Die News! Was können wir aus der Corona-Krise lernen?

Auch in dieser Woche kommen wir in den News nicht um die Auswirkungen des Coronavirus herum. Mit international einflussreichen Stimmen – wie etwa der Trendforscherin Li Edelkort – wollen wir die Situation reflektieren, aber auch Hoffnung für die Zukunft schöpfen. Was können wir aus der globalen Krise lernen? Welche Chancen ergeben sich daraus? Und wie können wir uns dem Leben danach besser, nachhaltiger, und bewusster gegenüber aufstellen? Für etwas mehr Normalität gibt es an dieser Stelle natürlich wie gewohnt die heißesten News aus der Modebranche. Bei einer solchen Informationsflut und jeder Menge Meinungsäußerungen auf Social Media tut ein Themenwechsel ganz gut.

Konsum-Quarantäne

In einem Interview mit dezeen Magazine spricht die weltweit bekannte Trendforscherin Li Edelkoort über die aktuelle Corona-Krise und erklärt, inwieweit sie darin eine Chance für eine Veränderung und Neuorientierung der Gesellschaft sieht. Sie erkennt, dass eine komplette Umstrukturierung der Wirtschaft und auch unserer sozialen Strukturen eine Möglichkeit bieten, besserer Systeme zu schaffen. Mit dem Beginn der Konsum-Quarantäne hofft sie darauf, dass sich der Mensch auf alte Werte zurückbesinnt. Wir müssten lernen, mit weniger zufrieden zu sein und unserem Besitz neue Wertschätzung zuweisen, so Edelkort.

Den Ausbruch einer globalen Pandemie sieht sie als Chance: für eine Neudefinition unserer Moral und der wirtschaftlichen Neustrukturierung unter Einbezug von humanitären Arbeitsbedingungen und umweltschonenden Herstellungsverfahren. Ihrer Meinung nach sollten wir sogar dankbar für das Virus sein, denn es könnte das Überleben unserer Spezies bedeuten.

Das spannende Interview gibt es hier zu lesen. Li Edelkoort ist eine der weltweit einflussreichsten Trendforscherinnen. Ihre Äußerungen bestimmen in großen Teilen die Kreativbranche, weshalb sie vom Time Magazin bereits 2003 als eine der 25 wichtigsten Personen in der Mode ausgezeichnet wurde.

Was ist jetzt noch Luxus?

Trotz der insgesamt rückläufigen Tendenzen im Handel lässt sich der Markt mit Luxusgütern in China nicht beirren. Mehr als die Hälfte aller dortigen Konsumenten geben an, während der Corona-Krise nichts an ihrem Einkaufsverhalten ändern zu wollen, das ergab jetzt ein Studie von Vogue Business. Nichtsdestotrotz verzeichnet die Branche einen Umsatzrückgang auf dem chinesischen Hauptabsatzmarkt. Grund dafür seien zunehmende Reiseeinschränkungen innerhalb Europas und die Einrichtung nationaler Sperrzonen wie etwa in Italien.

Das Coronavirus trat erstmals Ende 2019 in der chinesischen Millionenstadt Wuhan auf. Seit Anfang 2020 hat sich der Erreger rasant ausgebreitet, zuerst in Asien und dann rund um den Globus. Inzwischen spricht die WHO von einer weltweiten Pandemie, die auch vor der Weltwirtschaft keinen Halt macht. Lieferungen konnten zwar teilweise umverteilt werden, aber geschlossene Transportwege zwischen Europa (dem Zentrum des Ausbruchs) und dem Rest der Welt machen den Handel nahezu unmöglich. Schon jetzt übersteigt die bereits vorhandene Ware der Sommerkollektionen die Lagerbestände des letzten Jahres um mehr als 30 Prozent. Was damit nach dem Ende der globalen Krise geschieht, bleibt fraglich.

Wir können an dieser Stelle nur hoffen, dass weltweit agierende Unternehmen jetzt rational und vernünftig handeln und gegebenenfalls kleine Unternehmen unterstützen. Das Wichtigste ist jedoch, sich in diesen Zeiten an das Wesentliche zu erinnern: dass ALLE von der Situation betroffen sind. Wir müssen zusammenhalten, gemeinschaftlich aktiv werden und optimistisch bleiben. Nur so lässt sich (hoffentlich bald) eine Lösung finden.

Nachhaltiger Glamour bei H&M

„Wir haben uns von Le Train Bleu und von Künstlern wie Jean Cocteau und Pablo Picasso inspirieren lassen, die sich gern in der Villa Santo Sospir am Cap Ferrat aufhielten. Die Kollektion sollte Anspielungen auf diese unbekümmerte Zeit enthalten, zugleich aber aus zeitlosen Designs bestehen, die unsere Kundinnen jeden Tag aufs Neue immer wieder gern tragen“, sagt Ella Soccorsi, Designerin bei H&M über die neue Conscious Kollektion des schwedischen Retailers.

Die luxuriösen Eisenbahnreisen der 1920 werden dabei zum ästhetischen Ausgangspunkt der Frühling/ Sommer 2020 Linie, deren Designphilosophie sich am Konzept der Langlebigkeit orientiert. Die eleganten Styles und extravaganten Abendkleider erinnern an einen unbeschwerten Luxusurlaub an der Südküste Frankreichs.

Neben modischer Opulenz setzt H&M den Fokus in dieser Saison zudem auf eine innovative Materialgewinnung. Es werden unter anderem Circulose®, ein natürliches Material aus recycelten Textilien und Renu, ein hochqualitatives recyceltes Polyester, sowie Stoffreste aus den Produktionen früherer Kollektionen verarbeitet. Erhältlich ist die Linie ab dem 26. März in ausgewählten Geschäften sowie natürlich online.

#letsraisetogether zum Equal Pay Day 2020

Das Weltwirtschaftsforum hat am 16. März den Global Gender Gap Report 2020 veröffentlicht. Darin geht es um die finanzielle Gleichstellung der Geschlechter. Die ernüchternden Fakten: Keine von uns wird diese Zeit innerhalb unseres Lebens erleben, in vielen Fällen nicht einmal unsere Kinder. Dem Bericht zufolge werden Männer und Frauen erst in 99,5 Jahren gleichgestellt sein.

In Deutschland, wo die Pay Gap in diesem Jahr bei 21 Prozent liegt, markiert der 17. März 2020 den Equal Pay Day – der erste Tag, an dem Frauen dem Verhältnis nach entlohnt werden. Zeitgleich startet auch die Initiative #letsraisetogether. Ins Leben gerufen wurde diese von dem Modelabel SI BEAU und der Berliner Kreativagentur goalgirls sowie dem Magazin Courage als Medienpartner. Die Kooperative ruft Frauen jeden Alters, ethnischen Hintergrunds und aller Berufsgruppen dazu auf, sich für die gemeinsamen Rechte einzusetzen und eine faire Gehaltsabrechnung sowie Chancengleichheit in der Karriere zu fordern.

Wie? Mit Hilfe eines Toolkits, das von verschiedenen Experten entwickelt und hier für euch bereitgestellt wurde. Darin enthalten sind Tipps und Strategien für die Gehaltsverhandlung aber auch eine Workshop-Agenda zu den Themen Chancengleichheit und geschlechtlichen Vorurteilen. Wer Botschafterin der Kampagne werden will, meldet sich einfach über die Webseite an.

Text von Sarah Luisa Kuhlewind und Katharina Hogenkamp

– Dieser Artikel enthält Affiliate Links – 

Bilder via PR. 

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