Die LiebLinks! Black Lives Matter und wie wir noch mehr gegen Rassismus kämpfen müssen

Illustration von stuffgracemade via instagram.

Jede Woche präsentieren wir euch die Mode- und Lifestyle-News, ab sofort werden wir noch persönlicher und zeigen euch die höchst subjektiv betitelten besten Perlen des Internets, die unser Team Journelles diese Woche für euch entdeckt hat. Die LIEBlinks in ihrer reinsten Form!

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#Black Lives Matter

Es fällt schwer, dieser Tage die richtigen Worte zu finden. Trauer, Wut und Verzweiflung lassen sich manchmal kaum noch ausdrücken, so sehr trifft es uns. Der Tod von George Floyd rückt ins Bewusstsein, was lange ignoriert und hingenommen wurde. Rassismus und ethnisches Profiling sind Probleme, die nicht Amerika, sondern die ganze Welt und jedes noch so kleine Dorf betreffen.

Rassismus ist überall. Engagement und Aktivismus müssen über einen Instagram-Post hinausgehen. Anti-Rassismus darf nicht beim Medien-Hype enden. Wir müssen zuhören, lernen und verstehen. Ja, wir dürfen Fehler machen, Fragen stellen, aber wir dürfen nicht mehr schweigen, hinnehmen oder entschuldigen. Denn gerade wenn es unbequem wird, muss eine Konversation geführt werden!

Wir bei Journelles fragen uns, wie können wir unsere Plattform und Reichweite nutzen, um uns gegen Rassismus und für mehr Diversität einzusetzen? Der erste Schritt: Weiterbildung. Daher möchten wir hier die wichtigsten Posts und Links teilen, mit denen wir jetzt aktiv werden und die Gesellschaft nachhaltig verändern können.

Artikel, die man jetzt zum Thema Rassismus gelesen und gesehen haben muss

Gelesen: #BLACKLIVESMATTER – Was weiße Menschen jetzt tun müssen auf This is Jane Wayne

Gedacht: Ein Must-Read in dieser Zeit. So viel Ehrlichkeit und Aktivismus, der uns weiterbringt!

Gelesen: As Brands Rush to Speak Out, Many Statements Ring Hollow

Gedacht: Modemarken sollten schon viel früher zur Verantwortung gezogen werden. Es braucht sozialen Aktionismus der über die PR-Maschinerie hinausgeht.

Gesehen: When They See Us

Gedacht: Die Netflix-Serie kam vor einem Jahr raus und ist jetzt trotzdem relevanter denn je.

Muted, but listening, but learning.

Mit dem gestrigen #BlackOutTuesday wurde in sozialen Medien zum Innehalten und Schweigen aufgerufen. Ein Tag, der dem Gedenken aller Opfer rassistische Gewalt gewidmet war und dabei doch viel mehr verlangt. Ausgehend von der US-Musikbranche wurde unter dem Hashtag #TheShowMustBePaused (abgewandelt von The Show Must Go On) zu einem Moment der Stille und Solidarität aufgerufen.

Mehrere Plattenfirmen wie Warner Records und Sony Music Columbia Records beteiligten sich. „Wenn die Musik aus ist, können wir vielleicht zuhören“, heißt es dazu in einem Zitat auf tagesschau.de. Das globale Netzwerk verdeutlicht, wie machtvoll Social Media sein kann, wenn plötzlich überall nur noch schwarze Kästchen zu sehen sind.

Kritisiert wird jedoch, dass so wichtige Informationen und Kundgebungen verloren gehen. Es ist viel wichtiger, Raum für Aufklärung zu schaffen, sei es durch Buchempfehlungen, Tipps für Veranstaltungen oder wie man die Gemeinschaft jetzt und in Zukunft unterstützen kann.

BUCH-EMPFEHLUNGEN

Blazer: The Frankie Shop, Bluse: Isabel Marant, Leggings: The Row, Tasche: Celine Box Bag

Das Mode-Update

#SupportBlackBusinesses

Im Moment entdecken wir immer neue Möglichkeiten, um uns zu engagieren und andere Menschen zu unterstützen. Zu Beginn der Corona-Pandemie lag der Fokus auf Gutscheinen, um lokale Geschäfte und Unternehmen am Leben zu halten. Jetzt geht es darum, auch unabhängige von POC geführte Businesses zu unterstützen.

#BrownUpYourFeed inspiriert zu einem diversen Instagram-Auftritt und offenbart Neuentdeckungen mit Trendcharakter. Unsere Favoriten in der Übersicht sind vor allem KLUR und  Sincerly Tommy, die sich mit ihrer Designsprache und Ästhetik zwischen The Row und Bottega Veneta bewegen.

Jessies Weekly Picks

Außerdem: Die britische VOGUE widmet sich Frauen in systemrelevanten Berufen

Wellbeing

Workout der Woche: Yin Yoga mit Anna Weihrauch

Eine Stunde, um Körper und Geist zu entspannen! Beim Yin Yoga handelt es sich um eine passive, ruhige Variante der Sportart. Sie wird ohne Muskelanspannung und hauptsächlich im Sitzen und Liegen praktiziert. Der Fokus dieser Session liegt auf den Schultern und dem Becken.

