Dienstagsdinge: Interior Likes KW 7

Manchmal wundert man sich doch, welche Maus sich ein gemütliches Häuschen im eigenen Geldbeutel gebaut hat und sich am liebsten von wohlschmeckenden Zwanzig-Euro-Scheinen ernährt. Da macht man ein paar Besorgungen, hier ein Geschenk, da ein reduziertes Buch – und dann noch zu allem Überfluss eine wunderbare Vase auf dem Flohmarkt – aber dazu später mehr – und schon sind sie dahin, die Eintrittsscheine zum Konsumhimmel.

Na ja, so ganz ernst meine ich das natürlich nicht, aber manchmal reicht es eben auch schon, sich einfach an Bildern und ästhetischer Inspiration satt zu sehen. Und damit euch dabei in dieser Woche nicht der Stoff ausgeht, habe ich mich mal wieder auf die Suche begeben nach den schönsten Neuheiten und frisch aufgelegten Oldies in Sachen Interior. Mit dabei ein Crush für Gelb und Pink, sowie Pastellrosa (doch nicht so schlimm ist wie ich zuletzt dachte) und eine Lampe, die wunderbar musikalisch ist.

Was kommt?

Katharina von I love Ponys kündigte es gestern an: Rohrgeflecht – oder auch Rattan – ist das neue große Ding. Tine hat uns dazu auch schon auf den neuesten Stand gebracht. Und auch ich bin ganz vernarrt in die Stücke, die das italienische Duo GamFratesi und das Schwedische Trio Front für das Möbelhaus Wiener GTV Design entworfen haben.

Küchenträumchen

Eigentlich hatte ich Pastellrosa ja abgeschworen. Die Farbe ist einfach zu oft an zu vielen Stellen zu sehen, sodass ich sie schlichtweg satt zu haben meinte. Die Belgier vom Atelier Dialect stellen diesen Entschluss mit ihrem Entwurf für die Küche Anne allerdings nochmal richtig auf die Probe. (Geheimtipp am Rande: Die haben auch ganz wunderbare Beistelltische.)

Mal mehr, mal weniger

Vorbild für die Form der Lampe Volume ist der gute, alte Lautstärkenregler, den wir von Musikanlagen älteren Baujahrs kennen. Nach links oder rechts gedreht wird das Licht schwächer oder stärker. Design aus Kopenhagen, das schlicht und einfach mal wieder überzeugt.

Matisse lässt grüßen

One-Line-Drawings sind zur Zeit das Ding. Ein bisschen verrückt ist es ja schon, wenn ein Phänomen plötzlich solch eine intensive Trend-Hochphase erlebt. Gefühlt von einem Tag auf den anderen sprießen sämtliche Onlineshops und Neu-Interpretationen des Hypes aus dem Boden. Da ist dann vorprogrammiert, dass das Ganze nicht allzu lange halten kann, denn was schnell kommt und von allen Seiten adaptiert wird, ist auch schnell wieder weg – der extravagante Geheimtipp ist dann nämlich zum Mainstream geworden. Trotzdem erfreue ich mich gerade an den Produkten, Werken und Erfindungen rund um die hübschen Strichzeichnungen. Vor allem diese Schmuckstücke im Matisse-Stil haben es mir angetan.

Geschirr-Neuheiten

Duet heißt die neue Porzellan-Serie des dänischen Herstellers Rosendahl. Es gibt sie in zwei Farben, Hellgrau und Weiß, und die einzelnen Stücke sind jeweils gemischt aus glänzendem und mattem Porzellan gefertigt. Ab März ist das wunderbare Geschirr, das mich auch ein kleines bisschen an die hübschen geriffelten Vasen von Lyngby erinnert, auf dem Markt erhältlich. Auch toll und vor allem sehr nachhaltig: Rosendahl bietet zehn Jahre Garantie auf das gekaufte Porzellan.

Gelbes Glück

Endlich, nach gefühlten drei Monaten grauer Suppe, ist der Himmel über Berlin wieder einmal Blau und beglückt unsere winterweiße Haut mit wärmenden Sonnenstrahlen. Am Wochenende auf dem Flohmarkt habe ich mich in diese gelbe Vase verguckt – und bin seitdem fest davon überzeugt, dass Gelb eine stimmungshebende Wirkung hat und sich zudem perfekt zu pinken (und pastellrosa – ups!) Ranunkeln macht.

Fotos im Header: Rosendahl, Atelier Dialect, Open House Projects, Wiener GTV Design, GamFratesi.

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