Vorletzte Woche wurde mir plötzlich alles zu viel. Wenig Schlaf, ein nerviger Flug und Alltagsproblemchen. Beim Scrollen durch instagram bekam ich schlechte Laune und stellte mir alle Fragen, die mir häufiger durch den Kopf gehen, auf einen Schlag: Wofür mache ich das eigentlich? Wo ist der schöne spontane und instantane Moment hin? Wieso kriegt ein dämliches Bild von einer Kaffetasse 456.321 Likes? Wieso ist diese Person schon wieder auf den Malediven? Wieso habe ich mir die App instrack gekauft, in der ich sehen kann, wer mir unfollowed ist? Da sind mir doch glatt einige Bekannte flöten gegangen! Und wieso zum Teufel scrolle ich dennoch schon seit 20 Minuten stupide weiter runter, ohne dabei auch nur einen Funken Inspiration zu empfinden?

Es geht nur noch um gestellte Bilder, gleichmäßige Feeds, durchdachte und photogeshoppte Bilder, die sich ständig wiederholen, jede Menge Kalkül, die fetteste Aussicht, healthy lunch, Schuhe auf dem Bett. Das Schlimmste daran: ich bin stellenweise selbst zum Opfer dieses insta-Diktats geworden und achte darauf, was ich wie wann poste. Es ist ein durchaus reeller Ausschnitt meines Lebens, aber der Rest (besagter Freitagabend: Pizza, Pyjama, fettige Haare) würde niemals auf instagram erscheinen.

Ich verschreibe mir also selbst die instagram-Diät: Kein Posten, kein Schauen. Auf unbestimmte Zeit. Ich poste zum Abschied ein Bild mit der Abwesenheitsnotiz – in erster Linie, damit meine Mutter sich nicht wundert.

Es ist Wochenende und als ich Samstagfrüh die Augen aufschlage, kümmere ich mich zunächst mal um mein eigenes Leben, bevor ich via instagram in das Leben anderer eintauche. Ich lese lange und ausführlich die Nachrichten, höre Musik, fange endlich „Orange is the new Black“ an und treffe meine Freunde. Dabei fotografiere ich nicht mein Essen oder bitte sie um ein Outfitfoto. Ich habe beste Laune und fühle mich kein Stück uninformiert – fange aber durchaus an, nach ewiger Abstinenz auf Twitter zu scrollen. Und lese ausführlich Blogs in meinem Feedly. Der Placebo-Effekt setzt ein.

Sobald ich mein Handy in der Hand halte, öffne ich instagram unterbewusst sicherlich 10 Mal. Ach was red ich, 20 Mal! Und habe mich selbst ganz schön erschrocken, dass es ein Automatismus geworden ist, über den ich gar nicht mehr nachdenke. Pfoten weg, Fräulein – also verbanne ich die App vom Startbildschirm in die letzten Reihen.

Nun ist es ja nicht nur so, dass ich instagram ausschliesslich privat nutze. Es ist ein unabdingbarer Bestandteil meines Geschäfts geworden. Als ich Anfang 2010 „diese neue App“ runterlud und auf lajessie mein erstes Bild aus Florenz postete, wusste ich: das ist revolutionär. Dass es mal zum wichtigsten Social Media Tool für Blogger werden würde, konnte ich aber nicht ahnen. Es ist sozusagen das Mikroblog für Journelles und ich bemerke immer wieder, wie Leser nur noch Bilder scrollen, als sich ernsthaft Texte durchzulesen.

Für den Launch meines Labels JOUUR. beispielsweise war instagram sehr wichtig: Schon vor dem Start konnten wir interessierte Leser am Entstehungsprozess teilhaben lassen –später wurden via instagram die ersten Teile verkauft. Neben Facebook und Journelles ist der Erfolg der Verbreitung somit eng an instagram verknüpft.

Ich nutze instagram ausserdem stark zu Recherche-Zwecken (und da kommt es mir sehr gelegen, dass man nun auch im Browser suchen kann); finde viele tolle neue Labels oder Persönlichkeiten (nicht zuletzt ist dadurch unsere Kategorie instaLove entstanden), kann Red Carpet Events sofort verfolgen, navigiere mich durch unbekannte Städte und finde neue Reiseziele (Marrakesch!). Durch instagram komme ich durchaus auf neue Ideen für Artikel.

