Digital Detox – Maximale Entspannung am Wochenende

„No news, no shoes“ – als ich das erste Mal das Motto der Hotel-Kette Soneva hörte, war ich sofort begeistert. Denn wie oft sitze ich am Strand und versuche Handy-Empfang zu bekommen oder beschimpfte die Frau an der Rezeption, weil das Wi-Fi im Zimmer nicht funktioniert? Angeblich verbringen wir täglich zwölf Stunden mit digitalem Medienkonsum –

„No news, no shoes“ – als ich das erste Mal das Motto der Hotel-Kette Soneva hörte, war ich sofort begeistert. Denn wie oft sitze ich am Strand und versuche Handy-Empfang zu bekommen oder beschimpfte die Frau an der Rezeption, weil das Wi-Fi im Zimmer nicht funktioniert? Angeblich verbringen wir täglich zwölf Stunden mit digitalem Medienkonsum – ein großer Stressfaktor mit Suchtpotential. In den Hotels der neuen Generation gibt es weder Internet-Zugang, noch Telefon oder Fernsehen, damit man in der freien Zeit wirklich abschalten kann.

„Digital Detox“ bzw. „Offline Urlaub“ ist in meinen Augen nicht nur ein wichtiger Reise-Trend sondern auch im Alltag notwendig. Für maximale Entspannung muss man nicht drei Wochen auf die Malediven oder Kalifornien fahren, wo es inzwischen Digital Detox Camps gibt.

Habt ihr über Jessies Spa-Wochenende in der Schweiz gelesen? Das Foto von dem See hat mich umgehauen, so eine Sehnsucht habe ich nach der Natur. Also habe ich mich gestern mit einem Tagesticket in die S-Bahn gesetzt und bin nach Potsdam gefahren, wo ich vier Stunden am Griebnitzsee entlang und durch den Park Babelsberg geschlendert bin. Zwischendurch bin ich rückfällig geworden und musste mein Handy einmal kurz anmachen, um ein paar Fotos bei instagram hochzuladen. Meine Freundin schüttelte den Kopf und sagte: „Es gibt Momente, die man mit dem Herzen fotografieren muss.“ Recht hat sie. Aber ich konnte nicht anders, weil das Licht so schön war und der Lala-Berlin- Mantel in der Sonne wie verrückt geglitzert hat. Es war immerhin ein kleiner Detox. Für das kommende Wochenende habe ich mir fest vorgenommen, keine Emails zu checken.

Die Kastanien und Bucheckern fanden übrigens mehr Anklang als die Isabel Marant Sneaker – na bitte! In diesem Sinne geht raus und lasst an diesem Wochenende die Seele baumeln.

Von Alexa

Ich liebe schreiben, bloggen und schöne Dinge zu entwerfen, also mache ich all das.

Als Journalistin habe ich für Magazine und Zeitungen wie Business Punk, Fräulein, Gala, FTD/how to spend it, Instyle, Lufthansa Magazin, Stern, Tagesspiegel, Vanity Fair und zitty gearbeitet. Meine Online-Erfahrungen habe ich u.a. Stylebook und styleproofed gesammelt. Mein Blog heißt Alexa Peng, mein Schmuck-Label vonhey. Ich komme aus dem Rheinland und bin in einem Dorf am Waldesrand aufgewachsen, wo nur einmal in der Stunde ein Bus fuhr. Da muss man sich was einfallen lassen, um sich nicht zu langweilen. Meine Tante hatte in der Stadt eine Boutique und einen Schrank voller Kleider, Schuhe und Taschen, mit denen wir Kinder verkleiden spielen durften. Wir haben Modenschauen im Hobbykeller veranstaltet und die ganze Nachbarschaft eingeladen. Dass ich mal was mit Mode machen würde, war also klar. Nach dem Abi habe ich an der AMD in Hamburg Mode-Journalismus studiert und später an der UdK in Berlin einen Master of Arts in Kulturjournalismus gemacht. In Zukunft will ich mein Label weiteraufbauen, die Welt sehen und gute Geschichten schreiben.

(Foto: Sandra Semburg)

Kommentare (12) anzeigen

12 Antworten auf „Digital Detox – Maximale Entspannung am Wochenende“

Sich von Lala Berlin Mänteln und IM Sneakern zu emanzipieren und mal das Handy auszuschalten, langt schon. Ein Digital Detox-Hotel…echter Schwachsinn. Gesunder Menschenverstand hilft auch. Die Welt braucht einen nämlich nicht….wir brauchen nur die Welt!

Also ich hab nicht mal ein Smart-Phone und bin froh drüber. Mich würde es total stressen, bei aller Gelegenheit Fotos hochzuladen. Kann auch nicht verstehen, wie man einen Laptop oder Ähnliches mit in den Urlaub nehmen kann. Digital Detox Hotel? Ähmm, ja, gesunder Menschenverstand reicht da auch.

danke für deinen kommentar! gerade wenn man bloggt und wie ich auch noch einen onlineshop hat, finde ich einen ausgleich total wichtig. vielleicht liegt es auch am alter? auf jeden fall tut es meiner rübe gut!

“Es gibt Momente, die man mit dem Herzen fotografieren muss.” Den Satz muß ich mir merken fürs nächste Komnzert, wenn mal wieder mein „Vordermann“ stundenlang mit seinem Smartphone fotografiert/filmt und ich nur auf ein helles Display gucke, statt auf die Bühne…

Digital Detox Camps? So weit sind wir schon gekommen, dass einer aufpasst, dass das Handy auch wirklich aus bleibt…
Ist ständige mediale Präsenz wirklich so wichtig? Ist die Angst so groß, für langweilig gehalten zu werden, wenn nicht jede Meldung sofort kommentiert, jedes Bild bei instagram hochgeladen wird, damit alle sehe was man hat oder wo man gerade ist??? Mit dem ständigen Blick aufs Display bekommt man von dem was wirklich gerade passiert leider nur die Hälfte mit, wie ich finde…

Bei weitem einer der bescheuersten Beiträge in diesem Blog.

Garance Doré macht ihre Sache doch sehr gut…

Was für ein bescheuerter Post und das auch noch von einer erwachsenen Frau, die es besser wissen sollte

Liebe Alexa, du scheinst wirklich ein Talent dafür zu haben den Unmut der Leser gegen dich zu schüren. Leider zu recht, wie ich finde. Deine Produktplazierung ist einfach nur plump und das Thema schreit förmlich danach zerrissen zu werden. Wie auch schon bei deinem Artikel zu dem Marant-Kleid beschlecht mich das Gefühlt der Koketterie, nach dem Motto „ach, mein Leben ist so stressig, ich mache mal vier Stunden mein Handy aus und erfreue mich an meinen überteuerten Designerklamotten“. Wie schade, dass du das in deinem Instagram-Selbstdarstellerwahn a la „guckt wie schön meine Umgebung gerade ist“ leider nicht geschafft hast. Der Artikel bewirkt mehr, dass ich über dich als über das Thema nachdenken muss und vermutlich stört mich das so sehr…

Ich find es auch ziemlich traurig, dass man sich nur dann selbst „überlisten“ kann oder muss, wenn man wohin fährt, wo einem von außen digitale Medien entzogen werden…
Wenn das ein neuer Trend sein soll, frag ich mich, wie weit es mit uns gekommen ist, dass man nicht einfach mal wo sein kann (gerne auch zuhause) und es einfach schafft, mal ein oder zwei Tage ohne Internet auskommen zu können. Sollte das nicht möglich sein, würde ich mich mal fragen, ob irgendwas mit mir nicht stimmt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.