JOURlook: Hey Mom Jeans! Die Closed Archive ’85 Collection

Wir bekommen viel Post ins Büro. So viel, dass uns die Paketdienste insgeheim sicher hassen, wenn sie zu uns in die vierte Etage stiefeln müssen. Viele Mailings sind aber so lieblos und reine Papierverschwendung, dass ich mir immer einfache Pressemitteilungen per Email wünsche – ist für uns digital ohnehin viel einfacher zu verarbeiten. Letzte Woche gab es angekündigte

Wir bekommen viel Post ins Büro. So viel, dass uns die Paketdienste insgeheim sicher hassen, wenn sie zu uns in die vierte Etage stiefeln müssen. Viele Mailings sind aber so lieblos und reine Papierverschwendung, dass ich mir immer einfache Pressemitteilungen per Email wünsche – ist für uns digital ohnehin viel einfacher zu verarbeiten.

Letzte Woche gab es angekündigte Post von Closed: In meinem Päckchen lag die Pedal Pusher Jeans aus der Archive ’85 Kollektion (hallo, Mom Jeans!) und ein zweiseitiger handgeschriebener Brief, den ich wiederum nicht erwartet habe. Da hab ich mich ausnahmsweise auf die Couch gesetzt und gleich gelesen…

In dem Brief stellt sich mir Astrid vor, eine zweifache Mutter, die bereits seit 10 Jahren bei Closed im Bereich Warenkoordination und Shop-Betreuung tätig ist. In ihren handgeschriebenen Zeilen erzählt Astrid, wie es ist, für das Hamburger Familienunternehmen zu arbeiten. Anders als andere Labels, die unentwegt auf dem Thema Heritage rumhampeln, ohne meist eine zu besitzen, kann Closed mittlerweile schon auf eine fast 40-jährige Geschichte zurückblicken.

Und zwar gemeinsam mit seinen Angestellten und Geschäftspartnern – nach wie vor lässt das Label seine Jeans und Chinos aus hochwertigen Materialien von denselben Produzenten im schönen Italien herstellen, wie erstmals zur Zeit der Gründung des Labels durch Marithe und Francois Girbaud im Jahr 1978. Astrid bringt die Philosophie der Brand folgendermaßen auf den Punkt: „Wir sind noch immer ein Familienunternehmen, ein Team aus Verwandten und Freunden und umgeben uns gerne mit Menschen, die wir mögen, die ähnlich denken wie wir.“

Meine Mom Jeans, die Pedal Pusher! Dazu trag ich meinen Pulli von Jouur. und die spekatakuläre Wendejacke von Closed. Entweder kuschelig oder Glattleder? Ich mag beide Seiten sehr! (Die Stiefel sind von Isabel Marant.)

 

Angesichts des Briefes wird einem wirklich ganz warm ums Herz, eine hübsche Idee! Und damit wir auch als Nicht-Familienmitglieder einen Einblick in die Seele der Brand erhaschen können, hat sich Closed etwas Besonderes ausgedacht: Mit seiner „Archive ’85 Collection“ holt das Label seine Denim-Styles der späten 80er Jahre als Neuinterpretationen zurück auf die Bildfläche – und zwar fotografiert an Freunden und Mitarbeitern des Labels.

Passend dazu gibt’s auf der Closed Webseite eine Art virtuelles Familientreffen, bei dem sich die Menschen hinter dem Label vorstellen und ihre ganz persönliche Closed Geschichte erzählen, z. B. Bent aus Dänemark, der gerne mit seiner alten Drahtmühle zur Arbeit radelt. Außerdem dürfen wir in kurzen Videoclips hinter die Kulissen des Herstellungsprozess der Jeans blicken. Besonderes Schmankerl: die Original 80er-Kampagnenbilder – ein grandioses Beispiel dafür, dass in der Mode einfach alles irgendwann wiederkommt. Dieses kurze Video mag ich besonders:

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Und hier noch meine Lieblinge en detail aus der Archive Collection:

– In Kooperation mit Closed –

Von Jessie

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit "Journelles" selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It's Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: "Influencer im Portrait: Jessica Weiß - Alles, nur kein Stillstand"

Kommentare (23) anzeigen

23 Antworten auf „JOURlook: Hey Mom Jeans! Die Closed Archive ’85 Collection“

Das sieht superschön aus! Die Jacke ist wirklich umwerfend (und steht dir unglaublich gut!). Leider muss man dafür schon die Kohle für einen halben Familienurlaub hinblättern, drum bleibt sie für mich ein schönes Stück zum Anschauen.

Danke für den Link! Die Cabanjacke ist ja wirklich wunderschön! Witzigerweise suche ich gerade nach einer, aber bei den meisten Schnitten fehlt mir immer noch das I-Tüpfelchen. Die von Closed ist in der Tat perfekt! Ich bin schon seit einer halben Ewigkeit in Besitz einer kragenlosen Seidenbluse von Closed – ein absoluter All-timer für mich.

