Farewell, Journelles!

Liebe Jessie,  

Heute ist ein besonderer Tag und er löst in mir allerhand Gefühle aus. Na gut, ich beginne ganz von vorne. 

So gerne erzähle ich die Anekdote, wie wir uns kennenlernten und dass ich meinen Job quasi im Lotto – nunja, nicht ganz – aber auf deinem Blog gewonnen habe.

Denn nachdem ich Glückspilz 2014 auf Journelles ausgelost wurde und bei Unger für einen großen Batzen Geld shoppen durfte, kamen wir erstmals in Kontakt.

Ein persönliches Treffen kam erst drei Jahre später zustande, als du dich von deiner damaligen Agentur getrennt hattest und nach einer Managerin Ausschau hieltst. Ich war zeitgleich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, meine Bewerbung an dich schlummerte schon in den Entwürfen und du kamst mir mit einer spontanen Nachricht bei Facebook (ja es ist wirklich lange her) zuvor, um zu fragen, ob ich mir vorstellen könnte in dein Team zu kommen. Es war wie Gedankenübertragung und schon während unseres Treffens, wussten wir, es ist ein „match made in heaven“. Ich hatte den Job und du somit eine neue Managerin!

Vor genau fünf Jahren habe ich also als deine Managerin begonnen und ich erinnere mich noch genau, wie ich voller Vorfreude, einem Kribbeln im Bauch und einem Blumenstrauß in der Hand, vor deiner Tür im alten Büro stand und es kaum erwarten konnte zu erfahren, welches Abenteuer mich in deinem Team erwarten würde.  Meine Erwartungen an diese Reise wurde nicht enttäuscht, denn ich sollte dem inspirierendsten, aufregendsten und intensivsten Lebensabschnitt entgegensehen, den ich bisher erleben durfte.  

Langeweile adé!

Das Wort Langeweile löschte ich direkt aus meinem Wortschatz, denn ein Highlight löste das nächste ab. Um nur ein paar Wenige zu nennen: Das exklusive Shooting mit H&M x Erdem, der Jouur Pop-Up im Kadewe, unsere Reise nach Mailand im Januar 2018 mit Campari, meine Reise nach Paris mit Dr. Hauschka und die nach Kopenhagen mit Louis Poulsen. Ich werde diese Erlebnisse wohl nie vergessen.

Das erste große Projekt

Das Jahresende sollte mein großer Anfang werden und mit unserem damals noch neunköpfiges Team startete ich direkt in mein erstes großes Projekt: Der Adventskalender sollte einen Neuanstrich bekommen.

Für 24 Türchen in der Vorweihnachtszeit zauberten wir ein neues Konzept, Design, einen neuen Namen – das Gift Special – und wirklich mega Partner, wie Mercedes-Benz, Mytheresa und das Kadewe waren dabei.

Es war ein voller Erfolg und, soviel will ich vorweg nehmen, wir konnten, sogar trotz geringerer (wo-)man-Power, in den Folgejahren damit wachsen.

Think BIG!

Das nächste große Ding stand schon vor der Tür, denn unser Motto 2018 war: THINK BIG!

Ein eigener Pop-Up Store mit Produkten und Partnern, die wir lieben und Events, die wirklich interessieren! Damit war die Idee des Journelles Marché geboren.

Vier Monate Vorbereitung, Fleiß, Schweiß, ein paar Tränen und etliche schlaflose Nächte später, war unser Mammutprojekt real geworden und unsere Power hat uns förmlich umgehauen. 

Wir bespielten einen Monat lang eine Fläche von über hundert Quadratmetern am Alexanderplatz in unserm eigenen German Design Store mit einer exklusiven Selektion an Mode, Beauty, Accessoires und Interior-Produkten, eine Design-Kollaboration in Form eines Tisches in Zusammenarbeit mit OUT, einem eigenen Blumenladen und einem Kaffee. Jedes Wochenende Programm: Opening Party, Oh Hey Beauty Days, Panel Day mit Shes Mercedes, exklusives Pre-Opening Dinner zur Mercedes-Benz Fashion Week. WOW!

Wenn ich mir das jetzt anschaue, kann ich es kaum glauben, dass wir das echt SELBST gemacht haben!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Love in your tummy!

Aber da war ja noch was Großes, was sich noch bis zum Launch des Marché verstecken ließ: dein Bauch wurde immer größer und du warst in freudiger Erwartung mit dem kleinen Louis.
Da hast du mir zum ersten mal dein „erstes Baby“, Journelles, während des Mutterschutzes anvertraut.
Während der nächsten Monate hielt ich im Office die Stellung und habe die Teamleitung übernehmen dürfen.
Im November erblickte der kleine Mann das Licht der Welt und du warst auf einmal Mama von zwei Jungs.

