Die 5 wichtigsten Trendlektionen aus der Prada Kollektion S/S 2017

Auf der Mailand Fashion Week beweist Miuccia Prada einmal mehr ihr Können. Diese fünf Trendlektionen von Prada müssen wir uns für den Sommer 2017 merken.

Neue Trends und Schnitte, noch nie Gesehenes – die meisten Designer etablierter Labels wollen immer höher hinaus und innovativer werden. Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Prada: Miuccia Prada beweist einmal mehr, warum sie in der Modebranche eine der wenigen ist, die sich seit Jahrzehnten als Chefdesignerin an der Spitze ihres eigenen Unternehmens hält.

Mit ihren knielangen Röcken, knallbunten grafischen Prints und ihrer Vorliebe für die knappsten High-Waisted-Shorts erinnerte die gesamte Kollektion vor allem an eines: Prada zu seinen besten Zeiten in den 90er-Jahren. Und wer so mutig ist und als Inspiration die eigenen Entwürfe aus der Vergangenheit nimmt, der wird belohnt: Mit dem ein oder anderen Klassiker sagt Miuccia so manchen Trend für den nächsten Sommer voraus. Stift und Zettel parat?

1. Asymmetrie 

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Prada Spring Summer 2017 (Foto: PR)

Was andere Designer wie Simone Rocha in London als halbseitig getragene Mäntel zeigten, war bei Prada der asymmetrisch geknöpfte Mantel. Kein Wunder, gerade geknöpfte Kleidungsstücke, wie zum Beispiel Röcke im Sixties-Look, haben wir jetzt auch genug gesehen. Mut zur Schrägheit ist jetzt das Motto!

 

2. Drunter ist das neue Drüber

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Prada Spring Summer 2017 (Foto: PR)

Wir wussten es doch schon viel zu lange: Unsere Unterwäsche ist zu schön, um sie unter weiten Strickpullovern und T-Shirts zu verstecken. Für wen der offensichtliche Lingerie-Look nichts ist, hat Miuccia die abgeschwächte Variante parat: Die Cropped Tops der letzten Saison bitte unbedingt behalten und statt drunter einfach über der Bluse oder dem Rollkragenpullover tragen. Très chic!

 

3. Welcome to Asia

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Prada Spring Summer 2017 (Foto: PR)

Ob Miuccia wohl den Ohrwurm „One night in Bangkok and the world’s your oyster“ auch beim Designen ihrer Entwürfe hatte? Jedenfalls bekommen wir beim Anblick der feinen Seidenkleider mit asiatischen Kragendetails sofort Reiselust! Gabs übrigens nicht nur als Kleid, sondern auch als gemusterter Pyjama-Allover-Look (siehe Header). Na, dann Koffer packen und ab in den wohlverdienten Thailand-Urlaub.

 

4. Taillengürtel

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Prada Spring Summer 2017 (Foto: PR)

Die Zeiten des heimlichen McDonalds Besuchs in der Mittagspause sind vorbei. Denn dank der engen Taillengürtel, die für den Sommer 2017 wirklich alle Laufstege beherrschten (siehe Marc Jacobs oder Altuzarra), heißt es nächstes Jahr: Bauch einziehen. Am besten kombiniert man die schmalen Gürtel mit Blazern oder zu hochgeschnittenen Hosen et voilà, schon ist der Business-Look perfekt.

 

5. Federn sind der neue Pelz

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Prada Spring Summer 2017 (Foto: PR)

Dass (Fake)Pelz im Sommer nicht gerade praktisch ist dürfte den meisten klar sein. Auf eine kuschelige Optik müssen wir dank Prada in der heißen Jahreszeit aber trotzdem nicht verzichten. Die Marabu-Federn fanden sich beim Traditionshaus wirklich überall: ob am Rocksaum, an den Ärmeln, am Ausschnitt oder am Saum der Hose. Auf doofe Sprüche  à la Sesamstraße müssen wir uns bestimmt einstellen. Aber wie schon Kerstin mit ihrem Grobi-Kleid bewies: Hauptsache Mode macht Spaß!

Die gesamte Kollektion könnt ihr euch nochmal hier ansehen:

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(Fotos Header: PR)

 

Von Marie

Der erste Satz, wenn mich Leute kennenlernen ist: „Das ist aber selten.“ Ja, ich bin ein seltenes Exemplar: Berliner Eltern, Berliner Blut, Berliner Göre. Tatsächlich bin ich so sehr mit der Hauptstadt verbunden, dass ich meinem Kiez in Schöneberg seit über 20 Jahren die Treue halte und noch nie von hier weggezogen bin – und auch nicht dran denke. Und obwohl wir Schöneberger zwar sehr viel von Bio-Supermärkten und esoterischen Edelsteinläden halten, gibt es hier auch das ganz große Mode-Paradies: das KaDeWe. Der Tempel des Shoppings und der Ersatzkindergarten für meine Eltern, sozusagen das Småland bei Ikea für mich (andere Kinder haben dort ihren ersten Wutanfall, ich schmiss mich in voller Rage im Atrium des KaDeWe auf den Boden und weigerte mich zu gehen). Kein Wunder also, dass Mode und ich nie wirklich Berührungsängste hatten.

Spätestens seit der Oberstufe, in der ich – dank Blair Waldorfs Inspiration aus Gossip Girl (ja, das war meine Serie zusammen mit Gilmore Girls) – die Schule nie ohne Haarreif, Fascinator oder eine gemusterte Strumpfhose betrat, hatte auch mein Umfeld begriffen: Marie macht was mit Mode. Und weil ich damit in meinem katholischen "Elite-Gymnasium" so ziemlich die Einzige war, suchte ich meine Verbündeten 2011 woanders: im Internet. Auf meinem Blog Style by Marie. Und so begann meine modische Laufbahn.

Noch mehr Gleichgesinnte und vor allem Freunde fand ich auf der Akademie für Mode & Design in Berlin, bei der ich 2013 meine Ausbildung in Modejournalismus und Medienkommunikation startete. Was für mich seit der 1. Klasse klar war, nämlich das Schreiben mein Ding ist, wurde jetzt zu meinem Beruf: Journalistin. (Denn ja Oma, es gibt noch etwas anderes als Modedesignerin). Dank meines Blogs und einem Praktikum bei der Harper’s Bazaar Germany in der Online-Redaktion blieb ich auch dem Internet und dem Online-Journalismus treu. Und ratet mal, wo ich jetzt bin: Genau, bei Journelles, dem Blogazine, was alle meine Leidenschaften verbindet: Bloggen, Schreiben, online sein – zusammen mit euch!

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007
den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.