So war das Chanel Défilé der Metiers d’Art Kollektion Paris-Salzburg 2014/15

Chanel Métiers d'Art Paris-Salzburg Lookbook. Fotos: Karl Lagerfeld

Egal, wie ich einen Satz für meinen Bericht von der Métiers d’Art Show von Chanel in Salzburg beginne: Ich gerate in eine unendliche Schwärmerei, die gar nicht mehr aufhören mag. Meine 24 Stunden mit Chanel haben mich tief eintauchen lassen in die Historie der Marke, einen neuen Blickwinkel auf Meister Karl Lagerfeld gegeben und so viel Perfektion bis ins letzte Detail geboten, die kaum übertroffen werden kann.

Mal kurz im Schnelldurchlauf: Die Zwischenkollektion Métiers d’Art ist als Hommage an die Ateliers und ihr beachtliches Fachwissen zu verstehen. Sie ehrt das Können der Kunsthandwerksbetriebe, zum Beispiel das der Hutmacher bei Maison Michel und natürlich Lesage– im Frühjahr konnte ich mich persönlich davon überzeugen (hier geht es zu meinem Bericht). Seit 2002 wählt Karl Lagerfeld für die Präsentation eine Stadt als Veranstaltungsort aus, die mit der Chanel-Geschichte in Verbindung steht. Nachdem unter anderem Tokio, New York, Mumbai und zuletzt Dallas die Orte des Geschehens waren, war nun recht untypisch das beschauliche Salzburg an der Reihe – genauer gesagt das Schloss Leopoldskron, das eines der bekanntesten Rokokoresidenzen in Österreich ist. Hier feierte Sissi ihre Verlobung!

Die Verbindung, die Lagerfeld in den Tiefen seiner umfangreichen Archive gefunden haben muss: Gabrielle “Coco” Chanel begann in den frühen 30er Jahren in St.Moritz eine zwei-jährige Affäre mit Baron Hubert von Pant, der das Schloss Mittersill im Pinzgau in ein Luxushotel verwandelt hatte, in dem die Elite und Prominenz ein und aus ging. Chanel war beeindruckt von den Jacken der Liftboys und hat mit dieser Inspiration später die ikonischen kurzen Chanel-Jäckchen designt. Romy Schneider trug 1961 eine dieser Jacken, als sie von Coco Chanel persönlich für den Film “Il Lavaro” eingekleidet wurde. Und hier kommt auch schon der zur Kollektion angefertigte Kurzfilm von Karl Lagerfeld mit Cara Delevingne und Pharrell ins Spiel, in dem genau dieser Moment verarbeitet wird.

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“Papillon D’Amour”: Die Bridal Couture Kollektion 2015 von Kaviar Gauche

Kaviar Gauche_Bridal Couture 2015

Nichts geht über verheiratet sein, aber dass die Brautkleidwahl für immer vorüber ist, ist dann doch schade – besonders, wenn man die neue Brautkollektion Papillon D’Amour von Kaviar Gauche sieht. Übersetzt bedeutet das schön kitschig Schmetterling der Liebe, so weit her geholt ist das aber natürlich nicht. Schließlich beinhaltet eine Liebesgeschichte ja jede Menge Schmetterlinge im Bauch und auch das filigrane Aussehen der Tiere lässt sich hervorragend mit weißem Seiden-Organza, Tüll und zarter Spitze auf Hochzeitskleider übertragen.

Der ursprüngliche Gedanke von Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl war aber noch ein anderer: Schmetterlinge symbolisieren dank ihrer Leichtigkeit und Schönheit in Japan nämlich Weiblichkeit und zwei Falter das eheliche Glück. Für welche Assoziation man sich auch entscheidet, die Kreationen des Designer-Duos sind wieder einmal wunderhübsch geworden. Neben den Kleidern ist erstmalig auch Strick dabei, bestehend aus Seide und Alpaka. Passend zur winterlichen Traumhochzeit werden die leichten Jumper und Capes lässig über den Kleidern getragen.

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Red Carpet: CFDA/Vogue Fashion Fund Awards 2014

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Bereits zum 11. Mal wurde gestern Abend in New York der CFDA/Vogue Fashion Fund Award verliehen, ein hoch dotierter Preis für amerikanische Nachwuchsdesigner, der von dem Council of Fashion Designers of America und der amerikanischen Vogue ins Leben gerufen wurde. Bewerben kann man sich dafür selbst; das Verfahren ist recht aufwändig und wird hier konkret beschrieben. Wer dann aber gewinnt, kann sich nicht nur über professionelles Coaching freuen (Anna Wintour und Diane von Fürstenberg sind nur zwei prominente Schirmherrinnen), sondern auch über 300.000 Dollar. Diese gingen in diesem Jahr an Paul Andrew – der Schuhdesigner launchte erst vergangenes Jahr sein Label.