Hast du schon das Elin Kling Baby gesehen?

fragt mich Lexi Anfang der Woche, was ich natürlich verneine – geht ja nicht! Also gucke ich ganz kurz im Browser (süüüss!) und schaue ausserdem nach, was Kim Kardashian gerade so treibt. Dafür schäme ich mich und schliesse den Tab sofort wieder.

Zur Wochenmitte macht sich langsam Unruhe breit. Es juckt mir in den Fingern, eigenen Content zu posten – aber in die App gucken mag ich selber nicht. Im Café am Morgen (Sommerloch!) fotografiere ich pro forma mein Frühstück, ansonsten lasse ich den Gedanken freien Lauf und schaue Passanten an.

Vielmehr überlege ich, was ich in Zukunft selber posten möchte. Mein Feed ist wie ein Garten voller Unkraut: Ich poste mal dies, mal jenes. Ohne roten Faden, dafür hoffentlich mit Abwechslung. instrack gibt Aufschluss darüber, was bei den Leser mit vielen Likes honoriert wird:

Und was nicht:

Wäre ich also klug, gäbe es fortan nur noch Blumenbilder und Interior. Und keine dunklen Runway-Shots mehr. Hmmpf.

Donnerstagabend, es sind inzwischen 6 schöne Tage ins Land gezogen, öffne ich die App wieder, um meine genervte Ausgangssituation zu verbessern: Ich schmeisse Accounts aus meinem Feed. 1300 Abos sind eindeutig zu viel des Guten. Wen ich rein gar nicht kenne und an den ich mich nicht mal erinnere, wird gelöscht. Wer mir schlechte Laune macht, eh. Wo alles gleich aussieht und sich immer nur wiederholt: adé. Ich möchte endlich mal wieder die Bilder meiner Freunde sehen und mich nicht stundenlang durch scrollen müssen zu ihnen. Die Reinigung dauert länger als gedacht – später habe ich mich knapp 500 Accounts entledigt. Locker luftiges Gefühl!

Fazit

Eine Woche ohne instagram: Schön war das. Ich habe natürlich rein gar nichts verpasst und mir abtrainiert, stundenlang sinnlos durch zu scrollen – erst recht nicht mehr direkt morgens nach dem Aufstehen. Ich verplempere keine Zeit mehr mit etwas, das mir nicht gut tut. Mein Kredo (und es hat am vergangenen Wochenende schon bestens geklappt): Selber posten, aber nicht mehr ständig scrollen. Nur, wenn mich wirklich etwas interessiert, dann darf es mal länger dauern. Bei den Dancevideos von Taylor Hatala, zum Beispiel.

Kommentare

37 Gedanken zu “Die instagram-Diät: Wie meine Woche ohne das wichtigste Social Media Tool verlief

  1. Genauso geht es mir im Moment auch mit Instagram, es macht mir viel mehr schlechte Laune als dass es mich inspiriert. Viele Feeds wirken einfach echt so durchgeplant und -kuratiert, deswegen haben jetzt auch alle Snapchat um da authentischere Momente zu präsentieren. Ich bin auch schockiert, wieviel Raum Instagram in meinem Leben vor allem im letzten Monat eingenommen hat, dabei wäre mal wieder n Buch lesen oft viel spannender. Oder an die Wand gucken und Gedanken wandern lassen, das verlerne ich langsam. Vielen Dank für diesen tollen Artikel, ich werde ab jetzt auch nicht mehr einfach sinnlos durchscrollen!

