Gesprächsstoff: Instagram ändert den Post-Algorithmus, Snapchat auf dem Vormarsch. Ist Instagram tot?

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit: Instagram kündigte vergangene Woche an, dass fortan „verbesserte Feeds“ bei einer klitzekleinen Usergruppe weltweit (in Deutschland hat Instagram rund 9 Millionen aktive Nutzer) getestet werden. Konkret heisst es weiter: „Fotos und Videos werden danach sortiert, wie wichtig diese für den einzelnen Instagrammer sind. Hintergrund: Mit der bestehenden chronologischen Sortierung übersehen die meisten Menschen etwa 70 Prozent des eigenen Feeds. Mit der neuen personalisierten Sortierung versuchen wir dieses Erlebnis zu verbessern.“

Sprich: Die Veränderungen gehen in Richtung der grossen Schwester Facebook, wo schon lange die Haupt- und Nebenmeldungen sortiert werden – ob es uns passt oder nicht. Bereits in den vergangenen Monaten wurde immer wieder vermutet, dass Instagram die Algorithmen verändert hat und Bilder nicht mehr allen Usern angezeigt werden. Auch bei unseren Profilen ändert sich das Like-Verhältnis von Woche zu Woche, ein Geheimrezept gibt es längst nicht mehr. Und seitdem jeder weiss, dass sich Bilder morgens zwischen 7 und 9 Uhr besonders lohnen, zieht auch dieser Trick nicht mehr.

Nun, es wäre alles halb so wild, wenn aus der einstigen Vergnügungsapp im Freundeskreis nicht längst ein wichtiges Businessmodell geworden wäre und jedes Like in bare Münze umgewandelt werden kann.

Instagram-User mit perfekt durch deklinierten Feeds und geringer Posting-Anzahl (1 bis 2 Bilder pro Tag sind das Maximum) wachsen stetig, nur lässt nach diesem intensiven Hype langsam aber sicher die Bedeutung der App nach: Sogenannte Social Influencer gibt es wie Sand am Meer, kein Mensch steigt mehr so recht durch das Angebot durch, der Impact von Markennennungen oder der Abbildung von Produkten lässt stetig nach – weil es einfach zu viel von allem gibt und aktive Links nach wie vor nicht möglich sind.

Ausserdem sind die jüngsten User schon lange weg und schicken sich hübsche Videos bei Snapchat hin und her. Selbst ich, eigentlich nicht mehr in der Hauptzielgruppe von Snapchat (18-25-jährige), schaue mir im letzten halben Jahr lieber Snaps als Instagram-Videos an. Das Phänomen ist kein neues: Alle zwei bis vier Jahre taucht ein neuer Social-Media-Kanal auf, da die vorigen Channels zu mainstream werden, monetarisiert werden müssen (Werbung in den Feeds) oder sich die Spielregeln ändern.

Nun gibt es sogar die erste Snapchat-Agentur, mitbegründet von einem Streetstyle-Pionier: Yvan Rodic alias Facehunter sieht in Snapchat ein dermaßen zukunftsträchtiges Modell, dass er die Agentur A Little Nation ins Leben gerufen hat, die Kampagnen für Brands und Influencer umsetzt.

In unserem heutigen Gesprächsstoff diskutieren wir in Team Journelles die Verschiebung der SM-Channels – und wie wertig Instagram eigentlich noch ist.

Jessie: Gut, von mir stammt die Einleitung, insofern liest man meine Ernüchterung schon raus (vielleicht erinnert ihr euch an meine Instagram-Diät letztes Jahr) – mein erster Move nach der Ankündigung? Ich habe knapp 300 Feeds gelöscht, die mir nichts bedeuten. Nur, um falschen Einschätzungen des Algorithmus zu entgehen. Ich erinnere mich noch zu gern an meine ersten Jahre (Anfang 2011 bin ich beigetreten) bei Instagram zurück: Es war längst nicht so ästhetisch, dafür spontan, authentisch und die in meinen Augen genialste App. Nun sind fünf Jahre ins Land gezogen und Instagram war auch für Journelles stets wichtig – aber eher für’s Image. Die „echte Reichweite“, wie ich sie gern nenne, haben wir auf dem Blog – und die ist mehr wert als jeder Instagram-Follower.

