JOURgarderobe: Closet Diary mit Leonie Meyer, PR, Communication und Strategy Consultant

Für unser heutiges Closet Diary folgt gleich zu Beginn ein kleines Liebesgeständnis, denn um ehrlich zu sein, war es bei Leonie so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Als wir die hübsche Blondine das erste Mal auf einem Event persönlich kennengelernt haben, waren wir ganz hin und weg von ihrer positiven Ausstrahlung, ihrem Humor und natürlich von ihrem guten Geschmack in Sachen Mode und Beauty.

Dass die PR-Beraterin fast ausschließlich skandinavische Brands wie Stine Goya oder Jane Kønig in der Agentur Agency V betreut, hat uns kaum verwundert. Immerhin haben wir die gebürtige Berlinerin selbst für eine waschechte Schwedin gehalten.

Bei Leonie ist es der Mix aus skandinavischem Minimalismus, bunten Farbkombinationen und trashigen Accessoires, der das ganz große Bedürfnis in einem auslöst, im nächsten Secondhand-Laden auf die Suche nach der rosa-glitzernden Mini-Bag zu gehen, die eigentlich nie auf der eigenen Wunschliste stand. Zu klein, zu auffällig, zu unpraktisch? Gibt’s nicht. Schließlich gibt’s dank ihrer Statement-Bags immer wieder eine kleine Überraschung in ihren Looks zu entdecken – wie ihr im Laufe des Closet Diaries selbst bemerken werdet.

Wir wollen aber nicht zu viel verraten: Bühne frei für 7 Tage, 7 Looks mit der bezaubernden Leonie Meyer!

Leonie Meyer auf Instagram: @leoniemeyyy

„Ich habe aber immer noch keine richtige Handtasche!“, war mein erster Gedanke als ich gefragt wurde, ob ich ein Closet Diary machen möchte. Meinen regelmäßigen Griff zum praktischen Jutebeutel habe ich euch hier aus ästhetischen Gründen erspart. Stattdessen gibt es Einblicke in meine wachsende Sammlung witziger, meist unpraktischer Micro-Bags und das nur knappe Überleben in der Modebranche ohne Designerhandtasche.

MONTAG

Ich bin absolut kein Morgenmensch, auch, wenn ich sehr gerne einer wäre! Und so will ich am Montagmorgen am Liebsten in „All Black“ und Kapuzenpulli schlüpfen. Spätestens im Büro wäre mir das dann aber zu langweilig und ich kombiniere schnell drei einfarbige Basics.

Den kuschligen rosa Rollkragenpulli habe ich secondhand in Stockholm gekauft und liebe ihn heiß und innig. Gegen die Schrulligkeit kombiniere ich ihn mit einer roten Hose, die ich noch lieber als Wide-Leg-Modell getragen hätte, und einem cognacfarbenen Mantel, den ich von meiner Schwester übernommen habe. Bei der gehe ich übrigens heute Abend noch vorbei: Mein Neffe wird fünf und die ganze Familie ist zum Essen dabei. Love!

Mantel: Vintage (ähnlich hier), Pullover: Vintage (ähnlich hier), Hose: H&M (ähnlich hier), Socken: & Other Stories (ähnlich hier), Schuhe: Mango (ähnlich hier), Kette: Anne Manns (ähnlich hier), Ringe: Jane Kønig (ähnlich hier), Vintage (ähnlich hier)

DIENSTAG

Meine Challenge in dieser Saison ist es, mehr Farbe zu tragen. Läuft bisher ja ganz gut.

Die Bänder des Pullovers waren eigentlich als Schleifen gebunden, allerdings ist mir das zu lieblich und ich lasse sie offen baumeln. Dazu kombiniere ich meine Lieblingsjeans und einen karierten Blazer – fertig. Heute ist ein typischer Tag im Büro und ich muss einiges nach- und vorbereiten.

Abends bin ich noch kurz mit einer Freundin etwas essen – da ziehe ich den Blazer dann einfach aus!

Blazer: Zara (ähnlich hier), Pullover: H&M (ähnlich hier), Jeans: Vintage Levi’s (ähnlich hier), Schuhe: Ganni, Ohrringe: Jane Kønig (ähnlich hier), runde Kette: Jane Kønig (ähnlich hier)

MITTWOCH

Heute geht es morgens direkt nach Kopenhagen. Die dänische Designerin Stine Goya zeigt dort im Rahmen der Fashion Week ihre AW18 Kollektion. Als betreuende PR Agentur in Deutschland sind wir vor Ort, um uns um die deutsche Presse zu kümmern. Definitiv ein Highlight in meinem Büroalltag!

Meinen Stine-Goya-Pullover (im Sample Sale erstanden) kombiniere ich mit einer farblich passenden Schlaghose und einem besonderen roten Quasten-Ohrring. Ganz monochrom wird das Outfit durch Vans und Fake-Fur zwar nicht – das war nämlich mein Ziel – aber ich bin trotzdem ganz zufrieden.

Die pinkfarbene Handtasche ist ein perfektes Beispiel meiner bereits erwähnten Sammlung.

