Team Journelles Special: Unsere Alltime Favourite Düfte

Welcher Duft begleitet uns schon seit Jahren oder steht individuell für uns? #TeamJournelles zeigt euch die Favoriten

Parfums sind etwas ganz besonderes und ich liebe sie, weil sie eben nicht nur der krönende Abschluss zu einem schönen Look sein können, sondern weil sie auch Geschichten erzählen. Düfte sind emotional und haben die Kraft, bei den meisten Menschen Erinnerungen zu wecken und Bilder vor ihrem inneren Auge hervorzurufen.

Letztens habe ich beim Besuch meiner Eltern in der Heimat wieder meinen Teenager-Duft „Miracle von Lancôme“ in der Halt gehalten und dieser hat mich sofort an den Tag meines Abiballs zurückversetzt, als ich ihn kurz vor der Feier noch mal auflegte. Es war „mein Duft“, mit denen mich die meisten meiner Freunde verbunden haben, da ich ihn so viele Jahre während der Schulzeit trug. Heute würde ich ihn wahrscheinlich nicht mehr am Körper tragen, da er mir ein wenig zu blumig ist, aber daran riechen und einen Moment innehalten ist so gut!

Über die Jahre habe ich noch ein paar mehr Düfte für mich entdeckt und jede Lebensphase ist auch ein wenig von einem unterschiedlichen Parfum geprägt. Ich finde das wahnsinnig spannend und habe mich mal im Büro umgehört, ob die Mädels auch ein paar Geschichten auf Lager haben…

Yildiz:

Byredo „Mojave Ghost“

Ich gehöre bei Düften normalerweise zu den Personen, die es sehr extrem mögen – entweder muss es sehr süß sein, wie das Black Opium von YSL oder komplett maskulin und herb nach Oud & Bergamot von Jo Malone riechen. Das passe ich meistens meiner Mode-Laune an, je nachdem ob ich mich nach einem femininen oder eher androgynen Look fühle.

Obwohl ich seit Jahren den selben Parfums treu bleibe, kam Anfang diesen Jahres tatsächlich ein neues dazu. Gar nicht auf der Suche nach einem weiteren Duft, bin ich im KaDeWe immer wieder an der Byredo-Theke vorbeigeschlichen, weil mich die minimalistischen Flakons so angesprochen haben. Danach habe ich eins getestet und mich direkt verliebt – Mojave Ghost von Byredo ist wahrscheinlich die beste Mitte zwischen männlicher und weiblicher Duftnote. Ich kann gar nicht mal sagen, wonach es genau riecht. Jessie erinnert es jetzt jedenfalls immer an mich, da ich den kompletten Hausflur mit dem Duft überflute, wenn ich ins Office komme!

Ari:

Coqui Coqui „Coco Coco“

Ok, zugegeben besitze ich nicht nur einen Lieblingsduft, sondern natürlich mehrere. Aber über mein ganz Leben verteilt sind es doch nicht allzu viele, die mir ans Herz gewachsen sind. Einer davon ist aber Coco Coco vom mittlerweile bekannten Kultbrand Coqui Coqui, den ich bereits 2013 auf einer Reise entdeckte…

Dieser Duft ist so gut, dass ich manchmal einfach an dem hübschen Flakon riechen muss, wenn ich im Bad stehe. Er lässt mich direkt von Urlaub, Sonne und Meer träumen und weckt Erinnerung an einen traumhaften Urlaub in der Dominikanischen Republik als ich das erste Mal ein Sonnenöl von Hawaiian Tropic benutzte.

Damals war ich 13 und ich habe den Geruch von Kokosnuss, Meeresbrise und Sonnenöl noch heute in meiner Nase. Ein Spritzer genügt mir für den ganzen Tag – das Parfum ist sehr intensiv und am Anfang habe ich es zu gut gemeint und mir ist leider sogar ein bisschen schlecht geworden.

Also probiert zunächst nur einen Minispritzer am Handgelenk aus und ihr werdet sehen, dass sich der Duft dort den ganzen Tag hält und schön entwickelt. Manchmal sprühe ich ihn auch einfach auf ein Tuch oder ins Badezimmer, wenn ich in die Badewanne gehen möchte.

Ein Lieblingsduft nur für den Sommer – oder zum dran schnuppern im Winter. Ich werde mich wohl nie daran satt riechen. Instant Urlaub in a Bottle, quasi.