NICE TO KNOW:

  • Weltweit gibt es 400 Millionen Instagram-User, in Deutschland 9 Millionen
  • Snapchat User weltweit: 200 Millionen
  • Täglich werden 8 Milliarden Snaps weltweit angeschaut
  • Die erfolgreichste Instagrammerin weltweit? Selena Gomez mit 70,7 Millionen Followern, dicht gefolgt von Taylor Swift (70 Mio), Kim Kardashian (64 Mio), Ariana Grande (64 Mio) und Beyonce (63 Mio)
  • Der meist gefolgte Account der Welt ist eigentlich.. Instagram selbst mit 145 Millionen Followern.
  • Spannend daran: Instagram selbst folgt nur unter 100 Personen. Alle zwei Wochen ändert Instagram die Accounts, um somit neue Feeds zu pushen. Im vergangenen Jahr folgte Instagram dem Journelles-Account, wodurch wir unsere Reichweite innerhalb von 13 Tagen verdoppelt haben. Wem Instagram folgt, muss schliesslich spannend sein – das hat jedoch auch zur Folge, dass man nicht die spitze Zielgruppe erreicht, die man eigentlich haben möchte

 

Alexa: Ich erinnere mich noch, wie du mir Instagram gezeigt hast, Jessie! Damals dachte ich: „Das verstehe ich nie…“ Inzwischen nehme ich nach dem Aufwachen mein Handy in die Hand und schaue, was bei Instagram so geht. Es ist eine blöde Angewohnheit, denn richtig wahrnehmen tue ich die Fotos schon lange nicht mehr. Insofern finde ich diesen Test ganz cool. Auch wenn man im ersten Moment denkt: „Jetzt schreibt mir Instagram vor, was ich gut finde, oder was?!“

Laura: Instagram hat für mich mittlerweile total an Bedeutung verloren, da ich es mittlerweile nur noch als Marketing-Platform und zur Eigenvermarktung vieler Blogger sehe. Der eigentlich Zweck, nämlich seine Freunde auf dem Laufenden zu halten, ist komplett verloren gegangen. Klar, Storytelling ist das a und o auf Instagram, allerdings bin ich zunehmend gelangweilt, die immer gleichen Feeds (Gucci-Taschen, Avocado-Toast und Macarons) zu sehen. Ich denke die Veränderung ist für die App sehr wichtig um wieder persönlicher zu werden.

Jessie: Spannend, da ihr es aus der Sicht einer Privatperson seht. Ich tippe Feeds von Freunden oder Leuten, die ich gern mag oder gern ansehe, immer separat an – nur so kann ich sicher gehen, die Bilder nicht zu verpassen. Wäre es für euch denn eine Option, einfach Feeds zu reduzieren? Denn das Problem haben wir uns im Prinzip selbst eingebrockt: Wir können theoretisch jedem Menschen auf dieser Welt folgen – und tun es auch, ohne gross darüber nachzudenken.

Alexa: Labels folge ich auf Instagram zum Beispiel gar nicht mehr, das ist echt immer die gleiche Soße. Ich frage mich, warum ich eigentlich noch Instagram nutzen sollte. Du hast Recht Laura, dass viele Accounts austauschbar sind bzw. noch schlimmer: egal. Wenn man die Leute persönlich nicht kennt, dann findet man keinen Bezug dazu. Insofern verstehe ich absolut, warum Snapchat so erfolgreich ist. Das „lebt“ viel mehr.

Jessie: Das Feedback auf Snapchat ist irre! Snapchat erinnert mich wirklich an meine Bloganfänge im Jahr 2007: Direktes Feedback, sofortiger, ehrlicher Austausch, keine geschönten Bilder. Ausserdem muss man einen Snap aktiv anklicken, um ihn zu sehen: Die Reichweite ist somit wesentlich wertiger als bei Instagram. Aber: Ihr beide schaut nicht bei Snapchat rein, oder?

Laura: Nicht wirklich, ich schaue mir zwar gerne deinen Account an Jessie, aber ich selbst bin noch etwas skeptisch. Ich versuche momentan auch etwas mehr digital detox zu machen.