Jacke: Vintage (ähnlich hier), Pullover: Stine Goya (ähnlich hier), Hose: Weekday (ähnlich hier), Schuhe: Vans, Ohrring: Shanghai Tofu (ähnlich hier), Handtasche: Monki

DONNERSTAG

Vor meinem Rückflug habe ich Zeit, mich auf der Modemesse Revolver umzusehen. Messen sind zwar nicht so glamourös wie Fashion Shows, für uns aber viel interessanter, weil man sich schnell einen Überblick über Neuigkeiten der Branche verschaffen kann.

Gegen den dänischen Winter hilft der Zwiebellook aus blauer Fleecejacke unter dem Wollmantel. Die Ganni Cowboystiefel habe ich kurz vor Weihnachten im Sale und, dank Mama, dann an Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum entdeckt. Die Beispiele meines Handtaschen-Problems verdichten sich.

Mantel: H&M (ähnlich hier), Pullover: H&M, Jeans: Vintage Levi’s (ähnlich hier), Schuhe: Ganni, runde Kette: Jane Kønig (ähnlich hier), eckige Kette: Vibe Harsløf (ähnlich hier), Tasche: Jérome Studio (ähnlich hier)

FREITAG

Neben der Handtaschen- und Farb-Challenge habe ich mir auch noch vorgenommen, bei meinen Klamotten auf gute und lang haltbare Qualität zu achten.

Dem kuschligen, geringelten Oversize-Sweater konnte ich trotz 100% Acryl-Polyester-Gemisch nicht widerstehen. Er macht nicht nur sofort gute Laune und hält warm, sondern lässt sich auch super einfach kombinieren: Kickflare-Jeans und Cowboyboots dazu und los!

Nach zwei Tagen „out of office“, muss ich vor dem Wochenende auch noch einiges erledigen.

Pullover: Zara (ähnlich hier), Hose: Cheap Monday (ähnlich hier), Schuhe: Ganni

SAMSTAG

Den Samstag starte ich, dank meines „Dry Month“, ohne Hangover mit einer Yogaklasse.

Am Nachmittag bin ich mit Freunden zum Essen verabredet. Dafür wechsle ich in das erste anständige Outfit des Tages: Das süße Kleid breche ich mit einem weißen Sweatshirt und meinen geliebten, trashigen Asia-Boots. Der alte Trenchcoat meiner Oma ist zum Glück gefüttert, am Ende aber doch zu kalt und ich muss noch meinen weißen Rolli hinzufügen.

Abends führe ich meine Mama in Charlottenburg ins Kino aus und wir nehmen einen Mitternachts-Snack beim Italiener. Das Outfit gefällt mir so gut, dass ich es ein paar Tage später noch einmal mit einer Extra-Lage Levi’s unter dem Kleid trage. Funktioniert auch und ist noch mal um einiges wärmer!

Mantel: Vintage (ähnlich hier), Sweatshirt: Vintage (ähnlich hier), Kleid: H&M (ähnlich hier), Schuhe: Zara (ähnlich hier), Tasche: Vintage (ähnlich hier)

SONNTAG

Ich bin mit meinen Freundinnen Caro und Alicia verabredet, um Fotos für Caros Store „April First“ zu machen. Alicia hat übrigens auch all diese schönen Fotos für mein Closet Diary gemacht  – danke dir, liebe Alicia!

Ich greife zu meinem absoluten Lieblingsteil, dem Maxirock im Leoprint, den ich letztes Jahr in New York gekauft habe. Der Oversized-Blazer von Yves Saint Laurent stammt von meinem liebsten Flohmarkt-Stand auf dem Arkonaplatz (25 Euro!).

Mit 16 Jahren habe ich angefangen zu modeln und erst seitdem ich in der Fashion PR und Strategie arbeite, ist mir bewusst geworden, wie befreiend es ist, nicht ständig von meinem Äußeren „abhängig“ zu sein. Jetzt modele ich nur noch für Freunde oder besondere Projekte und seitdem macht es mir auch wieder richtig Spaß! So wie heute auch.

Blazer: Yves Saint Laurent (ähnlich hier), Pullover: Uniqlo (ähnlich hier), Rock: Vintage (ähnlich hier), Schuhe: Vans, Tasche: Sandqvist (ähnlich hier), Creolen: Jane Kønig (ähnlich hier)

ALLE FOTOS: ALICIA KASSEBOHM

Kommentare

  1. Ein wunderschönes Closet Diary! Habe mir letzte Woche selbst einen Leorock gekauft und freue mich über die Kombinationsideen auch auf Leonies Instagram Acount. Und diese Asia-Boots…der Hammer! Was für ein inspirierender Start in die Woche…

  2. herrlich – für mich wird hier mit Leonies Looks das schönste Closet Diary (nicht nur wegen der pink-red Kombi, für die es von mir ein extra großes <3 gibt) seit vielen Wochen gezeigt. Bitte mehr von solchen schönen Dingen 🙂

  3. charlotte sagte am

    Sehr hübsche Frau, optisch gesegnet, aber auch super Style.
    Ein wenig erinnert sie mich an Mirja Dumont.
    Und man sieht, dass eine gelungene Mischung immer spannender ist, als ständig nur die ewig gleichen Designer…

  4. Wunderbar! Und ich lach mich schlapp über die ‚nicht vorhandenen Designerhandtasche‘. Viel cooler so, finde ich….

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