seinen Kaffee zusammen mit dem Wasser aufzukochen – was damals üblich war. Zu faul von vorne zu beginnen, goss er das heiße Wasser über den Kaffee und filterte den Kaffee mit einem Sieb. Und schwupps: die French Press war geboren.

Aeropress

Diese Variante sieht ein bisschen ulkig aus, aber eignet sich genau genommen ziemlich gut für Unterwegs. Der Kaffee wird hier in einen Presskolben gefüllt, das Wasser eingegossen und dann direkt in die Tasse gedrückt. Das Filterpapier ist hier sehr dünn, so dass der Kaffee geschmacklich sehr gehaltvoll und rund wird. Nicht so ästhetisch, aber perfekt für Reisen. Noch mehr Infos hat Coffee Circle.

Fotos: Muuto, Natalie Weinberger, Future Kept, Ghost, Mjölk, Stelton, Yield Design, Lokal Helsinki.

Kommentare

  1. Klasse, darauf hab ich gewartet!
    Muss man die Chemex Filter auch auf deren Website bestellen? Oder gibt es die im Handel?

    • Hej! Die gibt es in auf Kaffeezubereitung spezialisierten Läden im Handel auf jeden Fall, du kannst sie aber auch online bestellen. Geht beides 🙂

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