Fashion Week Stockholm: Die wichtigsten Trends und schönsten Looks für Frühjahr/Sommer 2018

Gerade habe ich euch virtuell erst mit nach Stockholm genommen und euch dort meine 15 Insider-Tipps vorgestellt, schon richten wir unseren Blick erneut auf die skandinavische Hauptstadt – der Stockholm Fashion Week sei Dank.

Dort stellten die schwedischen Labels gerade ihre Kollektionen für das nächste Frühjahr und den Sommer 2018 vor, auf den wir uns hier schon sehr freuen. Können wir nicht einmal den Winter überspringen und im nächsten Sommer gleich mit 25 Grad und Sonnenschein weitermachen?

Whyred

Bei Whyred wurde es für skandinavische Verhältnisse ziemlich bunt. Das lag daran, dass sich Kreativdirektor Roland Hjort die 80er-Jahre als Vorbild genommen hatte – darauf wiesen nicht nur diverse Blau- und Rosatöne hin, sondern auch Details wie Puffärmel, gecroppte Jeansjacken und Pumps mit hohem Zehausschnitt.

Wer das Label gut kennt, der weiß, dass Hjort bisher in jeder Kollektion eine Anspielung auf seinen Großvater einbrachte, den berühmten Maler Sven „X:et“ Leonard Erixson. Diesmal wurde die Familie aber außen vor gelassen und Hjort griff selbst zur Schere und erstellte Collagen. Herauskamen Prints, die wir im nächsten Sommer auf Power Suits und weit schwingenden Kaftanen tragen dürfen. Eine gute Mischung aus Kunst, tragbaren Stücken und Power-Looks wie glänzenden Anzügen – sozusagen das Best-of des skandinavischen Stils.

Rodebjer

Wie man die Kollektion von Designerin Carin Rodebjer am besten beschreiben kann? „Life is so complicated, sometimes you have so much to do you don’t want to style yourself every day“, so die zweifache Mutter. Ganz genau das ist die Devise beim Label: Funktionalität trifft auf Stil – und herauskommen ultimative Kleiderschrank-Klassiker wie hautenge Midi-Kleider in Pastellfarben, Power Suits und Basics in Navyblau. Rodebjer möchte ein Teil unseres Daily Lifes sein – und mit dem alltäglichen Griff in den Kleiderschrank zu ihren hochwertigen No-Brainer-Basics ist sie das auf jeden Fall, jede Saison aufs Neue.

ATP Atelier

Der Newcomer in Sachen Schuhe ist in den letzten Monaten das schwedische Accessoires-Label ATP Atelier. Dahinter stecken die beiden kreativen Köpfe Maj-La Pizzelli, die vorher das Label How gründete und lange Zeit bei Filippa K tätig war, sowie Jonas Clason, der Co-Founder von Whyred ist, die ATP 2011 ins Leben riefen. Mittlerweile haben sie sich mit ihren hochwertigen Handtaschen und Schuhen, die in Schweden designt und in Italien mit pflanzlich gegerbtem Leder produziert werden, einen Namen gemacht. Die Sandalen mit dem Namen Rosa: ein echter Klassiker.

Auch in der neuen Kollektion für den nächsten Sommer sind wieder jede Menge Shoe-Crushs dabei: Snakeskin-Mules aus butterweichem Leder, Slingback-Pumps in der Akzentfarbe Rot und Handtaschen in zartem Babyrosa – ganz große Habenwollen-Gefühle kommen da auf. Präsentiert wurde das ganze übrigens in einer toll eingerichteten Wohnung in Stockholm, in der die Models gemütlich auf der Couch lümmelten, Zeitung lasen und strickten. Da weiß jemand, was skandinavische Gemütlichkeit ist…

House of Dagmar

Vom Regen in die Traufe – oder so ähnlich. Das war das Motto bei den Schwestern von Dagmar, die bei ihrer neuen Kollektion farblich mit Kobaltblau starteten, dann mit Schwarz weitermachten und am Ende bei buttergelben Looks ankamen. Die stärksten Looks des Labels bleiben jedoch weiterhin monochrom, mehr braucht es bei den klaren Schnitten nämlich nicht.

Trotzdem war die Kollektion nicht ganz so minimalistisch wie die der schwedischen Kollegen, die Dagmar-Girls punkteten mit asymmetrischen Fransenpullovern, drapierten Tops, Layering Looks und gecroppten, doppelreihigen Blazern – Power Dressing auf die feminine Art.

Totême

Lang erwartet und heiß ersehnt – die Totême-Kollektion von Ex-Modebloggerin Elin Kling. Die hat ja jetzt auch (endlich!) einen eigenen Store in der schwedischen Hauptstadt und präsentierte jetzt mit Ehemann Karl Lindman das erste Mal auf der Stockholm Fashion Week ihre 18 Looks für den nächsten Sommer. Die waren Totême-typisch minimalistisch, mit dem klassischen Logo-Print des Labels und erinnerten mich vom Stil sehr an The Row – auf eine positive Art und Weise.

Die Herausgeberin des Styleby-Magazins hat es geschafft, ihren Stil komplett in eine Stil-Linie zu transferieren, Respekt dafür! Nächsten Sommer dann also der Kling-to-Go-Look für alle!

Fazit

Die Schweden erfinden das skandinavische Rad nicht neu, legen aber mit mehr Farben und gewagteren Schnitten einen Zahn zu – Power Dressing at its best!

Merke: Blazer und Anzughosen bleiben uns auch im nächsten Jahr erhalten, genauso wie V-Pumps (auch Toe-Cleavage genannt) und ein Hauch der 80er-Jahre. Na hoffentlich feiert nach den Haar-Looks von Whyred nicht auch noch die Dauerwelle ihr Comeback – möglich wärs aber, oder Ari?!

Fotos via fashionweek.se

Kommentare

  1. Erster Gedanke? Bis auf ATP gefällt mir leider gar nichts. Schon die Mode im Header (Totême!!) sieht untragbar und selbst wenn, einfach sackartig aus. Was ist denn los mit den Schweden? Schade, da kennt man sonst innovativeres.

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