Unsere Reise nach…

Sommer zu Hause

Jessie macht es vor und verbringt das Pfingstwochenende an den Seeufern im Umland. Tipp: Für das Strandbad Wannsee kann man online vorab limitierte Karten kaufen, sodass der Strand angenehm leer bleibt und Hygienemaßnahmen mühelos eingehalten werden können. Schnell sein lohnt sich!

– Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. –

Bilder eingebettet via Instagram oder via Journelles. Bilder von Closed via Closed. 

Text von Sarah Luisa Kuhlewind und Katharina Hogenkamp. 

Kommentare

  1. Toll, dass ihr euren Einfluss nutzt und eure Stimme erhebt. Ich habe Gänsehaut im positiven Sinne und im negativen dazu: Dass so etwas in unserer freien Welt überhaupt noch nötig ist, finde ich ganz schlimm. Es ist doch beschämend, dass viele aus der Vergangenheit nichts gelernt haben. Wir können es bei unseren Kindern besser machen. Wir dürfen nicht zulassen, dass falsche Ängste und Hass geschürt werden.
    Und daran müssen wir alle jeden Tag im Großen und Kleinen arbeiten.
    Denn die Freiheit, die wir für uns wollen, die muss auch für alle anderen gelten.
    Das gilt ebenso auch für Rechte und Pflichten.
    Ich weiß und hoffe, dass das gelingen kann.
    Nicole

  2. Ich vermute eure Frage, wie ihre eure Plattform für mehr Diversität nutzen könnt, war rhetorisch aber ich möchte die Chance trotzdem nutzen und darauf antworten. Meiner Meinung nach könntet ihr bei euren Closet Diarys eure Auswahl an Frauen erweitern und diverser werden, sowohl in Bezug auf die Hautfarbe, als auch auf die Körperform und den Berufsstand. Die von euch vorgestellten Frauen sind fast immer weiße, dünne Akademikerinnen. Oder wie wäre es denn mal mit Frauen die einen Hidschab tragen oder im Rollstuhl sitzen? Mich würde es freuen und ich fände es inspirierend, wenn hier mehr Frauentypen gezeigt werden.

    • Jessie sagte am

      Das ist unser erster Ansatzpunkt, da hast du Recht! Hierzu haben wir wieder neu gebrainstormed. Die Anfragen gehen übrigens seit Jahren immer sehr divers raus, wir bekommen aber auch oft Absagen, besonders bei anderen Berufsständen, vielleicht auch aufgrund der „Selbstinszenierung“ und dem vor der Kamera stehen. Da hinterher zu sein und weiter zu bohren ist ganz sicher auch unsere Aufgabe 🙂

  3. Hallo liebes journelles-Team,

    ich sehe ihr setzt euch derzeit sehr viel mit der BLM Thematik auseinander. Dazu gehört aber auch Aspekte der Exotisierung und Fetischierung zu hinterfragen. Ich bin ein Fan von eurem Blog verfolge aber als schwarze Frau schon lange wie sehr ihr manchmal in die „exotisierung“ und das „othering“ „anderer“ Menschen oder Kulturen verfallt. Sei es z.b das Hip Hop tanzen ohne sich tatsächlich damit auseinanderzusetzen woher hip Hop eigentlich kommt. Und dass diese Kurse dann nicht einmal von Schwarzen gelehrt werden oder Menschen die der Kultur entstammen auf dem Blog zu holen (obwohl es teil der schwarzen Kultur ist). Privilegien hinterfragen bedeutet auch schauen wo ich Menschen die nicht weiß sind bewusst oder unbewusst „anders oder „cool“ oder „exotisch“ mache. Es ist tragisch genug dass George Floyd und Breona dafür sterben müssten dass weiße in Deutschland endlich über Dinge Nachdenken mit denen sich People of Color ständig beschäftigen müssen. Aber bitte lasst dies nicht nur ein Moment sondern ein Moment sein!

    • Huhu Bee, ganz lieben Dank für deinen Kommentar! Das ist mit Sicherheit die wichtigste Lehre: Es nicht als kurzfristigen Hype zu betrachten, sondern dauerhaft darüber zu sprechen und sich damit auch persönlich auseinander zu setzen. Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber ich bemerke ein sehr starkes Umdenken (das nicht immer positiv ist für mich selbst in Zeiten der Reflexion). Zum Thema Hip Hop tanzen: Ich tanze seit meinem 14.Lebensjahr Hip Hop und in Berlin seit fünf Jahren bei einem schwarzen Trainer – mit Peeps haben wir auch unsere Kurse bei IGTV gemacht 🙂 Wen meinst du mit „auf den Blog holen, die der Kultur nicht entstammen“? Das finde ich super wichtig, um an konkreten Beispielen zu verstehen was du wie auffasst, so dass uns diese Fehler nicht wieder passieren. Danke und LG, Jessie

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