German Press Days Recap – Unsere Editor Picks für Spring Summer 2018

Schwups, schon sind sie wieder vorbei – die German Pressdays! Wir haben unsere Favoriten für den nächsten Sommer für euch zusammengefasst

Die letzten Tage habe ich im Auto verbracht – bin hin und hergerast, von einem Gebäude zum nächsten gehetzt und habe unglaublich viel Smalltalk betrieben. Das alles waren aber nur Nebensachen, denn eigentlich war ich für euch unterwegs, um die neuesten Trends für die kommende Saison zu entdecken. Was tragen wir im Sommer für Schmuck, ohne welche Schuhe geht gar nichts mehr – eine Labelneuentdeckung habe ich auch gemacht. Los geht’s mit meinen ganz persönlichen Favoriten der German Press Days:

Neu entdeckt:

Fangen wir gleich mit dem heißen Scheiß an. Ich habe ein neues Label entdeckt und bin hin und weg. Es kommt aus Deutschland, heißt Belize und wird der Renner in Sachen Summerdressing – erinnert mich sehr an den General Store aus Los Angeles und könnte dort sofort an einer der Kleiderstangen hängen. Hinter dem Label stecken zwei starke Frauen, die Kleidung wird in Bulgarien gefertigt, die Stickereien in Indien, die Spitze in Österreich und die Materialien in Italien. Herauskommen wunderschöne Kleider, die an ländliche Umgebungen erinnern, weit fallen und sofort den Model-off-Duty-Look verleihen. Lucy Williams wäre bestimmt Fan, die Girls von Man Repeller sind es schon…

Alltime Favourite Label:

Stine Goya! Schon bei der Fashion Show am Kopenhagener Hafen hatte ich die kunterbunte Kollektion bestaunt und war ins Träumen geraten. Sternenprints, Monddrucke, One-Line-Drawings! Bitte einmal alles in meinen Kleiderschrank, so eine Garderobe sieht nämlich nicht nur gut aus, sie macht auch glücklich. Und deswegen ziehen wir uns ja jeden Morgen so gerne an: Weil die richtige Kleidung uns das richtige Gefühl vermittelt.

Der Trend:

Ist zwar nicht unbedingt neu, dafür umso ausdrucksstärker: Power Dressing ist immer noch ein ganz großes Thema und das wird sich auch in der nächsten Saison nicht ändern. Doppelreihige Modelle sind meine persönlichen Favoriten, nachdem jetzt jeder hoffentlich ein schwarzes Basic-Modell im Schrank hat, dürfen im Frühjahr die hellen und knalligen Modelle geshoppt werden. Ob knallrot vom französischen Label Tara Jarmon oder kariert von den Ungaren von Áeron – Hauptsache der Schnitt ist lässig!

Da freuen sich vielleicht die Füße, aber nicht unbedingt unsere Augen. Ugly Sneakers sind zurück und bleiben auch den Sommer über relevant. Ob von Filling Pieces in 90er-Jahre Anlehnung oder in der doch gar nicht so hässlichen Variante vom veganen Label Veja – bequem ist der Trend auf jeden Fall. Vielleicht wagen wir uns ja doch noch irgendwann dran…

Der schönste Schmuck:

Den machen weiterhin unsere zwei Lieblingsgirls namens Malaika Raiss und Jane Kønig. Bei Malaika finden wir besonders die Ketten mit den vielen Anhängern toll – die eignen sich bestimmt besonders gut zum Layern mit anderen Modellen – die dänische Schmuckdesignerin kann wiederrum Statement-Ohrringe ganz besonders gut! Da setze ich auf zwei Sprichwörter: Wer die Wahl hat, hat die Qual und mehr ist mehr!

Das Statement-Piece:

So, Freunde. An dieser Stelle mach ich Nägel mit Köpfen und fordere meinen gesamten Freundeskreis hiermit auf, so schnell es geht zu heiraten. Ich möchte nämlich unbedingt ganz viele Hochzeitsgastkleider tragen. Eines davon wäre sicherlich dieses traumhafte gelbe Küken-Kleid von Tara Jarmon. Darin kann man nur gen Sonnenaufgang tanzen und die Liebe feiern.

Accessoires-Liebe:

News News News aus dem Hause Sandro Paris. Das französische Label hat im letzten Jahr erfolgreich ihre Accessoires-Linie erneut aufgelegt und verzaubert uns seitdem noch mehr mit seinen Taschen und Schuhen, nein, jetzt erweitert es diesen Bereich noch einmal mehr. Sonnenbrillen gibt es demnächst auch zu kaufen und die sind ziemlich cool, oder was sagt ihr?

Mein Lieblingseyewear-Label kommt aber nicht aus dem Land des Baguettes, sondern aus dem Knödel-Heaven. Andy Wolf Eyewear ist ein österreichisches Label und eine Brille von ihnen steht schon seit Jahren auf meiner Wunschliste. Die Modelle sind alle besonders, extrem komfortabel zu tragen und es gibt sie in 1000 Varianten! Ganz neu Repertoire sind Sichtgläser mit getönten Brillen (für die würde ich sogar zu Fensterglas greifen) und kleine abgespacte Brillen à la Matrix. Die tragen mittlerweile sogar Rihanna, Gigi Hadid und Kendall Jenner und machten das kleine Eyewear-Brand damit international bekannt. Weiter so!

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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Eine Antwort auf „German Press Days Recap – Unsere Editor Picks für Spring Summer 2018“

Tolle Auswahl. Stine Goya ist einfach immer mega.
Achtung: Veja ist kein rein veganes Label. Die Produkte werden ethischkorrekt Produziert, es gibt allerdings (leider) großteils Schuhe mit/aus Leder. Es gibt jedoch eine vegane Linie.

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.