Vintage Vibes: Die schönsten Fashion-Looks der letzten Jahrzehnte neu interpretiert

Oldies but Goldies – jap, wir tragen die Looks der 80er und 90er wieder!

Sag niemals nie! Das ist in der Mode das Anker-Tattoo unter den Sprichwörtern: es ist niemals falsch, trendresistent und wird sich immer durchsetzen. Denn was gestern noch „out“ war, feiert morgen schon sein Comeback und ist übermorgen schon wieder total überholt.

Kein Wunder, dass bei diesem Tempo die Fantasie manchmal auf der Strecke bleibt. Woher sollen Designer noch Inspirationen für die x-te Kollektion im Jahr nehmen? Was soll noch neu erfunden werden, wenn es doch schon alles gibt? Da hilft oft nur ein Blick in die Vergangenheit als Inspirationsquelle.

Nach unserem tollen Closet Diary mit Erin Meehan, der Designerin von Agolde Denim, direkt aus Los Angeles mit einer gehörigen Prise Vintage Vibes, waren wir alle begeistert. Besonders von ihrer Instagram-Empfehlung @simplicitycity. Der Account sammelt die schönsten Modefotos vergangener Jahrzehnte und liegt damit laut aktuellem Trend genau richtig: Loafers, Baskenmützen, übergroße Strickpullover und die Levi’s 501 – sie alle fanden ihren Weg aus Muttis Kleiderschrank in unseren und sind seitdem heiß geliebt und omnipräsent in den Sozialen Medien.

Inspiriert davon, haben wir euch die schönsten Looks des Accounts noch einmal mit aktuellen Teilen aus den Onlineshops nachgestylt und sind jetzt selbst im absoluten Shopping-Fieber: „Mama, hast du noch deine alte…?“

Cord-Mania

An dieser Stelle muss ich nicht erwähnen wie umstritten der Biologielehrer-Stoff noch ist. Wir aber stehen zu unserer wiederbelebten Leidenschaft und haben uns hier schon vor Monaten als wahre Cordfans geoutet – vor allem die Cordhose in Rosa ist ein Dauerbrenner in meinem Kleiderschrank. Aber auch dieses Modell in Cognacbraun hat es mir angetan – schließlich ist Braun das neue Schwarz.

French Chic

Ob diese hübsche Brünette die Jeanne Damas der 90er-Jahre war? Vielleicht. Eine weiße Hose, dazu ein klassisch gestreiftes Shirt, eine dunkelblaue Cabanjacke und on top die Baskenmütze. Ahoi, Seemann, der Matrosen-Look trifft auf French Vibes. Und hier kommt auch nochmal der Beweis für alle, dass eine Bauchtasche nicht nur was für professionelle Flohmarkt-Händler ist…

Denim Days

Alltagsuniform #alldayeveryday: Jeans und Loafers. Ein klassisches Outfit eben, das bequem, chic und perfekt ist, um es im Büro zu tragen. Abends kommt noch ein Blazer drüber und roter Lippenstift auf die Lippen – et voilá!

Leggings

Zugegeben, um Steg-Leggings habe ich  bis heute einen großen Bogen gemacht. Für die, die nicht wissen, wovon ich spreche: Das sind Leggings aus den 80er-Jahren mit einem Band am Beinende, durch das man mit dem Fuß hineinschlüpft – eigentlich dafür gedacht, dass die Hose nicht aus den Stiefeln rutscht, beim Skifahrern ein sehr beliebtes Teil. Wesentlich cooler ist da die Tragevariante mit Heels, Loafern oder Ballerinas.

Power Suits

Die Power Suits lassen mich einfach nicht los. Dieses Foto stammt aus der französischen Marie Claire von 1990 – und mal ehrlich, den kompletten Look haben viele von uns genauso im Kleiderschrank hängen: ein schwarzer Anzug, eine rote Tasche und meine Ray-Ban Sonnenbrille mit runden Gläsern passt perfekt. Nächster Office-Gear-Look?

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.