  2. Liebe Jessi, ein fabelhafter Artikel, der sich nur allzu wahr anfühlt. Ich habe von Anfang an meine Instagramfeeds getrennt, einen für mein Unternehmen und alles was damit zusammenhängt und einen nur für mich, mit meinen Freunden und meinen Interessen. Dass die sich oft mal überschneiden ist klar, gerade für Dich als Bloggerin, aber mir hat das gut getan. Wenn ich also nur für mich schaue, mach ich das als Anni. Das andere mit meiner Arbeitsbrille. Die kleine Trennung (die vielleicht auch nur rein placebohaft gesehen werden kann) hilft mir, Spaß an Instagram zu behalten. Geht übrigens noch einfacher, wenn man ein Programm wie Grids verwendet, da kann man die Accounts switchen. Abgesehen davon bin ich selbst immer wieder überrascht und entsetzt, wie automatisiert ich an mein Handy gehe und immer wieder checke und gucke und checke und … Dazu kommt dann noch die Lektüre von The Circle (gehyped, von jedem gelesen und trotzdem gut) und Ex Machina im Kino und mein Entschluss mich weniger von den Medien in Beschlag nehmen zu lassen stand fest. Klappt mal mehr mal weniger gut, ähnlich wie Du Dein Wochenende Wochenende sein lässt, ein Anfang mich wieder von der Abhängigkeit zu lösen. Also, danke für Deinen Artikel wollte ich hiermit wohl sagen ;)

  3. ein grundguter und wichtiger Gedanke!
    Back to basics d.h. für Individualität, Denken anhand Wertekategorien und auch mal der Ästhetik nonkonformen Posts – dafür weniger Stereotypie und Oberflächlichkeit.
    Wie schön, wenn du das schaffst!

  4. ganz ganz genauso geht es mir auch. bei mir war das glas letzte woche voll: mir viel das handy doch glatt in den teller, als ich meinen leckeren schoko-crepes für instagram ablichten wollte. die situation war urkomisch und hat mir einfach gezeigt, wie lächerlich dieses hinterher-hetzen sein kann. ich liebe instagram für die schönen bilder (und will auch keine „realität“ sehen, das muss ich ganz ehrlich zugeben) aber aber man wird doch irgendwie schnell zum „i like“ und „follower“ sklaven…
    mir tut der urlaub da gerade total gut, weil ich von leuten ohne instagram umgeben bin und merke, wie unmöglich mein verhalten im vergleich mit denen manchmal ist!

    Lg aus Paris!

  5. Liebe Jessi,
    Ein ganz fabelhafter Artikel, du sprichst aus der Seele. Ich habe zwar nicht einen soooo großen Account und nicht so viele Follower, aber ich bin mit dem ganzen durchscrollen und lesen manchmal echt überfordert. Du sprichst echt alles aus, was auch mit momentan mit dem ganzen Social Media durch den Kopf geht.
    Auch ich habe meinen Account aufgeräumt und jegliche Food Beiträge (bis auf ein paar Ausnahmen) gelöscht und nur noch das da gelassen, was mich ausmacht, Running und Fitness! Denn ich bin kein Food Blogger, ich liebe laufen und Sport.
    Toll geschrieben …
    Liebe Grüße
    Maggie

  6. Am schlimmsten finde ich so pastell-„kuratierte“ Feeds, in denen Vanillemilchmädchen Cupcakes und kleine Hunde posten. Oder Blumen (immer Samstags). Macarons. Nackte, perfekt pedikürte Füße auf vanillefarbenen Bettdecken. Auf die Umgebung farbabgestimmte Bücher (eigentlich immer nur „It“ und „How to be Parisian“). Kleingeschnittenes Obst in Riesenschalen (natürlich auch farbabgestimmt und mit dem Hinweis versehen, dass das #brekkie #healthy #vegan und #glutenfree ist. (Wie denn auch nicht? Es ist OBST!)). Gerne irgendein Statussymbol dazu. Das Macbook, die YSL-Miniclutch, die weißen Adidas-Sneaker, das unfassbar fotogene Kind. Und immer wieder Blumen!!! Das ist so Biedermeier, ich weiß nicht woher das kommt. Bin dazu übergegangen, sie zu „entfollowen“, dass sie dennoch da sind, weiß ich. Und ja, es stört mich. P.S. Schöner Artikel!

  7. Nicht nur chapeau für diesen wunderbaren Artikel, sondern auch für die Leistung der Insta-Abstinenz! Ich habe darüber zwar bisher noch nicht nachgedacht, aber du hast vollkommen recht. Es inspiriert nicht mehr (Einheitsbrei etc.), sondern lässt einen nur wieder das Gras im Garten anderer schöner finden. Und das will doch eigentlich keiner!

