Labelwatch: Das Taschenlabel M2MALLETIER

Labelwatch: M2MALLETIER auf instagram

Dass Mode- und Accessoirelabels weiterhin wie Pilze aus dem Boden schiessen, ist mir manchmal ein Rätsel. Im Prinzip gibt es doch schon alles, der Marken- und Imageaufbau dauert Jahre, auf dem Radar der wichtigen Einkäufer zu erscheinen ist beinahe unmöglich. Und doch gibt es sie, die Erfolgsgeschichten, die Mut machen. Das Label M2MALLETIER aus Barcelona, gegründet von den Parsons-Studentinnen Melissa Losada und Marcela Velez, gibt es gerade mal seit 2012. Sie stellen Luxushandtaschen her, deren Griff eine goldene Stange inspiriert von mitteralterlichen Medizininstrumenten und damit der unverwechselbare USP ist.

Bei net-a-porter, dem derzeit einzigen Onlineshop, sind die Taschen komplett ausverkauft. Die Trunkshow bei Moda Operandi letztes Jahr war ebenso radikal leer gefegt. Wie kann das so schnell funktionieren?

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London: Tom Ford und seine Kollektion für die Streetstyle-Ikonen

tomFORD

Ja, auch ein Tom Ford musste sich fügen und präsentierte gestern erstmals “öffentlich” seine Kollektion in London. Keine Sperrfrist, kein Fotoverbot. Daher können wir uns die Bilder schon heute zu Gemüte führen. Beim Anblick seiner opulent dekadenten Entwürfe, die nicht immer nach Glamour wirken, fiel mir auf, dass die Kollektion einwandfrei von unseren bekannten Streetstyle-Ikonen getragen werden könnte. Kaum hatte ich eine Assoziation im Sinn, fiel mir auch schon die nächste auf:

Der bunte Fellmantel gehört zu Anna dello Russo, die ich vor zwei Jahren in New York mal in einem ähnlichen Exemplar ablichtete. Das schwarze schlichte Ensemble mit hohem Rockschlitz schreit eindeutig nach Christine Centenera, Natasha Goldenberg lief kürzlich mit einer ähnlich grellen Baseballjacke rum… Zugegeben, passende Bilder zu finden hat Ewigkeiten gedauert, aber bei Elisa Nalin stimmen sogar die Haare des Models überein – genau wie die Farbigkeit des Looks und der knielange Rock!

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Die Top10 Streetstyles von der New York Fashion Week!

New York Fashionweek 2013, day 4

Der Schneesturm Nemo hat in den vergangenen Tagen in New York glücklicherweise kaum was angerichtet, uns aber großartige Bilder beschert. Bei der New York Times wurden instagram-Bilder mit dem Hashtag #NYTstorm veröffentlicht. Ein wahres Wintermärchen. Für die Fashion-Week-Besucher müsste das ja eigentlich bedeuten, dass  sich in Wolldecken und Winterboots eingewickelt wird, die Gesundheit Vortritt hat und der Stil in den Hintergrund rückt. Aber es handelt sich schließlich um die New York Fashion Week und die Streetstyle-Fotografen wollen was zu knipsen haben. Egal, wie kalt es ist: Offene Pumps wurden nicht seltener gesehen.

Sandra Semburg ist auch mit von der Partie und berichtet heute von traumhaft schönem Licht. Für uns hat sie wieder 10 tolle Streetstyles geknipst. Tausend Dank dafür!

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Karriere-Interview mit Blog-Ikone Elin Kling

Elin Kling in Moskau einen Abend vor Köln

Früher träumten kleine Mädchen davon Sängerin oder Model zu werden. Heute wollen sie Bloggerin werden, so eine wie Elin Kling. Dass die Schwedin ein Star ist, merkte man, als sie im Concept Store Apropos in Köln ihre Capsule Collection Elin Kling for Marciano vorstellte. Ihre Fans warteten geduldig eineinhalb Stunden, fragten sich ob sie in echt auch so schön sein wird und bewunderten derweil Elins Entwürfe, darunter ein Lederrock, verwaschene Jeans und ein kleines Schwarzes. Als die “Blogger-Stilikone” endlich durch die Tür schlüpfte, stürzte sich die Meute mit der iphone-Kamera in der Hand auf sie. Jeder wollte ein Erinnerungsfoto, die Ergebnisse wurden stolz umher gezeigt. Elin blieb cool, sogar als ihr ein kleiner Mops mit Glitzerhalsband auf den Arm gesetzt wurde. Unkompliziert war sie auch vorab in unserem Interview-Quickie in der Hotelbar.

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Trendjournal: Les Russes

Les Russes

Denke ich an russisches Lebensgefühl, fallen mir sofort Dinge wie wärmende Kaminfeuer, Tee in teurem Porzellan, Wodka in Strömen oder üppige Mäntel und Mützen ein. Oder Anna Karenina – tragische Melancholie, eisige Winter und Kutschfahrten. Ein sehr schönes Bild eigentlich. Führt man sich jedoch das Klischee russischer Mode vor Augen, laufen mir kalte Schauer den Rücken hinunter: Weißes Leder, billige Animal Prints, Polyester-Tops mit Svarowski-Verzierungen. Russische Frauen wurden lange Zeit als stillos abgestempelt. Heute aber stelle ich sie mir vielmehr als perfekte Zielgruppe vom „neuen“ Dior by Raf Simons vor.

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