Beauty & Travel – 4 Tage in Marrakesch

Marokko – ein Reiseziel, das nie auf meinem Radar stand. Ich folgte dann aber letzten Monat einer Einladung nach Marrakesch und habe mich ganz ungeahnt Hals über Kopf in die orientalische Stadt verliebt…

Wer mir auf Instagram folgt, konnte schon ein paar Bilder sehen. Ich habe über 700 Fotos (!) gemacht, viel gesehen und will unbedingt im Frühjahr noch mal nach Marokko reisen. Die orientalische Stimmung hat mir sehr gut gefallen und die Freundlichkeit der Menschen empfand ich als wahnsinnig angenehm. Heute möchte ich mal alles Revue passieren lassen und ein kleines Resümee über 4 Tage Marrakesch abgeben:

Travel Journelles / Reise nach Marrakesch

Hinkommen: Ich bin mit Royal Air Maroc geflogen und soweit war auch alles in Ordnung mit der Airlines. Nur die Flugzeuge selbst sind einfach echt runtergekommen und nicht wirklich sauber. Gott sei Dank war ich sehr müde und habe deswegen den Flecken nicht weitere meine Aufmerksamkeit geschenkt. Es fliegen aber einige weitere Fluglinien nach Marrakesch, u.a. Germania und Iberia Airlines.

Reisezeit: Man kann prima im November noch nach Marrakesch reisen, dann wird es allerdings auch dort kalt. Abends war es nämlich schon frisch und an einem bewölkten Tag ist es alles andere als warm. Ich würde gerne nächstes Jahr wieder hin fliegen, am liebsten im April oder Mai. Zu warm darf es nicht sein – ich trage in solchen Ländern immer lange Sachen.

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Hotel – das Royal Mansour: Ich bin ganz schön verwöhnt, was Hotels angeht, aber das Royal Mansour übertrifft alles, was ich bisher gesehen und erlebt habe. Das noble Hotel gehört dem marokkanischen König und genau so wird man hier auch behandelt: königlich. Jeder Gast hat sein eigenes Riad (marokkanisches Haus mit mindestens einem Schlafzimmer und drei Stockwerken) und genießt absolute Privatsphäre. Deswegen steigen hier auch gerne Scheiche und Promis ab. Wolfgang Joop ist hier immer wieder Gast. Das Personal trägt traditionelle Trachten, die dem ganzen Hotel einen ganz besonderen Charme geben. Man sieht sie allerdings nicht sehr oft, da sie die meiste Zeit in den Untergrundtunnels unterwegs sind. Die Butler, Zimmermädchen und Gartenarbeiter sind zudem wahnsinnig diskret und freundlich, was war mir fast schon unangenehm war, da ich es immer irritierend finde, wie eine echte Prinzessin bedient zu werden.

Mein Riad war eines der kleinsten, was mich schon fast sprachlos machte, denn ich hatte drei Etagen, ein Wohn-, Schlaf- und Badezimmer und auf oberster Eben eine Terrasse mit Mini-Poolbecken. Die Preise haben es deswegen auch in sich und ich würde das Royal Mansour deswegen in die Kategorie „Honeymoon“ heben – ein Luxushotel der Sonderklasse, das man sich zu ganz besonderen Anlässen gönnen möchte. Für eine Hochzeitsreise finde ich das Hotel perfekt, da man nicht nur eine höchst romantische Atmosphäre auf der ganzen Hotelanlage hat, sondern ein Rundum-Sorglos-Paket bucht, das man sein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen wird. Es wird wirklich ALLES möglich gemacht, man hat immer zu trinken und wird in den Restaurants auf höchstem Niveau französisch, marokkanisch oder international verwöhnt.

Wirklich beachtlich: jedes Detail im Hotel ist handgemacht, jedes Steinchen von Hand auf die Mauer gesetzt, jedes Holz liebevoll geschnitzt. Das Hotel wurde drei Jahre lang von marokkanischen Künstlern und Handwerkern erbaut und zeigt traditionelle Handwerkskunst auf höchstem Niveau, die sogar Kunstbanausen imponiert.

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Das Royal Mansour Spa: Die 3,5 Hektar große Anlage hat einen großen paradiesischen Garten, 3 Restaurants und einen eigenen Spa, den jeder besuchen kann (auch wenn man nicht im Hotel zu Gast ist). Dieser hat mich besonders beeindruckt, die Architektur ist einfach atemberaubend und wunderschön. Die Treatments sind vom Feinsten und ich habe neben einer Massage, einer Dr. Hauschka Gesichtsbehandlung und einem Leonor Greyl Haar-Treatment (gibt es exklusiv nur dort), den hauseigenen Hamam besucht. Ich habe meine erste Erfahrung im Gebiet der orientalischen Beauty-Rituale gesammelt und fand sehr interessant, wie viel abgestorbene Hautzellen die Dame mir abgeschrubbt hat. Irre! Einen Swimmingpool gibt es natürlich auch – schöner kann man wohl kaum schwimmen, oder? Muss ein Traum sein, wenn es regnet…

Im Spa bin ich auch auf die schöne Marke Maroc Maroc gestoßen und bin total verliebt in das belebende Rosenblütenwasser, das mich auch hier in Hamburg, mit seinem zarten Duft, jeden Morgen an die schöne Reise erinnert. Die Produkte stehen jedem Hotelgast in Hülle und Fülle zur Verfügung und es machte großen Spaß die orientalischen Düfte zu entdecken und von der Haarmaske bis zum Seifenstück viele neue Produkte zu auszuprobieren. Die Marke ist übrigens auch in Paris zu bekommen und sehr beliebt bei den Französinnen.

