Stimmen diese 5 Beauty-Mythen?

Rasieren lässt die Härchen dicker nachwachsen. Das haben früher viele geglaubt, mittlerweile wissen wir, dass es nur so scheint, weil keine sanfte Haarspitze nachwächst, sondern die gekappte Spitze der Rasur.

Heute bespreche ich 5 weitere Beauty-Mythen und sage euch, ob sie stimmen oder nicht: Atmet die Haut ohne Make-Up besser? Hilft Zahnpasta auf Pickeln? Und sollen Concealer wirklich heller sein als der eigene Ton? Los geht’s!

Zahnpasta hilft gegen Pickel!

Schlechte Idee. Die Paste mag zwar in manchen Fällen austrocknend wirken, enthält aber auch Fluor und Minze, die auf der Haut gar nichts zu suchen haben und die Entzündung im schlimmsten Fall noch fördern können. Salicylsäure ist da in jedem Fall der bessere Inhaltsstoffe für Unreinheiten. Oder zum Klassiker greifen, die Drying Lotion von Mario Badescu, und unsere Artikel über SOS Pickel-Pflege lesen…

100 Bürstenstriche am Tag?

Es mag wahrlich märchenhaft klingen, aber was zu viel ist, ist zu viel. Greift man zu einer Natur- oder Wildschweinborste, bürstet man von der Kopfhaut das eigene Kopfhautfett in die Längen, was die Haare wiederbelebt und glänzen lässt. Da reichen aber auch ein paar Bürstenstriche und vor allem eine gute Bürste – zum Beispiel von June Ainscough oder Tela Beauty Organics. ZU vieles Bürsten kann die Talgproduktion auf der Kopfhaut leider auch noch anregen.

Eine Make-up-Pause lässt die Haut atmen.

Unsere Haut atmet nicht, wir sind keine Amphibien. Die meisten Make-ups heute haben so viele pflegende Inhaltsstoffe, dass sie der Haut tagsüber nichts Böses tun. Problematisch, wie bei der Gesichtspflege auch, sind Inhaltsstoffe wie Silikone und Mineralöl, die die Poren quasi zukleistern und schlichtweg nicht gut für die Haut sind. Am Ende des Tages ist  eine gründliche Reinigung wichtig, damit sich die Mischung aus Staub, Pflege und Make-up vor dem Schlafengehen verabschiedet. Ich empfehle Double Cleansing oder eine Reinigung mit dem Musslin Cloth (wie von Liz Earle). Ein Tag ohne Make-up ist aber immer eine gute Idee, vor allem wenn man sonst zu vielen Produkten on top (Primer, Rouge, Puder, Bronzer…) greift.

Nach einer Maske sind die Poren kleiner.

Das kann leider nicht funktionieren, da unsere Poren genetisch bedingt groß oder klein sind und sich nicht schließen können. Das wird uns leider von vielen Produkten versprochen, funktioniert aber nicht. Fakt ist: Je sauberer die Poren sind, sprich je weniger Talg in der Porenöberfläche liegt, desto kleiner wirken sie.

Reinigende Masken 1-2 Mal wöchentlich auftrage hilft, den Sebum-Haushalt zu regulieren und Überschuss aufzusaugen. Zum Beispiel: die Pore Cleansing Masque von Kiehl’s. Ausserdem ist eine Ausreinigung (1-2 mal im Jahr) bei der Kosmetikerin ein Muss, jedoch nicht für die, die mit vergrößerten Poren zu kämpfen haben. Eine Microdermabrasion, die nach und nach eine Hautschicht abträgt, ist bestimmt nicht das Schonendste für die Haut, kann aber auch zu einer deutlichen Verbesserung führen, wenn sie als Kur (bis zu 6 Sitzungen) angewandt wird. Vorsicht: nichts für empfindliche Hauttypen!

Concealer sollte einen Ton heller sein, als der Hautton.

Ja. Und nein. Sagen wir es so: Der Concealer ist beim Schminken für zwei Bereiche zuständig, für das Kaschieren von Unebenheiten, Pickelchen und Narben und für das Retuschieren von Augenringen. Gerade dabei greifen viele zu sehr hellen Tönen, die einen aussehen lassen, als ob man mit der Sonnenbrille in der Sonne eingeschlafen wäre… Eine (!) Nuance heller kann den Augenbereich aufhellen, Profis greifen aber lieber zu Komplementärfarben und heben blaustichige Augenringe zum Beispiel mit einem Concealer auf, der starke Rot/Rosa-Pigmente hat.

Gut zum Mischen: das CC Quad von &otherstories und die Touch Up Face Palette von Bobbi Brown. Ich merke immer wieder, wie toll es ist, wenn man zwei Concealer-Töne hat: einen gelb- und einen rosa-stichigen. Auch so kann man sich seinen Ton jeden Tag neu mischen.

 

Möchte man ein Pickelchen überschminken, muss der Concealer die Farbe der Foundation haben – nur deckender sein, zum Beispiel boing von Benefit. Lisa Eldridge hat vor kurzem ein tolles Video zu ihrer ‚Pinpoint Concealing Technique‘ veröffentlicht. Ihr Tipp zur Farbfindung finde ich sehr hilfreich:

Kommentare

  1. Liebe Hanna,

    in einem Punkt muss ich Dir leider wiedersprechen 😉

    Ich habe die letzten 14 Jahre Make-up bzw. Kompaktpuder (hochwertiger Marken) getragen und doch war meine Haut immer problematisch. Seit circa 2 Monaten habe ich meine Haut aber nicht mehr abgedeckt und geschminkt, sprich sie „gelüftet“ und nur mit hohem Sonnenschutz / guten Cremes eingeschmiert.
    Mein Fazit: Meine Haut hat sich super erholt, habe feinere Poren bekommen, die Pickelchen sind weg. Vielleicht ist es aber auch nur individuelles Glück? Darüber lässt sich bestimmt streiten. Persönlich habe ich festgestellt: No Make-up, gute Reinigung und Pflege sowie viel Wasser trinken hat meiner Haut super super gut getan!

    Alles Liebe aus Frankfurt
    Anna

    http://stil-box.net/

  2. Liebe Hannah, warum sollte man denn nicht zur Kosmetikerin gehen, wenn man vergrößerte Poren hat? Ich dachte genau dann, wäre es wichtig…

  3. Hallo Hanna,
    ich freue mich immer über deine informativen Beauty-Beiträge mit interessanten Produkten. Heute hat mir besonders der Video Tipp gefallen. Lisa Eldridge erklärt die Sache mit den Concealer sehr gut und vor allem auch welche Pinsel man benutzen sollte. Ich selber versuche in letzter Zeit auf schwere Foundation zu verzichten und lieber „pflegende“ BB-Creams zu benutzen und Concealer nur punktuell einzusetzen. Viele Grüße, Lisa von https://joinwolfclub.wordpress.com/

  4. Ich glaube, das ist individuelles Glück. Ich habe im Selbstversuch schon einiges durchgemacht, und nichts hat sich geändert. Ich finde, durch gründliches Reinigen am Abend macht es für die Haut keinen Unterschied, ob man Foundation trägt oder nicht. Aber vielleicht muss das auch jeder für sich selbst festlegen.

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