Der Beginner’s Guide für Make-up: 7 Produkte, die man für den Anfang braucht

Es kommt gar nicht so selten vor, dass ich auf Frauen treffe, die sich vor Make-up scheuen oder von sich behaupten, überhaupt keinen blassen Schimmer davon zu haben. „Irgendeine Gesichtscreme und eine Mascara“ verwenden sie und das wars. Einige fragen mich dann auch nach Rat und wollen nach ein bisschen Beauty-Talk sogar mit mir eine Grundausstattung shoppen gehen. Daher dachte ich, dass es vielleicht ganz hilfreich ist, mal einen kleinen Beginners Guide zu machen.

Vor allem meine lange Reise hat mir nun wieder einmal deutlich gemacht, wie wenig Produkte man wirklich braucht, um sich einen einfachen und natürlichen Tageslook zu schminken. Es müssen im Prinzip erst mal nur 7-8 Produkte sein und dann kann man darauf aufbauen – je nachdem wie wichtig einem das ganze Thema wird.

Das sind also meine Vorschläge für ein Basis-Make-up-Kit:

1. Eine Foundation, die alles verzeiht

Es gibt unzählige tolle und nicht so tolle Foundations, BB, CC, DD-Creams (und wie sie noch alle heißen) und Tinted Moisturizer da draußen. (Demnächst stelle ich auch mal meine Favoriten vor!) Jedoch rate ich Newbies immer zu einem Produkt, das sich ganz leicht mit den Fingern auftragen und verblenden lässt, mit der Haut verschmilzt und die Gefahr von unschönen Rändern oder Flecken minimal ist. Spontan fallen mir diese drei ein, auf die ich immer wieder zurückgreife:

Laura Mercier Tinted Moisturizer, der wirklich nur eine ganze leichte Deckkraft hat, aber insgesamt ein schönes Hautbild schenkt und wirklich nicht auf der Haut als Make-up zu erkennen ist. Ganz ähnlich ist „Light Wonder“ von Charlotte Tilbury, die mit schimmernden Partikeln noch dazu ein bisschen Glow ins Gesicht zaubert. Easy aufzutragen sind außerdem die neuen Cushion Foundations, zum Beispiel von L’Oreal oder Lancôme, sie besitzen eine leichte Deckkraft, lassen sich aber nach Wunsch und Hautzustand in der Deckkraft aufbauen.

2. Concealer, der universal einsetzbar und leicht zu verblenden ist

Eigentlich besitze ich einen Concealer für Augenschatten und einen für Pickelchen – jedoch möchte ich für das Beginner Kit nur einen auswählen. Am praktischsten sind zu Beginn die klassischen cremigen Concealer mit Schwämmchenapplikator, die man mit den Fingern oder einem Pinsel aufträgt. Gute Erfahrungen habe ich mit dem Double Wear Stay in Place Concealer von Estee Lauder gemacht, er deckt zuverlässig ab und hält den ganzen Tag über.

Wer sich nun noch fragt, wie man ihn richtig aufträgt, dem empfehle ich meinen Concealer Guide aus dem letzten Jahr.

3. Ein matter, nicht zu dunkler Bronzer

Ich liebe Bronzer – er gehört seit meiner Teenie-Zeit zu meiner festen Make-up Routine. Ich habe dementsprechend einige ausprobiert. Ein absoluter Klassiker ist der matte Bobbi Brown Bronzer, der nicht zu orangestichig ist und sich perfekt zum Konturieren des Gesichts eignet. Wer sich erst einmal an das Thema „Bronzing“ herantasten möchte, dem empfehle ich das „Les Beiges Healthy Glow Powder“ in einer helleren Nuance, zum Beispiel #30 oder #40. Dann eignet es sich prima, um die Sonnenterrassen im Gesicht zu betonen und einen Teint wie nach einer Woche Malle zu mogeln.

Der einzige kleine Nachteil bei einem Puderprodukt: Man braucht einen Pinsel! Aber auch hier empfehle ich einen, der sich vielseitig einsetzen lässt oder zumindest praktisch für unterwegs ist. Es gibt kleine hochwertige Kabukis, die man in einer Metallhülse einfahren kann oder einfach eine Mini-Puderpinsel, der sich auch für Bronzer, Puder und Rouge eignet.

4. Ein Highlighter, der euch nicht nach einer Diskokugel aussehen lässt

Highlighter muss nicht unbedingt „Pro Stuff“ sein, wenn man den richtigen verwendet. Probiert mal den cremigen RMS „Living Luminizer“ ohne Schimmerpartikel aus und tragt eine winzig kleine Menge in den inneren Augenwinkeln, oberhalb der Wangenknochen, auf dem Lippenherz und entlang des Nasenrückens mit dem Ringfinger auf. Das natürliche aber frische Ergebnis wird euch begeistern!

