10 Dinge, die ich bei der Rewardstyle Konferenz in Dallas gelernt habe

Rewardstyle hat zum dritten Mal zur #rstheCon-Konferenz nach Dallas eingeladen, denn hier wurde das Publisher-Netzwerk 2011 von Amber Venz Box und ihrem Mann Baxter gegründet. Aus aller Welt wurden die bekanntesten Mode- und Lifestyleblogger eingeflogen und rund 250 Teilnehmer haben der Konferenz insgesamt beigewohnt. Organisiert wurden nicht nur Meetings mit Marken und Onlineshops für künftige potenzielle Kooperationen, sondern auch Panels und Workshops. Ich habe mich für SEO und Google Analytics Optimierung sowie Markenidentität eingetragen und wertvolle Tipps für Journelles bekommen.

In den Vorträgen habe ich gebannt Song of Style und Emily von Garance Doré gelauscht, wie der Mitgründer von Into the Gloss die Seite optimiert hat, weshalb man nun unbedingt in Mobile investieren sollte und erfahren, wie Mira Duma und Nasiba Adilova Geschäftspartnerinnen wurden. Mal abgesehen von dem nerdigen Technikkram, der mich immer am meisten interessiert, gab es noch einige andere Dinge, die ich auf der Konferenz gelernt habe. Hier sind meine 10 Learnings und Tipps!

  1. Blogger im echten Leben zu treffen ist toll! Das galt besonders für die deutschen Vertreter. Ganz entzückend war unsere Truppe mit den Mädels von Daily Dose, Nina Süss, Fashiioncarpet, Our Clean Journey und Leonie Löwenherz.  Das zeigt einmal mehr, wie wichtig networking und verlinken ist.
  2. Mein halbes instagram-Feed war vor Ort! Ich musste allerdings schnell feststellen, dass Photoshop ein viel zu beliebtes Tool ist – Realität und insta-Accounts klaffen teilweise extrem weit auseinander. Respekt, wer den Mut hat, sich mal eben rund 12 Jahre jünger zu photoshoppen. Auch habe ich Botox viel zu oft in Oberlippen gesehen. Ich finde das schade, denn eigentlich standen Blogger mal für Authentizität und „Echtheit“. Eh klar: das gilt natürlich nur für ein paar Ausnahmen!
  3. Es gibt die ersten Rewardstyle-Millionäre! Sprich: die grössten amerikanischen Blogger haben in den letzten vier Jahren bereits die 1-Million-Dollar-Grenze geknackt. Wenn im Durchschnitt etwa 8 bis 10 Prozent Provision an die Blogs gehen, kann man sich ja ausrechnen, wie viel Umsätze Blogs den Onlineshops bescheren können. In Amerika munkelt man, dass dazu Gal meets Glam, Song of Style, Sincereley Jules oder Pink Peonies gehören. Hier sieht man die Jahre 2014 und 2013 im Vergleich:
  4. Wardrobe Klischees: Amerikaner und Europäer erkennst du sofort an ihren Outfits. Bei den zahlreichen Parties und Cocktails trugen die Amerikanerinnen pinke, gelbe oder knallrote Abiballkleider, dazu unechte Wimpern, die höchsten Heels und perfekt fest getackerte Locken. Dagegen sind die Europäerinnen eher zurückhaltend sportlich – meist erkennt man uns an den Haaren, die nicht mit einer Tonne Haarspray besprüht wurden! Die Australierinnen sind am besten gekleidet (Kaity Modern und Chronicles of Her Crush!) und Französinnen sind leider die unsympathischsten.
  5. Living the american dream: Amber Venz Box und ihr Mann Baxter haben aus Rewardstyle in nur vier Jahren ein millionenschweres Unternehmen gemacht – weil Amber sich zur Monetarisierung ihres eigenen Blogs ein Affiliate-System wünschte. Wer ihr zuhört, bekommt sofort Hummeln im Hintern: Mit der richtigen Idee kann man alles schaffen! Inzwischen hat rewardstyle 100 Mitarbeiter in Dallas und London.
  6. Dein Blog ist das wichtigste Medium. Egal, welche Social Media Plattform gerade gehypt wird (ich raffe Snapchat ja immer noch nicht) – Content auf dem eigenen Blog is king, denn alles andere wird früher oder später kommerzialisiert. Bei Facebook gilt nur noch „pay to play“, Pinterest gibt offen zu: „We don’t need you publishers anymore“ – weil die Platform nun groß und bekannt ist, wurden erst mal die Affiliate-Links abgeschafft.
  7. Mut zur Vergrößerung: Wann sollte man sich trauen, die ersten Angestellten zu suchen? Emily von Garance Doré verriet, dass das Team inzwischen auf 7 Personen angewachsen ist. Die neueste Position: ein E-Commerce-Manager. Die Umsätze laufen so gut, dass sich die Investition in eine neue Person gelohnt hat. Nichtsdestotrotz ist eine Anstellung auch mit Risiko verbunden – daher muss man sich klar werden, wo man Hilfe benötigen und was eine andere Person besser abarbeiten kann.
  8. Aimee von Song of Style ist nicht nur hübsch, sondern auch witzig, clever und bescheiden – und für mich damit zurecht an der Blogspitze der USA. Sie hat von dem Launch ihrer Shirt-Linie erzählt und wie viele Kooperationen sie in der Vergangenheit abgesagt hat. Einmal mehr bekam der stumpfe Satz „do what you love“ Bedeutung zugewiesen. Denn wenn der Leser merkt, dass man etwas nicht aus 100-prozentiger Überzeugung tut oder man selbst nicht hinter dem Content steht, sollte man diesen lieber ganz weglassen.
  9. Interessant ist daher: Die umsatzstärksten Blogger veröffentlichen in der Woche lediglich 5,3 Posts im Durchschnitt. Hierbei handelt es sich aber auch ausschliesslich um Outfit-Blogger.
  10. Leser-Umfragen sind das beste Tool, um seinen Content von außen zu betrachten. Manchmal steckt man so in seiner Blase fest, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Kenne ich auch – daher wisst ihr, was hier bald folgt!

(Im The Joule Hotel fand die Konferenz statt.)

Kommentare

  1. Danke für die spannende Zusammenfassung. Ich bin ja immer noch erstaunt wie weit offenbar vor allem in Deutschland die Zusammenarbeit mit Bloggern der amerikanischen Realität hinterherhinkt. Vor allem die mit den ü40 jährigen. Dabei ist das eine der einkommenstärksten Zielgruppen. Und es handelt sich um erwachsene Frauen, die nicht nur ihren Stil gefunden haben, sondern oftmals extrem schick gekleidet sind, dem eher weniger inspirierten „Sportstil“ schon lange Ade´gesagt haben.
    Aber es wird so getan, als gebe es jenseits der 30 keine Modebloggerinnen. Manchmal werde ich wie ein Wesen vom anderen Stern angeschaut, wenn ich erzähle, was ich tue. LG Sabina | Oceanblue Style

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