Parallel zu deinem geplanten Familienzuwachs, verkleinerte sich unser Team und wir stellten uns auf einen neuen Rhythmus und auf neue Themen ein: Journelles sollte kein Mamablog werden, aber wir gingen mit dem Flow und etablierten eine neue Eventreihe: Den Bruch Club. Mit dem Fokus „Vereinbarkeit von Familie und Job“ entstand folgendes Programm: Eine Barre-Class, ein Brunch im angesagtesten Café der Stadt und drei inspirierende, ehrliche und mutmachende Talks von Müttern die ihre Geschichte erzählen.

Die Zeit richtig genutzt!

Ich kann gar nicht mehr aufzählen, wie viele Veranstaltungen ich in den letzten Jahren im Namen von Journelles besuchen durfte.

Ganz besonders gerne erinnere ich mich aber an unsere gemeinsame Reise nach München zu dem Clash de Cartier – Event.

Ich betone gerne, dass der Job nicht nur glamouröse Seiten hat, aber hey, dieses Event hat wirklich vor Schönheit gefunkelt und wir haben bis morgens früh die Tanzfläche unsicher gemacht, was für ein Spaß!

Zum Glück haben wir die Zeit genutzt, denn dieser Abend sollte auch vorerst die letzte große Veranstaltung gewesen sein.

Locked down aber hochmotiviert

Kurz nach der Fashion Week 2020, erreichte uns im März in Deutschland das Corona-Virus und wir machten das Büro zu, um digital an unserer Vision weiter zu werkeln.

Kurzarbeit und Homeoffice: Wo andere aufgeben wollten, sahen wir eine Chance zu motivieren.
Wir haben im Lockdown unsere Reichweite genutzt und zwei große digitale Initiativen gestartet, um kleine Businesses zu unterstützen und mit denen sich unsere Follower vernetzen und motivieren konnten. Zoom-Calls mit unseren Partnern machte meine Arbeit so persönlich wie nie zuvor und aus langjährigen Partnerschaften wurden zu guten Bekannte und Freunden.

Das war eine Zeit, in der uns klar wurde, wie wichtig unsere Arbeit ist und wie sozial Social Media sein kann. Trotz weltweiter Krise konnten wir auf Journelles mit Inhalten unterhalten, ablenken und Freude schenken.

Eine eigene Mini-Journelles Kollektion konnte den Sommer in diesem dunklen Jahr ein wenig erhellen, an der wir viele Monate gemeinsam mit dem Team von mit Kauf dich Glücklich gearbeitet haben.

Unseren Hashtag #stayhomestaychic haben wir wörtlich genommen und pünktlich zum nächsten Lockdown launchte unsere Homewear-Kollektion mit dem Berliner Label 10k. Oh my, das sind wirklich die schönsten Trainingsanzüge geworden und ich habe zuhause nichts anderes mehr getragen. Ich liebe immer noch die schönen Bilder von dem Shooting mit dir, Charlene und den Kids.

Das erste Event

Mein persönlicher Lichtblick nach dem zweiten Lockdown, war unser wunderschönes Dinner zur Art Week im Herbst 2020. Nach so langer Zeit in den eigenen vier Wänden und eingeschränkten Kontakten, war es beinahe surreal, vierzig Frauen in einem geschlossenen Raum ins Kunsthaus Tacheles einzuladen, um die Kunst von sechs talentierten Künstlerinnen zu erleben und gemeinsam zu dinieren. Zunächst das Bangen, ob es nach wochenlanger Vorbereitung auch wirklich stattfinden kann, dann die Erleichterung und das wunderbare Gefühl des Beisammenseins.

Dein glitzernder Mantel von William Fan an dem Abend war so ein Knaller, dass es von deinem kleinen Geheimnis ablenken konnte – denn du warst schwanger, dieses Mal mit der kleinen Cleo.

Babypause

Ein zweites Jahr Pandemie stand uns bevor, dein Nachwuchs sollte im Frühjahr kommen und wir bereiteten uns auf eine längere Babypause vor. Das Team schrumpfte um eine weitere Person und wir fanden neue Unterstützung, die uns kurz vor der Geburt wieder verließ. Weitersuchen, nochmal einarbeiten – keine Chance! Dafür reichten weder Zeit noch die Kapazitäten.

Ein zweites Mal durfte ich das Steuerrad übernehmen, um dir während der Babypause mit deinem vollem Vertrauen den Rücken freizuhalten.  

