instaLove: Frida aus Hamburg im instagram-Portrait

Wie findet man im inzwischen unüberschaubaren instagram-Gewusel da draussen eigentlich noch schöne neue Accounts? Indem man einfach mal Kommentaren oder Likes folgt. Genauso bin ich auf Frida aus Hamburg gestossen: Die Dreifachmama (ein Sohn, Zwillinge!) postet nicht nur schöne Familienbilder, sondern hat auch einen wunderbaren modischen Geschmack, den ich gern verfolge.

Heute hat sie nicht nur ihre liebsten Fotos ausgewählt, sondern erzählt uns auch von sich, dem Mama-Dasein und dem damit verbundenen Stilwechsel und ihrer Herangehensweise an die Modewelt!

instagram-Name: frida_blog

Follower: 425

Erster Bildupload: 28. April 2012

Das ist Frida:

Wieso hast du mit instagram angefangen und wie viel Platz nimmt es nun in deinem Leben ein?

Bei meinem ersten Foto saß ich damals im Hamburger Café Miau und spielte bei einem Milchkaffee mit dieser neuen App und ihren vielen Filtern rum. Die Idee, dass man seine Bilder mit einer Community teilen kann, fand ich großartig. Mich faszinierte dabei vor allem das rasante Tempo der Interaktionen und die Impressionen, die man bekam. Ich lud immer mal wieder zaghaft ein Bild hoch. Heute gibt es von mir mindestens alle zwei Tage was Neues. Aber meinem Stream verfalle ich täglich.

Wem folgst du am liebsten?

Ich folge gerne anderen Modebloggern. Darunter am liebsten @camtyox & @ariofcourse. Und ich liebe Behind-the-Scenes-Schnappschüsse von Fotografen, Labels, PR-Agenturen, Magazinen, Models und Designern. Momentan hab ich einen großen ‚Model-Crush‘ mit der Dänin Nadja Bender @nadjabender.

Was machst du beruflich?

Beruflich bin ich momentan vor allem Mama. Mit Zwillingen im Bauch habe ich letztes Jahr mein Studium der Kunstgeschichte beendet. Jetzt stehe ich mit meinem Zeugnis in der Tasche und drei Kindern im Arm vor einem absoluten Neuanfang. Das gibt mir einerseits ein unglaublich befreiendes Gefühl und jagt mir andererseits manchmal auch ein wenig Angst ein. Tatsächlich bin ich zur Zeit hauptsächlich Bloggerin. Mal sehen, wie das in einem halben Jahr aussieht, wenn alle drei Kinder in die Kita gehen.

Wie schaffst du es, deine Rolle als Mutter mit dem Bloggen zu koordinieren, wie funktioniert dein Alltag?  

Durch die drei Kinder hat sich mein Leben strukturell komplett verändert. Früher tendierte ich eher zum Langschläferdasein und verschob Dinge gerne auf den nächsten Tag. Heute fängt mein Tag früh an und ist komplett durchgetaktet und von den Kindern vorgegeben. Dadurch bin ich aber auch viel produktiver geworden. Ich versuche so regelmäßig wie möglich zu bloggen. Allerdings ist das nicht immer umsetzbar. Denn zahnende Babys und ein Kleinkind in der Trotzphase können einen ganz schön vereinnahmen. Um am Ball zu bleiben, nutze ich gerne jede kleine Pause um mich über meinen Blog-Feed inspirieren zu lassen und mein Moodboard mit schönen Impressionen zu füttern.

Die letzten Wochen verbrachte ich damit, die Fashion Weeks über Style.com auf dem iPad zu verfolgen und Streetstyles oder Kollektionen, die mir besonders gefielen, auf meinem Pinboard zu teilen. Das geschieht alles, wenn die kleinen dicken Raupen schlafen oder mal für sich beschäftigt sind. Wenn es der Tag zulässt, kann ich tatsächlich auch einen Artikel auf meinem Blog Frida veröffentlichen, der etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, als das Rebloggen von Bildern oder das Hochladen von Fotos bei Instagram.

Wie kannst Du in deiner Freizeit am besten abschalten? 

