In die Falle getappt! Wie sicher sind wir beim Onlineshopping vor Betrug und Plagiaten?

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Wer erinnert sich nicht an die dritte Staffel von Sex and the City, in der Samantha im L.A. Valley aus dem Kofferraum eines Autos eine gefälschte Fendi-Tasche kauft? Natürlich fliegt der Schwindel kurze Zeit später auf. Bei Samantha war es nicht das fehlende Geld, was sie zu diesem Kuhhandel trieb, sondern die Tatsache, dass das Objekt der Begierde permanent ausverkauft war.

Wenn man absichtlich Plagiate kauft, so muss man wohl oder übel auch mit den Konsequenzen leben (in Samanthas Fall: öffentliche Demütigung). Was aber, wenn man beim Onlineshopping einem Betrüger aufsitzt und anstatt der lange angeschmachteten und ersparten Designertasche plötzlich eine Fälschung mit der Post geliefert wird?

In die Fake-Falle getappt sind schon viele – und das World Wide Web ist eben genau das: weltweit und somit in vielen Bereichen ein rechtsfreier Raum.

Wir sehen es ja bereits in der Produktion und den Umweltstandards in der Modebranche. Einen globalen und allgemein gültigen Kodex aufzusetzen, an den sich dann auch alle Beteiligten brav halten, ist schlicht nicht möglich. Ähnlich sieht es mit der Überwachung des Internethandels aus. Richtlinien, die in Deutschland und Europa gelten, kann man nicht so einfach auf Asien oder die USA übertragen.

Nicht mein Problem, könnte man nun denken. Schließlich kaufen wir ja nur auf vertrauenswürdigen Webseiten ein, oder?

Wir bei Journelles beschäftigen uns tagtäglich mit Online-Shopping und ich traue mir zu, richtig von falsch unterscheiden zu können. Dennoch bin auch ich schon auf Webshops gestoßen, bei denen ich drei oder viermal hinschauen musste, um ganz sicher zu gehen, dass ich es mit einem Fake-Shop zu tun habe. Ein vertrauenswürdig aussehender Online-Store ist schnell und mit wenig Aufwand nachgebaut.

Gerade sehr begehrte Marken findet man mit ein wenig Google-Recherche, ebenso die nötigen Artikelfreisteller. Drei, zwei, eins – fertig ist mein falscher Internethandel.

Was also tun, wenn die falsche Fendi vor uns liegt und unser Geld über alle Berge ist?

Lisa: Irgendwie ist die ganze Sache mit den Fake Shops doch wie eine Urban Myth. Jede*r kennt jemandem der*dem das schon ein mal passiert ist. Man shoppt im Internet, freut sich über das vermeintliche Schnäppchen und dann? Entweder ist das Geld komplett weg oder aber man erhält ein dreiste Fälschung.

Jessie: „Ich habe mir die Schuhe von Isabel Marant jetzt in ihrem Onlineshop bestellt!“, flötete eine meiner besten Freundinnen vor einigen Jahren stolz und ich dachte im ersten Moment: „Noch eine angesteckt, schön, gute Wahl!“, bis ich mich wunderte: Welchen hauseigenen Onlineshop meint sie bitteschön? Die Alarmglocken gingen direkt an, sie sendete mir den Link und ich wusste sofort, wieso die überall ausverkauften Boots nun doch verfügbar waren: Es handelte sich um einen ordentlich aufgemachten, chinesischen Fake Shop. So ein Ärger!

Charlotte: Oh oh …

Jessie: Witzigerweise kamen die gefälschten Stiefel sogar einige Wochen später an, aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen und es half nur noch, das Paket abzulehnen. Das Geld hat meine Freundin nie wieder gesehen – eine teure, vor allem aber gute Lektion in Sachen Online-Handel.

Marlene: Oh nein … aber auch irgendwie kurios, dass die Ware tatsächlich angekommen ist, oder?

Lisa: Isabel Marant war damals ja überall. Ich wollte unbedingt die Wedge Sneaker haben … jetzt undenkbar, aber nun ja … und sowohl dieses Modell als auch die Bobby Boots sind so oft als Fake aufgepoppt, wenn man sie gegoogelt hat. Gruselig.

Julika: Eine Freundin von mir dachte mal, sie hätte einen riesen Schnapper gemacht, als sie ganz günstige Louboutins bei Kleiderkreisel gekauft hat. Die waren dann natürlich aus Plastik statt Leder und made in China anstelle von Italy. Das war sehr ärgerlich und die einzige Möglichkeit, das Geld wiederzubekommen wäre gewesen, zu klagen. Den Schritt gehen dann meistens wenige.