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Noch ein Beauty-Highlight: der Besuch im Nectarome Garten. Dort werden Kräuter und Pflanzen angebaut, die alle eine Wirkung auf den menschlichen Körper haben und höchste Qualität haben (organic). Daraus werden Beauty-Produkte gemacht, die in Marokko und im Ausland in vielen Spas eingesetzt werden. Spezialisten auf dem Gebiet der Aromatherapie und Naturkosmetik entwickeln auch ganz typische marokkanische Beautyprodukte her, die man im Hamam verwendet. Das sind zum Beispiel Schwarze Seife, Ghassoul und Peelingsalze, die zur Hauterneuerung gemacht sind. Einen der typischen Peelinghandschuhe aus Seide habe ich mir vor Ort gekauft und bin begeistert von der tollen Qualität und der zarten Haut, den der Handschuh hinterlässt.

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Machte mich sprachlos: Bei Nectarome habe ich gesehen, wie per Hand Arganöl hergestellt wird. Erst müssen die Argannüsse geknackt, die Mandeln dann gemahlen werden. Die Masse wird dann sehr lange per Hand geknetet und mit Wasser vermischt – daraus entsteht dann irgendwann das pure Arganöl, das nicht nur toll für die Haut ist, sondern auch köstlich schmeckt. Nun kann ich nicht nur verstehen, warum Arganöl so teuer ist, sondern habe einen Heidenrespekt vor den Leuten, die das jeden Tag machen.

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Lecker: Gemüsegerichte mit Couscous – gekocht in einer Tajine. Könnte ich jeden Tag essen.

Nicht so lecker: Zucker, überall Zucker. Die Marokkaner essen so viel Zucker, dass viele von ihnen mit Übergewicht oder kaputten Zähnen zu tun haben. Zwei Mal Afternoon-Tee (immer mit viel Zucker) – dazu Kuchen, Kekse und Pralinen. Süßkram mag fast jeder, aber in diesen Massen ist mir das echt eine Nummer zu viel.

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Shopping: Für einen Besuch am Souk, dem Markt von Marrakesch, unbedingt Zeit mitbringen. Dort gibt es unzählige Stände mit Haushalts- und Lederwaren, Stoffen, Teppichen, Schuhen, Taschen und Schmuck. Es wird gehandelt und das kann auch ein bisschen dauern. Ich hatte mich zum Beispiel in Lederboots verliebt, die mit einem Kelimstoff bezogen waren. Es dauerte 20 Minuten, bis ich verstanden habe, dass es das Model so nicht mehr gibt, nachdem mir der gute Mann zig Stiefel aus dem Lager gebracht hatte. Konkret gesagt hat er mir natürlich nicht, dass alles Einzelstücke sind…

Der Teppichkauf: Bevor ich nach Marokko geflogen bin, habe ich mir ungefähr fünf Mal Jessies Teppichkauf-Tipps durchgelesen (sehr sehr nützlich!) und merkte schnell vor Ort, von was sie sprach: Ohne Mann ist es echt schwer einen Teppich zum guten Preis zu kaufen bzw. zu verhandeln. Ich hatte aber ohnehin zu wenig Zeit um mich auf den ganzen Tamtam einzulassen, da es einfach viel Geduld und Zeit braucht einen großen Teppich zu ergattern. Ich habe mir am Ende einen kleineren Beni Ourain Teppich gekauft, der schon auf der Straße hing. Ich habe mich im Handeln gut geschlagen und war danach so motiviert, dass ich später noch eine Kissenhülle gekauft habe. Da wurde wild gestikuliert, beleidigt geguckt, geschrien… und am Ende ist mir der Verkäufer hinterher gerannt und hat mir meinen Preisvorschlag von knapp 23 Euro akzeptiert. Aufregend!

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Lohnt sich wirklich: Eine persönliche Stadtführung buchen. Man kann sich vieles erlesen und Reiseführer wälzen – wenn aber ein Einheimischer aus dem Nähkästchen plaudert, ist das allemal interessanter. Ich kam in den Genuß einer solchen Führung, die durch das Hotel organisiert war, und habe viele interessante Dinge über die Stadt und das Leben der Menschen erfahren. Die Häuser müssen zum Beispiel immer eine gewisse Farbe haben – das typische marokkanische Rot der Stadt, die Pflicht ist. Die Menschen wohnen nie auf den Hauptstraßen, sondern in den Nebenstraßen, die alle eigene Viertel bilden. Dort gibt es überall versteckte Hamams, manche gemischt, die meisten aber in Geschlechter getrennt. Fun Fact: Jede Familie bäckt Brot und das jeden Tag. Die Kinder nehmen den Teig auf dem Weg in die Schule mit, geben es beim Bäcker ab und holen es auf dem Nachhauseweg wieder ab. Kosten durfte ich es auch: Lecker!

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Weitere Bilder seht ihr in der Galerie:

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Kommentare

  1. Jedesmal wenn ich Bilder aus Marokko sehe, bin ich auf´s neue sprachlos… das sieht alles so traumhaft aus, dass mir kurz die Luft weg bleibt! <3

    Viele liebe Grüße
    Ina

  2. sehr interessanter Artikel aber leider muss ich sagen, dass ein paar Stellen schwach formuliert sind, ich bevorzuge da eher Jessies durchdachteren und feinfühligeren Schreibstil

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