Auch die Zweitplatzierten, Schmuckdesignerin Eva Zuckerman von Eva Fehren sowie Ryan Roche, der sich auf Cashmere-Entwürfe spezialisert hat, können sich über 100.000 Dollar freuen – und wenn man bedenkt, welche wichtigen Designernamen der Fund schon etabliert hat (Phillip Lim, Alexander Wang, Derek Lam, Joseph Altuzarra, Rodarte und viele viele mehr), dann sollte man sich die drei glücklichen Gewinner in jedem Fall merken. Stella McCartney hielt passend dazu die Keyspeech der Nacht (und fing sich keinen Applaus bei der Bemerkung, dass man unbedingt mit dem Label nach Paris gehen solle, ein) und auf dem roten Teppich war so einiges los: Karlie Kloss, Alexa Chung, Alessandra Ambrosio oder Leigh Lezark verschönerten die Nacht.

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German Press Days: Designer Christian Wijnants im Interview

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Im Rahmen der German Press Days haben wir den sympathischen Christian Wijnants getroffen um mit ihm über seine neue Sommerkollektion, seine Wahlheimat Antwerpen und seine wichtigsten Inspirationsquellen zu sprechen. Wie ihn Diane von Fürstenberg aus der Fassung gebracht hat und was es mit seiner Nominierung für den Swarovski Prize of Innovation auf sich hat, lest ihr im Interview:

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German Press Days: Die H&M Studio Sommerkollektion 2015

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Ein sehr geschickter Coup, den man sich bei H&M hat einfallen lassen: Gestern Abend lud man zu später Stunde quasi außer Konkurrenz noch zur Präsentation der H&M Studio Kollektion für den Sommer 2015 inklusive Drinks und Abendessen.

Das Hauptthema Miami stach gleich nach Betreten des Showrooms sofort ins Auge. Palmen-Prints und Flamingos bleiben uns also auch kommende Saison erhalten. Aber vor allem die von Homewear inspirierten Stücke wanderten direkt auf die Wunschliste:

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German Press Days – Tag 1 mit Stine Goya, Tim Labenda und Joseph

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Ein bisschen absurd erscheint es schon, wenn man vor den Kleiderstangen voll mit knapper Swimwear und luftigen Sommerkleidchen steht, während es draußen herbstlich nieselt. Aber selbstverständlich rückt die Blogger- und Journalistenmeute an, wenn es anlässlich der Press Days in den Berliner Showrooms die neuesten Frühjahrskollektionen zu entdecken gibt! An Tag eins starteten Lisa und ich zunächst mit der Agentur V und Fake Pr. Unsere hübschen Favoriten findet ihr in der Zusammenfassung:

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Interview: Cédric Charlier x Petit Bateau Capsule Collection

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Die gestreiften Tops von Petit Bateau sind ein absoluter Klassiker – das bretonische Streifenshirt à la Picasso und Coco Chanel wird wohl niemals aus der Mode kommen. Das Label hat nun den Belgier Cédric Charlier für eine Capsule Collection verpflichtet, die beweist, dass Klassiker durchaus hin und wieder eine Neuinterpretation vertragen können, ohne ihren ikonischen Charakter zu verlieren. Wir haben die Kollektion getestet und dem Designer ein paar Fragen dazu gestellt.

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Les Lumières Changeantes: Stine Goya Kampagne Sommer 2015

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“Les Lumières Changeant” bedeutet so viel wie “Die wandelbaren Lichter”. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Camilla Richter kreierte unsere liebste Dänin Stine Goya Prints, die bewegtes Licht darstellen. Heraus kam eine Sommerkollektion für 2015 voller harmonischer Farbnuancen: die zarten Pastelltöne, die so typisch sind für das Label, aber auch kräftiges Rot oder Schwarz kommen in Form der eigens entwickelten Prints vor.

Für die Kampagne wurde die Kollektion von dem Fotografen Martin Vallin festgehalten und mit Malereien des dänischen Künstlers Erik A. Franden hinterlegt – insgesamt ein wirklich sehr gelungenes und stimmiges Werk, das eher an ein aufwändiges Editorial erinnert!

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Von London nach Shanghai: Interview mit Thuy Duong Nguyen von THU THU

Interview_Thuy von Thu Thu

Von 0 auf 100 Prozent auf dem Moderadar: Als Thuy Duong Nguyen 2010 ihr Label Thu Thu gründete, wollten wir alle nur noch ihre coolen bunten und vietnamesisch inspirierten Bomberjacken tragen. Auch ich bin Fan des Looks – von Anfang an! Inzwischen ist Thuy, die im Vietnam geboren wurde und in Deutschland aufwuchs, von London nach Shanghai gezogen und hat mir von dort aus ihr neues Lookbook zugesendet, das eine deutliche Weiterentwicklung zeigt.

Spannend zu hören also, was Thuy in Shanghai macht, wie sie produziert und wie die Zukunft von Thu Thu aussehen soll – junge Labels werden schliesslich immer wieder gegründet, aber nur wenige haben wirklich das nötige Durchhaltevermögen. Und den Blick in ihr hübsches neues Lookbook gibt’s natürlich ohnehin!

