Designklassiker Buchtipp: „Mid-Century Modern Complete“ von Dominic Bradbury

Der Begriff „Wälzer“ wird ja meist mit veralteten oder langweiligen Inhalten assoziiert. Ich habe hier gerade ein Exemplar neben mir liegen, das das absolute Gegenteil beweist: „Mid-Century Modern Complete“ ist 544 Seiten lang und geschätzte drei Kilo schwer. Ein Wälzer also definitiv – keineswegs aber langatmig. Das heute erschienene Buch von Dominic Bradbury ist prall gefüllt mit Schätzen aus den verschiedensten

Der Begriff „Wälzer“ wird ja meist mit veralteten oder langweiligen Inhalten assoziiert. Ich habe hier gerade ein Exemplar neben mir liegen, das das absolute Gegenteil beweist: „Mid-Century Modern Complete“ ist 544 Seiten lang und geschätzte drei Kilo schwer. Ein Wälzer also definitiv – keineswegs aber langatmig. Das heute erschienene Buch von Dominic Bradbury ist prall gefüllt mit Schätzen aus den verschiedensten Designbereichen von Möbeln über Leuchten bis hin zu Textilien, Produktdesign, Grafik und Architektur – und damit die perfekte Ergänzung zu unserer Kategorie „Designklassiker„!

Viele Möbelerfindungen aus dem 20. Jahrhundert sind wieder – oder noch immer – fester Bestandteil unserer heutigen Einrichtung und Architektur. Die Klassiker und ihre Erfinder werden in „Mid-Century Modern Complete“ vorgestellt – zum Beispiel die Stühle des US-amerikanischen Designerduos Charles & Ray Eames, die aus keiner Interior-Strecke mehr wegzudenken sind, oder die Pendelleuchte Artichoke, kreiert von dem Dänen Poul Henningen.

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Neben dem Möbeldesign wird sich auch dem Textildesign gewidmet. Die Australierin Florence Broadhurst (1899-1977) und ihre Entwürfe werden zum Beispiel vorgestellt: eine exzentrische Persönlichkeit, die bekannt ist für ihre floralen, farbenfrohen Muster. Inspiriert von Shanghai im Jazz-Zeitalter zierten ihre eindrucksvollen Teppiche und handbedruckten Tapeten Pfauen, Federn und Kraniche.

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Der Optimismus und die Neuerfindungen der Nachkriegszeit ebneten den Weg für ein neues Verständnis von Farbe, Textur und Muster.

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In Teil 2 des Buches werden Häuser und Interieur vorgestellt. Beeindruckend ist zum Beispiel das Strick House des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer. Das Haus aus Ziegeln und Glas steht in Los Angeles und wurde 1964 gebaut. Es gibt einen offenen Wohnraum mit Küche und Essbereich und die Möbel von Jean Prouvé oder Arne Jacobsen fügen sich wunderbar ein. Natürlich sieht man, dass es sich um eine Einrichtung „von früher“ handelt, aber es ist doch erstaunlich, wie modern alles wirkt. Und viele Möbel werden ja heute noch genauso fleissig wie damals gekauft.

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„Mid-Century Modern Complete“ ist eine gelungener und anschaulicher Einblick in die Designgeschichte des 20. Jahrhunderts. Das Buch erscheint heute im Dumont Buchverlag und kostet 68 Euro. Hier geht es direkt zu Amazon! Noch ein paar Eindrücke bekommt ihr hier:

 

– In Kooperation mit dem Dumont Buchverlag –

Von Jessie

Ich bin Jessie Weiß, 32 Jahre jung, lebe verheiratet in Berlin, bin Mama von Levi (1), schwanger mit dem zweiten Kind sowie Gründerin von Journelles. Ich liebe Phoebe Philo, Stella McCartney und Isabel Marant, kann aus anatomischen Gründen nicht auf hohen Schuhen laufen, habe einen Céline-Taschentick, tanze und höre leidenschaftlich gern Hip Hop, kann mir selten Ironie verkneifen, leider immer noch kein Französisch sprechen, obwohl ich Paris für die schönste Modestadt der Welt halte, gucke am liebsten Jimmy Fallon, Jan Böhmermann, Game of Thrones oder entspanne beim Serienmarathon auf Netflix, bin ein kleiner Workaholic mit Multitaskingtalent, professionelle Instagram-Durchscrollerin, in jeder Lebenslage tollpatschig, habe ein Faible für skandinavisches Interior und einen Kissen-Tick, bin groß im Wellness machen und wäre daher noch lieber professionelle Hoteltesterin. Mode ist meine grosse Liebe, aber meine Kohle investiere ich eher in Reisen und Essen – und neuerdings fast ausschliesslich in mein Kind.

Als alter Bloghase – 2007 habe ich LesMads mitbegründet – ging im Oktober 2012 mein persönlicher Traum in Erfüllung: Ich habe mich mit "Journelles" selbstständig gemacht. Das Blogazine ist mein digitales Zuhause, News-Plattform, Modetagebuch und tägliche Anlaufstelle für spannenden Content rund um die Themengebiete Interior, Reisen, Beauty und sowohl High Fashion als auch Contemporary Labels und Highstreetmode.

Nebenbei habe ich die Modesendung It's Fashion auf EinsPlus von der ARD moderiert, berate Firmen im Social-Media-Bereich, halte Vorträge und reise um die Welt, um euch täglich den schönsten Content zu präsentieren. Im Juni 2015 habe ich mein eigenes Modelabel JOUUR. gegründet.

2016 ist mein Sohn Levi auf die Welt gekommen. Baby-Themen werden seither auf Mini Journelles behandelt und das nun auch wieder intensiver, da unser zweites Kind unterwegs ist.

Journelles ist inzwischen gewachsen: Wir sind ein sechsköpfiges Redaktionsteam im Berliner Prenzlauer Berg und haben im Sommer 2018 unseren ersten temporären Concept-Store, den Journelles Marché, eröffnet.

Mein Credo: Mode muss Spaß machen, auf Augenhöhe funktionieren und sollte sich nicht so ernst nehmen.

Mehr über mich findet ihr im Presse-Bereich, auf Instagram und ab und an auf YouTube. Subscribe!

Aktuelles Presse-Feature:

VOGUE.DE: "Influencer im Portrait: Jessica Weiß - Alles, nur kein Stillstand"

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.