Alexa: Ich habe Angst vor einer neuen Sucht! Auf der anderen Seite ist es jetzt schon peinlich, wenn immer alle sagen: „Haste das auf Snapchat gesehen?“ und ich immer im Tal der Ahnungslosen hocke. Muss ich bei Snapchat aus Berufswegen her mitmachen? Da fängt es ja dann schon an, dass es nicht mehr Just for Fun ist. Ich habe das Gefühl, wenn auch der letzte Hirni (=ich) begriffen hat, wie Snapchat funktioniert, ist es nicht mehr cool. Mainstream findet auf Instagram statt, die cool kids haben Spaß auf Snapchat. Insofern clever von Instagram. Die wollen sich (noch) nicht die Butter vom Brot nehmen bzw. den Rang ablaufen lassen. Nur was würde ich eigentlich gerne sehen wollen, damit ich mich wieder Instagram inspiriert fühle? Ehrlich, keine Ahnung!

Jessie: Ja, du musst aus Berufsgründen bei Snapchat mitmachen 😉

Nur mal so in die Tüte gesprochen: Ist Instagram tot?

Laura: Ich glaube nicht, dass Instagram tot ist! Ich denke allerdings, dass es mehr und mehr an Bedeutung verliert, wenn nicht schnell gehandelt wird. Die meisten Menschen wünschen sich doch realitätsnäheren Content mit dem sie sich identifizieren können.

Alexa: Ja, irgendwie sind die Emotionen flöten gegangen. Die finden jetzt auf Snapchat statt. Boomerang ist ja ein kleiner Versuch, in die Richtung zu gehen. Mir fällt tagelang manchmal nichts ein, was ist posten könnte und dann poste ich ein Selfie, das keiner liked und fühle mich schlecht. Instagram ist an einem Punkt, wo es sich neu erfinden muss. Ich meine: Hallo, der Papst ist jetzt sogar auf Instagram! Nichts gegen Francis, aber Fotos vom Beten sind echt ’ne Ansage.

Jessie: Instagram mag nicht tot sein, aber es wird an Relevanz verlieren – es sei denn, die getestete Personalisierung setzt sich durch. Dem angeblich längst tot geweihten Facebook kann ich übrigens noch viel abgewinnen, da es für mich als News-Feed fungiert. Was für mich definitiv tot ist: Tumblr und Twitter! Früher viel genutzt, jetzt bespiele ich beides nicht mehr. Snapchat prophezeie ich in den kommenden zwei Jahren die grösste Zukunft.

Alexa: Pinterest ist meiner Meinung auch durch! Das ist alles zu wahllos. Da pinnt man sich bekloppt, hat 4 Millionen Pinnwände und im wahren Leben sieht das Wohnzimmer immer noch beschissen aus. Soziale Netzwerke sind eben oft das Gegenteil von sozial. Man ist total lost. Und deshalb ist Snapchat so das Ding gerade, da hat man das Gefühl, man nimmt an etwas teil und steht nicht wie der Depp vor der Tür einer Welt, in die man sowieso nie reinkommt.

Uns interessieren brennend eure Meinungen: Wie nutzt ihr Instagram, Facebook und Snpachat?

Kommentare

  1. lustig finde ich Alexas Teenager-Sprache… “beschissen, cool, ne Ansage, gleiche Soße, der letzte Hirni…“ :)))

  2. Facebook lediglich als Nachrichtenfeed von Seiten die ich abonniert habe darunter meist politische Themen. Instagram um ca. 20 für mich interessanten Accounts zu folgen ( Natur , outdoor) und um meine eigenen Fotos zu haben. Für mich ist und bleibt Instagram die schönste und wichtigste App. Snapchat habe ich 4 Wochen mal intensiv genutzt u a auch wegen journelles und 1-2 anderen Accounts. Muss sagen dass es zuerst interessant war aber danach wurde es nur noch qualvoll. Selbstverliebt-TV: so habe ich es zuletzt wahrgenommen. Und zum Teil leider auch fremdscham. Ganz schnelle Übersättigung. Ich glaube das ist ein Hype der in den nächsten Monaten einen extremen Höhenflug erreichen wird. Meine Prognose: in 2 Jahren ist es wieder tot evtl auch eher.

  3. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich diese ganze SM-Entwicklungen anstrengend und auch etwas unangenehm finde.

    Manchmal frage ich mich auch, in was für einer verdrehten Welt wird leben. Da gibt es echt Leute, die ihr ganzes Business auf Apps aufbauen. Hallo??? Einen vernünftiges Blog ist was handfestes, aber Apps, auf denen mittlerweile nur noch Narzissmus pur betrieben wird? Das wird den Leuten früher oder später um die Ohren fliegen.