Wunder und der Platzmangel

Euer kleines Wunder, die süße Cleo kam im Mai zur Welt und euer Glück war damit perfekt. Das einzige Problem: Der Platz – ein Haus musste her! Die Suche war mühsam, aber Ende des Jahres solltet ihr Erfolg haben. Nach der großen Renovierung eurer Wohnung 2019 und den damit verbundenen Kooperationen, war ich ab dem ersten Moment voller Vorfreude auf das große Projekt und die Herausforderung, die richtigen Partner zu finden.

Welcome to my crib

Bis die Pläne von eurem Traumhaus konkreter werden sollten, durfte ich die Türen zu meiner Wohnung öffnen und sie in einer Homestory auf Journelles vorstellen. Unterstützt von unseren tollen Langzeitpartnern, Caparol Icons, Design Bestseller und Jotex, renovierte ich über mehrere Wochen nach Feierabend meine Wohnung. Das ein oder andere Möbelstück wurde ausgetauscht und andere habe ich mit Unterstützung selbst gebaut.

Puh! Als der Artikel online ging, war ich ganz schön aufgeregt, aber ich liebe das Ergebnis nach wie vor sehr.

Businesstrip aka Urlaub

Im Spätsommer saßen wir drei – Du, Cleo und ich – frisch geimpft im Flieger für die Copenhagen Fashion Week auf Einladung von MalaikaRaiss und unseren Freunden von Dr. Hauschka.

Auch wenn es eigentlich eine geschäftliche Reise war, fühlte es sich nach einem kleinen Urlaub an. Unsere Gespräche, den ausgiebigen Stadtbummel, Spaziergänge und vor allem unsere gemeinsame Freude an kulinarischen Attraktionen – die Erinnerung an den Trip lässt mich ein Jahr später immer noch strahlen.

Dream Team

Im Office gab es viel zu tun, das vierte Quartal war seit jeher unsere wichtigste und intensivste Phase im Jahr.
Dabei fällt mir ein, wie häufig mir immer wieder mit Staunen begegnet wurde, bei der Antwort auf die Frage, wie viele Mitarbeiter wir haben, dass unser „dream team“ nur aus uns beiden besteht.

Die Weihnachtszeit inklusive Black Friday und Adventskalender stand uns also auch in diesem Jahr wieder bevor und wir waren auch bei diesem Großprojekt nur zu zweit und ich kann es selbst kaum glauben, dass wir uns, wie in jedem Jahr, noch haben steigern können.

Wendepunkt und die Kunst

Die Wintermonate und eine Wendung in meinem Privatleben brachten mich zurück an die Leinwand. Tagsüber arbeitete ich an der Umsetzung des Gift Specials und abends vertiefte ich mich in die Welt der Farben. Aus einem Zeitvertreib und Ablenkung wurde ein Raum voller Bilder, den ich nicht mehr für mich behalten konnte. So nutzte ich die Chance, meine Kunstwerke im Frühjahr auszustellen und wurde überwältigt von dem liebevollen Feedback, das mir entgegengebracht wurde. Ganz besonders war ich von deiner Unterstützung gerührt und ich bin dir so dankbar für deine lieben Worte an diesem Tag meiner Ausstellung. Deine Fürsprache hat mir so viel bedeutet. <3

Endlich ein Podcast!

Auch für Journelles und deine Familie sollte das Jahr 2022 eine große Veränderung bereithalten, denn ihr habt endlich euer Traumhaus gefunden. Die Geschichte, wie ihr dazu gekommen seid, ist so besonders, dass sie auch bis ins Detail erzählt werden musste.

Viele Jahre schon hing ich dir in den Ohren, dass wir einen Podcast starten müssen. Und ENDLICH haben wir das richtige Thema gefunden. Den besten Partner dafür hattest du bereits lange Jahre an deiner Seite: Deinen Mann Johan. Vermarktung und Produktion wurde von der Expertin Julia und ihrem Team übernommen und das neue Baby „Maison Journelles – wir kaufen ein Haus“ war geboren.

Negative Nachrichten und positive Testergebnisse

Bei aller persönlicher Euphorie über neue Projekte, erreichten uns beängstigende Nachrichten über den Krieg in der Ukraine. Durch die zugespitzte Lage des Weltgeschehens, war die fortwährende Pandemie beinahe in Vergessenheit geraten. Unschön wurde ich in aller Vorfreude auf unser erstes Event, nach über eineinhalb Jahren Pause, mit einem positiven Testergebnis überrascht. Genau einen Tag vor unserem exklusiven Opening-Dinner anlässlich der Mercedes-Benz Fashion Week hatte mich das Virus nun auch ziemlich erwischt. Fomo galore! Denn ich hatte mich nach Wochen der detaillierten Planung so sehr auf den Tag gefreut und konnte nur digital mitverfolgen, wie wunderschön und hoffnungsvoll dieser Abend mit unseren Gästinnen war. Wir konnten erneut unsere Plattform nutzen, Stimmen aus der Ukraine Gehör verschaffen, sammelten Spenden und klärten über Möglichkeiten auf, wie man wirklich vor Ort helfen kann.

