Hedi Slimane setzt bei Saint Laurent weiterhin auf die Rockstars…

… und fährt damit seit einigen Saisons komplett an den gängigen Trends vorbei. Stattdessen inszeniert der Designer weiter das coole Rock’n’Roll Girl in Lederjacke, Glitzerplateaus und mit Nietengürtel. Dazu gab es diese Saison verschiedene Versionen von Hotpants und Miniröcken, einige schwarze Bundfaltenhosen und feine Halstücher, unter anderem versehen mit dem momentan allgegenwärtigen Leo-Print. Als ich Dienstagabend die Show-Location betrete, bin

… und fährt damit seit einigen Saisons komplett an den gängigen Trends vorbei. Stattdessen inszeniert der Designer weiter das coole Rock’n’Roll Girl in Lederjacke, Glitzerplateaus und mit Nietengürtel. Dazu gab es diese Saison verschiedene Versionen von Hotpants und Miniröcken, einige schwarze Bundfaltenhosen und feine Halstücher, unter anderem versehen mit dem momentan allgegenwärtigen Leo-Print.

Als ich Dienstagabend die Show-Location betrete, bin ich erst mal baff wie alle anderen Zuschauer auch: die goldene Stahlkonstruktionen sind massiv und drehen sich zu Beginn der Show, das Feeling ist majestätisch und beeindruckend. In der Frontrow sitzen Lenny Kravitz und Selma Hayek und lösen damit ein heftiges Blitzlichtgewitter aus.

Und dann passiert etwas, das ich verrückt finde:

Bei meinem instagram-Finalvideo wird begeistert applaudiert, die Sexiness wird ausgerufen, emoticon’sche Flammen steigen auf. Seht selbst:

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Das Styling war aber indes so gruselig, dass es nur reine Provokation sein kann. So laufen die Mädels selbst in London nicht mehr auf Parties rum. Ich gucke mich um, sehe, dass auch Carine Roitfeld begeistert lächelt und frage mich, ob ich da irgendwas nicht verstanden habe.

Widme ich mich also den rein objektiven Dingen und stelle drei überlebenswichtige Dinge fest:

  1. Es sieht ganz nach einem Turban-Comeback aus! Das letzte liegt ja auch schon wieder vier Jahre zurück.
  2. Es mag ja sein, dass Midi-Röcke, Culottes und Co begehrt sind, aber der Minirock wird immer siegen. Immer.
  3. Das schmale Halsband ist das neue Halstuch.

Hier sind  einige Eindrücke von der Show. Und bitte sagt mir, was ihr vom Styling haltet!

Von Jessie

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit "Journelles" selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It's Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: "Influencer im Portrait: Jessica Weiß - Alles, nur kein Stillstand"

Kommentare (8) anzeigen

8 Antworten auf „Hedi Slimane setzt bei Saint Laurent weiterhin auf die Rockstars…“

Ich sag nur, die 60er, 70er und 80er Rock-Looks werden wohl immer einer der vielen Parallel-Trends sein. Es steht halt nicht jeder auf cleane, avantgardistische Schnitte oder feminine Märchen-Braut. 😉

Ich persönlich finde es ganz toll. Diese gewisse Sexiness fehlt mir heutzutage bei vielen Designern sehr. Was ich jedoch sehr erschreckend finde, sind die Models an sich. Ich dachte der Trend geht in Richtung normal, doch leider sehe ich bei Saint Laurent nur Klappergestelle…wirklich schlimm.

Ach der Hedi, in den Läden hängt am Ende dann wieder nur klassisch YSL und nur ein paar von seinen Freunden kriegen die Showsamples.
Die Kollektion sieht erneut nach ASOS aus und ich hab schon letztes Mal gesagt, dass wird sein Untergang…was passierte dann: alle Welt trug YSL. Vor allem Bleistitfthosen, weiße Blusen und schwarze Halsschleifen aus der Linie davor und die Blümchenkleider von der Saison drauf verkauften sich wohl auch wie warme Semmeln.

Ich muss sagen,dass mich bisher noch keine seiner Kollektionen wirklich begeistert hat. Du spielst sicher auf die 20den Strumpfhosen an. Taj bei denen scheiden sich ja schon seit Ewigkeiten die Geister. An sich finde ich die Idee gar nicht so schlecht, doch im Zusammenhang mit dem Gold,den Schnitten und dem Rest des Stylings ist es meiner Ansicht nach leider nach hinten losgegangen.
Ich bin absolut für gewagte Mustermixe oder Farbkombinationen und auch ruhig alles in einem Topf doch will das, in meinen Augen, hier überhaupt nicht gelingen. Bestes Beispiel ist das 2. Bild.
ABer das ist meine einzelne bescheidene Meinung und man wird ja sehen wie die einzelnen Looks nachher inszeniert werden. Vll sieht man dann doch nochmal eine ganz andere Seite und wir Skeptiker sind im Nachhinein doch ganz überzeugt

Also, ich finde es großartig, einfach, weil’s so ganz anders ist. Sieht aus, als hätten sich da ein paar schöne schlanke Mädels mal so richtig in einem Vintage-Thriftstore austoben dürfen. Eigentlich fehlt mir hier nur noch die Federboa. Dass Lenny Kravitz da war, passt wie die Faust aufs Auge.
Kurzum: Ist überhaupt nicht mein Stil und tragen würde ich es auch nicht, aber ich finde es toll, weil’s mehr Vielfalt bringt und das in meinen Augen nie verkehrt ist.
Und an meiner Nachbarin, die so ein stets leicht abgewrackt aussehendes graziles Rockchic mit Party-on-all-nigth-Sexappeal ist würden die Sachen hammer aussehen …

Ich finde auch: Die Strumpfhosen bringen’s! Sie sind es, die den Outfits erst den richtigen grad an Verruchtheit verleihen. Auch im Alltag einsame spitze. Keine andere ihrer Sorte macht schönere Beine. Und am schwarzen Einheitsstrumpfbrei habe ich mich nun wirklich satt gesehen. Die Heels und Mustermixe sind der Hammer. Und auch, wenn man beim ersten Mal Hinsehen denkt „Och, alles schon genauso dagewesen“, so fällt der zweite Blick umso überraschender aus und macht extreme Eyperimentierlust. Vor allem auf die Kombi mit dem Turban. Das einzige Detail, an dem ich mich wirklich störe, sind die runden Gürtelschnallen/-schlaufen. Die assoziiere ich mit nichts gutem…

[…] “Das Styling war aber indes so gruselig, dass es nur reine Provokation sein kann.” Hedi Slimane hat bei seinem Styling für Verwunderung bei Journelles gesorgt. Ehrliche Worte, die man viel zu selten liest. […]

Einfach nur nein.
Ich finde, das sieht unglaublich billig aus – die Muster, die Stoffe, die Kombinationen. Da läuft es mir kalt den Rücken runter!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.