Marie:

Comme des Garcons „Florential“

Mein Signature-Duft ist Comme des Gartons Florential. Seit zwei Jahren greife ich nur höchst selten zu einem anderen Parfum. Zum ersten Mal geschnuppert habe ich den Duft in einem Urlaub in London bei Harrods, als mich ein Verkäufer einfach damit einnebelte. Seitdem ging mir der rauchige Duft mit Sandelholz, Vetiver und Weihrauch nicht mehr aus dem Kopf und ein paar Wochen später wurde er mir nach langem Flehen geschenkt. Selbst im Sommer ist er nicht zu schwer und erinnert mich immer an die schönen Tage in der britischen Metropole – und dafür sind Parfums doch da: um Erinnerungen zu wecken.

Jessie:

Jovan „Musk Oil“

Und jährlich grüßt das Murmeltier! Denn wenn ihr mir schon länger folgt, habt ihr vielleicht schon mal von meinem etwas unüblichen Lieblingsduft gelesen. Seit rund 14 Jahren trage ich nämlich Moschus ausm DM. Ich weiss lediglich, dass die Marke Jovan heisst, „Musk Oil“ in zurückhaltender orangefarbener Verpackung daher kommt und ein geschmackvoller Flakon mit 80er-Jahre-Gold-Elementen das 12,49-Euro-Erlebnis abrundet.

Das Schöne: Jeder kann den Duft sofort mit mir verbinden – ist eben auch ein ziemlich ungewöhnliches Unikat! :-p

Marlene:

Jo Malone „Blackberry & Bay“

Nachdem mein Parfumnäschen über die Jahre ein wenig eingeschlafen war, ist seit ein paar Monaten der Wurm drin. Kein Wunder! Im Team Journelles vergeht kein Tag ohne eine Beauty Entdeckung und erst recht nicht ohne, dass der nahezu reflexhafte „Haben-wollen-Effekt“ ausgelöst wird.

Ich war dem zuckersüßen Duft von „La vie est belle“ von Lancôme verfallen seit ich 18 bin. Sobald ich ihn mal weggelassen habe, gab es in meinem Freundeskreis Aufruhr. Und so wurde ich zu einer wandelnden Zuckerwatte degradiert, die ich ab und zu natürlich immer noch gerne bin, allerdings nur für begrenzte Zeit.

Ein neuer Duft musste her! Also packte ich vor kurzem meine Chance beim Schopf, klemmte mir meine Schwester unter den Arm und fuhr ins KaDeWe. Innerhalb von wenigen Minuten traf der Verkäufer mit der Note „Blackberry & Bay“ meinen Geruchsnerv. Ein Spritzer hier, ein Spritzer dort – schon war es um mich geschehen. Der Duft ist lieblich und herb zugleich und so frisch, dass er einem am Morgen richtig wach werden lässt.

So verzückt wie ich von der Beratung am Jo Malone Counter war, werde ich sicherlich ganz bald zurückkehren. Der Fragrance-Combining-Effekt ist einfach zu verlockend und ich hätte gern noch etwas Intensiveres für den Abend.

Und nun wollen wir eure Lieblingsdüfte und die Geschichten dazu erfahren! Erzählt sie uns gerne in den Kommentaren…

Von Ari

Auch wenn das kitschig klingt, ich wollte schon in meinen jungen Jahren in der Mode- oder Beautybranche arbeiten. Ich weiß noch genau, wie ich jede Ausgabe der Instyle oder Elle von der Mutter meiner damaligen besten Freundin verschlungen habe, da ich sie mir zu der Zeit noch nicht leisten konnte und mein Zimmer mit herausgetrennten Lieblingseditorials pflasterte. Als ich dann das erste Mal von Pat McGrath und Kevyn Aucoin hörte, wusste ich, dass ich Make-Up Artistin werden möchte. Der Weg bis dahin war nicht ganz einfach, denn ich musste zunächst mein angefangenes Studium in meiner Heimat Erfurt abbrechen und später meine Eltern davon überzeugen, eine Ausbildung in Kopenhagen machen zu dürfen. Der Umzug mit 18 in ein fremdes Land, ohne die Sprache zu sprechen, hat mich wahnsinnig geprägt und mir gezeigt, dass man Sachen schaffen kann, wenn man sie nur wirklich will. Viele Dänisch Lessons und Vorstellungsgespräche später, in denen ich jedes Mal erneut von der Direktorin auf meine Sprachkenntnisse geprüft wurde, hatte ich den Vertrag von der Make up School in der Tasche.

Das Abenteuer konnte beginnen und ich denke so gerne an diese aufregende Zeit zurück. Dort habe ich von meiner talentierten Lehrerin nicht nur den richtigen Umgang mit Pinseln und Farbe gelernt, sondern auch, dass weniger oft mehr ist! Seitdem habe ich den harten Kajalstift auf der Wasserlinie und das Augenbrauenzupfen sein lassen.