5. Ein Rouge, das dem Teint schmeichelt und euch wie nach einem Spaziergang an der frischen Luft aussehen lässt

Ich liebe ja Cremerouge, denn es lässt sich kinderleicht mit den Fingern verblenden, übersteht gut einen Arbeitstag und lässt sich auch mal für die Lippen verwenden. Mein absolutes Lieblingsrouge ist „Desired Glow“ von Kjaer Weis, aber ich mag auch die praktischen Rougefarben in Stickform oder die Cheek & Lip Balms von RMS Beauty oder Tata Harper sehr.

6. Ein Brauengel, das schnell aufgebürstet werden kann und Volumen und Farbe verleiht

Brauen sind seit ein paar Jahren der unangefochtene Beauty-Trend. Ständig gibt es neue Treatments oder Produkte, die volle, buschige Brauen à la Cara oder Brooke versprechen. Ich verwende meistens einen Stift und ein Gel zum Fixieren, aber oft höre ich von Frauen, dass sie mit Stift oder Puder nicht so gut umgehen können oder es ihnen zu lange dauert. Ein absoluter Brauengel-Favorit ist „Boy Brow“ von Glossier – leider hier noch nicht erhältlich, wobei ich mich mit den Glossier Mädels bei einem Event in L.A. unterhalten habe und sie mit Hochdruck an einer Versandlösung für Deutschland arbeiten. Wir müssen uns wohl nur noch etwas gedulden. Als Alternative mag ich aber „Brow Drama“ von Maybelline oder das „Gimme Brow“ Mini-Bürstchen von Benefit.

7. Zu guter Letzt stellt sich die Frage: Mascara und/oder Lippenstift?

Als Make-up-Anfängerin trägt man vielleicht nicht unbedingt beides auf einmal. Die meisten Frauen, die ich kenne und die sich wirklich dezent bis gar nicht schminken, tragen immerhin doch Mascara. Ich hingegen trage oft gar keine Wimperntusche oder wenn nur so, dass man es nur erahnen kann. Lieber würde ich einen schönen roten Lippenstift in der Tasche haben, den man zu besonderen Anlässen trägt oder einfach als pick me up, wenn man mal einen schlechten Tag hat. Was ihr also lieber mögt, entscheidet ihr.

In Sachen Wimperntusche mag ich generell Braune lieber als Schwarze und gebe nicht gerne viel Geld dafür aus. Fragt also einfach mal, was eure beste Freundin so trägt oder probiert sie in der Drogerie aus. Zwei Favoriten von mir sind Catrice „Doll Lashes“ und By Terry „Terrybly“, die nach mehrwöchiger Anwendung das Wachstum der Wimpern fördern soll. Außerdem finde ich, dass Frauen, die von Natur aus keine langen, geschwungenen Wimpern haben, unbedingt eine gute Wimpernzange verwenden sollten. Der Vorher-Nachher-Effekt ist irre – zumindest bei mir. Ich sehe direkt drei Stunden ausgeschlafener aus.

Ein Lippenstift, der nicht viel kostet und auf den ich schon ein paar Mal angesprochen wurde, ist der Fabulous Lipstick von Astor in der Nuance „Fabulous Style“ – ein ganz klassisches Rot.

Übrigens, habt ihr schon den Inhalt unserer aktuellen Make-up Bags gesehen? Hier geht’s zu dem von Marie, Lexi, Marlene und meiner Wenigkeit.

Und hier ist die Einkaufsliste:

Kommentare

  1. Liebe Ari, welche Farbnuance benutzt du bei der Light Wonder Foundation? bzw. kannst du vielleicht sagen, welche etwa dem Ton von RMS Beauty cover up 22 entspricht? Danke dir! Anja

    • Marlene sagte am

      Liebe Anja, ich benutze die Nummer 5 – ein mittlerer Ton. Da die Foundation aber so leicht ist, kann man auch mal zwischen zwei Nuancen liegen und sie verzeiht es. Jetzt wo ich etwas gebräunter bin, ginge würde Nummer 6 sogar besser passen. Nummer 22 wäre wahrscheinlich Nummer 4? Liebe Grüße!
      Ari

  2. Du hast wirklich das Wesentlich zusammengefügt, mit dem man tatsächlich unter Tags wie auch Abend bezaubernd ausschauen kann. Sehr toll. Liebe Grüße Jen

  3. CorNelia sagte am

    Ich schwöre seit ca 8 Jahren auf das Dream Matte Mousse von Maybelline Jade. Sicher nichts tolles, aber es ist für mich die perfekte Mischung aus matt und glänzend 🙂 Und: seitdem ich meine Linsen im Alltag gegen eine Brille eingetauscht habe, ist der Concealer irgendwie unnötig geworden. Der Pro-Tipp für alle Fehlsichtigen 😀

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