Mode ist meine Leidenschaft und Bloggen redaktionelles Werkzeug und Luxus zugleich, den ich mir als Mama gönne. Alles drumherum – das Recherchieren, die Photoshop-Arbeit & das Fotografieren – macht mir Spaß. Meine Kinder sind meine Freizeit und mein Abschalten vom Internet. Auf’m Spielplatz abhängen, jeden Morgen auf die Müllmänner warten und mit Lego Steinen Riesentürme bauen, ist das wunderbarste Kontrastprogramm zur digitalen Modewelt. Ich war in meinem Leben noch nie so ausgeglichen wie jetzt.

Hat sich dein persönlicher Stil geändert, seitdem du Mutter bist?

Zwar schmachte ich immer wieder erneut die Streetstyles der Pariser Voguettes in ihren eleganten, mitunter extravaganten Pumps an. Aber richtig alltags- und kindertauglich sind die Fashion Week Outfits eher nicht. Meine Sammlung an flachen Schuhen und Sneakers ist seit meinem Mama-Dasein explodiert und empfindliche Materialien wie Seide habe ich erst einmal in die hintersten Ränge meines Kleiderschranks verbannt. Ohne Kinder war ich noch etwas experimentierfreudiger, was nicht unbedingt hieß, dass dies von Vorteil war. Vielleicht habe ich durch meine Kinder und meinem Alter etwas mehr zu mir selbst gefunden. Und das ist das unprätentiöse simple Outfit.

Die momentane Trendströmungen des Sportiven liebe ich: Culottes, Turnschuhe, Sweatshirts, loose fit Jeans und Oversized Mäntel sind genau mein Ding. Viel mehr brauche ich gar nicht. Obwohl: ich bin nach wie vor auf der Suche nach der schwarzen Handtasche!

Das sind Fridas Lieblingsbilder auf instagram:

Dieses Foto entstand erst vor wenigen Tagen an der Elbe. Die ersten Sonnenstrahlen in Hamburg mit meiner kleinen Familie am Wasser war ein perfekter Moment.

Ein Blumenstillleben darf natürlich in einer Instagram-Foto-Sammlung nicht fehlen. Der einzige Grund sich noch in die überschwemmte Schanze zu wagen, ist der Blumenladen in dem man 50 frische Tulpen kaufen kann.

10 Wochen nach der Geburt fühlte ich mich großartig. Ich nutzte sofort die Gelegenheit, nach einer langen dicken Pause, neue Outfitbilder für meinen Blog zu schießen. Dieses Porträt ist für mich eine schöne Erinnerung an meine Kurzhaar-Zeit. Jetzt soll die Mähne nämlich wieder wachsen.

Die tollste Momentaufnahme von unserem Sohn. Er rastete zu der Platte von The Clash total aus, die ich für ihn aufgelegt hatte. Das Cover im Hintergrund passt perfekt zu seiner Headbanging-Pose.

Im letzten Drittel meiner Zwillingsschwangerschaft war ich kurz vorm Platzen und konnte mich absolut nicht mehr bewegen. Mir tat alles weh und mein Allgemeinbefinden entsprach gefühlt grob dem Alter von Anfang 60. Ich versuchte trotzdem jeden Tag meiner Schwangerschaft zu genießen, da ich wusste, dass das meine letzte in diesem Leben sein wird.

Das Bild entstand bei einem Workshop für Hochzeitsfotografie vom Stilpiraten Steffen Böttcher, bei dem wir als Paar abgelichtet wurden. Ein, zwei Tage zuvor erfuhren mein Mann und ich, dass wir Zwillinge erwarteten. Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich in diesem Moment fühlte. Es lag so ziemlich zwischen Ratlosigkeit, Freude und Schwangerschaftsübelkeit.

Zu meinen Lebenszielen der vergangenen Teenietage gehörte immer auch der Mut zu einer Glatze. Dank einer Musikvideoproduktion im Herbst 2012 durfte ich mit einer Fake-Glatze erahnen, wie ich damit aussähe. Rückblickend hat mir das Glatzenfeeling für einen Tag gereicht.

Kommentare

  1. Super sympathische Instagrammerin und Bloggerin, gefällt mir sehr gut. Und wie toll sie auch mit 3 kleinen Kindern aussieht, Chapeau <3

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