Genau diese Momente haben mich immer besonders stolz gemacht, an deiner Seite zu stehen und mit dir gemeinsam an diesen Projekten arbeiten zu können: Reichweite dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird und gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Auch wenn es im bigger picture nur Babysteps sind, haben sie einen Impact: Vor allem machen diese Schritte nämlich Mut. Mut dazu, etwas bewegen zu können, wenn man nur möchte und gemeinsam dafür einsteht.

Ja, deinen Mut, für deine eigene Vision einzustehen, deinen Traum zu leben und dir IMMER treu zu bleiben – no matter what – das schätze ich wirklich so sehr und damit konntest du mich immer wieder aufs Neue beeindrucken.

Du hast es geschafft mit Journelles bald zehn Jahre lang deine Leserinnen auf deinem Weg mitzunehmen und inspirierst viele tausend Menschen täglich mit deinen Worten und den Dingen die dein Leben bereichern. Fünf Jahre davon, durfte ich diese Reise an deiner Seite mitgestalten. Wir haben die Welt von Journelles 360 Grad erlebbar gemacht, unsere Sprache ist noch persönlicher geworden und die Verbindung zu unseren Leserinnen konnten wir noch weiter intensivieren. Journelles, das größte unabhängige Modeblogazine hat sich unfassbar weiterentwickelt und ist mit all unseren tollen Geschichten, Kooperationen und Projekten zu einer ausgereiften Lifestylebrand mit Tiefgang gewachsen –  damit auch ein kraftvolles, hochkarätiges Netzwerk.

Ich bin wirklich wahnsinnig stolz, dass ich dich so eine lange Zeit auf diesem besonderen Weg begleiten und unterstützen durfte. Dankbar bin ich vor allem für dein Vertrauen in meine Ideen und die Freiheiten, all diese schönen Projekte umsetzen zu können. <3

Für mich bist und bleibst du eine Visionärin, Vorbild und einer der wichtigsten Menschen, mit denen ich in meiner Karriere arbeiten und auch persönlich viel Zeit verbringen durfte. 

Danke, für die letzten fünf Jahre voller Inspiration, Vertrauen und einer respektvollen Zusammenarbeit auf Augenhöhe!  

Während ich diese Zeilen schreibe, kullern mir die Tränen runter. Fünf Jahre – das waren 1.215 Arbeitstage abzüglich der Urlaubstage, zu denen du mich häufig hast drängen musstest, sie zu nehmen.

Ich mochte kaum einen Tag der letzten Jahre missen und doch ist jetzt dieser Tag gekommen, an dem ich mich verabschiede, um mich einem neuen Lebensabschnitt und neuen Projekten zu widmen.  

Oh my, ich weiss es ganz genau, ich werde so Vieles vermissen, doch beruhigt bin ich zu wissen, dass mein Aufgabenbereich und unsere hochgeschätzten Partnerschaften ab September in guten Händen sind, denn ich könnte mir keine bessere Nachfolgerin als Lisa vorstellen. <3

Somit möchte ich diese wundervolle Reise mit großer Dankbarkeit an dich beenden und bin voller Hoffnung, dass wir uns in Freundschaft, bei einer guten Flasche Wein und einem Dutzend Austern ganz bald wieder sehen.  

Farewell Journelles! Farewell, liebste Jessie! 

Deine Charlotte

Von charlotte

Huhu, ich bin Charlotte! Was ich hier genau mache? Nun, Journelles hat Beiträge, die durch Kooperationen unterstützt werden. Und genau diese Kooperationen und Partner sind mein Aufgabenbereich. Ich bin dafür verantwortlich, dass ihr mit schönen Markenbotschaften von Brands, die wir lieben, versorgt werdet.

Aber lasst mich von vorne beginnen. Ich komme ursprünglich aus der ominösen Stadt, die es angeblich nicht gibt - eine große Lüge: Bielefeld ist meine Heimat.

Nach dem Abitur ging ich ein Jahr als Au-Pair nach Mailand mit dem Ziel, danach nicht nur fließend Italienisch sprechen zu können, sondern auch eine Entscheidung getroffen zu haben, was ich danach studieren möchte.

