Die 5 wichtigsten Trendlektionen aus der Ganni Kollektion F/W 17/18

Gestern zeigte Ganni auf der Kopenhagen Fashion Week die neue Kollektion für den Herbst. Wir haben für euch zusammengefasst, was wir davon auf jeden Fall tragen wollen

Love Society. Das Motto der Ganni Kollektion für den nächsten Herbst Winter. Und auch wir sind mal wieder „in love“ mit dem dänischen Überflieger-Label. Die gezeigte Kollektion ist zwar um einiges ruhiger und erwachsener geworden als letzte Saison, aber dafür nicht weniger wegweisend und cool.

Für die neue Kollektion hat sich Creative Director Ditte Reffstrup mit aktuellen Themen wie dem Klimawandel, der politischen Lage und der amerikanischen Pop-Kultur auseinander gesetzt:

Ich halte an dem Ideal einer liebenden, achtsamen Gesellschaft fest. Eine, die den Dialog sucht, uns auffordert zusammenzustehen und aufeinander acht zu geben. Mit Liebe gibt es immer Hoffnung.

Und mit dieser Aussage stimmen wir überein. Ein Grund, warum es gerade so wichtig ist, mit dem, was wir hier tun – nämlich über die schönen Dinge des Lebens zu berichten – nicht aufzuhören.

Deswegen bitte einmal das Schulbuch für Trendlektionen aufschlagen und den Stift spitzen, denn Ganni gibt uns Hausaufgaben in Sachen Mode für den nächsten Herbst:

Pinafore

Pina-was? Richtig gehört und vor allem gemerkt. Pinafore-Kleider kennen wir alle: Von den Fotos unserer Ur-Omas. Die berühmten weißen Schürzenkleider mit Rüschen daran, die im 19. Jahrhundert vor allem von Kindern getragen wurden. Und auch wenn die Kleider von Ganni keine klassische Schürzenkleider (wie sexy ist der Begriff?!) sind, so erinnern sie doch ein bisschen an ein vergangenes Jahrzehnt und vielleicht auch an bereits vergangene Weiblichkeit. Dass die jetzt aber zurückkehrt, ist dank Alexa ja nichts neues mehr für uns – und Rüschen lieben wir ja eh heiß und innig.

Karos

Wer denkt, dass Karo ein einfaches Trend-Thema ist, der irrt. Denn schon das kleine Einmaleins der Karomuster beinhaltet Wörter wie Glencheck, Vichy, Hahnentritt, Prince-of-Wales, Pepita und Argyle. Verwirrt? Hier kommt die Kurzfassung: Was wir bei Ganni sehen ist Glencheck, oft mit dem Prince-of-Wales-Check verwechselt (passiert euch jetzt aber natürlich nicht mehr!). Typisch für das Muster sind die einzelnen Felder, die sich je nach Webart stark voneinander unterscheiden können. Begleitet uns im Herbst noch öfter – Stichwort Power Dressing!

New Romance

Da ist es ja schon wieder, das bereits angesprochene Comeback der Weiblichkeit und Opulenz. Nach Gucci kommt jetzt Ganni und obwohl ich eigentlich kein Romantiker bin, würde ich zum bevorstehenden Valentinstag doch glatt eines der reich bestickten Kleider tragen. Also am besten alles Herzförmige und leicht Kitschige vom 14. Februar aufheben und dann in acht Monaten, wenn der Herbst wieder da ist, rausholen.

Hoodie

Gekommen, um zu bleiben. Den Hoodie-Trend werden wir wohl auch die nächsten Saisons nicht los, viel zu gemütlich und vielseitig ist der Trend (wie Jessie hier bewiesen hat). Ich habe tatsächlich immer noch kein Modell – außer meinem alten Abi-Pullover, aber den will wirklich keiner mehr sehen – und überlege jetzt nach Ganni, ob ich nicht doch einen brauche. Was meint ihr? Muss man haben? Kann man lassen?

Leo

Ein Hoch auf Leo. Ich habe ja schon wie verrückt das Comeback des Leo-Fellmantels gefeiert (auch wenn ich immer noch nicht das passende Modell gefunden habe), bin schon ewig auf der Suche nach Leo-Booties und dank Ganni zieht bald vielleicht auch die Leo-Unterwäsche (!) bei mir ein. Weil Animal-Print eben doch stilvoll geht, gerade in Kombi mit einem seriösen Blazer und coolen Boots.

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.