Hi Jessie,
die kuschelig Jacke möchte man bei dem Wetter heute gerne besitzen.
Zu der Jeans sage ich: „kann man machen, muss man aber nicht wirklich!“
Dein Outfit wird natürlich einzig akzentuiert und vom Label „belanglos“ befreit
dadurch, dass du die „high class“ Accessoires dazu kombinierst.
Die Stiefel sind der Hammer und absolute Hingucker ( ich bin total neidisch! )
und auch die Gucci-Tasche und die Brille machen das Foto rund.
Aber: niemand sagt ja auch, dass man die Closed Sachen „pur“ tragen soll 😉
Es war sympathisch, zu erfahren, dass Closed noch ein Familienunternehmen
ist. Davon gibt es heutzutage leider viel zu wenige.
Grüße sendet
Julie
PS: eine andere, peppigere Frisur hätte, das Foto noch aufgewertet dein
kleiner halber Bun wäre vermutlich witziger zu dem großen Kragen gewesen.
Just saying…..

Ähm also manchmal frage ich mich schon was manche Leute sich denken…eine andere Frisur??? Man kann es auch übertreiben mit der sogenannten „netten Kritik“…

Bitte WAS??
Ohne high class Teile wäre das Outfit“belanglos“?? Na danke!
Da hast gleich die Mehrheit der Bevölkerung abgestempelt… Ich liebe Mode und behaupte, Geschmack zu haben. Trotzdem sind meine Look laut Dir dann belanglos.
Tja!
lg
Esra

Wunderschöner Look, den ich genau so tragen würde. Die Jacke ist wirklich ein Traum und auch die Hose gefällt mir total gut. Besonders die Nähte über dem Schritt haben es mir angetan, das sieht wirklich toll aus!
Liebe Grüße,
Samieze

Der Mantel gefällt mir auch sehr gut. Leider eine sehr teure aber auch gute Investition… Schade finde ich, dass Inhalte mehr und mehr auf allen Blogs exakt gleich ablaufen, wie auch schon bei Rituals. Mich stört da weniger, dass Ihr alle auf eine Kooperation mit Closed eingeht, das kann ich gut verstehen, ist ja auch eine tolle Marke. Ich fände es aber toll, wenn die Kooperationen auf jedem Blog individuell umgesetzt würden. Same same z.B. auch bei LesMads. Handgeschriebener Brief, gleiche Hose, fast identische Texte…

Hey Anna, habe es durch deinen Link gerade gesehen, ist aber reiner Zufall. Solche Posts schlummern schon ein wenig länger im Backend 😉 Wenn es aber um ein und dieselbe Kampagne geht, kann es natürlich schon mal zu Ähnlichkeiten kommen. Zu viel davon sehe ich in diesem Fall aber nicht.

Handgeschriebene Post ist das Schönste! Und leider so selten geworden heutzutage. Mit Closed Jeans liebäugele ich schon länger. Dase es ein Familienunternehmen aus Hamburg ist, wusste ich gar nicht! Ein Grund mal über den Tellerrand zu schauen!
Liebst – Katharina

liebe jessie, die jeans steht dir perfekt und sieht einfach cool aus. auch die info darüber, dass closed die materialien in italien fertigen lässt, finde ich sehr positiv.

Glückwunsch an Closed für die Auswahl ihrer PR-Agentur. Hat super geklappt!! Der Pedal Pusher macht aber auch im Jahr 2015 immer noch keine gute
Silhouette.
Die Jacke ist hübsch. Ist das böses Echtfell?? Aber Schafe würden bestimmt auch per Hand aufgezogen….

Liebe Jessie, das ist wirklich ein super schöner Look! Die Jacke ist total schön und auch die Schuhe sind der Hammer, ich suche schon lange nach eine günstigeren Alternative… Bei der „Mom Jeans“ muss ich wirklich immer an meine Mama denken, weil sie immer genau diese Pedal Pusher Jeans getragen hat. 😉 Vielen Dank für diesen schönen Post.

LG Neele

Wunderschöner Mantel, hübsche Schuhe ..; aber weswegen Hosen tragen, die einen unnötig dick erscheinen lassen? Diese Jeans zaubert Pfunde wo keine sind. Nicht schön und mir unverständlich wieso daraus ein „Trend“ erkämpft wird. Skinny jeans mit tiefem oder hohem Bund lassen sogar einen dicken Hintern besser dastehen als diese Dick-Mach-Buxe.

Liebe Jessie, an dir sehen selbst solche Jeans gut aus – ich hoffe sehr, dass ich auch mal diesen Zustand erreiche. Als Kompromiss werde ich mir die Jacke mal durch den Kopf gehen lassen 🙂

Ach ich glaube das ist mein absoluter Lieblingslook. Weil ich irgend wann in den 80ern mal eine Jeansrock *kreisch* von closed hatte. Denn habe ich mir dann aber irgend wann zurecht geschnippelt …aber ich mag das gelungenen Styling. Von den coolen Boots über die Lammfelljacke bis hin zu dem rosa Streifen im Pulli. <3 LG aus Frankfurt von Sabina

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.