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Im Showroom von Achtland: die Sommerkollektion 2015

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Im Frühjahr diesen Jahres sind Thomas Bentz und Oliver Lühr von Berlin nach London gegangen, um mit ihrem Label Achtland so richtig durchzustarten. Das ist schade für die Berliner Modewoche, aber umso besser für das Designduo – wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist und wie die neue Sommerkollektion 2015, die zwischen Umzugskisten im neuen Atelier in nur zwei Monaten entstanden ist, aussieht, habe ich bei meinem Besuch in ihrem Pariser Showroom heraus gefunden.

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Hedi Slimane setzt bei Saint Laurent weiterhin auf die Rockstars…

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… und fährt damit seit einigen Saisons komplett an den gängigen Trends vorbei. Stattdessen inszeniert der Designer weiter das coole Rock’n’Roll Girl in Lederjacke, Glitzerplateaus und mit Nietengürtel. Dazu gab es diese Saison verschiedene Versionen von Hotpants und Miniröcken, einige schwarze Bundfaltenhosen und feine Halstücher, unter anderem versehen mit dem momentan allgegenwärtigen Leo-Print.

Als ich Dienstagabend die Show-Location betrete, bin ich erst mal baff wie alle anderen Zuschauer auch: die goldene Stahlkonstruktionen sind massiv und drehen sich zu Beginn der Show, das Feeling ist majestätisch und beeindruckend. In der Frontrow sitzen Lenny Kravitz und Selma Hayek und lösen damit ein heftiges Blitzlichtgewitter aus.

Und dann passiert etwas, das ich verrückt finde:

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It’s all in the details: Stella McCartney Sommer 2015

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Bequem, lässig und unterschwellig sexy – so sieht sie aus, die neue Kollektion von Stella McCartney. Kurze weite Kleidchen, Pyjamainspirierte Zweiteiler und Prints mit dem ultimativen Hingucker-Effekt. Zwar überzeugt Stella mit ihrer weiten und leicht 70s angehauchten Silhouette schon auf den ersten Blick, dennoch lohnt sich genaueres Hinschauen auf ihre Sommerkollektion 2015.

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Schmuckfavoritin der Saison: Aurelie Bidermann Showroom

Aurélie Bidermann Frühjahr 2015

“Wieso trage ich eigentlich so wenig Schmuck?”, geistert es mir durch den Kopf, als ich mit Kerstin im zweiten Hinterhof gleich neben Colette auf der Rue Saint-Honoré den Showroom von Schmuckdesignerin Aurelie Bidermann betrete. Denn dort gibt es so dermaßen viel schönes Design, dass ich mir mit einer kleinen Kette und (Ehe-)Ring ganz bieder vorkomme. Klotzen statt kleckern gilt bei der Französin in der kommenden Sommersaison und das drückt sich in bohemian Designs aus: Traumfänger, Kreolen, bunte hippie-eske Armbänder und grosse Statementketten in Gold beherrschen das Bild.

Dazu der puristisch schöne Raum und die liebevoll in Szene gesetzten Stücke auf goldenen Podesten, in Korallen gehängt, auf Bastvierecke gelegt: So präsentiert man Schmuck vernünftig. Bei jedem dritten Stück flüsterte ich Kerstin ins Ohr: “Bestell mir das unbedingt mit!” Hier seht ihr, wieso:

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Paris: 5 Trendlektionen von Céline Sommer 2015

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Phoebe Philo kann eigentlich so ziemlich alles auf den Laufsteg schicken – was sie zeigt wird Trend, eh klar. Der Besitz einer Handtasche von Céline gilt mittlerweile als eindeutiger Indikator für das Interesse (und Kenntnis) an Mode der jeweiligen Trägerin. Aber Philos Sommerkollektion für 2015 ist nicht nur schön, weil es eben Céline ist, sondern diese Looks und Trends (Overalls! Seventies Revival! Cut-outs!) wollen wir uns unbedingt für die nächste Saison merken. Denn wir erinnern uns: die 5 Trendlektionen aus der letzten Saison sind wirklich 1:1 eingetreten…

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60s in Paris: Carven Sommerkollektion 2015

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“Habe gerade Carven gesehen!!! Beste Kollektion ever!!”Kerstin und ich sind derzeit per Messenger im Daueraustausch, da ich auch so gut wie auf dem Weg nach Paris bin und wir natürlich romantische Wiedersehenstermine vereinbaren mussten. Kurze Kollektionsbemerkungen und Updates sind da natürlich unabdingbar.

Dass ihr Carven so gut gefällt, überrascht mich kaum – ich erinnere nur an diesen Look hier – und bin gespannt, was sie da für ihren Laden Hayashi einkaufen wird. Für die Sommerkollektion 2015 hat sich Carvens Chefdesigner Guillaume Henry ordentlich von den 60er Jahren inspirieren lassen:

Twiggy trifft Katsushika Hokusai, geometrische Musterungen, gerade geschnittene Minikleider und bunte Farbblöcke. Gemixt mit japanischen Zeichnungen oder Pythonprints und ergänzt durch kastenförmige (Lack-)Lederhandtaschen entsteht eine Kollektion, die durchaus tragbar ist und vor allem durch die tolle Farbgebung überzeugt – nur den Pythonprint muss man noch verdauen.

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