Yildiz: Verständlich. Wer sich einen Anwalt holt, muss ja finanziell in Vorleistung gehen und es ist ein ganz schöner Aufwand. Und es bleibt immer die Angst, am Ende dann doch auf den ganzen Kosten sitzen zu bleiben.

Charlotte: Ja, das ist das Problem. Wer geht wegen eines Paar Schuhe und meinetwegen eines Schadens von 200 Euro schon zu einem Anwalt?

Lisa: Es sei denn, man hat eine entsprechende Versicherung, die die Anwaltskosten erst mal übernimmt. Ich bin ja froh, dass ich mein Leben mit einer Haftpflichtversicherung einigermaßen im Griff habe.

Charlotte: Glücklicherweise bin noch nie auf Betrüger hereingefallen, was aber auch mit der fehlenden Gelegenheit zusammenhängen kann, denn ich bin kein großer Online-Shopper.

Mir bereitet es mehr Freude im Einzelhandel einzukaufen, da das Einkaufserlebnis einfach ein anderes ist. Aber ich gebe zu: Durch Zeitmangel, Bequemlichkeit und den Experten-Tipps meiner lieben Kolleginnen bin ich mittlerweile auf den Geschmack gekommen und bestelle hier und da eine Kleinigkeit.

Und dann ruft der Zoll an un teilt dir mit, dass deine Ware ein Plagiat ist und zerstört wird

Ari: Ja, irgendwann erwischt es jeden … dieses Onlineshopping.

Charlotte: Aber auch ich kann eine Anekdote erzählen, die schon über 14 Jahre her ist, als jedes Mädchen Skinny Jeans, Woolrich Parker und Ugg Boots trug. Meine Mutter hatte nie Verständnis für diese Hypes. Doch bei den Ugg-Klumpfuss-Schuhen habe ich ihr so lange in den Ohren gelegen, bis sie sich ein Herz fasste und für mich und meine Schwestern zu Weihnachten ihre erste Bestellung unternahm. Die omnipräsenten Treter waren überall ausverkauft, so blieb nur noch die Option: Kreditkarte zücken und online shoppen. Die Boots kamen niemals unterm Weihnachtsbaum an. Nur ein Anruf vom Zoll mit der Information, dass die Schuhe gefälscht seien und zerstört werden.

Lisa: Ups …

Charlotte: Ich habe dann einen Gutschein für Winterstiefel bekommen und mich letztlich für ein anderes Paar entschieden. Schade um das verlorene Geld – gut für meine Attitüde. Im Nachhinein bin ich froh darüber, die Ugg-Boot-Trägerin gewesen zu sein.

Yildiz: Ich habe mal über Ebay meine liebste Haarmaske von Kérastase bestellt und mich riesig gefreut, ein komplett neues Produkt für die Hälfte des Preises zu ergattern. Nachdem ich die Maske das erste Mal aufgetragen habe, war sofort klar: Das ist alles andere als das gewünschte Produkt. Auch ein weiterer Blick in den Pott hat meine Vermutung bestätigt. Die originale Haarmaske wurde ausgetauscht und mit irgendeiner anderen glibbrigen Masse ersetzt, die ich leider nicht identifizieren konnte.

Auf meine direkte Beschwerde an den Anbieter kam natürlich keine Antwort. Auch meine Nachrichten an das Ebay-Team wurden ignoriert. Super ärgerlich und gleichzeitig unheimlich, nicht zu wissen, womit man sich die Haare gewaschen hat. Seitdem kaufe ich Beauty-Produkte dann doch lieber in vertrauenswürdigen Onlineshops oder direkt bei meinem Friseur.

Achtsamkeit ist wichtig! Gerade, wenn man aufgefordert wird, seine privaten Daten zu teilen

Jessie: Man muss einfach achtsam mit Onlineshopping sein. Achtlos Formulare ausfüllen, E-Mail-Adressen oder gar Kreditkartendaten weiter zu geben kann ganz schnell zu Ärger führen – meine Kreditkarte wurde neulich zum inzwischen dritten Mal in Südkorea benutzt – vermutlich war es aber ein bearbeiteter Geldautomat in Wien Schuld. Nichtsdestotrotz möchte ich besser abgesichert sein – zumal man ja sogar bei Amazon schnell in die Falle tappen kann!