    Instagram ist teilweise ja schon grenzwertig (diese unechten Feeds, alles schön weiß und clean und wenn ich die Hühner im Café sitzen sehe und die ihren Cappuccino kalt werden lassen, nur um das „perfekte“ Bild zu machen…. häh?) aber die Snaps, die ich mir von diversen Bloggern mit Faszination und auch Schrecken anschaue, finde ich nur noch strange. Nähe zur Zielgruppe schaffen, ok, das ist das eine, aber wen interessierts, wenn eine Bloggerin verpennt im Bett liegt und einem vorheult, wie anstrengend der Tag war (weil sie beim Sport, bei der Pedi, beim „Dinner“ war…), oder eine Bloggerin sich beim Bezahlen einer Designerhandtasche filmen lässt, oder wie sie sich einen „Avocado“-Toast reinschiebt (die Avocados-Plantagen dieser Welt dürften leergegessen worden sein), oder sich beim Laufen filmt (WTF?!?) oder diese diversen Selfie-Spiegel-Bilder an jeder Straßenecke – es wirkt auf mich mittlerweile nicht mehr näheaufbauend, sondern unangenehm selbstverliebt. Wo liegt da noch der Mehrwert?

    Aber ja, die meisten Menschen sind sicherlich in ihrem tiefsten inneren selbstverliebt und suchen jede Möglichkeit, dem eigenen Dasein Bedeutung zu geben. Das es im Internet sein muss… ist auch kein Phänomen mehr.

    Ich für meinen Teil, um meinen Kommentar nun abzuschließen, bin sehr interessiert an diesen Entwicklungen (Hobby-Antropologin), habe immer gerne Instagram benutzt, aber habe keine Lust da selbst aktivbei Snapchat mitzumischen und mich fertig zu machen wegen irgendwelchen Likes und Follower und Reichweite. Das ist alles so zerbrechlich und fragil und anstrengend. Thank God – ich habe einen schönen Offline-Beruf und finde meine Bedeutung ebenfalls offline. Ich könnte keine Nacht ruhig schlafen, wenn ich damit mein Geld verdienen müsste.

    Amen.

    So Ihr Lieben, irgendwie Dampf abgelassen und auf diesem Wege liebe Grüße aus FFM
    Anna

  4. Ich entfolge auch immer bewusst, wenn ich merke, dass ich auf über 200 Abos komme – mache mir die Mühe und gehe fast alle durch und frage mich ob mich das überhaupt noch interessiert – dafür folge ich dann auch gerne wieder neuen Accounts.
    Ich finde auch Snapchat grossartig, aber da langweilen mich die Feeds schneller und somit folge ich sehr wenigen Menschen dort – so spontan das ganze sein soll, manche können es halt unterhaltend umsetzen und manche nicht… Journelles ist bisher immer geblieben – auf Insta und auf Snapchat 🙂

  5. Vielen Dank für diese spannende Diskussion!!! Ich finde es zunächst sehr schwierig aber wahrscheinlich auch unaufhaltsam, dass nun auch bei Instagram vermehrt gefiltert wird. Das nervt mich bei Facebook schon lange. Man sieht irgendwie nur noch die Meldungen der gleichen Leute, die von denen man halt auch Sachen liked und nicht mehr alle „Freunde“. Instagram nutze ich eher als Inspirationsquelle, z.B. für neue Outfitideen. Ich verstehe, dass es viele nervt, dass alles gleich aussieht, ich persönlich finde das aber sehr ästhetisch und lasse mich von den Bildern gerne „berieseln“. Snapchat nutze ich neuerdings auch, weil ich einfach gerne Videos „drehe“ und es super lustig finde in das wahre Leben andere Personen Einblick zu erhalten. Genau das ist es ja was die Leute wollen. Mittlerweile ist das wie ich finde nur noch bei Snapchat möglich. Insgesamt haben finde ich aber alle Dienste ihre Berechtigung und ich nutzt (noch) alle. Sonnige Grüße aus Freiburg, Neele

  6. „Da pinnt man sich bekloppt, hat 4 Millionen Pinnwände und im wahren Leben sieht das Wohnzimmer immer noch beschissen aus.“

    Ich musste sehr lachen… True Story!

