Zartes Puderrosa, Art Déco und Strukturmix: H&M Home läutet diesen Winter die Moderne ein

Huch, was ist denn da bei H&M Home los? Zugegeben, die Interior-Abteilung des Schweden ist mir in letzter Zeit nicht wirklich aufgefallen, umso mehr Herzchen habe ich jedoch nun beim Anblick des Winter-Lookbooks in den Augen. Und das kommt genau zur rechten Zeit, denn der Januar bedeutet für mich nicht nur, das alte Jahr nun endlich an den Nagel zu hängen, sondern auch die Ärmel hochzukrempeln für neue Projekte. Und wen wundert es, die Wohnung steht als Dauerbaustelle meines Optimierungswahns immer an erster Stelle meiner To-Do-Liste.

Mein Wohnzimmer? Ausbaufähig. Mein größtes Sorgenkind? Der lange Flur, der bespielt werden möchte. Der Endgegner? Das Finden nicht nur der richtigen Pflanzen (anspruchslos und schön wäre hier meine Traumkombination!) sondern auch der passenden Übertöpfe. Als das Lookbook von H&M Home in mein Postfach flatterte, träumte ich mich direkt hinein in die gediegene, ausgewogene und farblich positive Welt. Herin, wenn es kein Hygge ist. Denn, mal ehrlich, ich habe genug vom Skandi-Kuschelstil. Für alle, denen es ebenso geht, habe ich mich zu fünf tollen Interiorlektionen inspirieren lassen, die in der kommenden Zeit mit Sicherheit umgesetzt werden.

1. Stimmige Abwechslung – wir bleiben in einer Farbfamilie

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Oder aber: warum sich mit wildem Colourblocking abmühen, wenn man auch auf der gleichen Farbpalette stöbern kann. Gerade zum Jahresanfang ist meine Wohnung mein Rückzugsort, an dem ich zur Ruhe kommen und Stress, Stadtlärm und Schmuddelwetter entfliehen kann. Wenn die Augen hier beim Schließen der Türe auf stimmige, einladend warme Farbkonzepte stoßen, schalten auch gleich Herz und Hirn einen Gang herunter. H&M inspiriert dazu, sich beim Dekorieren und Einrichten in einer Farbfamilie zu bedienen, anstatt auf krasse Kontraste zu setzen. Man stürze sich einfach in die Palette der Wahl. Für mich wäre eine Mischung aus tiefem Dunkelblau, pudrigem Flieder und kühlem Mondgrau ideal.

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2. Gegensätze ziehen sich an: klare Linien treffen auf organische Formen

So beruhigend es sein kann, sich farblich nicht allzu weit aus dem Fenster zu lehnen, so spannend und gleichzeitig ausgeglichen lässt sich das Spiel mit Formen inszenieren. Klare, geometrische Elemente treffen auf organisch fließende Objekte. Wir erahnen Elemente des Kubismus, folgen den Kurven retro-moderner Einrichtungs-Gegenstände, lassen Dekoration aller Größen einziehen. Besonders inspirierend und einen Selbstversuch wert ist das stimmige Kombinieren von Formen und Farben, das Kanten die Schärfe nimmt und weichen Rundungen noch mehr Nachdruck verleiht. So wählt man bei geometrischen Formen die eher unauffälligen Farben, um sie nicht zu sehr in den Vordergrund zu rücken. Rundungen dürfen in dunklen Tönen gehalten sein, um ihre ganze Kurvenpracht zu entfalten. Definitiv eine Challenge, die Perfektionisten wie mich für eine lange Zeit bei Laune hält.

3. Ein Hauch Art Déco tut niemals weh

The Great Gatsby, anyone? Wenn es einen Stil gibt, der bei aller Dauerpräsenz für immer einen Platz in meinem Herzen hat, dann ist es die Art Déco. Gerade genug Überfluss, klare Formen, viel Gold und ein sehr elegantes Erscheinungsbild machen für mich diese Stilrichtung zu einem wahren Evergreen. Sieht H&M anscheinend genau so und präsentiert in der neuen Kollektion etwa Geschirr im dekorativen Gewand der Jahrhundertwende. Die Kupferfarbenen Gebrauchsgegenstände sind denn auch eine hübsche Ergänzung und ein kleiner Bruch zum Hellrosa und vertragen sich ausgezeichnet mit dem edlen Bordeauxrot der Kollektion. Wie sagte schon meine OMa? Die Dosis macht das Gift und das gilt in jedem Fall für die divenhafte Art Déco. Aber so wohl dosiert könnte ich mir das auch in meiner Wohnung vorstellen, oui oui.

 

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4. Struktur, Struktur, Struktur!

Auch Modefans wissen: Das Geheimnis eines erfolgreichen Looks liegt oft im Materialmix. Grober Strick, der auf glänzenden Satin trifft? Dramatisch! Gewalkte Wolle und Lackleder? Gekonnt! Das Tolle beim Interior? Uns stehen noch viel mehr Materialien zur Verfügung und sie alle können in spannenden Dialog treten. Durch erneute Arrangements wird sozusagen die Konversation aufrecht erhalten und Denkanstöße gegeben. Bei Durchsicht der Lookbookbilder wurde ich daran erinnert, wie herrlich sich Samt und Baumwollcanvas vertragen (matt trifft auf glänzend!) und wie galant und dabei roh sich Glas doch neben Kupfer macht. Matt strukturierte Tonübertröpfe bringen Schnittblumen noch mehr zur Geltung und durch das Glas des Couchtisches sehen wir unsere Füße mit dem kuscheligen Langflorteppich schmusen. Struktur im Wohnbereich lässt sich mit Haut und Haaren erleben und potenziert unser Wohlempfinden.

5. Pflanzen spielen weiterhin eine Hauptrolle

Der Superstar aller Einrichtungskonzepte hat weiterhin einen festen Platz im Ensemble. Zimmerpflanzen sind noch immer nicht aus unseren Wohnungen wegzudenken und auch ich beginne, mich mehr und mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Es ist gar nicht so einfach, das richtige Gewächs für die entsprechende Ecke in Wohnzimmer, Badezimmer und Küche zu finden und mein nicht vorhandener Grüner Daumen hat dafür gesorgt, dass es vor allem Kakteen und Sukkulenten sind, die sich bei mir äußerst wohl fühlen. So taste ich mich weiterhin langsam voran und fülle Lücken mit selbst zusammen gestellten Schnittblumen und Sträußen. Vasen in allen Formen, Farben, Materialien und Größen bringen auch die verlassenste Ecke noch zum Strahlen und matte Übertröpfe in Pastelltönen sorgen für Gemütlichkeit. Da wird auch mal ein eine einsame Distel in ein Fläschchen gesteckt.

Hier kommt noch mehr zarter Modernismus aus den Onlineshops:

Kommentare

    • Nein, das kommuniziert H&M nicht. Möbelfirmen geben auch nicht an, welche Accessoires sie in den Lookbooks und Kampagnen verwenden. Nur fällt es da weniger auf, weil die Accessoires nicht im Vordergrund stehen.
      Ich finde es hier – obwohl die Bilder zweifelsohne sehr stimmig sind – auch etwas problematisch, weil das Augenmerk auf den Möbeln von Vitra, Gubi und Co. und den Lampen von Flos liegt.

  1. Endlich mal ein anderer Stil! Das würde mich auch interessieren. Ich wüsste gerne, von welcher Firma das Bett ist.

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