    Ganz liebe Grüße, Ally

  8. Ja, dieser Text trifft den Nagel auf den Kopf! Ich habe mich schon vor längerem von der intensiven Nutzung von Instagram verabschiedet – diese inszenierten, über-perfekten Lebensdarstellungen überall haben mir vorgegaukelt, in meinem Leben wäre irgendwas nicht richtig. Völliger Bullshit, das ist mir irgendwann aufgefallen. Mein Leben ist eben nicht gephotoshoppt.

    Bei deinen Bildern ist es übrigens gut erträglich: Natürlich sind sie teilweise bearbeitet, dafür aber trotzdem immer authentisch und gefühlt auch öfter „aus der Hüfte geknipst“. Und ich finde es gut, dass ich nicht weiß, wie du im Pyjama auf dem Sofa aussiehst – denn dann bleibt noch ein bisschen Geheimnis und Neugier übrig :)

  9. Wunderbar, liebe Jessie! Ich habe mittlerweile den 3. Insta-Downer hinter mir, bekomme auch schlechte Laune und frage mich dann oft selbst: WTF? Was mach ich da? Nach einer Pause kommt dann die Lust und vor allem das Spontane auch wieder. Ein Clear-Up stand bei mir auch am Plan, den diese geplanten Accounts (noch schlimmer die, die klauen und Bilder nicht mal selbst machen) brauche ich nicht, auch wenn sie vielleicht Tausende Likes bekommen. Aber irgendwer hat ja auch mal gesagt: Auf Instagram viele Follower zu haben ist ungefähr gleich bedeutend, wie Straßen bei Monopoly.

  10. Super Artikel! Ich bin auch von vielen Accounts genervt und bereinige häufig meinen eigenen. Und ich denke ich nehme mir ein Beispiel und verordne mir auch mal eine kleine Fastenkur.
    Liebe Grüße!

  11. So wahr! Habe neulich mal Lena Terlutter abonniert; ganze 2 Tage habe ich es „ausgehalten“. Erst dachte ich es ist ein Witz! Immer gleiches „duckface“ und teure Taschen wurden fotografiert. Dann merkte ich es ist kein Witz – daher: sowas Fades habe ich lange nicht gesehen. Auch das Interior sieht langsam immer gleich aus…

  12. Schlimm, finde ich Kinder. Oder nackte Kinder, wie bei der Schwedin mit reichem Mann :/
    Und Essen, fette volle Teller, während woanders die Leute verhungern…
    Oberspießerhaft die Kombi: Rolexuhr, Starbucksbecher, dt. Luxuskarosse …

    ich merke, in mir hat sich was aufgestaut ;)

  13. Danke für die ehrlichen Worte.
    Wir leben in einer Welt in der es nur noch zählt wie tolle Bilder man schiesst und wie viele likes man dafür kassiert. Immer öfters merke ich auch, wenn ich mich mit Bekannten treffe, das Gespräch ist nur halb so wichtig. Jede zweite Minute blickt man aufs Phone oder bleibt sogar die ganze Zeit dran. Leute, das nervt echt!!
    Zurzeit habe ich nur zu Hause Zugang zum Internet, wenn ich draussen bin, überlege sogar ich mir ernsthaft, was ich tue, wenn ich kurz warten muss und nicht auf Instagram oder Feedly gehen kann….
    Ist das wirklich unsere Zukunft? Ich wünsche mir wieder mehr Ehrlichkeit, mehr sinnvolle Gespräche von Auge zu Auge, mehr Ernsthaftigkeit und Verlässlichkeit!

  14. Ich finde toll, wie reflektiert du deinen Job machst. Tausende von Menschen arbeiten in der Modebranche und verdienen ihr Geld damit. Es ist ein großer Wirtschaftszweig. Für eine gute Verkäuferin ist es wichtig, Trends und Strömungen zu kennen. Was das Lesen deiner Artikel betrifft: (Neulich in Hamburg bei Uzwei) Ich rede immer gern beim shoppen. Wir sprechen über die Berlin Fashion Week. Plötzlich referiert eine Verkäuferin DEINEN leidenschaftlich-kritischen Artikel. Ich bin platt. Und muss schmunzeln. Also, Jessie, alles richtig gemacht. Deine Artikel sind wunderbar und werden gelesen. Wahrscheinlich weil DU authentisch bist.