In den letzten Jahren habe ich aufgrund meiner Vollzeitjobs in diversen Redaktionen eher vom Schreibtisch aus von meinem Beautywissen Gebrauch gemacht, aber meine Make-up Jobs, die ich nebenbei angenommen habe, machten mich immer am glücklichsten, denn da gibt es direktes Feedback von Menschen und im besten Fall ein großes Lächeln als Dankeschön.

Auf meinem Blog Primer & Lacquer teile ich meine Liebe für Beauty & Mode seit 2011 und schreibe dort über all die Dinge, die mich in meinem Leben antreiben und begeistern. In diesem Sommer freue ich mich außerdem auf die größte Herausforderung meines bisherigen Lebens - die Geburt meiner zweiten Tochter. Ich bin gespannt, wie das Leben als vierköpfige Familie ist und ob ich mir neben dem Mamasein noch ein paar meiner alten Gewohnheiten beibehalten kann.

Neben dem Reisen liebe ich Burrito Bowls und Guacamole für mein Leben gern und habe ein Schwäche für Augenbrauenprodukte, Bronzer und Highlighter aller Art. Wenn ich mich von einem blöden Tag ablenken muss, schaue ich mir am liebsten die Videos von Lisa Eldridge (wegen ihrer angenehmen Stimme), Masterchef oder Hank Moody in Californication an. Und sollte ich irgendwann mal wieder richtig ausgehen können, dann werde ich wie in guten alten Zeiten zu Old School Hip Hop mit meinen Mädels tanzen.

Ich hoffe, ich kann Euch hier auf Journelles den ein oder anderen Kniff in Sachen Make-up zeigen und den weniger Beauty-affinen Mädels ein bisschen Lust auf die bunten Tiegelchen und Stifte machen bzw. das ein oder andere Vorurteil gegenüber Make-up Girls aus dem Weg räumen.

Folgt und schreibt mir gerne…

Blog Primer & Lacquer // Instagram @ariofcourse

Kommentare (6) anzeigen

6 Antworten auf „Team Journelles Special: Unsere Alltime Favourite Düfte“

Schöner Text!
Sehr persönlich und sympathisch geschrieben.

Ich selbst liege ein paar Jahre über dem Altersdurchschnitt des Journelles-Teams und somit ist mein Lieblingsduft, dem ich seit ca. 23 Jahren die Treue halte, „Laura“ von Laura Biagiotti – ein, wie ich finde, typischer 90er-Jahre-Duft.

Super! Abseits von Douglas ein paar Geheimtipps :-).
Mein Favorit seit Jahren ist ‚Escentric Molecules’…- noch nie bin ich so oft auf einen Duft, der ja beinahe gar keiner ist, angesprochen. …
AnSonaten seit 20 Jahren, immer mit Pausen, zwischendrin: L’eau d’Issey, allein der Name ist schon wunderschön.

Mein Favorit seit Jahren: Escentric Molecules, ein unisex Duft…noch nie bin ich so oft auf einen Duft angesprochen worden 😉
All time classic seit 20 Jahren: L’eau d’Issey…Ich liebe es…

Seit mehreren Jahren trage ich Aromatique von Clinique – ein intensiv würziger Duft mit Patchouli, den man eigentlich eher an „reiferen“ Frauen vermutet. Ich fand ihn jedoch schon in meinen Teenagerzeiten zu interessant, um ihn erst später zu tragen – und habe die Liebe zu diesem Parfum damit von meiner Tante geerbt.

Haha Jessie, wie genial ist dein Lieblingsduft bitte! Ehrlich gesagt würde man beim Header Foto nie denken, dass der Duft von DM ist.

Mein Lieblingsduft ist schon seit einigen Jährchen Flora by Gucci. Mein Freund meinte damals ich sollte ihn mal testen und zack war ich verliebt. Von alleine hätte ich den Duft wahrscheinlich bis heute nicht ausprobiert.

Hallo,
ich liebe seit den 80 igern Angel von Thierry Mugler. Ich habe Freunde, die kriegen von diesem Duft Kopfschmerzen, aber ich liebe ihn heiß und innig, da mag kommen was will. Und alle die den Duft auch lieben, sind mir gleich sympatisch. 🙂

Liebe Grüße
Andrea

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Journelles ist das grösste unabhängige Mode-Blogazine in Deutschland und wurde 2012 von Jessie Weiß gegründet. Die 34-jährige Unternehmerin legte 2007 den Grundstein für die Modeblogosphäre mit dem Netz-Urgestein LesMads und arbeitet seither als Journalistin, Moderatorin und Kreativdirektorin.