  7. Ich finde Snapchat klasse: Wenn auch hier viele BloggerInnen inzwischen schon inszenieren, halten die Meisten derzeit noch an einem ganz großen Vorteil der App fest. Nämlich Authentizität zu vermitteln. Mich bindet das an gewisse BloggerInnen noch mehr. Einige wenige fand ich aber im bewegten und großteils ungefilterten Bild und Ton so schrecklich klischeehaft und unsympathisch, dass ich sie glatt auf allen Kanälen aus meinem Wahrnehmungsraum verbannt habe. Im Übrigen, liebe Alexa, bist du nicht im Tal der Ahnungslosen. Mode- und Lifestyleinvolvierte sind hier sicher zugegen und uptodate, aber die Branche und das Publikum ist in Deutschland zumindest ab 25 doch endlich.
    Die Aufruhr um den Instagram-Algorithmus kann ich nur bedingt nachvollziehen. Als Privatperson: Wenn es wirklich so ist, dass man nur 30 Prozent seines Feeds mitbekommt, ist es doch toll, wenn dies auch die Inhalte sind, die für mich zählen. Talking about Wissensflut… Ob’s so funktioniert, lässt sich doch frühestens in ein paar Monaten beurteilen.
    Aus Businesssicht ist der Algorithmus und die Konsequenz für Unternehmen und UnternehmerInnen absehbar gewesen. Als Bloggerin mit einem vergleichsweise „kleinen“, aber hingebungsvoll gepflegten Account bibber ich natürlich und frage mich, ob unser Content bald überhaupt noch eine Chance hat. Wenn neue und reichweitenschwache Kanäle in Zukunft chancenlos gegen bereits etablierte sind, fänden das sicher nicht nur die Kanälebetreibenden blöd. Sondern auch viele Nutzer, die auf Instagram Inspiration nutzen.
    Generell bin ich der pessimistischen Haltung gegenüber Neuerungen im Social Web überdrüssig. Na klar dreht sich das Karussell schnell und Apps und Kommunikationskanäle verändern sich. Das ist Technik, das ist Fortschritt. Wer’s nicht will, darf aussteigen.

  8. Also abgesehen davon, dass mich die Manipulation durch den Algrythmus stört, stehe ich bei Instagram mit all denen in Kontakt, mit denen ich das will. Nachdem ihr vor Kurzem diesen lustigen Post hattet zu eurem Beginn auf Snapchat hat mich der Ehrgeiz gepackt und nun funzt es und mir macht Snapchat viel Spaß auch Ü40 🙂 Ich teile gern Inhalte, von denen ich denke, dass sie meine follower mögen und ihnen einen kleinen Einblick in die Frankurter Welt (Modewelt) ermöglichen. Was mich aber abschreckt, wie auch oben schon erzählt ist, dass sich manche Bloggerinnen gar nicht mehr im Griff haben. Sie verwechseln da manches und finden kein Maß mehr, scheint mir. Da lässt mein Interesse auch am Blog schnell nach. Insofern hoffe ich, dass mich meine Viewer noch mögen. Schöne Inspiration, shout outs und Austausch kam schon so zustande. Z.b. hatte ich mal alle meine Schuhe gezeigt und wollte wissen, was meine Leserinnen wissen wollen. Daraus entstand der Blogpost zum Stylen von flachen Schuhen, an dem ich gerade arbeite. Auf das Maß kommt es wohl an.

    Liebe Grüße aus Frankfurt von Sabina

  9. Absolut großartig, Alexa: „Pinterest ist meiner Meinung auch durch! Das ist alles zu wahllos. Da pinnt man sich bekloppt, hat 4 Millionen Pinnwände und im wahren Leben sieht das Wohnzimmer immer noch beschissen aus.“ Made my day!!

  10. Klasse Post!! Ich nutze Snapchat bewusst nicht, ist mir ganz ehrlich zu anstrengend mich da reinzufuchsen. Die Zeit nutze ich ganz ehrlich lieber abseits vom Handy oder PC, weil ich eh schon den ganzen Tag online arbeite und gehe lieber ne Runde spazieren mit meinem Freund, wo wir uns einfach erzählen, was uns so beschäftigt. 🙂

    Instagram ist für mich auch nur noch ein Tool, bei ich ganz ganz gezielt nur wenigen Personen folge, weil mich ihr Leben interessiert und sie mich inspirieren.