  15. Ich lese seit vielen Jahren gerne Blogs, war aber nie auf Instagram, Twitter oder Facebook vertreten. Deshalb freut es mich sehr, dass sich auch bei mir im Freundeskreis langsam eine Übersättigung breit macht und immer mehr sich aus den sozialen Medien verabschieden. Alles dreht sich dort nur noch um Konsum und Perfektionismus, nach dem Motto „wer angibt, hat mehr vom Leben“. Meine Welt ist das nicht. Und die Standard-Ausrede „ich will mich/euch inspirieren“ ist genau das: Eine fade Ausrede zur Selbstdarstellung.

  16. Pingback: Die Links aus dem Social Media Newsletter von heute (29.7.2015) - socialmedianewsletter.de

  17. So eine Wahrheit! Und ich dachte ich bin die Einzige, die von Instagram nicht mehr inspiriert ist… Alle Bilder sehen fast gleich aus und wenn man was Anderes postet, bekommt man fast keine Likes… Sieht so aus, als ob das Leben nur perfekt ist wenn man Chanel Tasche neben Pfingstrosen und macaroons fotografiert… Schade eigentlich…
    Liebste Gruesse!

  18. Interessant, dass man so IG-abhängig werden kann. Selbst nutze ich IG garnicht. Das hat auch damit zu tun, dass ich NoScript installiert habe. Viele Seiten kann man damit lesen, bei IG klappt das nicht. Und für mich ist kein Nutzen ersichtlich, weswegen ich auf ein paar temporäre Scriptfreigaben für IG klicken sollte. Wenn ich jetzt gelesen habe, wie viel Zeit das kosten kann, dann bleibe ich abstinent. In der Zeit gehe ich lieber zum Sport, konsumiere Kultur live oder lese anspruchsvolle Hintergrundartikel online. :-)

  19. das Gefühl stellt sich in letzter Zeit auch bei mir ein… ich denk mir da nur „was mach ich falsch“ wenn ich ein nettes Bild von meinem Frühstück mach, das aber trotzdem nicht annähernd an professionelle Bilder rankommt… ich will doch nur frühstücken, nicht erst ein Shooting aufbauen…

    Lieber Gruß
    Ina
    ina-nuvo.com

  20. Ich nutze Instagram gar nicht und kriege nur am Rande die Bilder mit, wenn ich Blogs lese. Mich langweilen die Bilder schnell – außerdem nutze ich das Information hauptsächlich, um Information zu erhalten (auch dann, wenn ich mich unterhalten lassen möchte), und da ist mir ein Medium, das eigentlich nur Bilder bietet (abgesehen von den Kommentaren) einfach zu wenig.
    Manchmal denke ich auch, dass die Viel-oder-Wenig-Nutzung von Social Media ganz einfach dadurch reguliert wird, in welchem Lebensabschnitt man sich befindet – ich arbeite selbstständig in Vollzeit, habe zwei kleine Kinder, Mann, Familie, Freunde und Outdoorhobbies, da bleibt schlichtweg nicht mehr die Zeit, auf allen Hochzeiten zu tanzen. Ich besuche eine Handvoll Blogs, lese zudem noch Zeitung (und Bücher natürlich), und das war’s. Und mehr geht nicht. Und mehr brauche ich auch nicht. Verpasst habe ich definitiv noch nix. :-)

  21. Ich würde nie meinen Freunden folgen. Wenn ich wissen will, was die machen, rufe ich sie an. Oder treffe sie. Davon abgesehen, kenne ich keine Menschen, die ihre Kaffebecher, Salate oder Outfits poste.

    Ich nutze Instagram so, wie ich gelegentlichne Gala oder Grazia lese: ein paar mal pro Woche ein Viertelstündchen, wenn ich den Bus verpasst hab oder irgendwo warten muss. Dann ist das ein toller Zeitvertreib.

  22. Medienkompetenz ist wohl das Schlagwort. Aber ganz abgesehen von der Wichtigkeit den eigenen Medienkonsum kritisch unter die Lupe zu nehmen, bin ich nun gespannt was Du dagegen setzt. Denn noch sehe ich keinen großen Unterschied in dem wie sich Journelles selbst auf IG präsentiert.

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