Lisa: Ja, siehe die Diskussion um die gefälschten Birkenstocks. Meine Kreditkarte wurde auch schon gehackt, das war sehr schön, als die V-Pay SMS über die Zahlung für einen Flug nach keine Ahnung wohin kam und ich gerade am Küchentisch saß und frühstückte. Hier vermute ich, dass meine Daten beim Shopping auf der Seite eines großen, bekannten Onlineshops abgefangen wurden. Es geht also auch bei sicheren Seiten oft was schief. Vor allem, da die Hacker und Betrüger immer einen Schritt voraus sind.

Jessie: Wie vermeidet man also das Bestellen in Fake-Shops? Ich rate immer dazu, die Social-Media-Kanäle zu checken. Ins Impressum, das About und die Datenschutzbestimmungen zu schauen. Denn dann fällt oftmals sofort auf, dass es sich um Copy-Paste-Texte ohne jeglichen Inhalt handelt.

Und wenn es doch mal passiert ist?

An wen wendet man sich? Und wie kann man sein Geld wieder bekommen? Diesem Problem hat sich als eine der ersten Versicherungen die INTER Versicherungsgruppe angenommen. Mit dem INTER CyberGuard bekommen wir endlich einen Komplettschutz vor Online-Kriminalität.

Der INTER CyberGuard ist die Rundum-Versicherung gegen Cybercrime

– inklusive finanzieller Absicherung bis 15.000 Euro

– greift bei zahlreichen Schadensfällen (unter anderem Fake Shops, Hacker-Angriffe, Datendiebstahl, Phishing und Cybermobbing)

– juristische und psychologische Erstberatung (zum Beispiel bei Urheberrechtsverletzung)

– inklusive Norton Sicherheitssoftware und Cloud für Daten-Backups

– ab 99 Euro jährlich

Mehr Informationen findet ihr unter www.intercyberguard.de

 

Bilder im Header via MyTheresa, Mango, Net-a-Porter

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit INTER Cyberguard entstanden

Kommentare

  1. Mein Mann hat Sneaker ausversehen in China bestellt – wir haben es dann schnell gemerkt, direkt seine Bank angerufen, die das Geld zurück gebucht hat. Die Schuhe wurden beim Zoll zerstört und der ‚Händler‘ hat sich nicht über das fehlende Geld beschwert…

  2. Wichtiges Thema, habe auch schon zweimal gefälschte Handtaschen gekauft. Aber bei ebay beispielsweise kann man – auch bei privaten Anbietern – von der Rücknahme gebraucht machen und das Geld wieder erstattet bekommen. Wer nämlich Fälschungen über ebay verkauft macht sich strafbar und müsste einem als Schadenersatz das Original zur Verfügung stellen. Meistens reicht es aus, die Verkäufer darauf hinzuweisen und sie nehmen die Ware wieder zurück. Am besten immer über Paypal zahlen, dann hat man zur Not auch den Käuferschutz und kann den Geldbetrag so lange blocken, bis man die Ware wieder zurück schicken kann.

    • Franziska sagte am

      Ganz so einfach ist das jetzt auch nicht mehr. Wenn man mit Paypal zahlt und ein Plagiat erhält muss man als eBay-Käufer nachweisen, dass (in diesem Fall war es eine LV-Tasche) der Artikel eine Fälschung ist. Dazu muss man ein Gutachten von einem unabhängigen Gutachter (150,- Euro) erstellen lassen, bevor man sein Geld zurück bekommt. Auf diesen Kosten bleibt man dann sitzen! Der Käuferschutz ist also auch ein Witz…

  3. Lisa, Glückwunsch zur Haftpflichtversicherung. Aber normalerweise übernimmt die keine Anwaltskosten bei einem Klageverfahren. Dafür brauchst du eine Rechtsschutzversicherung.

    • Esmeralda sagte am

      Steht doch auch da: Es sei denn, man hat eine entsprechende Versicherung, die die Anwaltskosten erst mal übernimmt. Ich bin ja froh, dass ich mein Leben mit einer Haftpflichtversicherung einigermaßen im Griff habe.

      Lisa hat keine Rechtschutzversicherung, sie kriegt gerade mal ne Haftpflicht gebacken 😀

  4. Es sind einige Fehler im Text, da macht das Lesen leider wenig Spaß.

    z.B. … vermutlich war es aber ein bearbeiteter Geldautomat in Wien Schuld….

    Das fällt mir in letzter Zeit öfters oft. Über besser korrigierte Texte würde ich mich freuen.

  5. Sehr informativer Artikel und lebensnahe Geschichten. 🙂
    Ich habe zwar nie ein Fake erhalten aber wurde auch schon auf Kleiderkreisel betrogen – die Jacke kam nie an. Und obwohl ich Anzeige erstattet habe und auch die Kontonummer angeben konnte wurde das leider seitens der Polizei ganz fix eingestellt.

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