    Aber es erschreckt mich, welchen Aufwand manche Personen betreiben, um dort die größtmögliche Anzahl an Likes abzugreifen. Wenn dann schon manche Bloggerinen ihren Kleinkindern sauteure Gucci-Pantoffeln mit Leder an die nackten Füßchen stecken und sie im kalten Winter draußen für ein Foto posieren lassen, dann macht mich das sau wütend.

  11. Susanne sagte am

    Ich bin schon voll in der Snapchat-Sucht drin. Snapchat treibt das hohle Konsumieren von unwichtigen Dingen auf ein ganz neues Level. Mein Freund verlässt den Raum wenn ich Snapchat „gucke“. Wie ich mir dieses hohle Gelaber reinziehen kann. „Reinziehen“ ist eigentlich ein passendes Wort. Ich habe auch keine Erklärung dafür… aber es ist zu spät. Wie furchtbar es aber für euch Blogger sein muss, ständig euer Leben per Video zu dokumentieren…. Gerade bei Blogger-Events filmen sich dann alle gegenseitig und sagen „sag mal Hallo“. Eigentlich aburd und grausam.

  12. alexandra sagte am

    Ich nutze mein IG als privates Fotoalbum, das ich mit Menschen teile, die ich wirklich kenne und mag (es sind keine 30). Ich poste etwa 4-5 Bilder pro Woche. Ansonsten folge ich selbst 57 anderen Menschen (echten Menschen, keinen Firmen!). Firmen, Bloggern oder Promis folge ich nicht, schaue aber gezielt mal hier und da, was da so geposted wird. Insgesamt verbringe ich bei/mit IG pro Tag etwa 15 Minuten. Manchmal auch mehr. Seufz. Also: IG ja, aber nicht wahllos und eher im Sinne eines Sozialen Mediums im wahrsten Wortsinn. Ich bin gespannt, wie sich die Situation durch die Neuerungen ändern wird.

    Bei FB habe ich mich vor 2 Jahren abgemeldet (ist übrigens nicht so easy gewesen). Mich hat daran am Ende vieles gestört und in meinem Umfeld sind da viele weg.

    Pinterest nutze ich inzwischen nur noch gezielt, wenn ich für irgendetwas Inspiration suche oder Ideen für ein Projekt archivieren will. Das passiert maximal 1x im Monat. Vor einigen Jahren war ich exzessive Pinnerin, hab parallel zu Telefonaten gepinnt, morgens im Bett gepinnt, am Abend gepinnt… wie ein Kind mit Panini-Album.

    Snapchat hab ich eine Weile verfolgt, aber das Gepose und Inszeniere ist mir derartig unangenehm, dass ich nicht hinschauen kann. Ist für mich ein Teenie-Kanal.

    Ich folge bei Tumblr mehreren Künstlern/Fotografen, vorwiegend Asiaten und Amerikanern, die ich nicht kenne. Selber poste ich nix. Twitter findet bei mir nicht statt.

    Ich lese regelmäßig eine Handvoll Lifestyle-Blogs, darunter nur zwei deutsche (Journelles = Big Love! ). Sonst lese ich Blogs, die im weitesten Sinne mit Kultur zu tun haben. Aber ich folge interessanterweise keinem der Blogger auf IG, Snapchat oder sonstwo…

  13. Ich habe Snapchat wieder von meinem Handy gelöscht. Eigentlich hatte ich nur zwei Accounts gefolgt: Leonie von OHH COUTURE und Dir (Jessie). Ich fand beide schlimm und habe mich entschieden, dass es mir nichts gibt, fremden Leuten zuzuschauen, wie ihr eure Pakte auspackt oder bei Werbung für tolle Reisen zu begleiten. Ich fand jetzt nicht, dass sich Jessie da mehr als Leonie zurückgehalten hat (es war gerade die Zeit deines Geburtstags inclusive der Werbegeschenke und der Reise nach Santorini für Intimissimi). Auf Instagram habe ich euch noch nicht entfolgt, da ist man schnell durch gescrollt und kann sich noch eher inspirieren lassen, als bei einem Videofilmchen, wo man ja dann doch die komplette Breitseite der Inszenierung mitbekommt.

    Emilia

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