Dort lernte ich viele interessante und tolle Menschen aus Kunst und Kultur kennen, von denen kaum einer ein Wort Italienisch sprach, aber alle ein sehr gutes Englisch! No problemo (wenn ich an dieser Stelle Alf zitieren darf), denn mit nach diesem aufregenden Jahr in bella Italia konnte ich die englische Sprache in mindestens fünf verschiedenen Dialekten sprechen und hatte einen Entschluss gefasst: Ich würde Modemanagement an der Akademie LDT Nagold studieren und somit vier Semester im Schwarzwald leben.

Um viele Erfahrungen reicher und mit einem Abschluss in der Tasche zog es mich in die Hauptstadt. Wohin sonst? Dass Berlin für die Modebranche im eigentlichen Sinne viel weniger zu bieten hat als der Süden Deutschlands, war mir damals schon bewusst, aber wo ein Wille ist, da ist ein Weg. So absolvierte ich einige spannende Praktika im Produktmanagemet und in der Redaktion bei Stylebook, in der PR bei Schoeller und von Rehlingen und lernte eine neue Facette der Modebranche kennen, mit der ich mich vorher nur wenig beschäftigt hatte: Kommunikation - ja, das kann ich!

Über vier Jahre habe ich dann gemeinsam mit Stylebook und Travelbook ein Bloggernetzwerk aufgebaut. Eine aufregende Zeit mit vielen unvergesslichen Erlebnissen. In einer Branche, in der es eine sehr hohe Fluktuation mit wenig Beständigkeit gibt, ist es ein sehr langer Zeitraum auf meinem Lebenslauf. Also entschied ich mich, neue Wege einzuschlagen und mich umzuschauen.

Ach, wollt wissen, wie ich Jessie kennengelernt habe und zu meinem Job bei Journelles kam? Es mag sicher wie ein Märchen klingen, ist aber die pure Wahrheit! Ich führte bereits Gespräche für potentielle neue Jobs, jedoch war ich in keinen Job so richtig "verliebt". Wie an so vielen Abenden telefonierte ich mit meiner Mutter und sagte zu ihr: "Ach Mama, weißt du was? Ich glaube ich muss mich bei Journelles bewerben."

Dazu müsst ihr wissen, dass ich trotz meiner jahrelangen Arbeit mit Bloggern nur wenige Blogs wirklich mit Herzblut verschlungen habe - Journelles war seit dem Launch mein absoluter Lieblingsblog. Ich war beeindruckt von Jessie und dem Frauenbild, das sie auf Journelles zeigt: selbstbewusst, modern, zeitgemäß, emanzipiert und gesund. Ich fühlte mich bei meinem täglichen Klick immer abgeholt und verstanden.

Ein Like hier, ein Herz dort! Persönlich getroffen hatten wir uns bis dato noch nie, Jessie und ich führten eine Instagram-Bekanntschaft. Könnt ihr euch also vorstellen, wie mir das Herz in die Hose gerutscht ist, als ich eines Tages eine Facebook-Nachricht von Jessie bekam, ob wir uns bezüglich einer potentiellen Stelle bei Journelles auf einen Kaffee treffen wollen?!

Ich fiel aus allen Wolken und landete direkt auf Wolke Sieben: Sales und Marketing für mein liebeste Blogazine - das wäre mein Herzensjob! Woher wusste Jessie bloß, dass meine Bewerbung schon in meinem Emailfach als Entwurf darauf wartete, abgeschickt zu werden? Uns beiden war klar: Das muss Gedankenübertragung gewesen sein.

Diese telepathische Verbindung erleichtert natürlich die Zusammenarbeit, denn Konzepte zu schmieden bedarf viel Feingefühl und Kreativität. Seitdem sind wir auf Standleitung und möchten euch in Zukunft mit vielen schönen Kooperationen überraschen.

Hier könnt ihr mir auf Instagram folgen!

Kommentare (4) anzeigen

4 Antworten auf „Farewell, Journelles!“

So ein schöner Artikel mit so vielen spannenden Artikeln! Da kommen mir gleich auch fast die Tränen vor Rührung ob dieser wunderbaren Freundschaft und Zusammenarbeit, die ihr teilen durftet. Alles Gute liebe Charlotte!

Große Liebe für euch beide! Liebe Charlotte, ich bin gespannt was du für Pläne hast und wünsche dir, dass du viel Zeit für deine tolle Kunst hast <3

Ganz, ganz toller Artikel, so schön zusammengefasst und ich spüre diese Liebe und Wertschätzung richtig, hatte selbst ein paar Tränen in den Augen. Alles Gute für euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.